{"id":74455,"date":"2024-04-23T23:59:27","date_gmt":"2024-04-23T21:59:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=74455"},"modified":"2024-04-28T14:00:11","modified_gmt":"2024-04-28T12:00:11","slug":"regenwuermer-die-kleinen-klugen-bodenverbesserer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2024\/04\/23\/regenwuermer-die-kleinen-klugen-bodenverbesserer\/","title":{"rendered":"Regenw\u00fcrmer &#8211; die kleinen, klugen Bodenverbesserer"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_74458\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2111px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-74458 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Preisfeld-2F1A7264-2_2.jpg\" alt=\"\" width=\"2101\" height=\"1527\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Wuppertaler Biologin Gela Preisfeld &#8211; \u00a9 Sebastian Jarych<\/span><\/div>\n<p>Ihr Organismus ist ein Faszinosum, \u00fcber das die Wuppertaler Biologin Gela Preisfeld Spannendes zu erz\u00e4hlen wei\u00df. Autror Uwe Blass hat sich im Rahmen der beliebten Uni-Reihe &#8222;Transfergeschichten&#8220; mit der Biologin Gela Preisfeld \u00fcber den faszinierenden Organismus des Regenwurms unterhalten.<\/p>\n<p>Obwohl viele Menschen denken, der Regenwurm hei\u00dft Regenwurm, weil er bei Regen an die Oberfl\u00e4che kommt, sagt Preisfeld, dass er bereits im 16. Jahrhundert allgemein als der &#8218;rege Wurm&#8216; bezeichnet wurde, weil er unerm\u00fcdlich fresse und grabe. In unseren Breitengraden leben ca. 40 verschiedene Regen\u00fcrmer, weltweit knapp 700. \u201eWenn wir Regenw\u00fcrmer sagen, dann meinen wir die Tiere, die wir im Allgemeinen kennen\u201c, erkl\u00e4rt die Biologin, \u201eund das sind der Tauwurm (Lumbricus terrestris) und der etwas hellere Kompostwurm (<em>Eisenia fetida<\/em>).\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_44822\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 440px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-44822\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Logo-Transfergeschichten.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"138\" \/><span class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bergische Universit\u00e4t<\/span><\/div>\n<p>In der Literatur finde man sogar bis zu 3.000 \u00e4hnlicher W\u00fcrmer, wei\u00df Preisfeld, aber da habe man auch nahe Verwandte mitgez\u00e4hlt. \u201eRegenw\u00fcrmer geh\u00f6ren zu den Ringelw\u00fcrmern, den Anneliden.\u201c Und das k\u00f6nne man auch sehr gut nachvollziehen, wenn man sich so einen Regenwurm anschaue. \u201eDer hat lauter Ringe, wie kleine Kettenglieder (Segmente), die hintereinandergeschaltet sind. Innerhalb dieser Ringelw\u00fcrmer gibt es zwei gro\u00dfe Gruppen, die Vielborster und die Wenigborster. Und der Regenwurm geh\u00f6rt zu den Wenigborstern.\u201c<\/p>\n<p>Zwei Jahre alt kann so ein Wurm in der Regel werden, man habe aber auch schon Exemplare von sieben und acht Jahren gefunden, die nicht V\u00f6geln, Maulw\u00fcrfen oder dem grellen UV-Licht zum Opfer gefallen waren.