{"id":77028,"date":"2024-08-09T15:27:57","date_gmt":"2024-08-09T13:27:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=77028"},"modified":"2024-08-09T15:27:57","modified_gmt":"2024-08-09T13:27:57","slug":"juergen-hardt-als-tagespraktikant-im-caritas-altenzentrum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2024\/08\/09\/juergen-hardt-als-tagespraktikant-im-caritas-altenzentrum\/","title":{"rendered":"J\u00fcrgen Hardt als &#8218;Tagespraktikant&#8216; im Caritas-Altenzentrum"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_77030\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-77030 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240808-Foto-Altenzentrum-1-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1833\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Gruppenfoto bei der Tageshospitanz von MdB J\u00fcrgen Hardt: (v.l.) Dr. Wolfgang Kues, Inka Cramer und J\u00fcrgen Hardt &#8211; \u00a9 J\u00fcrgen Hardt<\/span><\/div>\n<p>Von 7.30 Uhr bis zum Mittag begleitete J\u00fcrgen Hardt das Team der Etage \u201eTheresa\u201c mit 33 Bewohnern.\u201eHaben Sie jemals etwas Positives \u00fcber ein Altenheim geh\u00f6rt?\u201c Mit dieser durchaus ernstgemeinten Frage begr\u00fc\u00dfte der Wohnbereichsleiter Peter Franke seinen Gast aus der Politik. Damit war bereits ein herausforderndes Thema rund um die Pflege angesprochen.<\/p>\n<p>Oft genug pr\u00e4gen Vorurteile die Lage in der Station\u00e4ren Altenpflege die Sicht von au\u00dfen. So entsteht dann oft ein dunkles Bild, was die Attraktivit\u00e4t des Pflegeberufs angeht. Massiver Personalmangel ist jedoch einer der Hauptgr\u00fcnde f\u00fcr die angespannte Situation in vielen Pflegeeinrichtungen.<\/p>\n<p>Die Stimmung, die J\u00fcrgen Hardt bei Bewohnern und Besch\u00e4ftigten wahrnahm, vermittelte jedoch einen deutlich positiveren Eindruck. Das Altenheim verf\u00fcgt \u00fcberwiegend \u00fcber Einzelzimmer f\u00fcr die alten und hilfebed\u00fcrftigen Menschen. Eingespielte Teamarbeit erlaubt es den Pflegerinnen und Pflegern, die Betreuung der ihnen Anvertrauten gut zu bew\u00e4ltigen. Doch auch hier ist der Zeitmangel sp\u00fcrbar.<\/p>\n<h4>Hoher Zeitaufwand f\u00fcr Planung und Dokumentation<\/h4>\n<p>\u201eF\u00fcr die Planung und Dokumentation der Arbeit muss viel Zeit aufgewendet werden\u201c, so Franke zu Hardt. Der Politiker lie\u00df sich die Arbeitsschritte am Bildschirm erl\u00e4utern. Ein neues, noch st\u00e4rker digitalisiertes Erfassungssystem soll hier im Alltag Entlastung bringen, denn die Pflegerinnen und Pfleger verbringen am besten ihre Zeit bei den Bewohnern und nicht vor dem PC-Monitor-Bildschirm.<\/p>\n<p>\u201eB\u00fcrokratieabbau muss bei der Pflege weiter oben ansetzen, etwa beim Nebeneinander von Medizinischem Dienst der Kassen und der Heimaufsicht durch den Staat. Offenbar gibt es hier \u00dcberschneidungen und Doppeltaufwand, der reduziert werden k\u00f6nnte.\u201c So ein erstes Fazit zum Thema B\u00fcrokratie.<\/p>\n<div id=\"attachment_77032\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 560px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-77032 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240808-Foto-Altenzentrum-2.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"689\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Wohnbereichsleiter Peter Franke (l.)\u00a0 und der Bundestagsabgeordnete J\u00fcrgen Hardt &#8211; \u00a9 J\u00fcrgen Hardt<\/span><\/div>\n<p>Weiterer Schwerpunkt des Tagespraktikums von J\u00fcrgen Hardt war die Situation des Personals. \u201eMit Blick auf die Tarifvertr\u00e4ge l\u00e4sst sich das Vorurteil, Pflegeberufe seien schlecht bezahlt, nicht aufrechterhalten. Da haben der Gesetzgeber und die Tarifpartner deutliche Schritte nach vorne gemacht. Doch nur wer auch die passende innere Einstellung und Hinwendung zum Menschen mitbringt, wird auch f\u00fcr sich selbst die n\u00f6tige Berufszufriedenheit finden\u201c, res\u00fcmiert J\u00fcrgen Hardt. \u201eMehr gesellschaftliche Anerkennung und Akzeptanz w\u00e4ren eine klare R\u00fcckendeckung f\u00fcr junge Menschen, diese Berufswahl ins Auge zu fassen. Und: An Schulen muss auch mehr \u00fcber Pflegeberufe informiert werden.