{"id":77085,"date":"2024-08-13T12:38:24","date_gmt":"2024-08-13T10:38:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=77085"},"modified":"2024-08-18T09:27:11","modified_gmt":"2024-08-18T07:27:11","slug":"reparationszahlungen-des-ersten-weltkrieges-endeten-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2024\/08\/13\/reparationszahlungen-des-ersten-weltkrieges-endeten-2010\/","title":{"rendered":"Reparationszahlungen des Ersten Weltkrieges endeten 2010"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_77087\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1585px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-77087 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Portrait-Eckert-foto-Mathias-Kehren.jpg\" alt=\"\" width=\"1575\" height=\"1197\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dr. Georg Eckert, Historiker an der Bergischen Universit\u00e4t, erkl\u00e4rt die Hintergr\u00fcnde des sogenannten Dawes-Plans &#8211; \u00a9 Mathias Kehren<\/span><\/div>\n<p><strong>Warum hei\u00dft der sogenannte Dawes-Plan so, und was beinhaltete er?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Eckert: &#8222;Der Dawes-Plan regelte die Reparationszahlungen nach dem Krisenjahr 1924 und legte die notorisch umstrittene Reparationsh\u00f6he fest. Sein Kern bestand in einer Anleihe, die Deutschland wieder kreditw\u00fcrdig und dadurch auch wieder zahlungsf\u00e4hig machte. Benannt ist er nach dem Amerikaner Charles Gates Dawes, der eine steile Karriere in Politik und Wirtschaft gemacht hatte \u2013 zuletzt als Direktor des m\u00e4chtigen Bureau of the Budget. Nun entsandte man ihn als Sachverst\u00e4ndigen in die Reparationskommission der Alliierten. Unter seiner Leitung entstand zun\u00e4chst ein Gutachten, von Autoren, die beanspruchten, \u201eals Gesch\u00e4ftsleute\u201c und eben nicht als Politiker an ihre Aufgabe herangegangen zu sein. Ein solches Mandat just f\u00fcr einen Finanzexperten ist aufschlussreich \u2013 und auch, dass Dawes den Friedensnobelpreis f\u00fcr das Jahr 1925 erhielt. Mit dem Dawes-Plan gelang es, Deutschland nach dem fatalen Krisenjahr 1923 wieder als einen leistungsf\u00e4higen Akteur in die internationale Finanzwirtschaft zu integrieren. So half er nicht allein Deutschland, das die zugleich neu festgelegten Reparationen nun zuverl\u00e4ssig zur\u00fcckzahlen konnte, wieder auf die Beine.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Woher kamen die Kredite?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Eckert: &#8222;Zweierlei Kreditarten sind hier zu erw\u00e4hnen. Einmal sah der Dawes-Plan eine internationale Anleihe in H\u00f6he von 900 Millionen Reichsmark vor, mit denen nach der fatalen Hyperinflation die Deckung der Reichsbank gest\u00e4rkt werden sollte. Das schuf Vertrauen und erm\u00f6glichte andererseits erst andere, wesentlich gr\u00f6\u00dfere Kreditfl\u00fcsse. Vor allem amerikanische Banken und Firmen investierten nun in Deutschland. Davon profitierten die deutsche Wirtschaft, amerikanische Investoren und zugleich die alliierten Reparationsempf\u00e4nger. Ertr\u00e4ge aus Z\u00f6llen, Steuern und Schuldverschreibungen sicherten die Reparationszahlungen. Damit sie geleistet werden konnten, wurden \u2013 und das ist heute kaum mehr vorstellbar \u2013 Reichsbank und die damals hochprofitable Reichsbahn in Aktiengesellschaften umgeformt.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_53830\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 440px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-53830\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Logo-Jahr100Wissen.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"138\" \/><span class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bergische Universit\u00e4t<\/span><\/div>\n<p><strong>Der Plan sah vor, dass Deutschland im Jahr 1924 zun\u00e4chst eine Milliarde Goldmark zur\u00fcckzahlte. Bis 1928 sollte sich die Summe auf bis zu 2,5 Milliarden Goldmark steigern. Das Problem dabei: Im Dawes-Plan wurde kein Ende der Zahlungen festgesetzt. Bedeutete das nicht st\u00e4ndige Knechtschaft?