{"id":74105,"date":"2024-04-08T22:22:11","date_gmt":"2024-04-08T20:22:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=74105"},"modified":"2024-04-08T22:22:11","modified_gmt":"2024-04-08T20:22:11","slug":"orhan-erdem-ist-preistraeger-der-literatur-biennale-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2024\/04\/08\/orhan-erdem-ist-preistraeger-der-literatur-biennale-2024\/","title":{"rendered":"Orhan Erdem ist Preistr\u00e4ger der Literatur Biennale 2024"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_74109\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-74109\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Orhan-Erdem-c-Bahar-Kaygusuz-min-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1970\" \/><span class=\"wp-caption-text\">\u00dcberzeugte die Jury: Orhan Erdem, Preistr\u00e4ger der &#8222;Wuppertaler Literatur Biennale 2024&#8220; &#8211; \u00a9 Bahar Kaygusuz<\/span><\/div>\n<p>Die beiden mit 1.000 Euro dotierten F\u00f6rderpreise gehen an Lili Aschoff f\u00fcr \u201eEin Dachboden voller Genies\u201c und Maria Marggraf f\u00fcr \u201eInvasive Arten\u201c. F\u00fcr den Preis, mit dem der literarische Nachwuchs gef\u00f6rdert wird, hatten sich 227 Autorinnen und Autoren unter 35 Jahren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum mit einem Text zum diesj\u00e4hrigen Biennale-Thema \u201eVom Verschwinden\u201c beworben.<\/p>\n<p><strong>Aus der Begr\u00fcndung der Jury zum Hauptpreis f\u00fcr Orhan Erdems Text \u201eEin unser Dorf\u201c:<\/strong><br \/>\n\u201eErdem entwickelt eine verspielte aber klare Sprache f\u00fcr das kollektive Wir, das erz\u00e4hlt: Von den mittlerweile verlassenen, zw\u00f6lftausend Jahren alten Kalksteinh\u00f6hlen, dem ehemaligen Schulgeb\u00e4ude, der komplizierten Beziehung der Dorfbewohner zum Tigris, einem Fluss, der sie ihr Leben lang begleitet hat, der nun gestaut werden und ihre H\u00e4user, ihr Dorf, ihre Geschichte \u00fcberfluten wird.<\/p>\n<p>\u201cEin unser Dorf\u201d zeigt eindr\u00fccklich, wie fragil Natur und Kultur, wie \u00d6kologie und menschliche Geschichte miteinander verwoben sind. Orhan Erdem findet poetische Bilder f\u00fcr ein politisches Schicksal, \u00fcber das andernorts entschieden wird.\u201c<\/p>\n<p>Orhan Erdem (*1989), studiert Literarisches Schreiben am Literaturinstitut in Leipzig und Sprachkunst an der Universit\u00e4t f\u00fcr angewandte Kunst in Wien. In seinen Texten sucht er nach einer sprachlichen Gestaltung des Spannungsverh\u00e4ltnisses zwischen Kollektiv und Individualit\u00e4t, zwischen Flucht und Heimkommen. Orhan Erdem lebt in Berlin.<\/p>\n<div id=\"attachment_74111\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 560px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-74111\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Maria_MarggrafcEmilia_Marggraf.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"588\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Preistr\u00e4gerin Maria Marggraf &#8211; \u00a9 Emilia Marggraf<\/span><\/div>\n<p><strong>Die F\u00f6rderpreistr\u00e4gerinnen Maria Marggraf und Lili Aschoff:<br \/>\n<\/strong>Maria Marggraf (*1991) lebt in Basel. Produktionsleiterin des Lyrikfestivals Basel und literarische Stadtf\u00fchrerin. Sie arbeitet gerne gattungs\u00fcbergreifend. U. a. entwickelte sie f\u00fcr die Zentrale f\u00fcr Umweltausstellungen das Insektenorakel und gestaltete einen lyrischen Ausstellungsrundgang im Forum W\u00fcrth Arlesheim. 2022 erschien ihr Lyrikdeb\u00fct \u201cAm Morgen der Schildkr\u00f6tenpanzer\u201d (b\u00fcb\u00fcl Verlag).<\/p>\n<p>Lili Aschoff (*1990), studierte Visuelle Kommunikation in Budapest. Sie arbeitet als Grafikdesignerin und Autorin, seit 2019 schreibt sie regelm\u00e4\u00dfig Buchbesprechungen f\u00fcr das &#8222;Fresko Magazin&#8220;. 2021 erschien \u201eDas Leben ist hart. Benimmbuch f\u00fcr junge Leute\u201c \u2013 ein ironischer Reisef\u00fchrer durch die Welt der Jugend \u2013 im Klinkhardt &amp; Biermann Verlag.<\/p>\n<p>Der Jury geh\u00f6ren 2024 Dr. Luisa Banki (Literaturwissenschaftlerin), Annika Domainko (Schriftstellerin, Preistr\u00e4gerin 2022), Prof. Gerold Theobalt (Dramaturg), Svenja Reiner (Literaturvermittlerin) und Halim Youssef (Schriftsteller) an.