{"id":76547,"date":"2024-07-25T16:22:08","date_gmt":"2024-07-25T14:22:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=76547"},"modified":"2024-09-21T10:14:18","modified_gmt":"2024-09-21T08:14:18","slug":"igor-albanese-so-reizvoll-ist-meine-heimatstadt-pula","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2024\/07\/25\/igor-albanese-so-reizvoll-ist-meine-heimatstadt-pula\/","title":{"rendered":"Igor Albanese: So reizvoll ist meine Heimatstadt Pula"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_76558\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1189px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-76558 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Igor-Istrien9.jpg\" alt=\"\" width=\"1179\" height=\"872\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Igor Albanese l\u00e4st es sich in einem der vielen idyllischen Lokale seiner Heimatstadt Pula gut gehen und geniesst die Spezialit\u00e4ten &#8211; \u00a9 albanese-music<\/span><\/div>\n<p>Eines schl\u00e4gt f\u00fcr seine Wahlheimat Bottrop und das Ruhrgebiet, das andere f\u00fcr die Adria-Halbinsel Istrien, wo er geboren wurde. Die mit einer Fl\u00e4che 3.500 Quadratkilometern gr\u00f6\u00dfte Halbinsel an der n\u00f6rdlichen Adria liegt zwischen dem Golf von Triest und der Kvarner-Bucht vor Rijeka. Der gr\u00f6\u00dfere Teil Istriens geh\u00f6rt politisch zu Kroatien, ein wesentlich kleinerer zu Slowenien.<\/p>\n<p>Mehrmals im Jahr besucht Igor Albanese seine alte Heimat, dessen bester Botschafter er inzwischen ist. Wenn Sie m\u00f6gen, nimmt er Sie in seiner Serie <strong>\u201eIgors Istrien\u201c<\/strong> mit auf eine faszinierende, spannende Reise, liefert Ihnen frei Haus Geheimtipps aus erster Hand und macht Ihnen ganz sicher ein wenig Appetit darauf, die wundersch\u00f6ne Halbinsel einmal selbst zu besuchen.<\/p>\n<p><strong>Lesen Sie hier die 2. Folge:<\/strong><\/p>\n<h4>PULA:\u00a0 STADT DER ABENTEURER UND VISION\u00c4RE<\/h4>\n<p>Die Fahrt von Essen nach Pula dauert etwa zw\u00f6lf Stunden. Nach zehn Stunden, kurz vor Udine, lasse ich die Berge hinter mir, die Friauler Weinberge gehen in die Karsth\u00fcgel \u00fcber Triest \u00fcber. Hier f\u00e4ngt die Heimat an.<\/p>\n<p>Die Luft riecht nach Meer, der Duft von frisch gemahlenen Kaffeebohnen aus der Bar am Ende der Autobahn, die ich wie jedes Mal besuche, l\u00e4sst sich schon erahnen. Nach dem Grenz\u00fcbergang bei Triest verlasse ich die Autobahn. Nach ein paar scharfen Kurven empfangen mich Weinberge und Steinterrassen der istrischen K\u00fcste, der einmalige Kontrast zwischen der roten Erde und dem Gr\u00fcn der Vegetation.<\/p>\n<div id=\"attachment_76032\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 587px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-76032 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Igor-Istrien-1-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"577\" height=\"568\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Igor Albanese &#8211; Musiker, Komponist, Konzertveranstalter, Networker, Autor und Tr\u00fcffe-Experte &#8211; \u00a9 albanese-music<\/span><\/div>\n<p>An meiner Rechten zieht Capodistria vorbei, die Stadt in der Carpaccio gelebt und gemalt hat. Zwischen Felsen und weichen Str\u00e4nden fahre ich die schattige Allee entlang. Dabei kurbele ich die Seitenscheibe herunter und lasse mir den Fahrtwind ins Gesicht blasen. Die Musik von Bruce und der Duft von Myrte und Rosmarin erf\u00fcllen die Luft.