{"id":79072,"date":"2024-11-08T19:00:12","date_gmt":"2024-11-08T18:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=79072"},"modified":"2025-05-12T18:33:05","modified_gmt":"2025-05-12T16:33:05","slug":"wolfgang-bosbach-der-mann-der-keine-phrasen-drischt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2024\/11\/08\/wolfgang-bosbach-der-mann-der-keine-phrasen-drischt\/","title":{"rendered":"Wolfgang Bosbach: Der Mann, der keine Phrasen drischt"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_79083\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 868px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-79083 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Screenshot_20240925_092745_Samsung-Internet-1.jpg\" alt=\"\" width=\"858\" height=\"654\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Wolfgang Bosbach, ein \u00fcber Parteigrenzen hinweg respektierter und gesch\u00e4tzter Ex-Berufspolitiker &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Auch nach seiner aktiven Laufbahn als Berufspolitiker, in der er nie seinen rheinischen Humor verlor, hat sein Wort noch gro\u00dfes Gewicht. Wolfgang Bosbach ist ein gefragter Talkshow-Gast, nicht zuletzt, weil er kein &#8222;Phrasendrescher&#8220; ist, sondern f\u00fcr jedermann verst\u00e4ndlichen Klartext redet.<\/p>\n<p>Und das macht er auch im &#8222;Hands auf Herz&#8220;- Interview, das wir mit ihm gef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-83834\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Hand-aufs-Herz-88510200.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"66\" \/><\/p>\n<p><strong>DS: Um mit einem aktuellen Thema zu starten: Kevin K\u00fchnert ist aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden als SPD-Generalsekret\u00e4r zur\u00fcckgetreten. Ist Politiker ein Beruf, der die Protagonisten heute mehr als fr\u00fcher mental an ihre Grenzen f\u00fchrt bringt \u2013 und manchmal auch dar\u00fcber hinaus?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Bosbach: \u201eNat\u00fcrlich geht es heute hektischer zu als fr\u00fcher, zu Zeiten der Bonner Republik. Informationen und Meinungen rasen in Bruchteilen von Sekunden rund um den Globus und viele hecheln hinterher, um auf der H\u00f6he der Debatten zu bleiben. Es wird permanent gechattet und getwittert, der Daumen gl\u00fcht. Nachteil: Zu oft geht Schnelligkeit vor Sorgfalt. Bei Spitzenpolitikern kommt hinzu, dass sie 24\/7 unter \u00f6ffentlicher Beobachtung stehen &#8211; nur kein falsches Wort! Mein Rat: Nie von der Politik auffressen lassen. Immer \u201afamiliy &amp; friends\u2018 pflegen, den Hobbys nachgehen, ruhig mal die Seele baumeln lassen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sie haben Ihre politische Karriere 2017 beendet, u.a. auch mit der Begr\u00fcndung, dass Sie in wichtigen politischen Fragen die Haltung ihrer Partei nicht mehr mit \u00dcberzeugung vertreten k\u00f6nnten. Was h\u00e4lt Sie heute noch in der CDU?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Bosbach: \u201eIch bin 1972 nicht aus Versehen oder Zufall in die CDU eingetreten, sondern aus \u00dcberzeugung.\u00a0Damals war ich &#8211; und heute bin ich es immer noch &#8211;\u00a0der festen \u00dcberzeugung, dass die Union besser als die konkurrierenden Parteien Probleme l\u00f6sen und unser Land in eine gute Zukunft f\u00fchren kann. Das hei\u00dft nicht, dass ich immer mit allem einverstanden war oder bin. In einer Volkspartei werden Sie immer unterschiedliche Meinungen \u00fcber den richtigen Weg finden.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Ihre Tochter Caroline strebt f\u00fcr die CDU ein Bundestagsmandat an. Welche Ratschl\u00e4ge k\u00f6nnen Sie ihr mit auf den Weg geben?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Bosbach: \u201ePapa dr\u00e4ngt sich nicht auf, aber wenn Caroline mal einen Rat braucht &#8211; immer gerne! Eltern k\u00f6nnen als eine Art Wegweiser fungieren, Leitplanken aufzeigen &#8211;\u00a0 aber den Weg f\u00fcr sie zu gehen, diese M\u00fche k\u00f6nnen wir unseren Kindern\u00a0 nicht abnehmen. Ich habe ihr gesagt: \u201a\u00dcberlege Dir gut, ob Politik Dein Beruf werden soll. Wenn Du dazu \u201aJa!\u2018 sagst, mache es mit ganzer Kraft, mit ganzer Leidenschaft, guck nie auf die Uhr!