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Eckert: &#8222;Schon die Zeitgenossen \u00fcbten Kritik gerade an dieser Unbestimmtheit, die man auch Flexibilit\u00e4t nennen k\u00f6nnte, weil die Zahlungen nun an der wirtschaftlichen Leistungsf\u00e4higkeit Deutschlands orientiert waren. Ungleich sch\u00e4rfere Kritik sollte sich wenige Jahre sp\u00e4ter gegen den Young-Plan formieren (benannt nach einem weiteren Finanzexperten, dem General-Electric-Chef Owen D. Young, der bereits am Dawes-Plan mitgeschrieben hatte). Angesichts der existentiellen N\u00f6te im Krisenjahr 1923 waren die Akteure auf allen Seiten jedoch vergleichsweise kompromissbereit. Im Reichstag gab es zwar vehemente Gegenstimmen, aber am Ende eben doch eine Zweidrittelmehrheit f\u00fcr den Dawes-Plan. Immerhin beinhaltete er auch das definitive Ende der Ruhrbesetzung im Jahre 1925. Vor allem half die Akzeptanz des Dawes-Planes, dass die Wirtschaft der Weimarer Republik nun pl\u00f6tzlich boomte. So ganz golden waren die Mittzwanziger zwar nicht, aber eben doch eine Phase der Erholung.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_77088\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-77088 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/steel-helmet-4926127_1280.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"433\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Soldatenhelme aus dem 1. Weltkrieges im Museum &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p><strong>Die hohe Arbeitslosigkeit blieb trotz wirtschaftlichen Aufschwungs bestehen. Warum?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Eckert: &#8222;Es kommt sehr auf die Zeitpunkte an, zu denen man die Arbeitslosenraten vergleicht; auf dem damaligen Arbeitsmarkt gab es zum Beispiel erheblich st\u00e4rkere jahreszeitbedingte Schwankungen als heute \u2013 vor allem Landwirtschaft und Baugewerbe waren wesentlich bedeutsamer. Zun\u00e4chst einmal sank die Arbeitslosigkeit im Reich rapide, stieg dann allerdings ab 1927 wieder massiv an. Das lag aber keineswegs am Dawes-Plan. Er wirkte vielmehr als Konjunkturverst\u00e4rker, denn er brachte amerikanisches Kapital nach Deutschland und setzte vor allem ein Signal der Zuversicht. Nun schien ein neues Zeitalter internationaler Kooperation eingeleitet, aus dem Optimismus und Investitionsbereitschaft erwuchsen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Eigentlich stand doch von Anfang an fest, dass die Summe von 2,5 Milliarden Mark gar nicht aufzubringen war, oder? Und wie h\u00e4ngt die Bankenkrise ab 1929 damit zusammen?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Eckert: &#8222;Auch diese Kritik f\u00fchrten bereits Zeitgenossen an \u2013 wobei gerade manche deutsche \u201eErf\u00fcllungspolitiker\u201c darauf spekulierten, die Alliierten w\u00fcrden auf unleistbare Forderungen eher fr\u00fcher als sp\u00e4ter verzichten. Tats\u00e4chlich bedeutete der Dawes-Plan mit Blick auf die Reparationszahlungen f\u00fcr Deutschland eine Verbesserung. Der Streit, ob die Raten realistisch angesetzt waren, zieht sich gleichwohl bis in die j\u00fcngere Forschung. Er hat wichtige Perspektiven er\u00f6ffnet, doch er ist insofern m\u00fc\u00dfig, als man die Ratenh\u00f6he unm\u00f6glich von anderen Faktoren isolieren kann. Die ebenfalls nicht auf eine Ursache zu reduzierende Bankenkrise, die bald nach dem Schwarzen Donnerstag aus den Vereinigten Staaten nach Europa schwappte, ging jedenfalls mitnichten von Deutschland aus.<\/p>\n<div id=\"attachment_77089\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 560px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-77089 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Sachverstaendigen-Gutachten_1924-CC-BY-SA-4.0.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"583\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Sachverst\u00e4ndigengutachten 1924 &#8211; \u00a9 CC BY-SA 4.0<\/span><\/div>\n<p>Man k\u00f6nnte sagen, sie erfasste Deutschland und traf es so hart, gerade weil der Dawes-Plan so erfolgreich war: Nicht die Reparationszahlungen wurden nun zum gewaltigen Risiko, sondern die zahlreichen amerikanischen Kredite. Investoren aus den Vereinigten Staaten zogen ihr Kapital pl\u00f6tzlich kurzfristig aus Deutschland ab \u2013 das hier aber vielfach mittelfristig gebunden war. Es fehlte nun schlichtweg an Devisen und \u00fcberhaupt an Geld. Deutschland erlebte nach der Hyperinflationskrise des Jahres 1923 in der Weltwirtschaftskrise eine fast ebenso fatale Deflation.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Man mag es kaum glauben, aber die letzten Zahlungen leistete das Bundesamt f\u00fcr zentrale Dienste und offene Verm\u00f6gensfragen erst im Oktober 2010. Welche Gr\u00fcnde gab es daf\u00fcr?