{"id":75179,"date":"2024-05-15T15:08:08","date_gmt":"2024-05-15T13:08:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=75179"},"modified":"2024-05-23T11:37:32","modified_gmt":"2024-05-23T09:37:32","slug":"bergischer-hc-rettet-in-letzter-sekunde-einen-punkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2024\/05\/15\/bergischer-hc-rettet-in-letzter-sekunde-einen-punkt\/","title":{"rendered":"Bergischer HC rettet in letzter Sekunde einen Punkt"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_75182\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-75182 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Classen-19-05-2024-050-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1713\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Mads Andersen (Nr. 15) war einer der Besten im BHC-Dress und erzielte sechs Treffer f\u00fcr seine Mannschaft im Heimspiel gegen den TBV Lemgo &#8211; \u00ae Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>In mehreren Phasen der Partie hatten die Gastgeber vor knapp 2.400 Zuschauern einen Vorteil. Mit am st\u00e4rksten agierte die Mannschaft gleich zu Beginn. Die Abwehr funktionierte zusamen mit Torh\u00fcter Christopher Rudeck, so dass Lemgo aus dem Spiel heraus zun\u00e4chst \u00fcberhaupt nicht traf.<\/p>\n<p>In der 13. Minute nahmen die G\u00e4ste ihre erste Auszeit, erst danach gelang ihnen ein Tor, das nicht von der Siebenmeter-Linie erzielt wurde. Zu diesem Zeitpunkt f\u00fchrten die Bergischen 6:3. Ein Vorsprung, der innerhalb von acht Minuten dahin war. Nachdem der Zugriff in der Abwehr bis dahin hervorragend gewesen war, kamen die G\u00e4ste in der Folge zu besseren Gelegenheiten und nutzten diese auch konsequent.<\/p>\n<p>In der 20. Minute stand es 11:11, wenig sp\u00e4ter sogar 11:13 aus Sicht der L\u00f6wen, die nun auch diverse Gelegenheiten ungenutzt lie\u00dfen.\u00b4Tomas Babak war es, der sich ein Herz fasste und sich auf dem Weg zum 12:13 durchsetzte, Noah Beyer nutzte einen Rudeck-Pass zum 13:14 per Konter. Eine Minute sp\u00e4ter glich er per Strafwurf aus. Es war die Partie des Linksau\u00dfen, der nicht nur gewohnt emotional auftrat, sondern bei W\u00fcrfen auch eine perfekte Quote aufwies.<\/p>\n<p>Dazu k\u00e4mpfte der 27-J\u00e4hrige um jeden Ball. Als er nach der Pause im Kampf um die Kugel \u00fcber seinen Gegenspieler fiel, bef\u00fcrchteten die BHC-Fans schon eine Verletzung. Doch es blieb bei einer Schrecksekunde &#8211; er kam nach ein paar<br \/>\nAngriffen wieder. Vor der Halbzeit hielten sich die Bergischen im Spiel, danach glichen sie durch Lukas Stutzke umgehend aus.<\/p>\n<div id=\"attachment_75184\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-75184 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Classen-19-05-2024-006-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"433\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Interimstrainer Anor Thor Gunnarsson hatte auf einen Sieg seines BHC gehofft, musste am Ende aber mit einem Punkt zufrieden sein &#8211; \u00a9 Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Und sie erarbeiteten sich erneut einen Vorteil, f\u00fchrten nach Treffern von Beyer, Frederik Ladefoged und Linus Arnesson 21:18 in der 40. Minute. Der Verlauf \u00e4hnelte nun der ersten Halbzeit, denn Lemgo fand wieder Antworten.<br \/>\nTrainer Florian Kehrmann versuchte es fortan mit dem siebten Feldspieler und hatte Erfolg. Der BHC kam dadurch etwas weniger in sein starkes Tempospiel, verschaffte sich per schneller Mitte aber noch den einen oder anderen Vorteil.<\/p>\n<p>Mussten die Gastgeber im gebundenen Angriff agieren, rieben sie sich oft auf. Lemgo kam also wieder ran, so dass zwei Minuten vor Schluss beim Stand von 29:29 alles offen war. Die G\u00e4ste legten per Siebenmeter von Samuel Zehnder vor, Mads Andersen antwortete mit seinem sechsten Tor des Nachmittags zum 30:30 aus dem R\u00fcckraum. Den n\u00e4chsten Lemgoer Angriff bekamen die Gastgeber beinahe gestoppt, dann traf Emil Laerke doch noch bei bereits angezeigtem Zeitspiel.