\u2018 Caroline hat ja schon ein geh\u00f6riges Ma\u00df an politischer Erfahrung. Sie wei\u00df, was auf sie zukommt und ich habe keinen Zweifel, dass Sie sich das Vertrauen der Menschen erarbeiten und rechtfertigen wird.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Gib es Politikerinnen oder Politiker, die Sie bewundern oder besonders sch\u00e4tzen?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Bosbach: \u201eWolfgang Sch\u00e4uble habe ich immer bewundert. Unfassbar, mit welcher Energie, mit welcher Disziplin er sich trotz seines gro\u00dfen Handicaps f\u00fcr das Land aufgeopfert hat. Und Otto Graf Lambsdorff. Ich habe ihn w\u00e4hrend unserer eineinhalb Jahre dauernden Verhandlungen \u00fcber die Entsch\u00e4digung f\u00fcr NS-Zwangsarbeit kennen- und sch\u00e4tzen gelernt. Kompetent, klug, erfahren.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_79084\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-79084 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/IMG_1354.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"415\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Wolfgang Bosbach (l.) mit seinem Autoren-Partner Ulli Potofski bei einer Lesung &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p><strong>DS: <\/strong><strong>Was hat sich in Ihrer Wahrnehmung im Bundestag ver\u00e4ndert, seit Parteien vom rechten und linken Rand wie die AfD und BSW dort vertreten sind?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Bosbach: \u201eDa schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Das Eine sagt: \u201aGut, dass Du Dir das nicht mehr live und in Farbe antun musst\u2018. Das Andere: \u201aSchade, dass Du mit denen, jedenfalls nicht mehr am Rednerpult des Bundestages, die Klinge kreuzen kannst!\u2018\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wie w\u00fcrden Sie mit den Abgeordneten der Parteien von den R\u00e4ndern der Parteienlandschaft umgehen?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Bosbach: \u201eHart in der Sache, vern\u00fcnftig im Ton. Rumbr\u00fcllerei sollte man denen \u00fcberlassen, die inhaltliche Leere mit Lautst\u00e4rke \u00fcbert\u00fcnchen wollen. Und nie pauschal deren W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler beschimpfen, das war noch nie ein Erfolgsrezept.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Mit wem aus den Reihen von AfD und BSW w\u00fcrden Sie ein Bier trinken gehen?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Bosbach: \u201eAbgesehen davon, dass ich aus diesen Reihen niemanden gut genug kenne. Um mit ihr oder ihm vertraut bei einem k\u00fchlen K\u00f6lsch zu plaudern -warum sollte ich das tun? Die knappe Freizeit verbringe ich lieber mit Menschen die mir nahe stehen, denen ich vertraue.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Viele wissen gar nicht, dass Sie gelernter Einzelhandelskaufmann sind, sogar einmal einen Supermarkt geleitet haben und dann erst auf dem 2. Bildungsweg das Abitur nachgemacht haben, um dann Rechtswissenschaft zu studieren und letztlich Rechtsanwalt zu werden. Warum haben Sie diesen Umweg genommen?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Bosbach: \u201eWeil es mir mit 16 Jahren noch nicht einmal im Traum in den Sinn gekommen, sp\u00e4ter einmal Rechtsanwalt und Abgeordneter, also Berufspolitiker. zu werden. Ich habe erst im Laufe der Zeit gemerkt, dass ich gerne diesen Weg einschlagen w\u00fcrde und bin ihn dann konsequent gegangen. Aus der Zeit im Handel habe ich viel auch f\u00fcr die Politik gelernt. So ganz ohne Berufserfahrung und nur sp\u00e4rlicher Lebenserfahrung politisch an den Start zu gehen, ist problematisch. Man muss die Lebenswirklichkeit jener kennen, f\u00fcr die man Entscheidungen trifft.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_79085\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-79085 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Screenshot_20240922_151534_WhatsApp.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"730\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Hat auch als Politiker im Bundestag nie seinen Humor verloren: Wolfgang Bosbach &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p><strong>DS: Sie waren aktiver Spieler der Politiker-Fu\u00dfballmannschaft FC Bundestag. Wer waren Ihre Mitspieler?