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Eckert: &#8222;Das Gros der Reparationszahlungen wurde infolge der Weltwirtschaftskrise erlassen, vor allem auf Druck amerikanischer und britischer Investoren. Sie bewirkten einen Schuldenschnitt mit dem Argument, dass die Aufrechterhaltung immenser Reparationsforderungen selbst den Empf\u00e4ngerstaaten wirtschaftlich mehr schaden als nutzen w\u00fcrde. In diesen Schuldenerlass nicht eingeschlossen waren die Anleihen aus dem Dawes-Plan und dem Young-Plan sowie auch die Kreuger-Anleihe: Das waren ja im eigentlichen Sinne keine Reparationszahlungen, sondern Investments. Gleichwohl oder gerade deshalb bediente die NS-Regierung sie nicht mehr.<\/p>\n<p>Erst die Bundesrepublik Deutschland als Nachfolgestaat tilgte diese Schulden bis zum Jahre 1983, rund 1,5 Mrd. DM. So hatte es das Londoner Schuldenabkommen aus dem Jahre 1953 verf\u00fcgt. Der Westen hatte aus der Debatte um leistbare Reparationszahlungen gelernt. Sie wurden nun n\u00e4mlich so niedrig festgelegt, dass der bundesdeutsche Haushalt davon keinesfalls \u00fcberfordert werden konnte. Zugleich stundete man die zwischen 1945 und 1952 aufgelaufenen Zinsr\u00fcckst\u00e4nde, rund 239 Mio. DM, bis zu dem Moment, in dem Deutschland wiedervereinigt w\u00fcrde. Folglich wurden die Zahlungen im Jahre 1990 sogleich wieder aufgenommen, die letzte Rate wurde deshalb just am Tag vor der 20. Wiederkehr der Deutschen Einheit beglichen.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_77090\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 560px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-77090 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Charles-G.-Dawes-gemeinfrei.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"644\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der Amerikaner Charles G. Dawes, Politiker und Wirtschafts-Experte &#8211; \u00a9 gemeinfrei<\/span><\/div>\n<p><strong>An wen gingen denn eigentlich die Gelder?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Eckert: &#8222;Es sind unterschiedliche Zahlungsstr\u00f6me, die einander teils \u00fcberkreuzten \u2013 genau darin bestand die Logik des Dawes-Plans. Die eigentlichen Reparationszahlungen waren an die einstigen Kriegsgegner zu leisten, aber der Kern des Dawes-Plans und der weiteren Arrangements bestand in drei Anleihen: der Dawes-Anleihe, der Young-Anleihe und der Kreuger-Anleihe. Mit Ivar Kreuger investierte ein schwedischer Tycoon, der im Gegenzug das Z\u00fcndwarenmonopol bekam. Bis 1983 durften in Deutschland nur \u201eSchwedenh\u00f6lzer\u201c verkauft werden. Darin zeigt sich das Prinzip, das der Dawes-Plan sich zu eigen gemacht hatte, besonders deutlich. Die Reparationen waren nur ein Aspekt des Deals, letztlich wurden Schulden zwischen Staaten hier zu transnationalen Investitions-Gesch\u00e4ften erweitert.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Wei\u00df man eigentlich, wieviel im Laufe der Jahre \u00fcberhaupt gezahlt wurde?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Eckert: &#8222;Einerseits lassen sich die Summen gut nachvollziehen, andererseits bestanden die Reparationen gem\u00e4\u00df dem Versailler Vertrag nicht nur aus Devisenzahlungen, sondern teilweise auch aus Sachleistungen. Da wird die Berechnung komplizierter. Es d\u00fcrfte sich um etwa 25 Milliarden Reichsmark handeln, also nur ein Bruchteil der Summe von 132 Milliarden Goldmark, die im Jahre 1921 festgelegt worden war. Nat\u00fcrlich ist das ein gewaltiger absoluter Betrag, aber wenn man sich darauf zu sehr fokussiert, ger\u00e4t etwas anderes aus dem Blickfeld: Die Reparationszahlungen zirkulierten ebenso wie die Dawes-Anleihe etc. in globalen Finanzstr\u00f6men.<\/p>\n<div id=\"attachment_77092\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-77092 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/worldwar-54871_1280-1.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"575\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dankmal als Erinnerung an die im 1. und 2. Weltkrieg get\u00f6teten Soldaten &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>Der entscheidende Akteur \u2013 und auch der gro\u00dfe Gewinner \u2013 waren jedenfalls die Vereinigten Staaten von Amerika. Amerikanische Investoren gaben die Kredite, die ihrerseits die deutsche Wirtschaft so leistungsf\u00e4hig machten, dass Deutschland die ihm auferlegten Reparationen an die Alliierten in Europa zahlen konnten, die damit wiederum zu einem erheblichen Teil die enormen Schulden beglichen, die sie im Ersten Weltkrieg in den Vereinigten Staaten aufgenommen hatten.