\u201c<\/p>\n<h4>Seniorinnen und Senioren kommen heute sp\u00e4ter ins Altersheim<\/h4>\n<p>Beim Mittagessen mit Inka Cramer, Leiterin des Caritas-Altenzentrum Augustinusstift, Dr. Wolfgang Kues, stellv. Vorsitzender des Caritasverbands Wuppertal\/Solingen e. V., standen die politischen Rahmenbedingungen im Mittelpunkt. Jenseits der allgegenw\u00e4rtigen Frage nach der Finanzierung guter Pflege angesichts knapper Kassen und der aktuellen Debatte \u00fcber ein Pflegeberufegesetz sprachen Inka Cramer, Dr. Wolfgang Kues und J\u00fcrgen Hardt auch \u00fcber die Ver\u00e4nderungen in der Bewohnerstruktur von Altenheimen: Die G\u00e4ste kommen grunds\u00e4tzlich sp\u00e4ter als in fr\u00fcheren Jahrzehnten. Einerseits bleiben sie l\u00e4nger als fr\u00fcher in ihrer h\u00e4uslichen Umgebung, was gew\u00fcnscht ist, andererseits ist die Eingew\u00f6hnung in der station\u00e4ren Einrichtung dadurch schwieriger.<\/p>\n<p>Und nicht selten geht der sp\u00e4te Umzug mit einer vorangehenden \u00dcberlastung der Familienangeh\u00f6rigen einher. \u201eDer an sich gute Grundsatz \u201ah\u00e4uslich vor station\u00e4r\u2018 darf nicht dazu f\u00fchren, dass der richtige Zeitpunkt f\u00fcr die \u00dcbersiedelung in ein Altenheim verpasst wird\u201c, meint J\u00fcrgen Hardt.<\/p>\n<div id=\"attachment_77031\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 560px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-77031 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240808-Foto-Altenzentrum-3.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"600\" \/><span class=\"wp-caption-text\">J\u00fcrgen Hardt und Tanja Hoegen &#8211; \u00a9 J\u00fcrgen Hardt<\/span><\/div>\n<p>Eine Form der Betreuung zuhause lebender Pflegebed\u00fcrftiger wird in Form der Tagespflege auch im Augustinusstift praktiziert. \u201eWenn die G\u00e4ste bei uns sind, haben pflegende Angeh\u00f6rige, die ja nicht selten selbst auch schon alt sind, Pause vom Alltagsstress. Und wer tags\u00fcber bei uns ist, bleibt aktiv und hat soziale Kontakte auch au\u00dferhalb der eigenen vier W\u00e4nde\u201c, \u00a0erkl\u00e4rt sagt Tanja Hoegen, die diesen Bereich im Altenpflegezentrum verantwortet.<\/p>\n<p>Am Ende des spannenden, aber auch anstrengenden Tages in der Pflege bleibt J\u00fcrgen Hardt der wichtige und richtige Satz von Peter Franke gut in Erinnerung: \u201eWer ins Altenheim kommt, muss nicht seine Pers\u00f6nlichkeit aufgeben.\u201c Achtung und Respekt sind Schl\u00fcsselbegriffe in der Altenpflege, die von der gro\u00dfen Mehrzahl der vielen hunderttausend Pflegerinnen und Pflegern t\u00e4glich mit Leben erf\u00fcllt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr einen Tag klinkte sich desBundestagsabgeordnete J\u00fcrgen Hardt aus der Politik aus und in die Tagesschicht im Caritas-Altenzentrum Augustinusstift ein. Die pers\u00f6nliche Begegnung mit den Bewohnern, den Pflegerinnen und Pflegern und den Verantwortlichen der Caritas Wuppertal-Solingen verschaffte dem MdB f\u00fcr Solingen \/Remscheid \/ Wuppertal II direkte Einblicke in den Alltag der Station\u00e4ren Pflege und der Tagespflege.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[],"class_list":["post-77028","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-12 21:19:55","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77028","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=77028"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77028\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":77035,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77028\/revisions\/77035"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=77028"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=77028"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=77028"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}