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Bosbach: \u201eUnd das war ich von Herzen gerne! Alle Mitspieler aufzuz\u00e4hlen w\u00fcrde den Rahmen sprengen, aber es waren auch illustre Namen dabei, wie Norbert Lammert oder Peter Ramsauer. Und nat\u00fcrlich Joschka Fischer. Bester Spieler und Kapit\u00e4n war zu meiner Zeit Klaus Riegert (Sportpolitischer Sprecher der CDU\/CSU). Der konnte unfassbar gut kicken.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: F\u00fcr welchen Verein schl\u00e4gt denn Ihr Fu\u00dfball-Herz?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Bosbach: \u201eSeit \u00fcber 60 Jahren f\u00fcr den 1. FC K\u00f6ln. Mit anderen Worten: Ich wei\u00df, was Schmerzen sind.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Welche Fu\u00dfball-Regeln sollten auch im Bundestag gelten?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Bosbach: \u201e \u201aAbseits\u2018 gibt es im Parlamentsbetrieb nicht, aber auch dort wird leider oft &#8222;Foul&#8220; gespielt. Halb- und vor allem glatte Unwahrheiten in Debatten geh\u00f6ren in diese Kategorie. Daher: Hier wie dort immer sch\u00f6n an die Spielregeln halten.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Ein nettes Kuriosum ist, dass Ihre Frau Sabine, die Sie 1987 geheiratet haben, genau wie Sie mit Nachnamen Bosbach hei\u00dft, obwohl sie nicht miteinander verwandt sind. Sie konnte also ganz normal ihren M\u00e4dchenamen behalten. Ein Doppelname kam ja wohl gar nicht erst in Betracht \u2013 oder?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Bosbach: \u201eNein, nicht wirklich. Bosbach-Bosbach als Nachname w\u00e4re auch kurios gewesen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wie viele Eltern sind Sie f\u00fcr ein Verbot von Computer-Killerspielen. War Ihnen nicht klar, dass das ein Kampf gegen Windm\u00fchlenfl\u00fcgel werden w\u00fcrde?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Bosbach: \u201e Jein. Dass diese Abteilung eine starke Lobby hat, war mir immer klar, aber dass auch aus dieser Ecke mit versteckten Fouls gespielt wird, hat mich in diesem Ausma\u00df schon \u00fcberrascht. \u201aBosbach fordert Verbot von Videospielen\u2018 war so ein Unsinn. Es ging immer nur um schwer jugendgef\u00e4hrdende Inhalte. Aber mit ruhiger Argumentation durchzudringen, ist gegen Polemik kaum m\u00f6glich.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sie sind ein beliebter und gern gesehener Gast in den deutschen Talkshows, weil Sie Dinge auf den Punkt bringen und nicht wie viele Ihrer Kollegen herumschwafeln. War Ihnen diese Gabe schon immer gegeben?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Bosbach: \u201eOffensichtlich. Ich war schon immer Fan von Subjekt-Pr\u00e4dikat-Objekt und bin gerne auch rhetorisch geradeaus. Auch auf die Gefahr, dass nicht jeder meine Meinung teilt. Ist doch ok. Es gibt zu allen Themen unterschiedliche Ansichten.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Was Ihre Gesundheit angeht, hat Sie das Schicksal nicht gerade verw\u00f6hnt. Sie tragen einen Herzschrittmacher und Sie haben 2010 eine unheilbare Prostataerkrankung \u00f6ffentlich gemacht. Wie schwer f\u00e4llt es Ihnen, die Angst vor dem Tod in den Griff zu bekommen?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Bosbach: \u201eWarum sollte ich Angst haben? Wenn er kommt, bin ich ja weg! Au\u00dferdem habe ich immer noch derart viel um die Ohren, ich komme gar nicht erst zum permanenten Gr\u00fcbeln.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_79086\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-79086 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/IMG_1355.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"388\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Haben bei ihren Lesungen jede Menge Spa\u00df: Wolfgang Bosbach (l.) und Ulli Potofski &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p><strong>DS: Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium ist ja erst einmal eine Schock-Diagnose und f\u00fchlt vermutlich an wie ein Todesurteil. Doch Sie haben bewiesen, dass es das nicht so sein muss. Sie leben seit 14 Jahren mit dieser Krankheit \u00a0\u2013 und hoffentlich noch sehr lange! Wie hat sich Ihr Umgang damit im Laufe der Jahre ver\u00e4ndert?