{"id":74810,"date":"2024-05-06T12:35:48","date_gmt":"2024-05-06T10:35:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=74810"},"modified":"2024-05-06T12:35:48","modified_gmt":"2024-05-06T10:35:48","slug":"vor-100-jahren-j-edgar-hoover-wurde-chef-des-fbi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2024\/05\/06\/vor-100-jahren-j-edgar-hoover-wurde-chef-des-fbi\/","title":{"rendered":"Vor 100 Jahren: J. Edgar Hoover wurde Chef des FBI"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_74814\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 852px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-74814 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Foto-Mittendorf-Presse.jpg\" alt=\"\" width=\"842\" height=\"598\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der Politikwissenschaftler Dr. Volker Mittendorf &#8211; \u00a9 UniService Transfer<\/span><\/div>\n<p><strong>Wer war John Edgar Hoover?<\/strong><\/p>\n<p>Volker Mittendorf: &#8222;John Edgar Hoover war sicher zeit seines Lebens als Chef des Federal Bureau of Investigation (FBI) einer der m\u00e4chtigsten M\u00e4nner der USA. Hoover hat das FBI aus einer eher unbedeutenden, skandalbehafteten Beh\u00f6rde, zu einem gro\u00dfen und professionalisierten Unternehmen innerhalb des amerikanischen Staates ausgebaut.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Hoover organisierte 1920 eine der gr\u00f6\u00dften Massenverhaftungen in den USA, die sogenannten Palmer-Razzien. Um was ging es da?<\/strong><\/p>\n<p>Volker Mittendorf: &#8222;Das muss man in das amerikanische System einordnen. Das Entscheidende ist, dass der Generalstaatsanwalt, eigentlich nicht anders als der Generalsbundesanwalt in Deutschland, nur zu Verbrechen ermitteln kann, die quasi den gesamten Staat betreffen. Die Palmer-Razzien 1920, am Ende des Ersten Weltkrieges, muss man vor dem Hintergrund der Phase der russischen Revolution und der damit verbundenen Kommunistenangst betrachten. Man hatte Sorge vor imaginierten und tats\u00e4chlichen Umsturzversuchen, man hatte Einwanderergruppen im Verdacht, die kommunistisch oder linksradikal agieren w\u00fcrden. Und da hat das fr\u00fchere Bureau of Investigation (BOI), dessen Chef damals noch nicht Hoover war, viele Menschen verhaftet, oft auch ohne Rechtsgrundlage. Die Angst kam dann in den 50er Jahren mit dem McCarthyismus in \u00e4hnlicher Form zur\u00fcck.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_53830\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 440px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-53830\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Logo-Jahr100Wissen.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"138\" \/><span class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bergische Universit\u00e4t<\/span><\/div>\n<p><strong>Die Vorg\u00e4ngerinstitution des Federal Bureau of Investigation (\u201eBundesamt f\u00fcr Ermittlungen\u201c), kurz FBI genannt, hie\u00df Bureau of Investigation (BOI) und hatte einen denkbar schlechten Ruf. Warum?<\/strong><\/p>\n<p>Volker Mittendorf: &#8222;Vor allen Dingen vor dem Hintergrund, dass viele Ermittlungsverfahren, aufgrund der Kommunistenfurcht und der Angst vor Landesverrat illegal durchgef\u00fchrt wurden. Die als notwendig empfundene Professionalisierung funktionierte nicht wirklich, da man damals den Chef einer ehemaligen Detektivagentur eingesetzt hatte. Pinkerton war die eine gro\u00dfe Detektivagentur und Burns die andere. William John Burns sollte also das BOI professionalisieren, die Ermittlungsmethoden verbessern. Vor dem Hintergrund, dass der F\u00f6deralstaat in den USA zun\u00e4chst kaum direkte Strafermittlungsbefugnisse \u2013 au\u00dfer z.B. bei Landesverrat und bei Verbrechen der B\u00f6rsen- und Finanzaufsicht \u2013 hatte, lagen die Hoffnungen bei ihm. Doch er geriet in den Strudel zweier Korruptionsskandale und wurde zum R\u00fccktritt gezwungen. Hoover nutzte die Gunst der Stunde und wurde selber zum Chef der Beh\u00f6rde.