{"id":74240,"date":"2024-04-15T11:52:03","date_gmt":"2024-04-15T09:52:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=74240"},"modified":"2024-04-15T11:52:03","modified_gmt":"2024-04-15T09:52:03","slug":"global-village-festival-zu-peter-kowalds-80-geburtstag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2024\/04\/15\/global-village-festival-zu-peter-kowalds-80-geburtstag\/","title":{"rendered":"&#8222;Global Village&#8220;: Festival zu Peter Kowalds 80. Geburtstag"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_74249\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-74249 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Le-Quan-Ninh-\u00a9-Alex-Overton-scaled.jpeg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1706\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der ber\u00fchmte Percussionist Le Quan Ninh &#8211; \u00a9 Alex Overton<\/span><\/div>\n<p>Dank der Unterst\u00fctzung vieler Fans mit vielen kleinen und einigen gro\u00dfen Spenden findet das Ged\u00e4chtnis-Festival &#8222;Global Village&#8220; am 19. und 20. April statt. Der gro\u00dfartige Perkussionist und Weggef\u00e4hrte von Peter Kowald Le Quan Ninh wird aus Frankreich anreisen und den ersten Konzertabend am Freitag (19.04.) gestalten.<\/p>\n<p>Den Samstagabend er\u00f6ffnet die Schweizer Kontrabassistin Martina Berther mit einem Solo, bevor das eigens f\u00fcr diesen Anlass zusammengestellte Festival-Trio \u00fcbernimmt: Nikolaus Neuser (Trompete), Reza Askari (Kontrabass) und Fabian Ahrens (Schlagzeug) geh\u00f6ren allesamt zu den meistbeachteten deutschen Musikern der mittleren Generation.<\/p>\n<p>Sie werden gemeinsam ausloten, wo der Jazz gerade steht. Eine Ausstellung mit Peter Kowalds Sammlung von K\u00fcnstlerplakaten rundet das Geburtstagsfestival ab, bei dem nat\u00fcrlich das Feiern bei \u201eSpeis und Trank\u201c auch nicht zu kurz kommen soll.<\/p>\n<h4>Ausstellung mit Peter Kowalds Plakatsammlung<\/h4>\n<p>Das &#8222;Global Village&#8220;-Festival zum 80. Geburtstag des Wuppertaler Jazz-Legende startet am Festival-Freitag (19.04.) um 19:00 Uhr mit der Vernissage einer Ausstellung von Peter Kowalds Plakatsammlung sowie der Vorstellung der Brosch\u00fcre \u201e20 Jahre Peter Kowald Gesellschaft \u2013 ORT\u201c<\/p>\n<p>Zu Peter Kowalds weltweitem Freundesnetzwerk geh\u00f6rten Musikerkolleginnen und -kollegen ebenso wie zahlreiche bildende K\u00fcnstler, und die Kunst hatte insgesamt einen hohen Stellenwert in seinem Leben. Davon zeugen nicht zuletzt seine eigene bildnerische T\u00e4tigkeit, seine umfangreiche Kunstsammlung und auch seine Sammlung an K\u00fcnstler- und signierten Konzertplakaten, aus der die Peter Kowald Gesellschaft eine Auswahl zum Festival zeigt.<\/p>\n<div id=\"attachment_74253\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-74253 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/2022_MartinaBerther_MidSize_5\u00a9Alexandra-Baumgartner.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"380\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Bassistin Martina Berther &#8211; \u00a9Alexandra-Baumgartner<\/span><\/div>\n<p>In der R\u00fcckschau machen sie einen langen Fluss fruchtbarer Begegnungen und intensiven Austauschs transparent. Sie dokumentieren Freundschaften mit K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern wie Barbara Gaul, Michael Morgner, Hans Scheuerecker, Hanns Schimansky, Tomas Schmit oder Stephan Werbeck ebenso wie mit K\u00fcnstlern der Ex-DDR wie A.R. Penck, internationale Verbindungen etwa mit Nan Goldin (USA) und Kiki Smith (USA) oder seine fr\u00fchen Kontakte zu Fluxus-Aktivisten wie Joseph Beuys und in dieser Tradition stehenden K\u00fcnstlern wie Felix Droese.<\/p>\n<h4>Festival-Freitag: 19. April 2024 &#8211; 20 Uhr &#8211; Solo-Konzert Lee Quan Ninh (Perkussion)<\/h4>\n<p>Mit L\u00ea Quan Ninh kehrt ein fr\u00fcher Weggef\u00e4hrte von Peter Kowald in den ORT zur\u00fcck, wo er 1994 an dessen legend\u00e4rer Aktion \u201e365 Tage am ORT\u201c partizipierte. Schon seit 1987 spielte er in Peter Kowalds Global Village-Ensemble. Lange Jahre war er Mitglied der &#8222;Association la Flibuste&#8220;, einer Gruppe, die mehr als 140 multimediale, sparten\u00fcbergreifende Auff\u00fchrungen mit Improvisationsmusik realisierte. Zahlreiche weitere Formationen und Projekte zeugen von der \u00fcberbordenden Kreativit\u00e4t des 1961 in Paris geborenen Perkussionisten mit vietnamesischen Wurzeln; ebenso wie seine Diskographie mit mehr als 40 CDs auf europ\u00e4ischen und nordamerikanischen Labels.