{"id":78574,"date":"2024-10-07T11:39:04","date_gmt":"2024-10-07T09:39:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=78574"},"modified":"2024-10-07T11:39:04","modified_gmt":"2024-10-07T09:39:04","slug":"soziale-medien-bieten-potentiale-geschichte-anders-zu-erzaehlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2024\/10\/07\/soziale-medien-bieten-potentiale-geschichte-anders-zu-erzaehlen\/","title":{"rendered":"Soziale Medien bieten Potentiale, Geschichte anders zu erz\u00e4hlen"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_78576\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1688px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-78576 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Treiber-Presse.jpg\" alt=\"\" width=\"1678\" height=\"1176\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dario Treiber, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Team Geschichte und ihre Didaktik &#8211; \u00a9 UniService Transfer<\/span><\/div>\n<p>Von Mai 2021 bis April 2022 gab es nun erstmalig vom S\u00fcdwestrundfunk (SWR) und dem Bayerischen Rundfunk (BR) initiiert, eine knapp ein Jahr dauernde Instagram-Geschichte, die sich mit den letzten zehn Monaten der im Zweiten Weltkrieg hingerichteten Widerstandsk\u00e4mpferin Sophie Scholl besch\u00e4ftigte.<\/p>\n<p>Dario Treiber, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Geschichte und ihre Didaktik in der Fakult\u00e4t f\u00fcr Geistes- und Kulturwissenschaften an der Bergischen Universit\u00e4t besch\u00e4ftigt sich in seiner Dissertation mit diesem Instagram-Projekt und der Frage: Was bedeuten die darin ausgel\u00f6sten Emotionen f\u00fcr die Rezeption von Geschichte? \u00dcber dieses spannende Thema hat sich Autor Uwe Blass in der beliebten Uni-Reihe &#8222;Transfergeschichten&#8220; unterhalten.<\/p>\n<h4><strong>@ichbinsophiescholl<\/strong><\/h4>\n<p>Neue Wege in der Geschichtsvermittlung? Die beiden Sender SWR und BR stellten sich vor drei Jahren die hypothetische Frage, wie ein Instagram-Account von der 1943 zum Tode verurteilten Widerstandsk\u00e4mpferin Sophie Scholl ausgesehen haben k\u00f6nnte und initiierten eine knapp zehn Monate dauernde Social-Media&#8211;Geschichte, die die User am Leben der jungen Studentin teilhaben lassen sollte.<\/p>\n<div id=\"attachment_44822\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 440px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-44822\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Logo-Transfergeschichten.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"138\" \/><span class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bergische Universit\u00e4t<\/span><\/div>\n<p>\u201eAls der Kanal 2021 online ging, hat es nicht lange gedauert, bis er relativ kontrovers diskutiert wurde\u201c, sagt Dario Treiber. \u201eDas Feuilleton war sehr gespalten zwischen Lob und Kritik. Auch in der Geschichtsdidaktik gab es Kontroversen dar\u00fcber, ob man historische Themen auf diese Art und Weise darstellen sollte.\u201c<\/p>\n<p>Eine Frage, die Treiber dabei besonders besch\u00e4ftigte und nun Thema seiner Dissertation wurde, war die Rezeption dieser Instagram-Story durch Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, einer Zielgruppe, die sich eigentlich tagt\u00e4glich in diesem Medium bewegt. In den Kommentaren des Accounts fanden sich viele Kommentare, die emotionale Reaktionen auf die Darstellungen schildern.