&#8220;<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Am 10. Mai 1924 wurde Hoover Chef dieser Institution. Wie kam er dazu?<\/strong><\/p>\n<p>Volker Mittendorf: &#8222;Hoover war sehr engagiert und versiert und hatte ein Gesch\u00e4ftsmodell im Hinterkopf. Es ist ihm damals gut gelungen, sich zum richtigen Zeitpunkt zu empfehlen. Der historische Prozess ist vielleicht gar nicht so wichtig, spannender ist vielmehr, dass es ihm gelungen ist, diese Beh\u00f6rde, die vorher schon seit 1908 sechs Chefs gehabt hatte, zu beherrschen und so weit auszubauen, dass sie quasi wie ein Staat im Staat fungierte. Diese Macht hat er zeitlebens erhalten. Das konnte er, weil er \u00fcber seine Chefs, seine Vorgesetzten, Politiker und wichtige Personen des \u00f6ffentlichen Lebens, Dossiers anlegen lie\u00df, auf die nur er und seine Sekret\u00e4rin Zugriff hatten. Das war eines seiner wichtigsten Herrschaftsinstrumente. Wenn irgendjemand an seinem Stuhl ges\u00e4gt hat, konnte er einfach eine Akte dieser Person hervorholen, die genaue Informationen \u00fcber dessen Privatleben enthielt. Z. B. wusste er genauestens \u00fcber die Liebschaften John F. Kennedys Bescheid und wurde so \u00fcber die Jahrzehnte auch f\u00fcr die Demokraten unantastbar. Nach seinem Tod 1972 hat es viele Aufarbeitungen gegeben. Die verdachtsunabh\u00e4ngigen Abh\u00f6rma\u00dfnahmen \u2013 das ber\u00fchmteste Beispiel ist vielleicht der Fall Marylin Monroe \u2013 wurden unter richterlichen Vorbehalt gestellt, die Rolle des FBI wurde neu bewertet.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_74815\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-74815 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/J.-Edgar-Hoover-1961-gemeinfrei.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"608\" \/><span class=\"wp-caption-text\">FBI-Chef J Edgar Hoover &#8211; \u00a9 gemeinfrei<\/span><\/div>\n<p><strong>Was \u00e4nderte er nach seiner Amts\u00fcbernahme?<\/strong><\/p>\n<p>Volker Mittendorf: &#8222;Er hat es nicht nur verstanden, die Kommunistenfurcht zu bedienen, sondern sich an allen Fragestellungen der Folgen der Industrialisierung, die immer wichtiger wurden, orientiert. Die Menschen wurden mobiler und die Verbrechen gingen oft \u00fcber die Staatsgrenzen hinaus oder fanden in mehreren Staaten statt. Die wurden von Hoover als Bundesangelegenheit wahrgenommen und dann auch in ein Bundesgesetz geschrieben. In den USA sind die einzelnen Staaten selbst zust\u00e4ndig, nicht nur die eigene Polizei aufzustellen, sondern auch die Strafgesetze werden in den einzelnen Staaten (und zus\u00e4tzlich auf f\u00f6deraler Ebene) erlassen. Nur wenige Strafgesetze gibt es auf der gesamten Bundesebene. Dazu geh\u00f6rten der Landesverrat und die staats\u00fcbergreifende Kriminalit\u00e4t. Er hat das FBI in den Fokus der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit ger\u00fcckt. Damit hat sich Hoover relativ schnell einen Namen gemacht, indem er nicht nur die Politik, sondern auch die \u00d6ffentlichkeit auf die Seite des FBI gezogen hat.<\/p>\n<p>Das tat er mit der Einf\u00fchrung der 10 Staatsfeinde Nr. 1, John Dillinger (amerik. Bankr\u00e4uber, Anm. d. Red.) geh\u00f6rte als erster dazu. Es wurde dann sozusagen &#8218;cool&#8216;, ein FBI-Agent zu sein. Er engagierte sich auch fr\u00fch in Hollywood, als erste Kriminalserien f\u00fcrs Fernsehen entstanden, wo das FBI als die positive Beh\u00f6rde herausgestellt wurde. Er hat wahrgenommen, dass Kriminalit\u00e4t auch staats\u00fcbergreifend verfolgt werden muss und diese Auffassung popularisiert. Er hat sich in den 30er Jahren Zugriffsm\u00f6glichkeiten erarbeitet und trat damit in Konkurrenz zu den Polizeibeh\u00f6rden der Staaten, ganz im Gegensatz zu unserem BKA, denn die d\u00fcrfen zwar ermitteln, jedoch nicht zugreifen: Polizei ist hier L\u00e4ndersache.