{"id":71688,"date":"2024-01-10T13:43:10","date_gmt":"2024-01-10T12:43:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=71688"},"modified":"2024-01-10T13:43:10","modified_gmt":"2024-01-10T12:43:10","slug":"lena-lichterbeck-ein-jahr-auf-weltreise-ein-erstes-fazit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2024\/01\/10\/lena-lichterbeck-ein-jahr-auf-weltreise-ein-erstes-fazit\/","title":{"rendered":"Lena Lichterbeck: Ein Jahr auf Weltreise &#8211; ein erstes Fazit"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_71693\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1290px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-71693 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/img_20231222_110556-min.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"960\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Lena Lichterbeck und Jan Filipzik im Bus unterwegs zur Playa Esmeralda &#8211; \u00a9 reisen-ist.jetzt<\/span><\/div>\n<p>Kubanische Rhythmen dringen durch die ge\u00f6ffnete Schiebet\u00fcr an mein Ohr, begleitet von einer leichten sommerlichen Brise. Ich habe es mir auf dem Bett bequem gemacht und nach langer Zeit schreibe ich mal wieder einen Blogbeitrag.<\/p>\n<p>Waren sonst genau diese Artikel ein gutes Mittel f\u00fcr mich zum Reflektieren unserer Erlebnisse, habe ich zuletzt intensiv die Tage zwischen den Jahren genutzt, um mal wieder innezuhalten und \u00fcber die vergangenen Wochen und Monate nachzudenken.<\/p>\n<p>Genau zw\u00f6lf Monate sind vergangen, seitdem wir am 3. Januar 2023 in das Flugzeug Richtung Malaysia gestiegen sind \u2013 unglaublich. Doch bevor ich ein kleines Fazit dieser Zeit ziehe, kn\u00fcpfe ich nochmal kurz dort an, wo Jan zuletzt aufgeh\u00f6rt hat:<\/p>\n<p>Von der kleinen Stadt Santa Clara hat es uns mit dem Nachtbus weitergezogen nach Osten. In die viertgr\u00f6\u00dfte Stadt Kubas, nach Camag\u00fcey. Im 16. Jahrhundert an der Nordk\u00fcste gegr\u00fcndet, wurde sie insgesamt zweimal weiter ins Landesinnere verlegt, um den immer wiederkehrenden Piraten\u00fcberf\u00e4llen ein Ende zu bereiten.<\/p>\n<h4>In Lenas &amp; Jans Reiseblog \u201ereisen-ist.jetzt \u2013 Unterwegs ist da,\u00a0wo wir sind\u201c finden Sie noch viel mehr Fotos, Infos und Impressionen:<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/reisen-ist.jetzt\">https:\/\/reisen-ist.jetzt<\/a><\/p>\n<p>Aus dieser Zeit stammt auch ein Merkmal, das Camag\u00fcey besonders macht: ihre Altstadt mit den verwinkelten und verschachtelten Stra\u00dfen und Gassen, die keinem Muster zu folgen scheinen und ganz sch\u00f6n verwirrend sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Genau aus diesem Grund \u2013 um Piraten bei einem erneuten \u00dcberfall die Orientierung zu erschweren \u2013 wurde die Altstadt in ihrer ungew\u00f6hnlichen Art angelegt. Auch wenn heute nichts mehr von Piraten und Angriffen zu sehen ist, macht diese Stadtplanung den Charme des Ortes aus und weckt den Entdeckergeist bei uns Besuchern. Herumschlendern, sich \u00fcberraschen lassen, was hinter der n\u00e4chsten Ecke zu finden ist und alles in gem\u00e4chlichem Tempo auf sich wirken lassen.<\/p>\n<div id=\"attachment_71694\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-71694 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/img_20231218_132327-min.