<\/p>\n<p>Mit dem R\u00fccken zur Wand musste im letzten Angriff ein Tor her. Andersen bediente Beyer, der den Ball allerdings aus luftiger H\u00f6he herunterpfl\u00fccken musste. Dadurch wurde der Winkel eigentlich viel zu knapp, doch bei ablaufender Zeit hatte er keine andere Wahl als zu werfen. Und er hatte Erfolg: Auch seinen zehnten und schwierigsten Versuch versenkte Beyer zum 31:31 &#8211; Videobeweis inklusive.<\/p>\n<div id=\"attachment_75186\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-75186 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Classen-19-05-2024-046.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"433\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Noah Beyer war mit zehn Toren bester Werfer des BHC. Er nutzte auch die letzte Chance und traf zum umjubelten 31:31 gegen den Favoriten aus Lemgo &#8211; \u00a9 Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Der Punkt kann im Kampf um Platz 16 noch viel wert sein. Bei jeweils noch zwei ausstehenden Spielen haben die Bergischen zwei Z\u00e4hler und drei Tore R\u00fcckstand auf den HC Erlangen, den man noch einholen m\u00f6chte.<\/p>\n<h4>Stimmen zum Spiel<\/h4>\n<p><strong>Florian Kehrmann:<\/strong> \u201eDas war heute ein enges Spiel mit schweren Voraussetzungen. Wir wussten, dass aktuell beim BHC sehr viel rund um den Handball passiert. Ich habe der Mannschaft gesagt, sie soll versuchen, das auszublenden. Ich glaube, am Anfang haben wir das nicht ganz geschafft. Wir kommen nicht gut ins Spiel, verwerfen zwei, drei eigentlich gut herausgespielte Chancen und k\u00e4mpfen uns dann im Laufe der ersten Halbzeit ins Spiel. Dass der BHC in der Abwehr durchwechselt, k\u00f6nnen wir f\u00fcr uns nutzen, da sie uns nicht mehr so stellen konnten wie am Anfang. In der zweiten Halbzeit ist es dann ein Spiegelbild: Wir kommen nicht gut rein, k\u00e4mpfen uns \u2013 auch durch die Umstellung auf Sieben gegen Sechs \u2013 zur\u00fcck und dann ist es ein ganz enges Spiel bis zum Schluss. Letztendlich k\u00f6nnen wir sagen: Beide haben einen Punkt und das ist toll \u2013 trotzdem: Ich bin sauer, weil uns durch eine Fehlentscheidung der zweite Punkt verloren geht. Ich habe schon genug Bilder geschickt bekommen, dass der Spieler bei der letzten Aktion im Aus steht. Am Ende h\u00e4tten wir mit einem Tor gewonnen, ob das dann verdient ist oder nicht, ist egal. Wir haben in dieser Saison selbst auch schon gen\u00fcgend Spiele mit einem Tor verloren. Gerechtigkeit gibt es nicht immer im Sport. Und trotzdem bin ich heute stolz auf meine Mannschaft. Wir haben heute trotz der beiden Ausf\u00e4lle von Jan Brosch und Frederik Simak zeitweise eine richtig gute Abwehr gestellt. Wir haben uns durch das Spiel gek\u00e4mpft und hier<br \/>\nverdient einen Punkt geholt.\u201c<\/p>\n<p><strong>Markus P\u00fctz:<\/strong> \u201eDen einen Punkt nehmen wir nat\u00fcrlich mit, aber es tut nat\u00fcrlich weh, weil wir uns mehr vorgenommen hatten. Wir kommen sehr gut ins Spiel, stellen Lemgo defensiv vor Probleme und unser Umschaltspiel funktioniert gut. Der Knackpunkt kommt, als Kastelic sehr gut h\u00e4lt. Das Spiel jetzt auf die letzte Aktion herunterzubrechen, ist in meinen Augen zu einfach. Es war ein enges Spiel mit vielen 50:50-Aktionen. Ich wei\u00df nicht, ob wir da heute den Vorteil hatten. Es lag heute nicht an den Schiedsrichterentscheidungen. Es ist schade, dass wir das Sieben gegen Sechs vom TBV in Halbzeit zwei nicht so gel\u00f6st bekommen, wie wir es eigentlich wollten. Wir wussten um die Zweikampfqualit\u00e4t von Suton und Hutecek. Und das waren einfach zu viele Durchbr\u00fcche zwischen f\u00fcnf und sechs, wo wir vielleicht den ein oder anderen h\u00e4tten wegnehmen k\u00f6nnen. Wir lassen uns trotzdem von dieser Negativphase nicht unterkriegen und k\u00e4mpfen uns zur\u00fcck. Das hei\u00dft: Die Mannschaft lebt, nimmt die Situation an und die Zuschauer sind dabei. Das ist das, was wir auf die Platte bringen wollen. Wir schaffen es wieder mehr, zu unserer Identit\u00e4t zur\u00fcckzukommen. Und deswegen muss ich die Mannschaft loben. Wir werden jetzt weitermachen, rechnen uns auch in den kommenden zwei Spielen Chancen aus und solange es sportlich m\u00f6glich ist, werden wir alles tun.