<\/p>\n<p>Das ist beim FBI seit Hoover anders. Waffenbesitz und Zugriff machten das FBI als Beh\u00f6rde immer wichtiger. Daher bekam er immer mehr Mitarbeiter und konnte sich viele Ressourcen sichern. Zum einen arbeitete er damit im Bereich Staatsschutz im Verborgenen, zum anderen im Bereich der organisierten Kriminalit\u00e4t ganz \u00f6ffentlich. Er professionalisierte seine eigene Aktenf\u00fchrung und machte das FBI zu einer sehr effektiven Beh\u00f6rde.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Hoover war nicht unumstritten, hatte aber gro\u00dfen Einfluss auf Pr\u00e4sidenten, Generalstaatsanw\u00e4lte und Kongressmitglieder. Wodurch?<\/strong><\/p>\n<p>Volker Mittendorf: &#8222;Das FBI war urspr\u00fcnglich dem Generalstaatsanwalt zugeordnet gewesen, sp\u00e4ter dem Justizministerium. Seinen Einfluss hatte er vor allem durch seinen Wissensvorsprung einerseits gegen die Amtsinhaber selbst. Da gibt es einige Zeugnisse, wie er einem seiner wichtigsten Gegner, Robert Kennedy, mehr oder weniger durch sein Wissen klargemacht hat, dass eine Entmachtung f\u00fcr ihn nicht in Frage k\u00e4me. Weil er sehr fr\u00fchzeitig Akten \u00fcber Menschen anlegte, konnte er damit auf der anderen Seite \u201eseinen\u201c Politikern auch bei deren Karrieren helfen.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_74816\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 650px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-74816 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/buildings-7105670_640.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Eines der Geb\u00e4ude des FBI &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p><strong>Er war ein Gegner der B\u00fcrgerrechtsbewegung durch Martin Luther King, den er als \u201eschwarzen Messias\u201c bezeichnete. Die Kennedys hassten ihn. Warum?<\/strong><\/p>\n<p>Volker Mittendorf: &#8222;Er war \u00e4u\u00dferst konservativ, lehnte Demokraten eher ab. Sein Kommunistenhass war bekannt, man konnte ihm Rassismus nicht unbedingt vorwerfen, aber er war schon ein Feindbild der B\u00fcrgerrechtsbewegung, denn die verfolgte er genau so, wie die Kommunisten. F\u00fcr ihn wollte diese Bewegung den Staat im Sinne von mehr Gleichheit aller B\u00fcrger ver\u00e4ndern, und das war nicht in seinem Sinne.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Er blieb hochgeachtet bis zu seinem Tod. Helen Gandy, seine pers\u00f6nliche Assistentin koordinierte nach Hoovers Tod die Zerst\u00f6rung aller seiner Unterlagen. Warum?<\/strong><\/p>\n<p>Volker Mittendorf: &#8222;Hoover besa\u00df Geheimakten, die nur nach einem pers\u00f6nlichen Schl\u00fcssel, den nur er und seine Sekret\u00e4rin kannten, verschl\u00fcsselt waren. Das war zu diesem Zeitpunkt auch in den USA schon ungew\u00f6hnlich. Es waren vor allem keine Ermittlungsakten, die man wegen Verbrechen angelegt hatte, sondern Dossiers mit pers\u00f6nlichen Schw\u00e4chen \u00fcber alle m\u00f6glichen Personen in Kultur, Medien (v.a. in Hollywood) und Politik. Die sollten auch nach seinem Tod nicht \u00f6ffentlich bekannt werden. Deshalb hat er daf\u00fcr gesorgt, dass diese Dossiers nach seinem Tod vernichtet wurden.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Sie haben sich mit \u201eDemokratietheorie und Regierungssystemforschung\u201c und aktuellen und l\u00e4ngerfristigen Entwicklungen politischer Herrschaftsformen besch\u00e4ftigt. Wie wichtig sind Geheimdienste f\u00fcr die Politik?