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"600\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Impressionen der kubanischen Stadt Camaguey &#8211; \u00a9 reisen-ist.jetzt<\/span><\/div>\n<p>So kommen wir auf unseren Touren durch die Altstadt beim morgendlichen Kaffee und Doughnut mit einem jungen Kellner ins Gespr\u00e4ch, der sich f\u00fcr unsere Tattoos interessiert und verstehen m\u00f6chte, wie in Deutschland die Preise daf\u00fcr berechnet werden.<\/p>\n<p>Das Konzept eines Stundensatzes scheint ihm fremd zu sein, da in Kuba allein die Gr\u00f6\u00dfe des Kunstwerks ausschlaggebend f\u00fcr den Preis ist. Wer wei\u00df, vielleicht konnten wir ihm so f\u00fcr seine zahlreichen anderen Jobs, denen er neben dem Kellnern noch so nachgeht, einen hilfreichen Tipp geben.<\/p>\n<p>Insgesamt sind die Einheimischen auch hier wahnsinnig freundlich und sehr daran interessiert, mit uns ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Nat\u00fcrlich h\u00e4ufig gepaart mit dem Ziel, ein kleines Gesch\u00e4ft mit uns zu machen \u2013 zum Beispiel werden uns h\u00e4ufig selbstgemalte Bilder und Zigarren angeboten \u2013 doch auch hier \u00fcberwiegt definitiv die Freundlichkeit der Menschen.<\/p>\n<p>Und so schenkt ein junger Verk\u00e4ufer Jan kurzerhand eine Zigarre seiner Hausmarke, einfach weil er nett sein m\u00f6chte. Wieder mal ein Moment auf dieser Reise, der mich innehalten l\u00e4sst und den ich mir in Deutschland so nicht vorstellen k\u00f6nnte.<\/p>\n<div id=\"attachment_71700\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-71700 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/img_20231218_120017-min.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"600\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Denkmal von Ignacio Agramonte &#8211; Held im Unabh\u00e4ngigkeitskrieg gegen Spanien &#8211; in Camaguey &#8211; \u00a9 reisen-ist.jetzt<\/span><\/div>\n<p>Zum Ende unserer Tage in Camag\u00fcey sitzen wir in einem Caf\u00e9 in der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone \u2013 die es hier \u00fcberraschenderweise gibt und uns mit ihren zahlreichen Schuh-, Kleidungs- und Schmuckl\u00e4den ein kleines bisschen an Europa erinnert \u2013 als uns ein Einheimischer im mittleren Alter anspricht.<\/p>\n<p>Vom Nebentisch aus hat er geh\u00f6rt, dass wir Deutsch sprechen. Es stellt sich heraus, dass seine Freundin in \u00d6sterreich lebt und er seit vier Monaten auf eigene Faust versucht Deutsch zu lernen. Kaum sind wir ins Gespr\u00e4ch gekommen, liegt auch schon sein Notizheft auf dem Tisch.<\/p>\n<p>Daniel fragt uns, wie bestimmte Tiere, Farben und K\u00f6rperteile auf Deutsch hei\u00dfen und ausgesprochen werden. Alles wird gewissenhaft notiert. Ich bin beeindruckt von ihm und dass er sich trotz aller H\u00fcrden, nicht davon abhalten l\u00e4sst, Deutsch zu lernen.<\/p>\n<p>Er verr\u00e4t mir, dass ein Freund ihm von einer Sprachlern-App erz\u00e4hlt hat, die er hofft, bald nutzen zu k\u00f6nnen \u2013 aktuell fehlt ihm leider daf\u00fcr noch ein Smartphone. Gerne h\u00e4tten wir uns nochmal mit Daniel getroffen und ihm weiter beim Deutschlernen geholfen, doch am n\u00e4chsten Tag reisen wir schon weiter mit dem Bus in den n\u00e4chsten Ort.<\/p>\n<div id=\"attachment_71696\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-71696 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/img_20231219_133343-min.