<\/p>\n<div id=\"attachment_78577\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 220px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-78577 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Sophie-Scholl-1943-Fotografie-von-der-Gestapo-CC0.jpg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"292\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Sophie Scholl (1943) &#8211; Fotografie von der Gestapo \u00a9 CC0 gemeinfrei<\/span><\/div>\n<p>\u201eEs war viel die Rede davon, dass sich die User in die Zeit versetzt f\u00fchlten, dass sie mit den historischen Figuren mitf\u00fchlten, teilweise auch ein k\u00f6rperliches Unbehagen schilderten, beim Anschauen der Stories\u201c, erkl\u00e4rt er und fragte sich weiter: \u201eWenn diese Darstellung also solche emotionalen Reaktionen ausl\u00f6sen kann, wie wirkt sich das denn dann auf Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus? Welchen Einfluss haben diese emotionalisierenden Darstellungen auf das Rezeptionsverhalten der Jugendlichen?\u201c<\/p>\n<h4><strong>Nachempfundene Echtzeit<\/strong><\/h4>\n<p>Wie ruft nun aber der Kanal die Emotionen hervor? Verschiedene Modi lie\u00dfen sich auf dem Kanal beobachten, sagt der Forscher und das sei auch von den Machern intendiert. So spr\u00e4chen sie auch von &#8218;hautnaher und nachempfundener Echtzeit&#8216;, erl\u00e4utert Treiber und nennt ein Beispiel.<\/p>\n<p>Dario Treiber: \u201eIn den Wochen vor der Verhaftung wird in der Erz\u00e4hlung auf Instagram eine Parallelit\u00e4t zwischen dem letzten Flugblatt der Wei\u00dfen Rose und der Sportpalastrede von Joseph G\u00f6bbels geschaffen, die ja auch am 18. Februar 1943 stattgefunden hat. Auf dem Kanal wird es so dargestellt, dass zwischen diesen beiden historischen Ereignissen eine Verbindung bestanden hat, dass also die Wei\u00dfe Rose ihre Flugbl\u00e4tter verteilen wollte, bevor die Rede begann. Das hat nat\u00fcrlich einen dramaturgischen Effekt, das ist eine packende Erz\u00e4hlung. Es gibt aber historisch gar keine Anhaltspunkte daf\u00fcr, dass es zwischen den beiden Ereignissen eine Verbindung gab. Das ist ein Modus der Emotionalisierung. Historische Abl\u00e4ufe oder Kausalit\u00e4ten werden so abge\u00e4ndert, dass eine packende Dramaturgie entsteht, obwohl das die Quellen gar nicht hergeben.\u201c<\/p>\n<p>Als Zuschauer sei man aber davon gefangen, man fiebere mit. Das Ver\u00e4ndern von historischen Abl\u00e4ufen k\u00f6nne dann Emotionen hervorrufen.<\/p>\n<h4><strong>Vermeintlich lebendige Geschichte im Instagram-Takt<\/strong><\/h4>\n<p><strong>\u201e<\/strong>Social Media und geschichtswissenschaftliches Arbeiten gehen an vielen Stellen ganz unterschiedlich vor\u201c, sagt Treiber, \u201eSocial Media ist kurzlebig, schnell und lebt nat\u00fcrlich davon, dass man regelm\u00e4\u00dfig Content (qualifizierten Inhalt, Anm. d. Red.) braucht. Es mussten \u00fcber zehn Monate hinweg jeden Tag Inhalte erstellt werden.\u201c Das Problem dabei sei jedoch, dass die Quellenlage das nicht hergebe, denn man k\u00f6nne manchmal \u00fcber einige Wochen keine Aussage treffen. Und so seien dann auch die Wirkungsmechanismen der Sozialen Medien anders.<\/p>\n<div id=\"attachment_78578\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-78578 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/IMG_1285-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1203\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Film-Klassiker, die sich um geschichtliche Ereignisse drehen: &#8222;Sophie Scholl&#8220; (Warner Bros\/Universal Pictures) &#8211; &#8222;Schindlers Liste&#8220; (Universal Pictures) &#8211; &#8222;Braveheart&#8220; (Walt Disney\/LEONINE) &#8211; \u00a9 Screenshot paul coon<\/span><\/div>\n<p>\u201eDennoch bieten sie Potentiale, Geschichte anders zu erz\u00e4hlen. Gerade in Bezug auf die Geschichte des Nationalsozialismus befinden wir uns ja in einer Zeit, in der die letzten Zeitzeugen bald nicht mehr am Leben sein werden\u201c erkl\u00e4rt Treiber, so dass man \u00fcber neue digitale Wege nachdenken m\u00fcsse, durch die man \u00fcber Geschichte mit jungen Menschen im Gespr\u00e4ch bleibe. Wichtig sei dabei, dass man sich \u00fcber die Funktionsweisen der neuen Medien bewusst sei.