<\/strong><\/p>\n<p>Volker Mittendorf: &#8222;Da kommen wir zu dem, was wir in Deutschland haben. Zu Beginn meiner T\u00e4tigkeit an der Universit\u00e4t habe ich mich intensiver in einem Arbeitskreis mit dem Politikfeld \u201eInnere Sicherheit\u201c auseinandergesetzt, vor allem aus der Perspektive des Vergleichs zur Entwicklung des Bundeskriminalamtes 50 Jahre sp\u00e4ter und weniger unter geheimdienstlicher Geschichte. Deutschland hat im engeren Sinne keine Geheimdienste. Geheimdienst bezeichnet man eine Beh\u00f6rde, die im Verborgenen arbeitet und auch Zugriffsrechte hat. Solche Zugriffsrechte (etwa verdeckte Operationen) haben die Nachrichtendienste in Deutschland nicht. Bundesnachrichtendienst oder das Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz d\u00fcrfen ermitteln, also Informationen auswerten und dazu auch V-Leute einsetzen oder \u00e4hnliches, aber sie d\u00fcrfen in Deutschland nicht operativ t\u00e4tig werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_74817\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-74817 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/seal-42280_960_720.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"516\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das ber\u00fchmte Logo des FBI &#8211; \u00a9 gemeinfrei<\/span><\/div>\n<p>Das gilt im Prinzip auch f\u00fcr das BKA, welches eine Ermittlungsbeh\u00f6rde ist und keine Zugriffe machen darf und z.B. f\u00fcr die L\u00e4nderpolizeien unterst\u00fctzend t\u00e4tig ist. Das ist eine Lehre, die man aus der NS-Zeit, wo die geheime Staatspolizei geheim ermittelt, operiert und zugegriffen hat. Daher trennt man zwischen Polizeibefugnissen und nachrichtendienstlichen Befugnissen. Ein zweiter wichtiger und auch spannender Punkt im Vergleich zu den USA ist, dass die, auch in Deutschland durch die Mobilit\u00e4t und Globalisierung dazu f\u00fchrt, dass sich die Kriminalit\u00e4t ver\u00e4ndert und nicht an Landes- und Staatsgrenzen haltmacht. Dies f\u00fchrt zur objektiven Notwendigkeit grenz\u00fcberschreitend Ermittlungsarbeit und Arbeit an der inneren Sicherheit vorzunehmen. Das ist keine Entwicklung der 90er Jahre ist, sondern existiert als Trend schon seit der Industrialisierung und wird zunehmend europ\u00e4ischer und globaler. Verbrechensbek\u00e4mpfung geht heute nicht mehr allein mit lokalen Beh\u00f6rden, die den Blick nur auf ihren Bereich richten.<\/p>\n<p>Das ist beim FBI vor allem in der organisierten Kriminalit\u00e4t der 1920er sichtbar geworden. Und auch seit den 60er und 70er Jahren hat es entsprechende Entwicklungssch\u00fcbe in Deutschland gegeben. Die Erkenntnis ist gewachsen, dass Ma\u00dfnahmen zur Inneren Sicherheit auch grenz\u00fcberschreitend ergriffen werden m\u00fcssen. Das hat Hoover sicher sehr gut erkannt, und das ist auch sicher ein Grund, warum er den Chefposten des FBI \u00fcber 40 Jahre behalten konnte. Dass die Machtanh\u00e4ufung aber auch problematisch ist, hat man nach seinem Tod erkannt und Gesetze erlassen, die die Methoden st\u00e4rker rechtsstaatlich angelegt haben.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Uwe Blass<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_74818\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 210px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-74818 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Foto-Mittendorf-Presse-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"289\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dr. Volker Mittendorf &#8211; \u00a9 UniService Transfer<\/span><\/div>\n<h4>\u00dcber Dr. Volker Mittendorf<\/h4>\n<p>Dr. Volker Mittendorf ist Akademischer Rat an der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal (BUW). Seine Forschungsfelder umfassen das Politische System der Bundesrepublik Deutschland, Lokale Politikforschung, Partizipation, Effekte direktdemokratischer Verfahren und Argumentationsmuster in der Wahlkampfkommunikation.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor 100 Jahren wurde J. Edgar Hoover Chef des &#8222;Federal Bureau of Investigation&#8220; in den USA, besser bekannt als &#8222;FBI&#8220;. Geheimdossiers waren seine wichtigsten Herrschaftsinstrumente. In Rahmen der beliebten Uni-Reihe &#8222;Jahr100Geschichten&#8220; hat sich Autor Uwe Blass mit dem Politikwissenschaftler Volker Mittendorf \u00fcber J. 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