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"600\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Holgu\u00edn &#8211; eine buchst\u00e4blich farbige Stadt &#8211; \u00a9 reisen-ist.jetzt<\/span><\/div>\n<p>Wieder geht es f\u00fcr uns ein ganzes St\u00fcck weiter Richtung Osten auf unserem Weg an die Playa Esmeralda, wo wir Weihnachten und Silvester verbringen werden. Unser Ziel f\u00fcr eine \u00dcbernachtung ist Holgu\u00edn und zun\u00e4chst scheint auch alles nach Plan zu laufen. Nach einer sehr kurzen Nacht f\u00fcr uns, f\u00e4hrt der Bus mehr oder weniger p\u00fcnktlich ab \u2013 was man hier nicht allzu genau nehmen darf \u2013 und kommt gut voran.<\/p>\n<p>Bis er irgendwann wenig vertrauenserweckende Ger\u00e4usche von sich gibt und schon bald dunkelgraue Wolken zusammen mit dem Geruch von verbranntem Gummi aus dem Motorraum steigen. So stehen wir erst einmal am Stra\u00dfenrand und warten. Warten, dass etwas passiert oder uns jemand informiert, ob und wie es weitergeht.<\/p>\n<p>Nach einer gef\u00fchlten Ewigkeit wird uns und auch den letzten Mitreisenden ganz hinten im Bus klar, dass mit diesem Gef\u00e4hrt heute nichts mehr geht. Nicht, dass uns der Busfahrer dar\u00fcber informiert h\u00e4tte. Der hat schon lange seinen Platz verlassen und sitzt entspannt am Stra\u00dfenrand im Schatten eines Baumes.<\/p>\n<p>Erstaunlich dabei ist, dass ausnahmslos alle Fahrg\u00e4ste komplett ruhig bleiben und niemand eine Erkl\u00e4rung verlangt. In anderen L\u00e4ndern wohl undenkbar.<\/p>\n<div id=\"attachment_71701\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-71701 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/img_20240102_084601-min.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"415\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die attraktive All-inclusive-Anlage am wundersch\u00f6nen Karibik-Strand Playa Esmeralda &#8211; \u00a9 reisen-ist.jetzt<\/span><\/div>\n<p>Nach insgesamt viereinhalb Stunden Warten, taucht dann tats\u00e4chlich noch ein Ersatzbus auf, der uns die letzten 60 Kilometer ans Ziel bringt. Wie so h\u00e4ufig auf dieser Reise zeigt sich mal wieder, einfach ruhig bleiben und Vertrauen haben. Irgendwie geht es schon weiter.<\/p>\n<p>Holgu\u00edn selbst ist eine h\u00fcbsche, kleine Stadt mit \u00fcberraschend viel Leben. Auch wenn wir uns aufgrund fehlender Zeit nicht viel anschauen, gef\u00e4llt uns das Flair auf Anhieb. F\u00fcr den Tag steht noch eine letzte wichtige Aufgabe auf unserer Liste: eine neue Touristen-SIM-Karte f\u00fcr die n\u00e4chsten 30 Tage beim lokalen Telefonanbieter bekommen.<\/p>\n<p>Klingt einfach, kann aber in Kuba eine Herausforderung sein, da in vielen Shops die SIM-Karten ausverkauft sind, wie wir bereits in Camag\u00fcey feststellen mussten. Mit einem Mischmasch aus Spanisch und Englisch, sind wir am Ende aber erfolgreich und nutzen unsere letzte Energie f\u00fcr ein kaltes Getr\u00e4nk auf dem Marktplatz und ein fr\u00fches Abendessen, bevor wir ziemlich k.o. ins Bett fallen.<\/p>\n<p>Auf den folgenden Tag haben wir uns schon seit Wochen wirklich sehr gefreut. Wir merken, dass unsere Batterien ziemlich leer sind und wir eine echte Auszeit brauchen. Kein Organisieren, kein in Bussen sitzen und kein sich schon wieder in einer neuen Stadt orientieren m\u00fcssen \u2013 einfach mal nur Urlaub machen und die Beine hochlegen. Aus diesem Grund haben wir uns in einem All-Inclusive Resort bis ins neue Jahr hinein eingebucht.<\/p>\n<div id=\"attachment_71702\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-71702 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/img_20240103_142317-min.