<\/p>\n<h4>Anmutiger K\u00f6rperbau und harmonischer Bewegungsapparat<\/h4>\n<p>Der faszinierende K\u00f6rperbau des Regenwurmes besteht aus vielen Segmenten, die hintereinandergeschaltet sind. \u201eJedes Segment ist grunds\u00e4tzlich erst einmal gleich aufgebaut und wird am hinteren Ende des Wurms gebildet. Der Kopfteil ist das \u00e4lteste und der Wurm w\u00e4chst, indem von hinten immer neue Segmente gebildet werden\u201c, erkl\u00e4rt die Biologin. Diese differenzieren sich dann sp\u00e4ter im vorderen Teil des Wurmes zu den Verdauungsorganen, Herz usw. aus. Jedes Segment habe zudem vier Borsten, die muskul\u00e4r fest verankert seien und die der Wurm wie Spikes benutze, um sich festzuhalten.<\/p>\n<p>\u201eWenn man einen Regenwurm \u00fcber Papier laufen l\u00e4sst und lauscht, dann h\u00f6rt man es auch wirklich rascheln.\u201c Seiner ringf\u00f6rmigen Statur folgend, bewegt sich der beinlose Wurm durch Muskelkontraktionen fort. \u201eEr hat einmal durch seinen ganzen K\u00f6rper hindurch eine Ringmuskulatur. Jedes Segment kann sich kontrahieren und dadurch den Wurm d\u00fcnner und l\u00e4nger machen. Gleichzeitig besitzt er eine L\u00e4ngsmuskulatur, die, wenn sie kontrahiert, den Wurm k\u00fcrzer und dicker werden l\u00e4sst.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_74460\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-74460 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Regenwurm-gemeinfrei.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"327\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ein Regenwurm auf dem Acker &#8211; \u00a9 gemeinfrei<\/span><\/div>\n<p>Zieht sich also die Ringmuskulatur im vorderen Bereich zusammen, schiebt sich der Wurm voran, w\u00e4hrend die L\u00e4ngsmuskulatur sich am Ende verk\u00fcrzt und das Hinterteil nachschiebt. Zudem ist sein K\u00f6rper auch in der Lage, ganze Segmentteile zu regenerieren. \u201eWird er im hinteren Teil abgetrennt und die lebenswichtigen Organe bleiben erhalten, dann kann sich das hintere Ende, wenn es nicht zu Infektionen kommt, regenerieren und w\u00e4chst nach\u201c, erg\u00e4nzt Preisfeld. Das abgetrennte Hinterteil stirbt ab, da Gehirn und Mund\u00f6ffnung nicht neu gebildet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h4>Der sexuelle Luxus der Zwitterwesen<\/h4>\n<p>Sowohl aufregend, als auch bizarr kann man das Sexualeben der Regenw\u00fcrmer bezeichnen, denn Regenw\u00fcrmer sind Zwitterwesen. \u201eSie besitzen beiderlei Geschlechter. Jeder Regenwurm hat m\u00e4nnliche und weibliche Geschlechts\u00f6ffnungen und jeder Wurm befruchtet bei der Paarung seinen Partner\u201c, erkl\u00e4rt die Wissenschaftlerin, und das sei sehr spannend.<\/p>\n<p>Wie viele andere doppelgeschlechtliche Tiere befruchten sie sich in der Regel nicht selbst, sondern bevorzugen Sex zu zweit. Dabei benehmen sie sich manierlich und geradezu z\u00e4rtlich. \u201eRegenw\u00fcrmer geh\u00f6ren zu den sogenannten Clitellata, besitzen also ein Clitellum, einen G\u00fcrtel um einen Teil ihrer Epidermis\u201c, erkl\u00e4rt Preisfeld.<\/p>\n<p>Wer sich einen Regenwurm einmal genauer ansehe, k\u00f6nne in seinem vorderen Drittel die hellere, verdickte Struktur des Clitellums feststellen. In diesem Bereich sei die Epidermis, die \u00e4u\u00dfere Hautschicht, mit vielen Dr\u00fcsen ausgestattet. \u201eBei der Fortpflanzung kommen nun zwei Regenw\u00fcrmer mit den vorderen Enden aus der Erde heraus und legen sich so aneinander, dass jeweils der G\u00fcrtel des einen der Samentasche des anderen gegen\u00fcberliegt. Dann scheidet dieses Clitellum Schleim aus, um die K\u00f6rper aneinander zu binden. Die Spermien werden freigesetzt und es bildet sich zwischen den Tieren eine Spermarinne von beiden Seiten. Das Sperma flie\u00dft dann vom Regenwurm eins in die Samentasche des Partners. Das passiert in beiden Richtungen.