{"id":79146,"date":"2024-10-28T16:46:05","date_gmt":"2024-10-28T15:46:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=79146"},"modified":"2024-10-30T20:06:52","modified_gmt":"2024-10-30T19:06:52","slug":"deutschland-produziert-1-millionen-tonnen-elektroschott","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2024\/10\/28\/deutschland-produziert-1-millionen-tonnen-elektroschott\/","title":{"rendered":"Deutschland produziert 1 Millionen Tonnen Elektroschott"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_79148\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1528px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-79148 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Schmidtseifer-Presse.jpg\" alt=\"\" width=\"1518\" height=\"992\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der Maschinenbauer Karsten Schmidtseifer, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bergischen Universit\u00e4t &#8211; \u00a9 UniService Transfer<\/span><\/div>\n<p>An der Bergischen Universit\u00e4t forscht Karsten Schmidtseifer, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Konstruktion der Fakult\u00e4t Maschinenbau und Sicherheitstechnik, an der Reparierbarkeit von Elektroger\u00e4ten.<\/p>\n<p>\u201eAllein 2022 wurden weltweit 62 Mio. Tonnen Elektroschrott produziert und davon 1 Mio. Tonnen nur in Deutschland mit steigender Tendenz. Wir reden von Wachstumsraten bei Elektroschrott in Deutschland von ungef\u00e4hr 10 Prozent pro Jahr&#8220;, erkl\u00e4rt Maschinenbauer Karsten Schmidtseifer.<\/p>\n<p>Autor Uwe Blass hat sich im Rahmen der beliebten Uni-Reihe &#8222;Transfergeschichten&#8220; mit\u00a0dem Maschinenbauer Karsten Schmidtseifer \u00fcber das Recht des Kunden auf Reparatur von Elektroger\u00e4ten und die Konsequenzen f\u00fcr die Hersteller unterhalten.<\/p>\n<h4><strong>B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger w\u00fcrden ihre Ger\u00e4te lieber reparieren lassen<\/strong><\/h4>\n<p>Obwohl nach einer Eurobarometer-Umfrage von 2022 ca. 77 Prozent der EU-B\u00fcrgerinnen und -B\u00fcrger ihre Elektroger\u00e4te lieber reparieren lie\u00dfen, als sie wegzuwerfen, passiert bis heute noch zu wenig. Das liege nach Karsten Schmidtseifers Meinung nicht daran, dass der Recyclinggedanke zu langsam reife.<\/p>\n<div id=\"attachment_44822\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 440px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-44822\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Logo-Transfergeschichten.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"138\" \/><span class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bergische Universit\u00e4t<\/span><\/div>\n<p>\u201eDas Problem ist, die Menschen sind Gewohnheitstiere. Wenn die neuen Handys, Autos oder Waschmaschinen billig sind, dann kauft man neu. Aber jetzt, mit Inflation und den Kriegen, steigen die Preise und die Menschen merken, alles kostet auf einmal viel mehr. Dann versuchen sie, die Produkte l\u00e4nger zu halten, und so r\u00fcckt das Thema mehr in den Vordergrund. Zudem haben wir auch heute eine andere \u00d6ffentlichkeitsarbeit.\u201c<\/p>\n<h4><strong>Seit April 2024 besteht in der EU ein Recht auf Reparatur<\/strong><\/h4>\n<p>Die Europ\u00e4ische Kommission hatte im M\u00e4rz 2023 einen Richtlinienvorschlag f\u00fcr ein Recht auf Reparatur vorgelegt, welches am 23. April 2024 vom Europ\u00e4ischen Parlament angenommen wurde. Aber was hei\u00dft das nun f\u00fcr die Verbraucher?<\/p>\n<p>Dazu Karsten Schmidtseifer: \u201eDas ist wieder einmal eine \u00c4nderung on top auf die 2009 beschlossene \u00d6kodesignrichtlinie, die sogenannte 2009\/125\/EG. Die wird nun alle paar Jahre wieder angepasst.\u201c In der letzten \u00c4nderung 2022 wurde bereits die Reparierbarkeit von ein paar Produktgruppen spezifiziert, d.h. es wurde festgelegt, welche Ersatzteile es geben soll, wie die Verf\u00fcgbarkeit der Ersatzteile hergestellt wird und wie die Preisgestaltung sein soll.<\/p>\n<div id=\"attachment_79149\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1207px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-79149 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Reparatur-eines-Smartphones-gemeinfrei.jpg\" alt=\"\" width=\"1197\" height=\"675\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Reparatur eines Smartphones &#8211; \u00a9 gemeinfrei<\/span><\/div>\n<p>\u201eDiese \u00c4nderung geht nun noch weiter\u201c f\u00e4hrt er fort. \u201eDer Hersteller wird nun verpflichtet, Angaben zur Reparaturleistung zu machen, d. h., er muss nun Anleitungen herausgeben, damit man vielleicht auch selber die Reparatur durchf\u00fchren kann.