<\/p>\n<h4><strong>Projekttag mit drei Schulklassen im Alter von 14 bis 16 Jahren<\/strong><\/h4>\n<p>Dario Treiber fragt in seiner Dissertation, wie dieser Kanal von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern rezipiert wird. Speziell untersucht er dabei den Einfluss der Emotionen auf historische Denkprozesse. Dazu hat er mit Jugendlichen dreier Schulklassen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren gearbeitet und dabei Daten erhoben. \u201eIn diesem Alter werden Emotionen meist nicht offen artikuliert. Daher habe ich die Sch\u00fcler in Einzelarbeit mit dem Kanal arbeiten lassen. Sie hatten die Aufgabe, selbst einen Kommentar zu einem Beitrag, den sie frei ausgesucht hatten, zu verfassen. Darin sollen Hinweise auf emotionale Reaktionen ausgemacht werden.\u201c<\/p>\n<p>Das habe nach einer ersten Sichtung der Antworten auch funktioniert. Die Sch\u00fcler seien sehr offen gewesen. \u201eEine andere Methode war, dass die aufgezeichneten Gruppendiskussionen der Sch\u00fcler, in denen sie \u00fcber den Kanal ins Gespr\u00e4ch gekommen sind, ohne meine Teilnahme abliefen.\u201c Auch das habe die Bereitschaft erh\u00f6ht. \u201eBei der Erforschung von Emotionen hat man immer das Problem, sie werden zwar empfunden, aber m\u00fcssen auch artikuliert werden, mit dieser Diskrepanz muss man umgehen.\u201c<\/p>\n<p>Mit diesen Daten will Dario Treiber nun herausfinden, was die Sch\u00fcler mitgenommen haben und inwiefern der Kanal emotionale Reaktionen ausgel\u00f6st habe. \u201eWas ich auf jeden Fall schon jetzt sagen kann, viele Sch\u00fcler sehen den Instagramkanal als Erg\u00e4nzung zum Geschichtsunterricht. Aber sie wissen auch, dass man sich dar\u00fcber hinaus auch \u00fcber andere Medien informieren muss. Texte und Dokumentationen werden von vielen als seri\u00f6ser wahrgenommen als soziale Medien.\u201c<\/p>\n<h4><strong>Das Medium Film und der Umgang mit Geschichte<\/strong><\/h4>\n<p>Zeitzeugen, Sachb\u00fccher und Literatur k\u00f6nnen Anl\u00e4sse zum historischen Denken darstellen. Das Medium Film hat aber auch schon in der Vergangenheit die Diskussion um geschichtliche Ereignisse beeinflusst. \u201eFilme haben schon einiges ver\u00e4ndert, vor allem in der Diskussion um die Geschichte des Nationalsozialismus\u201c, sagt Treiber und f\u00e4hrt fort, \u201ebeispielsweise die Ausstrahlung der Serie &#8222;Holocaust&#8220; in den 70er Jahren oder auch der Film &#8222;Schindlers Liste&#8220;, das waren Z\u00e4suren, die die gesellschaftliche Debatte stark ver\u00e4ndert haben.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_78579\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-78579 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/IMG_1293-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1509\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Film-Klassiker, die sich um geschichtliche Ereignisse drehen: &#8222;Troja&#8220; (Warner Bros\/Universal Pictures &#8211; &#8222;Operation Walk\u00fcre&#8220; (MGM) &#8211; &#8222;Der Untergang&#8220; (Constantin Film\/Universal Pictures) &#8211; \u00a9 Screenshot paul