<\/p>\n<p>Die winklige, von Obst und Weing\u00e4rten umgebene Stra\u00dfe f\u00fchrt durch kleine Fischerd\u00f6rfer an der K\u00fcste voller Licht und Schatten vorbei. Rechts ab f\u00fchrt die Stra\u00dfe durch Zypressen und Olivenhaine zum Meer und ich entscheide, hier eine Pause zu machen. Durch ein von Efeu und Geb\u00fcsch \u00fcberwuchertes enges Steintor fahre ich in das von Mauern umgebene Dorf. Eine schmale Gasse f\u00fchrt hinunter zum kleinen Hafen. An der W\u00e4scheleine trocknet frisch gewaschene W\u00e4sche im leichten Wind, ich sp\u00fcre nach Waschmittel riechende Tropfen auf meinem Gesicht.<\/p>\n<p>Es ist Mittag. Auf den vier Holztischen unter der Pergola vor der Osteria wird Briskula gespielt. Ich nehme Platz auf der Bank aus Stein neben dem Eingang. Der Wirt schenkt mir ein Glas Malvasia ein und l\u00e4sst die Flasche und einen Teller mit eingelegten Sardinen auf dem Stein neben mir stehen. Dankbar nehme ich einen gro\u00dfen Schluck und atme tief ein und aus. Es riecht nach Fisch und nach trocknenden Fischernetzen. Das Sonnenlicht spiegelt sich auf der tr\u00e4gen Meeresoberfl\u00e4che, die in kleinen Wellen gegen die Planken der Fischerbote schl\u00e4gt.<\/p>\n<div id=\"attachment_76559\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 710px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-76559 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Die-Riva-von-Pula.png\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"308\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die wundersch\u00f6ne Promenade oder Riva von Pula mit dem Yachthafen &#8211; \u00a9 Du\u0161ko Maru\u0161i\u0107<\/span><\/div>\n<p>An der Mole neben dem Leuchtturm flickt ein Fischer geduldig und konzentriert seine Netze. Dem Rauschen des Windes lauschend lasse ich die Gedanken zur Ruhe kommen wie die Steine, die im Meeressand versinken. Die Flasche ist leer. Neben dem Teller mit Sardinengr\u00e4ten liegt eine ramponierte graue Katze und leckt sich die Pfoten.<\/p>\n<p>Die Terrasse vor der Osteria wirkt verlassen, nur an einem der Tische wird noch Briskula gespielt. Eine Taube kommt im Tiefflug auf die Pergola geflogen, macht es sich im Schatten der Bl\u00e4tter gem\u00fctlich, schaut die Katze an und zuckt mit dem Hals. Die Uhr auf dem Kirchturm zeigt kurz nach drei. Die restliche Fahrt nach Pula vergeht wie im Flug. Mit voller Kraft dr\u00fccke ich aufs Gaspedal, um dem Blues des Nachmittags zu entfliehen. Vorbei an malerischer Landschaft mit bewaldeten H\u00fcgeln und tief eingeschnittenen T\u00e4lern, an zerstreuten Hirtenh\u00fctten, die wie winzige Steinzelte den Weg s\u00e4umen. Und dann im krassen Gegensatz die kargen, heruntergekommenen Fassaden der H\u00e4user meiner Geburtsstadt.<\/p>\n<p>Die riesigen Kr\u00e4ne der inzwischen geschlossenen Schiffswerft werfen lange Schatten auf die Altstadt mit winkligen, kleinen Gassen und ihrer venezianisch-\u00f6sterreichischen Architektur. Fischerschiffe liegen auf der Riva neben den modernen Motorboten. Von der Terrasse des Jachthafens blickt man auf das von Kaiser Vespasian erbaute Amphitheater.<\/p>\n<div id=\"attachment_76560\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 710px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-76560 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Arena-Hafen-von-Pula.png\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"465\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der Hafen und das Wahrzeichen von Pula, das von Kaiser Vespasian erbaute Amphitheater &#8211; \u00a9 Du\u0161ko Maru\u0161i\u0107<\/span><\/div>\n<p>F\u00fcr Dante war Pula bedeutend genug, als Grenzstadt Italiens in der g\u00f6ttlichen Kom\u00f6die erw\u00e4hnt zu werden, Michelangelo fertigte unz\u00e4hlige Skizzen der Tempel und Triumphb\u00f6gen der Stadt, James Joyce reiste hierher. Eine verschlafene Stadt mit vielen verborgenen Winkeln, melancholisch und tr\u00e4ge.