\u201c Ebenfalls neu sei eine Art Gutscheinprogramm, welches sich schon in \u00d6sterreich bew\u00e4hrt habe. Danach k\u00f6nne der Kunde sich im Zweifel vom Staat dann etwas von der bezahlten Reparatur zur\u00fcckholen, eine Art Subventionsprogramm, dass die Menschen motivieren soll, mitzumachen.<\/p>\n<p>Wenn die gesetzliche Gew\u00e4hrleistung also abgelaufen ist,<strong>\u00a0<\/strong>k\u00f6nnen nun Verbraucherinnen und Verbraucher eine einfachere und kosteng\u00fcnstigere Reparatur von Defekten bei nahezu allen Ger\u00e4ten verlangen, die technisch reparierbar sein m\u00fcssen. \u201eIn der aktuellen Regelung sind Wei\u00dfwaren dabei (Wei\u00dfwaren sind bestimmte Klassen von Elektrogro\u00dfger\u00e4ten wie z. B. Waschmaschinen, Trockner oder K\u00fchlschr\u00e4nke, Anm. d. Red.), Monitore, Tablets und Smartphones\u201c erkl\u00e4rt der Wissenschaftler.<\/p>\n<p>Er f\u00e4hrt fort: \u201eAm Horizont steht schon die n\u00e4chste \u00c4nderung der \u00d6kodesignrichtlinie, das ist dann die ESPR (Ecodesign for Sustainable Products Regulation). Sobald die in Kraft tritt, sind eigentlich<strong> alle<\/strong> Produkte davon betroffen, au\u00dfer Lebensmittel, Arznei und Pflanzen. Die kommt sicherlich im n\u00e4chsten Jahr.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_79152\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1290px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-79152 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/computer-7194522_1280.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"853\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Innenleben eines elektronischen Ger\u00e4ts &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<h4><strong>Europ\u00e4ische Reparaturplattform<\/strong><\/h4>\n<p>Alle Hersteller werden fortan verpflichtet,\u00a0Angaben \u00fcber ihre Reparaturleistungen\u00a0und die anfallenden Kosten zu machen. Dazu wird auch eine europ\u00e4ische Reparaturplattform eingerichtet. \u201eDie Regulierung f\u00fcr Ersatzteile gibt es schon seit 2022. Da werden Angaben gemacht, wie schnell ein Ersatzteil verf\u00fcgbar sein muss und der Preis darf auch nur x-Prozent vom Neupreis sein. Neu dabei ist, dass es jetzt eine zentrale \u00dcbersicht gibt, wo ich mich als Kunde \u00fcber den mir am n\u00e4chsten gelegenen Betrieb erkundigen kann, der die Reparaturen durchf\u00fchren darf.\u201c<\/p>\n<h4><strong>Wegwerfgesellschaft kann Recyclinggesellschaft werden<\/strong><\/h4>\n<p>Die gesellschaftliche Ver\u00e4nderung sieht Karste Schmidtseifer bereits in vollem Gange und sagt: \u201eWir sehen an den ganzen Aktionen der Jugend, also z. B. &#8218;Fridays for future&#8216;, dass das Interesse an Ver\u00e4nderung gro\u00df ist, denn die jungen Leute wollen noch etwas von der Erde haben. Und wir sehen es auch andersherum an den gemachten Gesetzen. Z. B. der Green Deal (Der European Green Deal, auch <em>europ\u00e4ischer Gr\u00fcner Deal<\/em>, ist ein von der Europ\u00e4ischen Kommission am 11. Dezember 2019 vorgestelltes Konzept mit dem Ziel, bis 2050 in der Europ\u00e4ischen Union die Netto-Emissionen von Treibhausgasen auf null zu reduzieren, Anm. d. Red.), der erst f\u00fcr 2050 geplant war, wurde auf 2045 vorgezogen, d.h., der Druck steigt immens und die Menschen merken, dass sich das Zeitfenster schm\u00e4lert.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_79153\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1290px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-79153 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/watchmaker-8735031_1280.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"851\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Reparaturarbeiten mit der Lupe &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>Karsten Schmidtseifer stellt aber auch fest, dass die Ergebnisse, die wir bereits haben, falsch vermittelt werden, denn das Thema werde medial aufgebauscht und es w\u00fcrden nur einzelne Positionen herausgehoben. Man erfahre leider nie das gro\u00dfe Ganze.<\/p>\n<p>Er nennt ein Beispiel: \u201eIch habe in diesem Jahr eine Abschlussarbeit betreut, in der untersucht wurde, wie man Pedelecs nachhaltiger gestalten kann. Darin wurden s\u00e4mtliche Methoden zur Steigerung der Nachhaltigkeit, die es so gibt und die tats\u00e4chlich vorhanden sind, er\u00f6rtert. Heraus kam, wenn man alle Methoden, die wir aktuell haben auf so ein Fahrrad anwenden w\u00fcrde, k\u00f6nnten wir, Stand heute, 72 Prozent CO<sub>2<\/sub> bei der Produktion einsparen. Aber wir machen es einfach nicht.