coon<\/span><\/div>\n<p>Social Media stelle ebenfalls eine Z\u00e4sur dar, weil es andere M\u00f6glichkeiten biete, Geschichte zu erz\u00e4hlen. Zwar g\u00e4be es Parallelen zum Film, denn allein die Emotionalisierung oder die Vermischung von fiktiven und historisch belegbaren Elementen finde man im Film schon lange. \u201eAber die Form der scheinbaren Unmittelbarkeit, das ist eine Neuerung in den sozialen Medien. W\u00e4hrend der Laufzeit des Kanals hat man ja tagt\u00e4glich neuen Content angezeigt bekommen, man ist st\u00e4ndig \u00fcber diese Geschichte gestolpert und immer wieder damit konfrontiert worden. Das ist ein Unterschied zum Film.\u201c<\/p>\n<p>Eine Kritik, die der Wissenschaftler allerdings mit vielen anderen teilt, ist die vermeintliche Interaktion mit den historischen Figuren. Auf Nachfragen der User antworteten die Macher z. B. teilweise im Namen von Sophie Scholl.<\/p>\n<h4><strong>Geschichte in Echtzeit \u2013 Gefahr der Geschichtsverf\u00e4lschung?<\/strong><\/h4>\n<p>Filme erreichen in der Regel viele Zuschauer, wobei die Macher nicht unbedingt kritisch ans Werk gehen. Ein gro\u00dfer Publikumserfolg der letzten Zeit war die Fernsehserie &#8222;Sisi&#8220;, um die \u00f6sterreichische Kaiserin und ungarische K\u00f6nigin Elisabeth, wobei die Lebensgeschichte mit &#8218;gro\u00dfen k\u00fcnstlerischen Freiheiten&#8216; behandelt wurde. Eine solche Herangehensweise birgt nat\u00fcrlich auch die Gefahr der Geschichtsverf\u00e4lschung.<\/p>\n<p>Dazu der Wissenschaftler: \u201eDiese Gefahr sehe ich auf jeden Fall. Das ist ein gro\u00dfes Risiko, was damit einhergeht. Wichtig dabei ist, dass Accounts diese k\u00fcnstlerischen Freiheiten transparent machen.\u201c \u00a0Es sei auf der anderen Seite aber auch klar, dass die Medienlogiken dieser Plattformen eine andere Aufmerksamkeits\u00f6konomie bedienten, als das wissenschaftliche Arbeiten tun. Hinzu komme, dass die meisten Daten, mit denen sich Wissenschaftler in diesem Bereich besch\u00e4ftigten, bei Meta (Meta ist das ehemalige Facebook-Unternehmen, Anm. d. Red.) liegen.<\/p>\n<p>\u201eDie Plattformen bestimmen, wie die Daten genutzt werden k\u00f6nnen. Diese sind zum Teil sehr restriktiv, wie auch Forschende mit den Daten umgehen k\u00f6nnen.\u201c Zudem sei das Medium unglaublich schnelllebig. Man habe kaum die M\u00f6glichkeit, Daten nachhaltig zu archivieren. Diese Bedingungen machten das Forschen schwierig.<\/p>\n<h4><strong>Der Einfluss von Emotionen auf das historische Denken<\/strong><\/h4>\n<p><strong>\u201e<\/strong>In der Geschichtsdidaktik herrscht mittlerweile Einigkeit dar\u00fcber, dass historisches Denken kein rein kognitiver Prozess ist\u201c, sagt Dario Treiber, \u201eeine emotionale Komponente ist dabei immer zu ber\u00fccksichtigen. Welche Rolle Emotionen dabei genau spielen, ist noch relativ unklar, und meine Studie ist ein Versuch, sich dieser Frage anzun\u00e4hern.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_78580\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-78580 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/IMG_1294-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1375\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Film-Klassiker, die sich um geschichtliche Ereignisse drehen: &#8222;Das Boot&#8220; (Euro Video Medien GmbH) &#8211; &#8222;Alexander&#8220; (Constantin Film\/Universal Pictures) &#8211; &#8222;Die Passion Christi&#8220; (Constantin Film) &#8211; \u00a9 Screenshot paul coon<\/span><\/div>\n<p>Die emotionalisierenden Darstellungen des Kanals @ichbinsophiescholl bieten sich nach seiner Einsch\u00e4tzung besonders an, um zu untersuchen, wie Geschichtsdarstellungen auf Instagram von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern wahrgenommen werden. \u201eDie Kommentare des Kanals lassen darauf schlie\u00dfen, dass diese Darstellungen starke Reaktionen ausgel\u00f6st haben. Diese Emotionen, die in der Begegnung mit Geschichte auftreten, die versuche ich bei den Sch\u00fclern zu erforschen.