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"480\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Wei\u00dfer Sand und Wasserport an der Playa Esmeralda &#8211; \u00a9 reisen-ist.jetzt<\/span><\/div>\n<p>Die letzte Etappe von Holgu\u00edn an die Playa Esmeralda hat es aber nochmal in sich: ab ins Moto-Taxi, das uns zum Taxistand (ein Schotterplatz, auf dem Kleinlaster und ein paar Taxis unsortiert herumstehen) bringt.<\/p>\n<p>Rein in den umgebauten und voll besetzten Pritschenwagen, der als Gro\u00dfraumtaxi fungiert und uns nach einer Stunde Fahrt an der Abzweigung zu unserem Hotel absetzt. \u00a0Von hier legen wir die letzten gut zwei Kilometer zu Fu\u00df zur\u00fcck, bevor wir tats\u00e4chlich endlich an unserem Ziel ankommen.<\/p>\n<p>Ab hier beginnt unser Urlaub und wir schalten ab, tauchen ein in unsere kleine Bubble, die nat\u00fcrlich \u00fcberhaupt nichts mit dem echten Kuba zu tun hat und genie\u00dfen es nichts tun zu m\u00fcssen, mal keinen Wecker zu stellen, direkt vor der T\u00fcr ins Fitnessstudio gehen zu k\u00f6nnen und es nur wenige Meter bis zum Strand und zum t\u00fcrkisblauen Meer zu haben.<\/p>\n<p>Einfach herrlich, auch wenn das Wetter an einigen Tagen leider so gar nicht mitspielt und sich Sturzb\u00e4che auf die Anlage ergie\u00dfen, was f\u00fcr diese Jahreszeit mehr als untypisch ist. Ein Grund mehr die Zeit zu nutzen, das Jahr Weltreise Revue passieren zu lassen, unsere Bilder nochmal durchzugehen und meine pers\u00f6nlichen Highlights festzuhalten.<\/p>\n<p>Dabei f\u00e4llt mir wieder einmal auf, wie unglaublich viel wir in den letzten zw\u00f6lf Monaten erlebt haben und ich bin gleichzeitig ein wenig erschrocken, was ich davon schon wieder alles vergessen habe.<\/p>\n<div id=\"attachment_71697\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-71697 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/img_20231229_140709-min.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"415\" \/><span class=\"wp-caption-text\">In diesem Resort l\u00e4sst es sich aushalten &#8211; \u00a9 reisen-ist.jetzt<\/span><\/div>\n<p>Damit sind auch schon zwei wesentliche Punkte meines ganz pers\u00f6nlichen Fazits angesprochen:<\/p>\n<p>Pausen und Auszeiten einplanen bei einer so langen Reise ist wahnsinnig wichtig, um wieder Energie zu tanken und sich auf das n\u00e4chste Abenteuer zu freuen. Meine Hoffnung und Vorstellung, dass wir uns auf einer Weltreise in einem nicht enden wollenden Urlaub befinden, war schlicht falsch.<\/p>\n<p>Reisen (also wirklich in ein Land und seine Kultur eintauchen) ist einfach kein Urlaub und kann teilweise genauso anstrengend und stressig sein, wie ein Job. Ich habe den Aufwand f\u00fcr Planen, Recherchieren und Organisieren wirklich untersch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Dazu kamen dann noch erm\u00fcdende Passagen, in denen wir zum Beispiel immer wieder f\u00fcr viele, viele Stunden in klapprigen Nachtbussen gesessen, kaum geschlafen oder nicht l\u00e4nger als ein, zwei N\u00e4chte an einem Ort geschlafen haben und uns permanent an irgendwelchen neuen Orten orientieren mussten. Da sind die Batterien irgendwann einfach leer.<\/p>\n<p>Es kommt nicht darauf an, jeden sch\u00f6nen Platz, Tempel oder Ort besucht und gesehen zu haben, weil wir uns am Ende ohnehin an vieles gar nicht erinnern k\u00f6nnen (Fotos helfen nat\u00fcrlich ungemein). Wir haben gelernt lieber etwas Tempo rauszunehmen und uns wirklich Zeit f\u00fcr die wenigen Orte zu nehmen, die wir besuchen. Mit Ruhe und Aufmerksamkeit alles auf sich wirken zu lassen, ist viel sch\u00f6ner als von einer Sehensw\u00fcrdigkeit zur n\u00e4chsten zu hetzen.