<\/p>\n<div id=\"attachment_74112\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 560px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-74112\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Lili_AschoffcAndreas_Huber.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"480\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Preistr\u00e4gerin Lili Aschoff -\u00a9 Andreas Huber<\/span><\/div>\n<p>Die Preisverleihung ist immer einer der H\u00f6hepunkte der Wuppertaler Literatur Biennale, die traditionell mit einer Rede zum Biennale-Thema er\u00f6ffnet wird. Diese wird in diesem Jahr von Lena Gorelik gehalten. Die Preisverleihung findet am Sonntag (05. Mai) um 11 Uhr im Kronleuchterfoyer des Opernhaus Wuppertal statt, die Veranstaltung wird moderiert von \u015eeyda Kurt.<\/p>\n<p><strong>Wuppertaler Literatur Biennale 2024<br \/>\nVom Verschwinden<br \/>\n3. \u2013 11. Mai 2024<\/strong><\/p>\n<p>Die siebte Ausgabe der Wuppertaler Literatur Biennale wird vom 03. bis 11. Mai 2024 zum Thema \u201eVom Verschwinden\u201c stattfinden.<\/p>\n<p>Tier- und Pflanzenarten, Ressourcen, Lebensr\u00e4ume, Traditionen, Begriffe, ganze Sprachen, kollektive Identit\u00e4ten, Zugeh\u00f6rigkeit, Erinnerungen. Sie alle haben etwas gemeinsam: Sie verschwinden. Angesichts der Bedrohungen durch den sich versch\u00e4rfenden Klimawandel, Kriege und anderer gesellschaftlicher Herausforderungen erscheint die uns bekannte Lebenswelt fl\u00fcchtiger denn je.<\/p>\n<p>Die Wuppertaler Literatur Biennale 2024 nimmt diese Thematik auf. Geschichten vom Verschwinden sind jedoch nicht durchweg nostalgisch gepr\u00e4gt: Gerade in der Literatur offenbart sich das Verschwinden oft als Metamorphose oder als einziger Ausweg aus einer Sackgasse und wird damit zum radikalen Kurswechsel, zum Aufbruch in etwas Neues. Der Blick zur\u00fcck dient lediglich der Spurensuche, dem Verst\u00e4ndnis der Gegenwart durch das F\u00fcllen von Leerstellen.<\/p>\n<p><strong>G\u00e4ste der Wuppertaler Literatur Biennale 2024 sind u.a.<\/strong><br \/>\nPegah Ahmadi, Jenifer Becker, Ned Beauman , Ver\u00f3nica Gerber Bicecci, Ibou Diop, Tomer Dreyfus, Charlotte Gneu\u00df, Lena Gorelik, Helgard Haug, Kristin H\u00f6ller, Michael K\u00f6hlmeier, Horst Konietzny, Hung-min Kr\u00e4mer, Jan Kuhlbrodt, J\u00fcrgen Nendza, Trifonia Melibea Obono, Ronya Othmann, Melanie Raabe, Raoul Schrott, Johanna Sebauer, Eva von Redecker, Patrick Salmen, Dana von Suffrin, Halim Youssef und Mirjam Zadoff.<\/p>\n<p>Veranstaltet wird die Wuppertaler Literatur Biennale vom Kulturb\u00fcro der Stadt Wuppertal. Das Programm entsteht in enger Abstimmung mit literarischen Akteurinnen und Akteuren aus Wuppertal, kuratiert wird es 2024 von Julia Wessel, Thorsten Kr\u00e4mer, Torsten Krug und Ruth Eising.<\/p>\n<p>Gef\u00f6rdert wird die Wuppertaler Literatur Biennale vom Ministerium f\u00fcr Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, der Kunststiftung NRW, der Dr. Werner Jackst\u00e4dt-Stiftung, der Stadtsparkasse Wuppertal und der Firma Knipex. WDR3 ist Kulturpartner.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die W\u00fcrfel sind gefallen, die Jury hat entschieden! Zum sechsten Mal verleiht die Stadt Wuppertal den von der Kunststiftung NRW gestifteten Preis der Wuppertaler Literatur Biennale: Den mit 5.000 Euro dotierten Hauptpreis erh\u00e4lt Orhan Erdem f\u00fcr seine Erz\u00e4hlung \u201eEin unser Dorf\u201c.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-74105","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-09 04:14:58","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74105","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=74105"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74105\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":74113,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74105\/revisions\/74113"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=74105"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=74105"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=74105"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}