\u201c<\/p>\n<p>Dazu setze der G\u00fcrtel nun zus\u00e4tzlichen Schleim ab, der sich verh\u00e4rte und in Richtung der K\u00f6pfe beider W\u00fcrmer schiebe und so freigesetzte Eizellen und Spermien in einen Kokon zusammenf\u00fcge, den der Wurm durch Kontraktion schlie\u00dflich an die Erde abgebe. \u201eIn diesem Kokon findet dann die Befruchtung statt. Nach ca. 90 Tagen beim Tauwurm und nach 16 Tagen beim Kompostwurm schl\u00fcpfen dann die kleinen W\u00fcrmer.\u201c<\/p>\n<h4>Filigranes Nervensystem<\/h4>\n<p>Das Nervensystem des Regenwurms ist sehr filigran, und obwohl er keine Augen hat, ist er dennoch lichtempfindlich. \u201eDas Nervensystem bei Regenw\u00fcrmern ist wie eine Strickleiter aufgebaut\u201c erkl\u00e4rt die Fachfrau. \u201eAn der Bauchseite liegen zwei Nervenstr\u00e4nge, die durch alle Segmente des Wurms durchgehen. In jedem Teilst\u00fcck sind diese L\u00e4ngsnervenstr\u00e4nge durch Querverbindungen, wie Sprossen verbunden. Sie stellen den Kontakt zwischen den auch in jedem Segment vorkommenden Paar an Nervenzellk\u00f6rpern, sogenannten Ganglien, und den L\u00e4ngsnervenstr\u00e4ngen her.<\/p>\n<div id=\"attachment_74462\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-74462 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Regenwurm-auf-der-Strasse-Pixabay-gemeinfrei.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"200\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ein Regenwurm auf der Stra\u00dfe &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>Diese sind im Kopfbereich mit dem Cerebralganglion, einem einfachen Gehirn verbunden und k\u00f6nnen so alle Informationen in jede K\u00f6rperregion senden.\u201c Regenw\u00fcrmer h\u00e4tten zwar keine Sinnesorgane wie der Mensch sie habe, aber Sinneszellen mit Fotorezeptoren, die ganz besonders im Kopfbereich s\u00e4\u00dfen.<\/p>\n<p>\u201eDort sitzen in der Haut nicht nur ganz viele Lichtsinneszellen, die dann hell und dunkel wahrnehmen und Informationen weitergeben k\u00f6nnen, sondern auch andere Rezeptoren, die z. B. den pH-Wert messen, weil die Tiere zu sauren Boden nicht vertragen k\u00f6nnen.\u201c Der Regenwurm habe Riesennervenzellen mit einem ganz gro\u00dfen Durchmesser, wodurch er Impulse ganz schnell weitergeben k\u00f6nne, um sich dann bei Gefahr schnell zur\u00fcckzuziehen.<\/p>\n<h4>Mikroorganismen, Pilze und ein langer Verdauungsweg<\/h4>\n<p>Der rege Wurm ist meist nachtaktiv und nutzt zur Nahrungsaufnahme auch die Hilfe von Mikroorganismen und Pilzen. \u201eDas zeigt, dass das \u00fcberhaupt keine unintelligenten Tiere sind. Regenw\u00fcrmer sind lernf\u00e4hig, sie k\u00f6nnen sogar einem Stromschlag ausweichen\u201c, sagt Preisfeld. \u201eSie holen die Bl\u00e4tter in ihre Wohnr\u00f6hren und lagern sie dort erst einmal, indem sie sie mit ihrem Schleim an den W\u00e4nden festkleben. Dann kommen die Mikroorganismen und Pilze ins Spiel, \u00e4hnlich, wie man das bei den Blattschneideameisen kennt. Die vorverrotteten Pflanzen kann der Wurm dann aufnehmen und weiterverdauen.