<\/p>\n<p>Und doch sind Vision\u00e4re und Abenteurer die Erschaffer dieser Stadt, die wie Rom auf sieben H\u00fcgeln errichtet worden ist. Der Legende nach wurde sie von den Kolchiden gegr\u00fcndet, nachdem sie die Verfolgung von Jason und den Argonauten, welche das goldene Vlies gestohlen hatten, aufgegeben haben, weil der Sohn ihres K\u00f6nigs ums Leben kam.<\/p>\n<p>Aus Angst, dass sie der K\u00f6nig wegen des Todes des Prinzen bestrafen wird, beschlossen sie, sich an dem Ort seines Todes, an der Spitze Istriens, niederzulassen. Demnach wurde Pula, im antiken Rom als Colonia Pietas Iulia Pola bekannt, vor etwa dreitausend Jahren gegr\u00fcndet.<\/p>\n<div id=\"attachment_76561\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 710px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-76561 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/DSC_0783.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"466\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Heute wird das Ampfitheater f\u00fcr Gladiatorenspiele, Theaterauff\u00fchrungen, das Filmfestival von Pula und Konzerte von Weltstars wie etwa Sting oder Luciano Pavarotti genutzt &#8211; \u00a9 Du\u0161ko Maru\u0161i\u0107<\/span><\/div>\n<p>In der Zeit der Antike hatte Pula etwa 10.000 Einwohner und alle Errungenschaften der r\u00f6mischen Zivilisation, wie Aqu\u00e4dukt, Kanalisation, das Forum als Verwaltungs-, Handels- und Religionsmittelpunkt, Tempel, zwei Theater, einen gro\u00dfen Stadtfriedhof, den auch Dante in seiner \u201eG\u00f6ttlichen Kom\u00f6die\u201c erw\u00e4hnt, H\u00e4user mit pr\u00e4chtigen Mosaiken und Marmor.<\/p>\n<p>Au\u00dferhalb der Stadtmauern stand das weltweit sechstgr\u00f6\u00dfte Amphitheater, das seinerzeit Platz f\u00fcr etwa 23.000 Zuschauer bot. Heute finden dort Gladiatorenspiele, das Filmfestival und Konzerte mit Weltstars wie Sting, Eros Ramazotti und Pavarotti statt.<\/p>\n<p>Mitte des 19. Jahrhunderts besuchte Kaiser Franz Josef Pula und war von seiner Bucht begeistert. Auch er war ein Vision\u00e4r, so er &#8211; kl\u00e4rte er 1857 die Stadt zum Hauptkriegshafen der Monarchie und Kaiserin Sisi legte den Grundstein f\u00fcr die Schiffswerft \u201eUljanik\u201c, die inzwischen in Konkurs gegangen und geschlossen ist.<\/p>\n<div id=\"attachment_76562\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 710px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-76562 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Die-KomandaturKK-Monarchie.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"467\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Erlebte bewegte Zeiten, die Kommandatur am Hafen &#8211; \u00a9 (K&amp;K Monarchie) \/ Du\u0161ko Maru\u0161i\u0107<\/span><\/div>\n<p>Die alte Markthalle, die Kommandantur am Hafen, aber auch die vielen Festungen um die Stadt erinnern an diese Gr\u00fcnderzeit. Von 1.126 Einwohnern wuchs die Stadt in kurzer Zeit auf 40 000 Einwohner. Architektonisch bietet Pula ein gelungenes Zusammenspiel des modernen Lebens und ihrer bewegten Vergangenheit. Das antike Rom trifft auf venezianische, \u00f6sterreichische, slawische und auch auf italienische Baukultur aus der Mussolini-\u00c4ra.