{"id":77155,"date":"2024-08-10T09:29:37","date_gmt":"2024-08-10T07:29:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=77155"},"modified":"2024-08-15T13:23:13","modified_gmt":"2024-08-15T11:23:13","slug":"diakonie-sieht-die-familienberatung-am-limit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2024\/08\/10\/diakonie-sieht-die-familienberatung-am-limit\/","title":{"rendered":"Diakonie sieht die Familienberatung am Limit"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_77157\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-77157\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Beratung-Foto_-Canva_Science-Photo.jpg\" alt=\"\" width=\"1500\" height=\"1000\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Familien-Beraterinnen des Diakonischen Werkes Rheinland-Westfalen-Lippe arbeiten am Limit &#8211; \u00a9 Diakonie RWL<\/span><\/div>\n<p>Dieses Problem haben mittlerweile die meisten Beratungsstellen auf dem Gebiet des Diakonischen Werkes Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL).<\/p>\n<p>In den Erziehungs- sowie Familien-, Paar- und Lebensberatungsstellen finden die Menschen schnelle Hilfe, bevor ihre Probleme noch komplexer und sie lange krank werden und auf Psychotherapie oder einen station\u00e4ren Klinikaufenthalt angewiesen sind \u2013 auch mit wirtschaftlichen Folgen. &#8222;Heute an Beratung zu sparen, kostet morgen viel mehr und macht Menschen das Leben schwer&#8220;, erkl\u00e4rt die Wuppertaler Diakoniedirektorin Dr. Sabine Federmann.<\/p>\n<p>Die Diakonie bietet in Wuppertal vielf\u00e4ltige Beratungsm\u00f6glichkeiten. \u201eWir wollen fr\u00fchzeitig helfen, so dass Probleme erst gar nicht zu gro\u00df werden\u201c, betont B\u00e4rbel Hoffmann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Kinder Jugend und Familien gGmbH der Diakone \u201eaber mittlerweile werden Wartelisten immer l\u00e4nger und es wird immer schwieriger, zeitnah Menschen in Notsituationen zu begleiten.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir bieten in Wuppertal ein sehr breites Beratungsangebot f\u00fcr Familien in den unterschiedlichsten Lebenslagen an\u201c berichtet B\u00e4rbel Hoffmann. \u201eSchon in der Schwangerschaft begleiten wir Frauen in Krisen, ganz junge Familien, die sich in der neuen Lebenssituation schwertun, bekommen fr\u00fche Hilfen, m\u00f6glichst noch bevor Probleme eskalieren. Auch bei der Erziehung gr\u00f6\u00dferer Kinder, bei Familien- und Paarkonflikten oder in Trennungssituationen sind wir ansprechbar.<\/p>\n<p>\u201cDie R\u00fcckmeldungen der Menschen, die bei uns Unterst\u00fctzung bekommen haben, sind extrem gut\u201c, erg\u00e4nzt Sabine Federmann. \u201eSie empfehlen uns weiter und das ist toll. Gleichzeitig aber sind unsere Kapazit\u00e4ten mehr als ausgelastet. Immer mehr Hilfesuchende treffen auf ein unterfinanziertes System. H\u00e4ufig haben wir einfach keine M\u00f6glichkeiten zu helfen, obwohl Unterst\u00fctzung dringend n\u00f6tig w\u00e4re.\u201c<\/p>\n<p>Das sind aus Sicht der Diakonie aktuell die vier wichtigsten Punkte f\u00fcr den entstandenen Versorgungsengpass:<\/p>\n<p><strong>Mehr Ratsuchende\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Immer mehr Menschen suchen mit immer komplexeren Themen Rat, wodurch l\u00e4ngere und h\u00e4ufigere Beratungen notwendig sind. Sie belasten beispielsweise der Krieg in der Ukraine, die Nachwirkungen der Pandemie, weltpolitische Krisen und der Klimawandel.<\/p>\n<p><strong>\u00dcberlastetes System\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Neben der steigenden Nachfrage sehen sich die Beratungsstellen auch mit Engp\u00e4ssen in anderen Hilfesystemen konfrontiert. Viele Kinder und Jugendliche warten bis zu zwei Jahre auf einen Therapieplatz. Beratungsstellen versuchen, diese Wartezeit zu \u00fcberbr\u00fccken, haben aber bei weitem nicht genug Kapazit\u00e4ten.<\/p>\n<p><strong>Knappe Finanzen\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die finanziellen Ressourcen sind ebenfalls knapp. Seit 1993 werden keine neuen Beratungsstellen mehr in die allgemeine F\u00f6rderung des Landes Nordrhein-Westfalen aufgenommen, die zudem seit Jahren nicht angepasst wurde. Die Landesf\u00f6rderung deckt im Durchschnitt ein Viertel der Personalkosten und 20 Prozent der Betriebskosten der evangelischen Beratungsstellen. Trotz eines Kommunalen Zuschusses reicht die F\u00f6rderung nicht aus, zudem sind die F\u00f6rderungen nicht an die gestiegenen Personalkosten angepasst. Die L\u00fccke zwischen \u00f6ffentlichem Geld und den tats\u00e4chlichen Kosten der Evangelischen Beratungsstelle wird immer gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n<p>Die Diakonie fordert daher dringend eine bessere finanzielle und personelle Ausstattung der Beratungsstellen durch die Kommunen und das Land NRW, um Familien, junge Menschen und andere Hilfesuchende in der notwenigen Weise zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lange Wartelisten, immer komplexere F\u00e4lle und ein \u00fcberlastetes Hilfesystem: Die evangelischen Erziehungs- sowie Familien-, Paar- und Lebensberatungsstelle in Wuppertal st\u00f6\u00dft an ihre Grenzen. Es droht ein Versorgungsengpass. Grund: Die steigende Nachfrage.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-77155","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wuppertal"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-20 11:58:09","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77155","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=77155"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77155\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":77158,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77155\/revisions\/77158"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=77155"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=77155"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=77155"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}