\u201c<\/p>\n<p><strong>Fabian Gutbrod:<\/strong> \u201eWenn man sieht, dass wir mit der Schlusssirene ausgleichen, dann ist es ein gewonnener Punkt. Schaut man sich den Spielverlauf an, ist es eher ein verlorener Punkt. Lemgo hat es unglaublich clever und abgezockt gemacht. Sie tun uns in der zweiten Halbzeit wahnsinnig weh mit dem Sieben gegen Sechs. Gef\u00fchlt machen sich mit jedem Angriff ein Tor. Das machen sie stark, beziehungsweise wir machen es nicht gut genug in der Abwehr, um das Spiel fr\u00fcher zuzumachen oder einen entscheidenden Vorsprung in der Schlussphase zu haben. Gut gefallen<br \/>\nhat mir das Tempospiel, mit dem wir uns die Vorspr\u00fcnge erarbeiten. Zur Wahrheit geh\u00f6rt aber auch, dass es ein bisschen wegbricht, wenn wir wechseln m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_75190\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-75190 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Classen-19-05-2024-132-1.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"434\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Lukas Stutzke (l.) und Djibril M&#8217;Bengue (r.) versuchen mit vereinten Kr\u00e4ften, einen Lemgoer Angreifer zu stoppen &#8211; \u00a9 Jochen Classen<\/span><\/div>\n<h4>Bergischer HC \u2013 TBV Lemgo Lippe 31:31 (15:16)<\/h4>\n<p><strong>Bergischer HC:<\/strong> Rudeck, Johannesson \u2013 Beyer (10\/4), Nothdurft, Andersen (6), Stutzke (4), Morante, Babak (4), Arnesson (1\/1), Ladefoged (4), Seesing, Doniecki, M\u00b4Bengue (1), Krecic (1), Fraatz, Persson. Trainer: Arnor Gunnarsson<\/p>\n<p><strong>TBV Lemgo Lippe:<\/strong> Zecher, Kastelic \u2013 Hutecek (6), Theilinger (1), Zehnder (9\/7), Battermann, Laerke (1), Schagen (2), Carstensen, Suton (4), Zerbe, Versteijnen (5), Oetjen (1), Hasenkamp, Petrovsky (2). Trainer: Florian Kehrmann<br \/>\nSchiedsrichter: Thomas Kern und Thorsten Kuschel<\/p>\n<p><strong>Siebenmeter:<\/strong> 5\/5 \u2013 7\/8<br \/>\n<strong>Zeitstrafen:<\/strong> 2 \u2013 3 (Ladefoged, Seesing \u2013 Battermann, Schagen, Oetjen)<\/p>\n<p>Das schwere Rest-Programm der Bergischen L\u00f6wen: Donnerstag (30.05. &#8211; 20:30 Uhr) <strong>F\u00fcchse Berlin <\/strong>(2. mit 54:10 Punkten) <strong>&#8211; BHC<\/strong> &#8211; Sonntag (02.06. &#8211; 16:30 Uhr) <strong>BHC &#8211; SG Flensburg-Handewitt <\/strong>(3. mit 48:16 Punkten)<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bergische HC hatte gegen den TBV Lemgo die gro\u00dfe Chance auf einen Sieg, muss sich am Ende aber gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, beim 31:31 (15:16) einen Punkt gewonnen zu haben. Noah Beyer nutzte den finalen Wurf aus extrem schlechtem Winkel zum Ausgleich in letzter Sekunde. Der Z\u00e4hler kann im Kampf um Platz 16 noch viel wert sein.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-75179","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sport"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-12 21:18:15","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/75179","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=75179"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/75179\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":75196,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/75179\/revisions\/75196"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=75179"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=75179"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=75179"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}