<\/p>\n<p>Dem \u201eDuce\u201c waren die Bewohner von Pula aber nicht wohlgesonnen. W\u00e4hrend einer Rede vor dem Theater 1920 wurde er in einer Blitzaktion, die meine Oma Palmira Albanese angef\u00fchrt hatte, geohrfeigt. Dar\u00fcber hat Mussolini nie gesprochen und Pula hat er, meines Wissens, nie wieder besucht. Meine Oma wurde daraufhin aus Istrien (damals Italien) verbannt.<\/p>\n<p><strong>Ihr Igor Albanese<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_76553\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-76553 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Boris-Miletic-Igor.png\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"405\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Igor Albanese im Gespr\u00e4ch mit Boris Miletic, ehemaliger B\u00fcrgermeister von Pula und heutiger Pr\u00e4fekt von Istrien &#8211; \u00a9 albanese-music<\/span><\/div>\n<h4>Pula &#8211; eine Stadt, in der man gerne lebt, arbeitet und Urlaub macht<\/h4>\n<p>Igor Albanese im Gespr\u00e4ch mit Boris Miletic, langj\u00e4hriger B\u00fcrgermeister der Stadt Pula und jetziger Pr\u00e4fekt Istriens.<\/p>\n<p><strong>Igor Albanese: Lebt Pula heute vor allem vom Tourismus? <\/strong><\/p>\n<p>Boris Miletic:<strong> \u201e<\/strong>Wir sind nicht, wie die meisten Mittelmeerst\u00e4dte, allein auf Tourismus ausgerichtet, denn obwohl die Stadt touristisch aus allen N\u00e4hten platzt, steht der Tourismus bei uns nicht unbedingt an der ersten Stelle. Die kleine Schiffs- Werft Technomont hat sich auf Spezialanfertigungen spezialisiert. Das Zementwerk wird von der Mannheimer Calucem GmbH betrieben, die Glasfabrik f\u00fcr Laborglas betreibt heute die Wertheimer Duran Group GmbH. Viele Menschen sind im Handel oder im Baugewerbe t\u00e4tig. Auch ICT hat in Pula Tradition. Die ICT-Jungs aus Pula waren f\u00fcr die Datenverarbeitung bei den Olympischen Winterspielen 1984 verantwortlich.\u201c<\/p>\n<p><strong>Igor Albanese: Wie sieht die Zukunft aus? <\/strong><\/p>\n<p>Boris Miletic: \u201ePula hat alle Voraussetzungen, eine der St\u00e4dte mit den besten Lebensbedingungen in Europa zu werden. Die Stadt hat eine angenehme Gr\u00f6\u00dfe von etwa 60.000 Einwohnern und es k\u00f6nnten problemlos noch 20 000 mehr werden. 47 Prozent der Stadt Fl\u00e4che ist gr\u00fcn, die Stadt ist nicht \u00fcberbaut, sie hat eine hervorragende Infrastruktur, die Autobahn bis in die Stadt, den internationalen Flughafen in unmittelbarer N\u00e4he, eine Bahnverbindung. Wir haben den Hafen in einer Bucht, die eine der sch\u00f6nsten, gr\u00f6\u00dften und sichersten in Europa ist und wir arbeiten an einer noch besseren Meeresverbindung.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_76563\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 710px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-76563 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Villa-Trapp.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"577\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die ber\u00fchmte Villa Trapp in Pula. Georg Ritter von Trapp, dessen Leben als Inspiration f\u00fcr den Film \u201eThe Sound of Music\u201c diente, erbaute sie &#8211; \u00a9 Du\u0161ko Maru\u0161i\u0107<\/span><\/div>\n<p><strong>Igor Albanese: Fr\u00fcher spielte das Milit\u00e4r in Pula eine gro\u00dfe Rolle. Wie ist es heute? <\/strong><\/p>\n<p>Boris Miletic: \u201eIn den letzten 150 Jahren war Pula eine Milita\u0308rstadt, doch das ist endg\u00fcltig vorbei. Dadurch haben wir viele milita\u0308rstrategische Fl\u00e4chen direkt am Meer, die wir in einer zur\u00fcckhaltenden und qualitativen