<\/p>\n<p>L\u00ea Quan Ninh studierte am Konservatorium von Versailles, konzertiert weltweit und lebt heute in S\u00fcdfrankreich. Nach Wuppertal reist er zu Ehren von Peter Kowald mit \u201egro\u00dfem Equipment\u201c an, d.h. mit gro\u00dfer Trommel, Becken und einem gro\u00dfen Arsenal von Fundst\u00fccken wie Steinen, Zapfen, Perlen u.v.m., denen er Gamelan-artige Kl\u00e4nge entlockt. \u201eNinh versetzt einfach alles in Schwingung. Sein Spiel ist ein Feuerwerk!\u201c, sagt Gunda Gottschalk, seine einstige Kollegin in Kowalds Global Village-Ensemble. Als Kuratorin der Reihe \u201eImprovisierte Musik\u201c im ORT hat sie L\u00ea Quan Ninh zum Festival eingeladen.<\/p>\n<h4>Festival-Samstag: 20. April 2024 &#8211; 20 Uhr &#8211; Act 1: Martina Berther \u2013 Bass solo<\/h4>\n<p>Die in Z\u00fcrich ans\u00e4ssige Bassistin Martina Berther, geb. 1984 in Chur, ist in vielen verschiedenen musikalischen Welten zu Hause. Die ausgebildete Jazzmusikerin ist Mitglied von genre-anarchischen Bands wie Ester Poly und AUL und hat als Live-Musikerin f\u00fcr Sophie Hunger gearbeitet. Als Solo-Bassistin improvisiert sie auf dem E-Bass Live-Sets, bei denen sie mit Pedalen, Pr\u00e4parationen und zus\u00e4tzlichen Objekten sowie unkonventionellen Spieltechniken arbeitet.<\/p>\n<div id=\"attachment_74251\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-74251 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Festival-Trio.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"650\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Festival-Trio Tropeter Nikolaus Neuser (u.r.), Bassist Reza Askari (l.) und Schlagzeuger Fabian Ahrens (o.r.) &#8211; \u00a9 Peter Kowald Gesellschaft<\/span><\/div>\n<p>Von sanften Drones \u00fcber knusprig-rhythmischen Noise bis hin zu fast elegischen Kl\u00e4ngen wagt sich Berther in die<br \/>\nungenutzten Potenziale ihres Instruments ebenso wie in f\u00fcr sie unerforschte Gebiete und bereist die Grauzonen zwischen dem Abstrakten und Konkreten. Anfang April erscheint ihr Album Bass Work: As I Venture Into bei Kit Records. \u2013 Das Konzert ist der Festivalbeitrag der Reihe \u201eAll female\u201c im ORT, kuratiert von Ute V\u00f6lker.<\/p>\n<h4>Festival-Samstag: 20. April 2024 &#8211; 20 Uhr &#8211; Act 2: Nikolaus Neuser &#8211; Reza Askari &#8211; Fabian Ahrens<\/h4>\n<p>Die Initiatoren freuen sich au\u00dferordentlich, dass es ihnen gelungen ist, f\u00fcr das Konzert in der Kategorie Jazz ein Trio eigens f\u00fcr unser diesj\u00e4hriges Festival zusammenzustellen! Der Schlagzeuger Fabian Ahrens, der Bassist Reza Askari und der Trompeter Nikolaus Neuser geh\u00f6ren allesamt zu den meistbeachteten deutschen Musikern der mittleren<br \/>\nGeneration. Alle drei verf\u00fcgen \u00fcber eine umfassende Kenntnis der Jazztradition, und alle drei legen h\u00f6chsten Wert darauf, nicht in dieser zu verweilen, sondern als Solisten und Spieler in diversen Bands st\u00e4ndig nach neuen Spielkonzepten zu suchen. Das Konzert im ORT wird uns also zeigen, wo der Jazz gerade steht. \u201eFraglos ein hoher<br \/>\nAnspruch, dem wir uns im ORT aber immer gerne stellen\u201c, sagt Wolfgang Schmidtke, Kurator der Reihe \u201eJazz\u201c.<\/p>\n<h4>Samstag &#8211; 27. April 2024 &#8211; 20 Uhr &#8211; Au\u00dfer der Reihe: Quartett Pauline R\u00e9age<\/h4>\n<p>Bandleaderin Anna Munka, S\u00e4ngerin, Komponistin und Dichterin, erforscht seit Jahren die improvisatorischen, kommunikativen und kompositorischen M\u00f6glichkeiten im Spannungsfeld zwischen Klangkunst, Musik und Literatur. In ihrem Quartett \u201ePauline R\u00e9age\u201c kulminieren nun die gesammelten St\u00e4rken und Erfahrungen ihrer<br \/>\nkontrastreichen k\u00fcnstlerischen Arbeit. 