\u201c<\/p>\n<h4><strong>Eindeutige Definition fehlt<\/strong><\/h4>\n<p>Eine Elektroreparaturwerkstatt in Wuppertal wirbt bereits mit dem Slogan: &#8218;Reparieren statt wegwerfen&#8216; und schreibt: \u201eWir setzen uns f\u00fcr Nachhaltigkeit und gegen Verschwendung wertvoller Ressourcen ein\u201c und bietet die Reparatur von Ger\u00e4ten aller Hersteller an. Nun ist die Reparatur manchmal aber auch tricky, weil die Kennzeichnungen fehlen.<\/p>\n<div id=\"attachment_79154\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1290px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-79154 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/man-5866475_1280.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"854\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Reparatur eines defekten Computers &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>\u201eWas man da machen m\u00fcsste, steht eigentlich schon in der Richtlinie drin\u201c, sagt Karsten Schmidtseifer. \u201eDie Reparatur muss mit handels\u00fcblichen Werkzeugen zu machen sein. Aber dazu geh\u00f6rt z. B. auch schon der L\u00f6tkolben und das ist nun mal nicht f\u00fcr jeden Laien machbar. Es fehlt uns da eine eindeutige Definition, wie die Reparaturen zu erfolgen haben und dann aber auch eine strikte Umsetzung mit Strafen, denn bis jetzt kommen eigentlich alle Hersteller damit durch.\u201c<\/p>\n<h4><strong>Unternehmen bieten Refurbished-Ger\u00e4te an<\/strong><\/h4>\n<p>F\u00fcr produzierende Unternehmen entst\u00fcnden nun durch die neuen Richtlinien zus\u00e4tzlich ordentliche Kosten und das n\u00e4hmen die so nat\u00fcrlich nicht klaglos hin, erkl\u00e4rt Karsten Schmidtseifer, denn, \u201eUnternehmen m\u00fcssen immer wirtschaftlich handeln, d.h. sie m\u00fcssen aus Risiken jetzt Chancen machen. Es gibt viele Anbieter, die mittlerweile Refurbished-Ger\u00e4te anbieten (Unter Refurbished-Ger\u00e4ten versteht man gebrauchte, general\u00fcberholte Ger\u00e4te, die technisch einwandfrei funktionieren, Anm. d. Red.).<\/p>\n<p>Auch diese X-as-a-Service-Geschichten werden mehr, d.h., ich kaufe ein Produkt nicht mehr, sondern nehme nur noch den Dienst in Anspruch.\u201c Bei Waschmaschinen k\u00f6nne man den Service bereits nutzen. Man erhalte eine Waschmaschine des Herstellers und bezahle monatlich eine Miete. Wenn sie dann kaputtgehe, habe man nichts mehr damit zu tun.<\/p>\n<div id=\"attachment_79155\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 508px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-79155\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/technician-5508210_1280.jpg\" alt=\"\" width=\"498\" height=\"754\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ein Festplatte wird repariert &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>Karsten Schmidtseifer: \u201eWenn ich den Service nicht mehr in Anspruch nehmen will, geht das Ger\u00e4t zur\u00fcck zum Anbieter, der dann die Verantwortung f\u00fcr die Maschine \u00fcbernimmt und dadurch nat\u00fcrlich an einer l\u00e4ngeren Nutzungsdauer interessiert ist.\u201c<\/p>\n<p>Das Freiburger \u00d6koinstitut hat ausgerechnet, dass durch die l\u00e4ngere Nutzung von Haushaltsger\u00e4ten wie Waschmaschinen, Fernseher, Notebooks, und Smartphones hierzulande pro Jahr fast vier Millionen Tonnen klimasch\u00e4dlicher Treibhausgase eingespart werden k\u00f6nnen. Aber viele Reparaturbetriebe beklagen den Umstand, dass neue Ger\u00e4te oft praktisch irreparabel seien.<\/p>\n<p>Da entsteht der Eindruck, also ob den Herstellern das Thema Nachhaltigkeit immer noch nicht so wichtig ist. \u201eIch glaube nicht, dass es den Herstellern egal ist, weil in jedem Betrieb auch junge Menschen arbeiten, die Kinder haben und die auch gerne so weiterleben wollen, wie wir das tun\u201c, sagt Karsten Schmidtseifer. Man solle daher nicht den Druck erh\u00f6hen, sondern eher Anreize schaffen, und da seien Refurbished-Produkte schon eine erste Idee.<\/p>\n<h4><strong>\u00dcberh\u00f6hte Ersatzteilpreise verhindern Reparaturen<\/strong><\/h4>\n<p>Das Umweltbundesamt stellte bereits fest, dass Reparaturen durch \u00fcberh\u00f6hte Ersatzteilpreise verhindert werden k\u00f6nnen, so dass Ger\u00e4te doch entsorgt werden, ein Problem, \u00fcber das mit der Industrie noch einmal gesprochen werden muss.