{"id":72944,"date":"2024-02-23T09:14:55","date_gmt":"2024-02-23T08:14:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=72944"},"modified":"2024-03-01T17:16:57","modified_gmt":"2024-03-01T16:16:57","slug":"von-musik-bis-kinderyoga-die-welt-der-christine-flunkert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2024\/02\/23\/von-musik-bis-kinderyoga-die-welt-der-christine-flunkert\/","title":{"rendered":"Von Musik bis Kinderyoga: Die Welt der Christine Flunkert"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_72963\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1546px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-72963 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG-20231014-WA0007.jpg\" alt=\"\" width=\"1536\" height=\"1188\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Christine Flunkert: Musik, Tanz und Joga spielen in ihrem leben eine gro\u00dfe Rolle &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Manche Protagonisten\u00a0kennt man gut, andere weniger. Ob bekannt oder weniger bekannt: Wer ihre Portraits liest, m\u00f6chte vermutlich die eine oder den anderen pers\u00f6nlich kennenlernen. Bisher hat Matthias Dohmen an gleicher Stelle Dorothea Brandt, Klaus Burandt, Heidemarie Koch, Josa Oehme, Erika Schneider, Ingrid Schuh, Klaus Schumann und Michael Walter vorgestellt.<\/p>\n<p>\u201eMein Name ist Christine Flunkert, ich bin in Wuppertal geboren und ich arbeite seit 1996 als Erzieherin in verschiedenen Einrichtungen. Ich spiele seit meiner Jugend mehrere Musikinstrumente und habe eine Weiterbildung als Kinder-Yoga-Lehrerin absolviert. Dies bef\u00e4higt mich, meine drei gro\u00dfen Leidenschaften, die Kinder, die Musik und das Yoga miteinander zu verbinden und die Kinder in dieser einzigartigen Kombination f\u00fcr ihren Lebensweg zu st\u00e4rken.\u201c So hei\u00dft es auf der Homepage <a href=\"http:\/\/www.wuppertaler-kinderyoga.de\">www.wuppertaler-kinderyoga.de<\/a>.<\/p>\n<p>Bei Christine werden Body and Brain, K\u00f6rper und Geist, mentale und physische Fitness ge\u00fcbt. Im Moment hat sie eine Gruppe von Menschen mit Behinderung, die sie trainiert, das Ziel ist es aber Body and Brain auch f\u00fcr Schul-Kinder, f\u00fcr Erwachsene und f\u00fcr Senioren anzubieten. Nat\u00fcrlich auch f\u00fcr Kinder mit Aufmerksamkeitsdefiziten oder anderen Problemen.<\/p>\n<h4>\u00a0Wuppertalerin wuchs mit zehn Geschwistern auf<\/h4>\n<p>Sie selbst stammt aus einer kinderreichen und musikalischen Familie (zehn Geschwister, von denen eines fr\u00fch stirbt), hat entscheidende Monate ihres Lebens in Australien verbracht, und auf die Frage, die ihr vor ein paar Jahren gestellt wurde, ob sie sich als \u201ebessere H\u00e4lfte\u201c ihres Mannes Uwe sehe, sagt sie: \u201eEr hat eine Seite, ich habe eine Seite, zusammen haben wir mehr.\u201c<\/p>\n<p>Der Apfel f\u00e4llt nicht weit vom Stamm: Mit acht Jahren hat sie schon Akkordeon gelernt, sp\u00e4ter Saxophon und Klavier \u2013 die Instrumente erwarb sie mit dem ersten eigenen Geld -, wieder sp\u00e4ter Keyboard und Orgel. Und da sie nun einmal musikalisch ist, hat sie in der Phase, als sie als Erzieherin arbeitete, Ausfl\u00fcge in die Musiktherapie unternommen.<\/p>\n<p>Aber der Reihe nach. Der erste Beruf, in dem sie sich ausbilden l\u00e4sst, hat mit Kuchen und Geb\u00e4ck zu tun. Zwei Jahre arbeitet die als Christine Schneider im April 1966 geborene Konditorin im Caf\u00e9 Kl\u00f6ppel. Dann weist ihr Lebenslauf eine einj\u00e4hrige Phase als selbst\u00e4ndige K\u00fcnstlerin beziehungsweise Musikerin aus. \u201eMusik bringt Menschen zusammen\u201c, lautet ihr Credo.