\u201c<\/p>\n<h4><strong>K\u00f6nnen historische Themen emotionalisieren?<\/strong><\/h4>\n<p><strong>\u201e<\/strong>Bei dem zehnmonatigem Projekt Sophie Scholl waren immer mal wieder Momente dabei, die auch mich emotional ber\u00fchrt haben\u201c, erkl\u00e4rt Treiber und auch aktuelle Filme zu historischen Ereignissen lassen den Forscher nicht kalt. \u201eGerade k\u00fcrzlich habe ich den Film \u00b4Zone of Interest` (Ein Film \u00fcber den Kommandanten Rudolph H\u00f6\u00df, der mit seiner Familie von 1940 bis 1943 neben dem Konzentrationslager Auschwitz lebte, Anm. d. Red.) gesehen, der mich sehr bedr\u00fcckt hat.\u201c<\/p>\n<p>Und auch die zumindest im historischen Setting angelegte Empiregeschichte \u00b4Bridgerton`, eine vollkommen fiktive englische Story, lasse die Zuschauer mitfiebern und dies zeige auf jeden Fall das Interesse an historischen Themen. Die dritte Staffel der Serie lief in 91 L\u00e4ndern, von Kanada \u00fcber \u00d6sterreich und \u00c4gypten bis nach Australien, der Social-Media-Rummel dauert an.<\/p>\n<p>Das Instagram-Projekt @ichbinsophiescholl lie\u00dfe sich sicher auch auf andere Personen oder Ereignisse anwenden. \u201eSoziale Medien\u201c, sagt Treiber zum Schluss, \u201ebieten die Chance, Geschichten \u00fcber Personen zu erz\u00e4hlen, die nicht so bekannt sind, auch Widerstandsgeschichten, die nicht so bekannt sind. Man kann viele Perspektiven sichtbar machen.\u201c<\/p>\n<h4>Uwe Blass<\/h4>\n<div id=\"attachment_78581\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 210px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-78581 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Treiber-Presse-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"298\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dario Treiber &#8211; \u00a9 UniService Transfer<\/span><\/div>\n<h4>\u00dcber Dario Treiber<\/h4>\n<p>Dario Treiber arbeitet als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Team Geschichte und ihre Didaktik.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Historische Geschichten im Film sind uns nicht fremd. Von der \u00e4gyptischen Herrscherin &#8222;Cleopatra&#8220; mit Elisabeth Taylor \u00fcber das mittelalterliche, schottische Schlachtenepos &#8222;Braveheart&#8220; mit Mel Gibson, dem Vietnamalbtraum &#8222;Apocalypse Now&#8220; mit Marlon Brando, oder dem Holocaust-Drama &#8222;Schindlers Liste&#8220; mit Liam Neeson hat sich das Medium Film seit Bestehen immer wieder mit Geschichte auseinandergesetzt.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-78574","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-12 21:19:55","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78574","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=78574"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78574\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":78584,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78574\/revisions\/78584"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=78574"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=78574"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=78574"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}