\u201c<\/p>\n<p>Und der Verdauungsweg ist beim Wurm besonders lang. \u201eDas ist bei Organismen, die sich eher pflanzlich ern\u00e4hren immer so. Wenn er die Nahrung aufnimmt, wird sie im Mund erst einmal angefeuchtet. Dann saugt der Schlund die Nahrung etwas nach hinten, dr\u00fcckt sie nach unten und schiebt sie durch Muskelkontraktionen in den Magen. Dort im Magen liegt auch Sand vor, denn der Wurm hat ja keine Z\u00e4hne und kann nicht kauen, so dass sich der Magen dann immer zusammenzieht und mit dem Sand die Pflanzen zerreibt. Im Verdauungssystem des Tieres befinden sich Bakterien und andere Mikroorganismen, und die Nahrung wird dort mit deren Hilfe verdaut. Ihr Darm besitzt eine sogenannte Typhlosolis, das sind Einst\u00fclpungen der Darmwand, so dass sich die Oberfl\u00e4che vergr\u00f6\u00dfert, \u00e4hnlich wie bei uns in den Darmzotten. Dann ist mehr Oberfl\u00e4che da, und es kann mehr verdaut werden.\u201c<\/p>\n<h4>Fluchtverhalten bei Prasselregen<\/h4>\n<p>Regenw\u00fcrmer kommen bei Regen immer an die Oberfl\u00e4che, obwohl gerade das Tageslicht oft t\u00f6dliche Folgen hat. Sicher sei, so erkl\u00e4rt die Wissenschaftlerin, dass es nichts damit zu tun habe, dass W\u00fcrmer im Wasser ertrinken w\u00fcrden, denn sie seien auch in der Lage, Sauerstoff \u00fcber ihre weiche Epidermis aus dem Wasser zu filtern.<\/p>\n<p>\u201eWenn man sie auf der nassen Stra\u00dfe sieht, k\u00f6nnen sie dort nicht lange \u00fcberleben, weil UV-Licht f\u00fcr sie t\u00f6dlich ist. Sie haben keinen UV-Schutz.\u201c Zwei andere Gr\u00fcnde vermutet die Wissenschaft heute f\u00fcr die Flucht nach oben. \u201eDer Sauerstoff ist zum einen leichter \u00fcber die Luft, als \u00fcber das Wasser aufzunehmen und sie fliehen auch nach oben, weil die Regentropfger\u00e4usche den Vibrationen eines grabenden Maulwurfs \u00e4hneln. Es ist dann eine Schutzreaktion.\u201c<\/p>\n<h4>Die Tapete des Bodenverbesserers<\/h4>\n<p>Eine franz\u00f6sische Bauernweisheit sagt: &#8222;Der liebe Gott wei\u00df, wie man fruchtbare Erde macht, und er hat sein Geheimnis den Regenw\u00fcrmern anvertraut.&#8220;`<\/p>\n<p>Wenn nun Regenw\u00fcrmer ihre R\u00f6hren in den Boden bohren, sprechen Fachleute von der sogenannten \u00b4Tapete`. \u201eDas ist quasi die Auskleidung der Wurmr\u00f6hre\u201c, erkl\u00e4rt Preisfeld, \u201eder Wurm scheidet ja permanent ein bisschen Schleim und Kot aus und da drin sitzen auch viele Mikroorganismen, Bakterien und Pilze. Die kleiden sozusagen die Wand des Rohres aus. Dadurch entsteht eine saugf\u00e4hige innere Struktur, die man als Tapete bezeichnet.\u201c \u00dcberhaupt ist die Rolle des Regenwurms im \u00d6kosystem unsch\u00e4tzbar wichtig. Ca. 100 Regenw\u00fcrmer seien in einem normalen Gartenboden auf einen Kubikmeter zu finden, erkl\u00e4rt die Forscherin, man habe aber auch schon in gut durchl\u00fcfteten B\u00f6den 1000 W\u00fcrmer gefunden.<\/p>\n<div id=\"attachment_74465\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-74465 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/animals-3329900_960_720.