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Bosbach: \u201eMan wird gelassener. Nicht unbedingt sorglos, nat\u00fcrlich mache ich mir angesichts der vielen Arzt- und Krankenhaustermine Gedanken, aber wenn sich jemand \u00fcber Nichtigkeiten aufregt sage ich mir: \u201aDessen Sorgen m\u00f6chte ich haben! Wir k\u00f6nnen gerne tauschen!\u2018\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: M\u00e4nner gelten bekanntlich als Vorsorge-Muffel. Wie w\u00fcrden Sie diesen vermeintlichen Helden, die jeglichen Arztbesuch scheuen, ins Gewissen reden?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Bosbach: \u201eIch war auch so ein Muffel. Runter vom Sofa und auf zur Vorsorge. Die zwei M\u00e4nner-Standard-Ausreden &#8211; \u201aMir fehlt ja nix oder im Moment ist das zeitlich ganz schlecht\u2018 &#8211; kann man sp\u00e4ter teuer bezahlen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Auf jeden Fall haben Sie Ihren Humor nicht verloren. Sie gelten als Frohnatur. Was bedeutet f\u00fcr Sie der Karneval, bei dem Sie schon zahlreiche Auszeichnungen einkassiert haben?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Bosbach: \u201eLoslassen vom Alltag, Sorgen vergessen, Politik, Politik sein lassen, unbeschwerte Fr\u00f6hlichkeit.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Man k\u00f6nnte respektlos fragen: Was unterscheidet eine Bundestags- von einer B\u00fctten-Rede?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Bosbach: \u201eFast alles. Mit einer Ausnahme: Humor gibt es hier und dort. Im Plenum allerdings meistens unfreiwillig.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wie und wann haben sich die Wege von Ihnen und Ulli Potofski, einem der beliebtesten Sportreporter Deutschlands, gekreuzt?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Bosbach: \u201eVor einigen Jahren haben wir uns in k\u00fcrzester Zeit bei ganz verschiedenen Anl\u00e4ssen derart h\u00e4ufig getroffen, dass Ulli mir mal gesagt hat: Du CDU, ich SPD, Du FC K\u00f6ln, ich Schalke 04. Aber beide Jahrgang 1952. Da sollten wir mal was draus machen. So entstand das Buch &#8222;52 &#8211; ein Jahrgang, zwei Leben!&#8220; Gerade erscheint die zweite, aktualisierte Auflage.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Was planen Sie in den n\u00e4chsten Jahren \u2013 einen Wolfgang Bosbach im Lehnstuhl kann sich ja niemand vorstellen?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Bosbach: \u201eIch sage Bescheid, wenn es so weit ist! Bis dahin: Weitermachen wie bisher. Alles machen, was ich machen m\u00f6chte und noch machen kann. Und dabei Familie, Freunde und Frohsinn nicht vergessen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Vielen Dank f\u00fcr das offene, ehrliche und informative Gespr\u00e4ch.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das Interview f\u00fchrte PETER PIONKE<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_79075\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 460px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-79075 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/91n3SNL5AL._SL1500_.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"631\" \/><span class=\"wp-caption-text\">&#8222;52 &#8211; ein Jahrgang &#8211; zwei Leben&#8220; &#8211; Wolfgang Bosbach &amp; Ulli Potofski &#8211; L100 Verlag &#8211; 352 Seiten &#8211; ISBN-10: 3947984065 &#8211; ISBN-13: 978-3947984060<\/span><\/div>\n<h4><strong>\u00dcber Wolfgang Bosbach<\/strong><\/h4>\n<p>Wolfgang Walter Wilhelm Bosbach wurde am 11.06.1952 in Bergisch Gladbach geboren. Nach der Mittleren Reife machte er zun\u00e4chst eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann und war von 1972 \u2013 1974 Leiter eines COOP-Supermarktes<\/p>\n<p>Auf dem 2. Bildungsweg holte er 1974 sein Abitur nach. Danach Studium der Rechtswissenschaft an der Uni K\u00f6ln. Abschluss 2. Staatsexamen 1991 \u2013 anschlie\u00dfend T\u00e4tigkeit als Rechtsanwalt.<\/p>\n<p>Wolfgang Bosbach ist seit 1972 Mitglied der CDU und hatte von 1994 \u2013 2017 ein Bundestagsmandat inne. Er war von 2000 \u2013 2009 stellv. Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Union (CDU\/CSU) und von 2009 \u2013 2015 Vorsitzender des Bundestags-Innenausschusses.<\/p>\n<p>2017 R\u00fcckzug aus der Politik mit der Begr\u00fcndung, dass er in wichtigen politischen Fragen die Haltung seiner Partei nicht mehr mit \u00dcberzeugung vertreten k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Wolfgang Bosbach war aktiver Spieler des FC Bundestag und geh\u00f6rte dem Fernsehrat des ZDF an. Als Schirmherr der Initiative \u201eHits f\u00fcr Hospiz\u201c ist er Unterst\u00fctzer der Hospizbewegung.<\/p>\n<p>1987 heiratete er Sabine Bosbach \u2013 die zuf\u00e4llig den gleichen Nachnamen hatte Gemeinsam haben sie 3 T\u00f6chter: Natalie, Caroline und Viktoria. Tochter Caroline will \u00a0f\u00fcr die CDU f\u00fcr den Bundestag kandidieren.<\/p>\n<div id=\"attachment_79081\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 460px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-79081 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/1000012125-1.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"637\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Wolfgang Bosbach sagt, was er denkt &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Wolfgang Bosbach leidet seit 1994 an einer Herzinsuffienz und tr\u00e4gt seit 2004 einen Herzschrittmacher mit kombinierten Defibrillator. 2010 machte er in der Talkshow von \u00a0Markus Lanz seine Prostatakrebs-Erkrankung \u00f6ffentlich.<\/p>\n<p>Er ist Ehrensenator der D\u00fcsseldorfer Karnevals KG Wei\u00dffr\u00e4cke und erhielt die Auszeichnung \u201eRitter der Freude\u201c von der \u201eNeuen Pulheimer Karnevals KG\u201c.<\/p>\n<p>Wolfgang Bosbach ist als Buchautor sehr erfolgreich. Gemeinsam mit dem beliebten Sportjournalisten Ulli Potofski ver\u00f6ffentlichte er 2020 das Buch \u201e52 \u2013 ein Jahrgang \u2013 zwei Leben\u201c, das gerade in 2. Auflage\u00a0 erscheint. Mit dem Starkoch und Christian Rach produziert er seit vier Jahren regelm\u00e4\u00dfig den Podcast \u201eDie Wochentester\u201c.<\/p>\n<h4>BUCH-LESUNG<\/h4>\n<p>Wolfgang Bosbach und Ulli Potofski sind am 13.01.2025 (20 Uhr) zu Gast in der Kunst- und Kultur-Galerie S-Art (Lindengalerie &#8211; Lindenalle 10 &#8211; 45127 Essen). Im Rahmen der S-Art-Autoren-Reihe &#8222;SHARY&#8217;S LesART&#8220; pr\u00e4sentieren sie spannende Geschichten aus ihrem gemeinsamen Buch &#8222;52 &#8211; ein Jahrgang &#8211; zwei Leben&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Tickets<\/strong> unter\u00a0<a href=\"http:\/\/s-art.reservix.de\/events\">http:\/\/s-art.reservix.de\/events<\/a><\/p>\n<p>und an der ABENDKASSE<\/p>\n<div id=\"attachment_79078\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 460px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-79078 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/IMG_1356-1.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"501\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Cover der zweiten, erweiterten Auflage &#8211; \u00a9 L100 Verlag<\/span><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er ist ein Mann der klaren Worte und macht es selbst den eigenen Partei-Kolleginnen und -Kollegen nicht immer leicht. Die Rede ist von Wolfgang Bosbach (CDU). 23 Jahre sa\u00df er im Bundestag, k\u00e4mpfte f\u00fcr seine \u00dcberzeugungen. Und er lie\u00df sich auch von einer unheilbaren Krebserkrankung nicht unterkriegen. Im Gegenteil!<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[32],"tags":[],"class_list":["post-79072","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-interviews"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-06 15:27:00","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79072","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=79072"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79072\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":83838,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79072\/revisions\/83838"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=79072"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=79072"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=79072"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}