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Der Dawes-Plan ist auch heute bei Historikern umstritten. Manche sagen, dass die Reparationen eher politisch als \u00f6konomisch zur Instabilit\u00e4t der ersten deutschen Demokratie beigetragen h\u00e4tten. Wie sehen Sie das?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Eckert: &#8222;Zweifellos blieben die Reparationsforderungen eine enorme B\u00fcrde f\u00fcr Deutschland; der Dawes-Plan verminderte sie zwar und machte die Erf\u00fcllung besser planbar. Letztlich aber sorgte er f\u00fcr einen weiteren Devisen-Abfluss, oder anders gesagt, f\u00fcr eine enorme Auslandsverschuldung, die am Ende die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise in Deutschland verschlimmerte. Ohne diese fatale \u00f6konomische Depression h\u00e4tten die Stimmen derjenigen, die nun politische Kampagnen gegen die Reparationen f\u00fchrten, wohl weitaus weniger Nachhall gefunden. Zun\u00e4chst n\u00e4mlich stabilisierte der Dawes-Plan die Wirtschaft, in Deutschland wie international; er bedeutete einen Politikwechsel bei den einstigen Alliierten, wie ihn etwa der britische \u00d6konom John Maynard Keynes schon lange gefordert hatte.<\/p>\n<p>Der Dawes-Plan st\u00e4rkte das Vertrauen in Wirtschaft wie in Politik, er schuf Verl\u00e4sslichkeit, f\u00fcr Staaten wie f\u00fcr private Investoren, und aus ihm erwuchsen neue Verflechtungen zwischen den einstigen Kriegsgegnern. Kooperation war in diesem Rahmen erfolgversprechender als Konflikt. Folgerichtig wurden die immensen finanziellen Forderungen an die Weimarer Republik im Laufe der Weltwirtschaftskrise de facto aufgehoben. Doch das verfing nicht. Gerade die Regierung Hitler verwies unabl\u00e4ssig darauf, wie sehr Deutschland diskriminiert worden sei, w\u00e4hrend ab dem Beginn der 1930er Jahre schon l\u00e4ngst keine Zahlungen mehr geleistet wurden. Mit dem Verweis auf die Reparationen lie\u00dfen sich Ressentiments sch\u00fcren, und manche davon d\u00fcrften sich bei der Auspl\u00fcnderung besetzter L\u00e4nder im Zweiten Weltkrieg geltend gemacht haben.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Uwe Blass<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_77093\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 210px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-77093\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Portrait-Eckert-foto-Mathias-Kehren-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"276\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dr. Georg Eckert &#8211; \u00a9 Mathias Kehren<\/span><\/div>\n<h4>\u00dcber Dr. Georg Eckert<\/h4>\n<p>Dr. Georg Eckert studierte Geschichte und Philosophie in T\u00fcbingen, wo er mit einer Studie \u00fcber die Fr\u00fchaufkl\u00e4rung um 1700 mit britischem Schwerpunkt promoviert wurde, und habilitierte sich in Wuppertal. 2009 begann er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fach Geschichte und lehrt heute als Privatdozent in der Neueren Geschichte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg wirtschaftlich wieder auf die Beine zu helfen, wurde am 16. August 1924 in London der sogenannte Dawes-Plan unterschrieben. \u00dcber die Hintergr\u00fcnde hat sich Autor Uwe Blass in der beliebten Uni-Reihe &#8222;Jahr100Wissen&#8220; mit dem Historiker Dr. Georg Eckert von der Bergischen Universit\u00e4t unterhalten. <\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-77085","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-05 04:59:30","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77085","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=77085"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77085\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":77099,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77085\/revisions\/77099"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=77085"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=77085"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=77085"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}