<\/p>\n<div id=\"attachment_72967\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 360px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-72967 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG-20231115-WA0010.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"543\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Christine Flunkert von ihrerm Mann Uwe portraitiert &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Diese Erfahrung hat sie auch auf zwei mehrmonatigen Touren durch den f\u00fcnften Kontinent gemacht, als sie sich 2001\/2002 und 2003\/2004 dort als Stra\u00dfenmusikerin durchschlug, einer Band anschloss und vor mittlerweile 20 Jahren eine Musikschule er\u00f6ffnen wollte, sich aber dann dar\u00fcber klar wurde, dass sie \u201eder Liebe wegen\u201c ins Tal zur\u00fcckkehren m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Der Liebe wegen, hei\u00dft Uwe Flunkerts wegen, den wir demn\u00e4chst an dieser Stelle vorstellen werden. Ihn, den ehemaligen Betriebsleiter des Geb\u00e4udemanagements der Stadt Wuppertal und jetzigen Dozenten an der Privathochschule Fresenius in D\u00fcsseldorf, hat sie auf einer Halloweenparty und \u2013 kurz zuvor \u2013 an einem mit Freunden gemeinsam betriebenen Flohmarktstand kennengelernt.<\/p>\n<p>Liebe auf den ersten Ton: Auch der bekennende Fortuna-D\u00fcsseldorf-Fan h\u00f6rt gern Musik, kennt sich sogar in vielen Sparten aus, hat \u201eaber selbst, so komisch sich das anh\u00f6rt, keinerlei Rhythmus in den Beinen\u201c. Jedenfalls deutlich weniger als Christine.<\/p>\n<p>Wir greifen vor. Nach der Grundschule (Bornscheuerstra\u00dfe) und Hauptschule (H\u00fcgelsstra\u00dfe), die sie mit Sekundarstufe I\/Typ A verl\u00e4sst, geht sie zur Pflegevorschule in Velbert, einer Berufsfachschule f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Hauswirtschaft, die sie mit der Fachoberschulreife abschlie\u00dft.<\/p>\n<p>Als Pflegehelferin sammelt sie Erfahrungen in der \u201eStiftung Tannenhof\u201c, einer Nervenklinik in Remscheid, bevor sie \u2013 Erzieherin ist ihr zweiter erlernter Beruf \u2013 beim Elberfelder Erziehungsverein (EEV), dann in den Kinder- und Jugendgruppen der Stadt Wuppertal (Kiju) und in weiteren Tageseinrichtungen f\u00fcr Kinder andockt und verschiedene \u201eJobs\u201c macht, beispielsweise bei der \u201everl\u00e4sslichen Grundschule\u201c am Opphof.<\/p>\n<h4>CD von Kindern f\u00fcr Kinder<\/h4>\n<p>Sie arbeitete zum Beispiel am Oberen Grifflenberg in der \u201eB\u00e4rengruppe\u201c. In diesem Rahmen entstand eine CD mit Liedern von Kindern f\u00fcr Kinder.<\/p>\n<p>Auf Reisen in Deutschland, durch Europa oder in fremden Kontinenten lernt man, ist sie \u00fcberzeugt, die eigenen Bed\u00fcrfnisse, St\u00e4rken, aber auch Schw\u00e4chen besser kennen, als wenn man nur zu Hause hockt. Sich selbst schreibt sie einen starken Durchsetzungswillen zu, ferner ein \u201eHelfersyndrom\u201c und eine geh\u00f6rige Portion Neugier.<\/p>\n<p>Dabei kommen ihr die verschiedenen Ausbildungen und Vollzeit- und ehrenamtlichen Engagements zugute. So hat sie in australischen Familien, die \u00fcberhaupt keinen Quark kennen, K\u00e4sekuchen und \u2013 weiteres unerforschtes Gebiet \u2013 deutsches Brot gebacken. Die Musik wurde ja bereits erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Bei den \u201eWupperspatzen\u201c, einem Akkordeonorchester, hat sie von ihrem 13. bis zum 16. Lebensjahr mitgemacht. Daneben war oder ist sie in der Tanzband \u201eStop and go\u201c, einer Soulband oder einer Bigband zu h\u00f6ren. Soloauftritte hatte sie im Rahmen von \u201e24 Stunden Wuppertal live\u201c und bei Vernissagen.<\/p>\n<p>Gern denkt sie an eine gemeinsam mit einem Cellisten und einer Percussionistin gestalteten Performance im Von-der-Heydt-Museum zur\u00fcck. F\u00fcnf Jahre hat sie beim Ferienprojekt der Stadt Wuppertal und des \u201eCircus Casselly\u201c die Kinderband betreut.