2021 begann die Zusammenarbeit mit der Pianistin und \u201eJutta-Hipp\u201c-Preistr\u00e4gerin Olga Reznichenko. Die beiden virtuosen Musikerinnen verbindet eine unkonventionelle Affinit\u00e4t f\u00fcr das \u00dcberschreiten von Genregrenzen, ohne dass sie die Idiome des Jazz au\u00dfer Acht lassen. So pr\u00e4sentiert \u201ePauline R\u00e9age\u201c eine Live-Attit\u00fcde, welche zwischen Rockband, Beat Poetry Performance und Klavier-Trio-\u00c4sthetik changiert. Neben<br \/>\nkomplexen harmonischen und rhythmischen Konstruktionen werden auch einfache Liedstrukturen und popkulturelle Anleihen verhandelt.<\/p>\n<p><strong>Quartett Pauline R\u00e9age:<\/strong> Anne Munka (Vocals) &#8211; Olga Reznichenko (Piano\/Vocals) &#8211; Robert Lucaciu (Bass\/Vocals) &#8211;<br \/>\nMaximilian Breu (Drums\/Vocals)<\/p>\n<div id=\"attachment_74258\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-74258\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/800px-Christoph_Irmer_M-Sp_P1040801.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"488\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der Violinist Christoph Irmer &#8211; \u00a9 Annamaria Ursula <span class=\"mw-mmv-filename\"> M-Sp P1040801<\/span><\/span><\/div>\n<h4>Sonntag &#8211; 28. April 2024 &#8211; 12 Uhr: Reihe \u201eImprovisation: Musizieren \u2013 Besprechen\u201c<\/h4>\n<p>Nach f\u00fcnf Jahren Pause kehrt die Reihe \u201eImprovisation: Musizieren \u2013 Besprechen\u201c in den ORT zur\u00fcck. Der Wuppertaler Geiger Christoph Irmer l\u00e4dt zu vier Matin\u00e9es im Laufe des Jahres 2024 ein, die als Gespr\u00e4chskonzerte geplant sind. Dabei wird es jeweils um die Improvisation gehen, in musikalischer, philosophischer, aber auch pers\u00f6nlicher Hinsicht, und abh\u00e4ngig vom Thema, das der eingeladene Gast vorschl\u00e4gt. Au\u00dferdem sind Publikumsfragen sehr erw\u00fcnscht.<\/p>\n<p>Der erste Gast am Sonntag (28.04.) wird der G\u00f6ttinger Bassklarinettist Ove Volquartz sein. Zum Auftakt musizieren Volquartz und Irmer im Duo, im anschlie\u00dfenden Gespr\u00e4ch wird es dann um die Hintergr\u00fcnde der Entwicklung von Free Jazz und freier Improvisation in Deutschland ab den 1960er Jahren gehen. Volquartz geh\u00f6rte damals zur Krautrockband Annexus Quam, mit der er ab 1970 zwei Alben vorlegte, die zun\u00e4chst den Jazzrock und dann eine \u00d6ffnung zum Free Jazz erkundeten.<\/p>\n<p>Mit dem Trio des Wuppertaler Pianisten Bernd K\u00f6ppen trat er au\u00dferdem auf dem Moers Festival auf. In den fr\u00fchen 1980er Jahren war Volquartz Mitglied der Bigband von Gunter Hampel (Cavanna 1982). Dann arbeitete er mit Musikern wie Abbey Rader, Cecil Taylor, Roscoe Mitchell, Peter Kowald, Barre Phillips, Perry Robinson und Peeter Uuskyla zusammen.<\/p>\n<p>Er spielte bei den Leipziger Jazztagen und den Leverkusener Jazztagen sowie dem Jazzfestival im d\u00e4nischen Holstebro. Volquartz ist aktuell Mitglied im TonHallen-Orchester Hannover, improvisiert mit dem Organisten Peer Schlechta (Dreizweit, 2018) und kooperiert mit zeitgen\u00f6ssischen Komponisten wie Daniel Ott und Thanos Chrysakis.<\/p>\n<p>Gespr\u00e4chskonzert-Matin\u00e9e mit Christoph Irmer<br \/>\nGast: Ove Volquartz (Bassklarinette)<\/p>\n<p>Die Reihe wird vom Kulturb\u00fcro Wuppertal unterst\u00fctzt. Der Eintritt ist frei.<\/p>\n<p><strong>Alle Tickets gibt es im Vorverkauf bei:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.wuppertal-live.de\">http:\/\/www.wuppertal-live.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 19. April 2024 w\u00e4re Peter Kowald 80 Jahre alt geworden. Die Peter Kowald Gesellschaft freut sich sehr, den Geburtstag des Ausnahme-Musikers trotz angespannter Kassenlage mit einem sehr kleinen, aber feinen Festival im ORT feiern zu k\u00f6nnen. Titel: &#8222;Global Village&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-74240","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-24 12:16:00","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74240","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=74240"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74240\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":74262,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74240\/revisions\/74262"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=74240"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=74240"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=74240"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}