<\/p>\n<div id=\"attachment_79156\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1290px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-79156 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/work-8304180_1280.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"853\" \/><span class=\"wp-caption-text\">L\u00f6tarbeiten an einer Smartphone-Platine &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>Dazu Karsten Schmidtseifer: \u201eJa, definitiv. Es muss strikter definiert werden und bei Verst\u00f6\u00dfen auch geahndet werden. Ich selber habe vor zwei Jahren meine Waschmaschine ausgetauscht, weil sie lauter wurde und wahrscheinlich das Lager kaputtging. Ich habe dann online in diesem Ersatzteilkatalog geguckt, den es offiziell geben muss und habe auch das Ersatzteil gefunden. Aber es kam dann heraus, dass das Lager, was ich tauschen k\u00f6nnte, mit der Trommel fest verschwei\u00dft war, und das h\u00e4tte zu einer viel gr\u00f6\u00dferen Reparatur gef\u00fchrt und mindestens 65 Prozent des Kaufpreises betragen, ohne die Einbauzeit zu berechnen. Das war dann unwirtschaftlich. Da m\u00fcssen strikte Regeln f\u00fcr Produktgruppen her, denn man muss das am Beispiel meiner Waschmaschine nicht so l\u00f6sen. Man kann das auch anders aufbauen.\u201c<\/p>\n<h4><strong>Forschen am Lebenszyklus von Elektroger\u00e4ten<\/strong><\/h4>\n<p>Karsten Schmidtseifer ist Doktorand in der Abteilung Konstruktion und forscht an der Reparierbarkeit von Elektroger\u00e4ten.<strong> \u201e<\/strong>Ich besch\u00e4ftige mich damit, an welchen Merkmalen es liegt, dass man Produkte sinnvoll nachhaltig in mehr als einem Lebenszyklus benutzen kann. Ein plakatives Beispiel dazu: Wenn man ein Smartphone hat, kann man viele Platinen darin ausbauen und weiter nutzen. Manche Chips k\u00f6nnten z. B. in Bluetooth Ger\u00e4ten weiterverwendet werden.\u201c<\/p>\n<p>Leider habe man bis heute keine Marker, die die Wiederverwendung klar regelten, doch das Interesse von Seiten der Studierenden sei immens. \u201eWir haben hier im Fachbereich sehr viele Abschlussarbeiten zu diesem Thema. Ich selber habe in den zwei Jahren, die ich hier arbeite, schon 15 Abschlussarbeiten zum Thema Nachhaltigkeit betreut. Das Thema w\u00e4chst gigantisch.\u201c<\/p>\n<p>Aufgabe von Universit\u00e4ten und der Gesellschaft sei es, betont Schmidtseifer abschlie\u00dfend, die Menschen zu schulen und ihnen beizubringen, was Nachhaltigkeit \u00fcberhaupt sei. \u201eWenn ich Bescheid wei\u00df, dann kann ich auch entscheiden, ob ich etwas ver\u00e4ndern m\u00f6chte. Es wird kein Weg daran vorbeif\u00fchren, dass wir Produkten klare Vorgaben geben m\u00fcssen, ohne Innovationen zu beschr\u00e4nken, denn die Reparierbarkeit muss gew\u00e4hrleistet sein.\u201c<\/p>\n<p><strong>Uwe Blass<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_79151\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 210px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-79151 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Schmidtseifer-Presse-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"306\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Karsten Schmidtseifer &#8211; \u00a9 UniService Transfer<\/span><\/div>\n<h4>\u00dcber Karsten Schmidtseifer<\/h4>\n<p>Karsten Schmidtseifer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Konstruktion in der Fakult\u00e4t Maschinenbau und Sicherheitstechnik an der Bergischen Universit\u00e4t.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeder kennt die Situation: Wieder einmal geben Waschmaschine und Trockner gleichzeitig den Geist auf. Frustriert sprechen wir dann von Murphys Gesetz und da die Reparatur in der Regel oft teuer ist, sehen wir uns schnell nach neuem Ersatz um und lassen bei Lieferung der Neuware unsere Altger\u00e4te direkt mit entsorgen.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-79146","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-24 12:20:08","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79146","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=79146"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79146\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":79158,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79146\/revisions\/79158"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=79146"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=79146"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=79146"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}