<\/p>\n<p>Bei Flunkerts gab es regelm\u00e4\u00dfig Hausmusik, zu der vielleicht 70 Leute das Wohnzimmer und \u2013 im Sommer \u2013 die Terrasse bev\u00f6lkerten. Zuletzt stand lateinamerikanische Musik auf dem Programm. Einmal im Jahr schaute Michael Fix herein, ein australischer Musiker mit deutschen Wurzeln, der den Besuch im Uellendahl mit einem Auftritt in der B\u00f6rse verband.<\/p>\n<div id=\"attachment_72970\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-72970\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/20231231_171423.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"547\" \/><span class=\"wp-caption-text\">In sich versunken: Christine Flunkerts Ehemann Uwe &#8211; \u00a9 ptivat<\/span><\/div>\n<p>Australien ist nicht der einzige Kontinent, den sie \u2013 seit der Heirat mit ihrem Mann gemeinsam \u2013 bereist hat. Gleich nebenan liegen die Fidschiinseln. \u201eWir sind immer unterwegs und waren schon in Afrika (Malawi, \u00c4gypten, Marokko), in S\u00fcdeuropa (Spanien, Malta, Frankreich), aber auch weiter n\u00f6rdlich im benachbarten Holland oder Irland, in Deutschland selbst M\u00fcnchen oder Berlin. Oft geht es nicht um Sightseeing, sondern Wandern oder Skifahren.\u201c<\/p>\n<p>Oder per Fahrrad von Wuppertal bis Ulm und zur\u00fcck, also rund 1.000 Kilometer. Auch die Strecke von Berlin bis Kopenhagen wurde schon mit dem Drahtesel bew\u00e4ltigt. Nicht zu vergessen, dass beide Motorrad fahren \u2013 im Bergischen, in Frankreich oder auf der ber\u00fchmten \u201eRoute 66\u201c in den USA. Den Jahreswechsel 2023\/2024 verbrachten die Flunkerts in New York.<\/p>\n<p>In ihrer Heimatstadt liebt sie das Luisenviertel und ausgedehnte Waldspazierg\u00e4nge im \u201egr\u00fcnen Wuppertal\u201c. Jeder Mensch, glaubt sie, hat es in einem gewissen Sinn selbst in der Hand, was er macht und was aus ihm wird. Wenn sie einen Wunsch frei h\u00e4tte, w\u00e4re es, \u201e\u00fcber ein paar Stunden mehr am Tag zu verf\u00fcgen\u201c.<\/p>\n<p><strong>Dr. Matthias Dohmen<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_72791\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 394px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-72791 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/517ZgeNwnmL.jpg\" alt=\"\" width=\"384\" height=\"599\" \/><span class=\"wp-caption-text\">&#8222;FRAUEN IM TAL&#8220; &#8211; Autor: Dr. Matthias Dohmen &#8211; Verlag Ralf Liebe &#8211; 116 Seiten &#8211; ISBN-10: 3944566750 &#8211; ISBN-13: 978-3944566757<\/span><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eUPDATE\u201c hei\u00dft unsere Serie, in der Dr. Matthias Dohmen, Journalist, Dozent und Historiker, Pers\u00f6nlichkeiten aus dem Bergischen Land vorstellt. Mit alten und neuen Texten. Mit Fotos und Dokumenten. Menschen, die ihm etwas bedeuten. Diesmal steht Christine Flunkert im Fokus.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-72944","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wuppertal"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-21 10:17:48","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72944","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=72944"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72944\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":72971,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72944\/revisions\/72971"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=72944"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=72944"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=72944"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}