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"457\" \/><span class=\"wp-caption-text\">V\u00f6gel sind nat\u00fcrliche Feind des Regenwurms &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>\u201eIn so einem Kubikmeter schaffen es die Tiere, ca. 20 Meter G\u00e4nge zu bauen und k\u00f6nnen dabei auch in die Tiefe gehen. Man hat schon W\u00fcrmer in sieben Metern Tiefe gefunden, wenn der Boden durchl\u00e4ssig ist. Wir sagen ja, die Regenw\u00fcrmer sind Bodenverbesserer, und das stimmt. Also wenn sie ihre Rohre bauen und dort die Bl\u00e4tter und organischen Substanzen hineinziehen, dann schaffen sie es auf jeden Fall schon einmal, dass sie die N\u00e4hrstoffe im Boden verteilen. Sie sorgen daf\u00fcr, dass Mineralstoffe auch in tiefere Bodenbereiche kommen und l\u00fcften durch ihre G\u00e4nge den Boden. Die Tapete wirkt wie ein Schwamm, kann also tats\u00e4chlich Feuchtigkeit aufnehmen und durchfeuchtet den Boden dadurch.\u201c<\/p>\n<p>Solch ein Boden k\u00f6nne einen Platzregen sehr gut aufnehmen. Aus dem Kot und dem ausgeschiedenen Humus bilde sich guter sauberer Humus, der mit Ton aus dem Boden Komplexe einginge, die N\u00e4hrstoffe binden k\u00f6nnen. Dadurch blieben die N\u00e4hrstoffe wie in einem Depot im Wurzelbereich der Pflanzen und so w\u00fcrde den Wurzeln die Aufnahme der Mineralstoffe erleichtert.<\/p>\n<p>Selbst mit starken Temperaturschwankungen k\u00f6nnen diese Wesen umgehen, wei\u00df Preisfeld. \u201eSie sind schon faszinierend, denn auch wenn die Wetterbedingungen nicht so optimal sind, dann rollen sie sich zusammen und k\u00f6nnen die k\u00e4lteren Temperaturen besser \u00fcberstehen. So finden wir sie im zeitigen Fr\u00fchjahr in der Erde. Sie fahren ihren Stoffwechsel total herunter und werden wieder aktiv, wenn es w\u00e4rmer wird.\u201c<\/p>\n<p><strong>Uwe Blass<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_74459\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 210px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-74459 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Preisfeld-2F1A7264-2_2-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"259\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Gela Preisfeldn &#8211; \u00a9 Sebastian Jarych<\/span><\/div>\n<h4>\u00dcber Professorin Dr. Gela Preisfeld<\/h4>\n<p>Professorin Dr. Gela Preisfeld studierte, promovierte und habilitierte an der Universit\u00e4t in Bielefeld. Nach kurzen Forschungsaufenthalten in Australien und einer Vertretung an der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt\/Main nahm sie 2006 den Ruf auf den Lehrstuhl Biologie und ihre Didaktik, Zoologie an der Bergischen Universit\u00e4t an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits die alten \u00c4gypter und Griechen wussten um ihre Bedeutung und sprachen sie heilig. Aristoteles betitelte sie ehrf\u00fcrchtig als \u00b4Eingeweide der Erde` und Charles Darwin widmete ihnen gar sein letztes Buch: Regenw\u00fcrmer. Im Verh\u00e4ltnis zu ihrer K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe kann man sie ohne weiteres als die st\u00e4rksten Tiere der Erde bezeichnen.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-74455","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-26 21:33:38","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74455","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=74455"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74455\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":74468,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74455\/revisions\/74468"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=74455"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=74455"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=74455"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}