Art touristisch nutzen k\u00f6nnen. Unsere geografische Lage im Herzen Europas mit der guten Infrastruktur ist ein gro\u00dfes Potenzial. Pula ist heute ein bedeutendes Reiseziel auf der touristischen Weltkarte. Im letzten Jahr hatte die Stadt \u00fcber zwei Millionen \u00dcbernachtungen und diese Zahl wird in diesem Jahr \u00fcbertroffen. Wir befinden uns im elit\u00e4ren Kreis der 100 besten touristischen Ziele der Welt, sind unter den besten \u201eCity Break\u201c-Zielen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Igor Albanese: Ist es wahr, dass die Kreuzfahrtschiffe ihre Weltreisen demn\u00e4chst in Pula starten werden? <\/strong><\/p>\n<p>Boris\u00a0 Miletic: \u201eDer Ausbau des Hafens f\u00fcr die Kreuzfahrtschiffe war von gro\u00dfer Bedeutung, nicht nur f\u00fcr die Stadt, sondern f\u00fcr ganz Istrien. 140 Quadratkilometer standen zur Verf\u00fcgung. Der Tiefgang unseres Hafens und die Potenziale unserer Infrastruktur bieten die besten Bedingungen. Diese Tatsache bringt Touristen \u00fcber das ganze Jahr in die Stadt und nicht nur in der Sommersaison.\u201c<\/p>\n<p><strong>Igor Albanese: Viele St\u00e4dte und Regionen beklagen sich, weil die Einwohnerzahl sinkt, die Menschen wandern aus. In Pula sieht es offenbar wohl anders aus?<\/strong><\/p>\n<p>Boris Miletic: \u201eBei uns steigt die Einwohnerzahl j\u00e4hrlich. Das positive Unternehmensklima und die Lebensqualit\u00e4t der Stadt Pula sind durch die aktive Unterst\u00fctzung und die fruchtbare Zusammenarbeit der Stadt mit der istrischen Entwicklungsagentur sowie der verschiedenen EU-Programme entstanden, die etwa 75 Millionen Euro investiert haben. Die Stadt hat in letzter Zeit sehr viel angesto\u00dfen: Darunter die Ganztagsbetreuung der Kinder, gesicherte Kindergartenpla\u0308tze, bis zur Unterst\u00fctzung zahlreicher qualitativer Projekte und Aktivit\u00e4ten aus dem Bereich Kultur und Zivilgesellschaft. Das alles hat dazu gef\u00fchrt, dass in Pula derzeit nur rund drei Prozent der Menschen arbeitslos sind. Pula ist heute eine Stadt, in der man gerne lebt, arbeitet und Urlaub macht.\u201c<\/p>\n<p><strong>Igor Albanese: Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch! <\/strong><\/p>\n<p><strong>Link zur Webseite von Igor Albanese:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.albanese-music.de\">http:\/\/www.albanese-music.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er ist ein begnadeter Musiker, Musik-Produzent, Konzertveranstalter, Networker, Autor und Tr\u00fcffel-Experte.\u00a0Viele Jahre f\u00fchrte er erfolgreich das Szene-Restaurant \u201eLeonardo\u201c, in dem sich die Gesellschaft der Ruhr-Metropole Essen zum Speisen und zum Plaudern traf. Igor Albanese ist ein Kommunikator, in dessen Brust zwei Herzen schlagen.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25],"tags":[],"class_list":["post-76547","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lifestyle"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-21 10:12:36","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/76547","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=76547"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/76547\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":76572,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/76547\/revisions\/76572"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=76547"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=76547"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=76547"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}