<\/p>\n<div id=\"attachment_71707\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-71707 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/img_20231225_112535-min-2.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"419\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der Traumstrand im Ferienparadies Playa Esmeralda &#8211; \u00a9 reisen-ist.jetzt<\/span><\/div>\n<p>F\u00fcr mich ist es sehr wichtig geworden, mir immer mal wieder bewusst Zeit zum Reflektieren zu nehmen, damit ich die Erlebnisse \u00fcberhaupt verarbeiten, f\u00fcr mich sortieren und meine Schl\u00fcsse daraus ziehen kann. Am Ende sind eben die gewonnenen Erkenntnisse, das, was wirklich \u00fcbrigbleibt und der wahre Gewinn dieser Reise, da ich sie in mein weiteres Leben mitnehmen werde.<\/p>\n<p>Reisen ist f\u00fcr mich das Sch\u00f6nste und Bereicherndste, was man machen kann. Meiner Meinung nach, sollte einfach jeder reisen, der die M\u00f6glichkeit dazu hat, denn es erweitert den eigenen Horizont, man legt Vorurteile ab \u2013 die wir zweifellos alle irgendwie haben \u2013 und lernt Offenheit, Flexibilit\u00e4t und Gelassenheit. Ja, es gibt immer und f\u00fcr alles irgendeine L\u00f6sung.<\/p>\n<p>Die Weltreise hat mir Sicherheit und noch mehr Selbstbewusstsein gegeben, denn ich wei\u00df (in meinem Fall sp\u00e4testens nach Indien), dass ich \u00fcberall zurechtkommen werde und mich nichts so schnell mehr schocken kann.<\/p>\n<p>Uns hat die Reise bisher gezeigt, dass die meisten Menschen nett, hilfsbereit und interessiert sind, wenn man ihnen selbst freundlich und mit Respekt begegnet. F\u00fcr uns ist der Austausch mit Menschen aus anderen Kulturen ungemein wertvoll, weil er Br\u00fccken baut und echtes gegenseitiges Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Lebensrealit\u00e4t des anderen schafft.<\/p>\n<p>Was uns bereits auf der Deutschlandtour klar geworden ist, sich aber nochmal auf der Weltreise sehr best\u00e4tigt hat, ist wie wenig wir tats\u00e4chlich zum Leben brauchen. Auch wenn ich mich schon jetzt auf die eine oder andere Annehmlichkeit in Deutschland freue, wei\u00df ich, dass ich nicht wieder so viel Zeug anh\u00e4ufen m\u00f6chte, wie wir vor unserer Abreise in unserer Wohnung hatten und viel bewusster konsumieren m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Irgendwann verfliegt die erste Euphorie, egal wie toll es ist, was man gerade macht. Und ich bin in ein kleines Loch gefallen als genau das passiert ist. Pl\u00f6tzlich hatte sich eine Art Alltag bei uns eingestellt und es war normal, unterwegs zu sein. Dass das nach einigen Monaten zwangsl\u00e4ufig passiert, war mir zwar vorher klar, aber es hat sich trotzdem in dem Moment \u00fcberhaupt nicht gut angef\u00fchlt.<\/p>\n<div id=\"attachment_71698\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-71698 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/img_20231231_203532-min.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"600\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Lena und Jan geniessen die Tage und Abende an der Playa Esmeralda &#8211; \u00a9 reisen-ist.jetzt<\/span><\/div>\n<p>Ich habe gelernt, dass es Momente und Phasen gibt, in denen man sehr gerne zu Hause sein m\u00f6chte und sich unterwegs wirklich einsam f\u00fchlt, gerade wenn Freunde und Familie so weit weg sind. Das ist aber auch vollkommen in Ordnung, geh\u00f6rt dazu und l\u00e4sst die Vorfreude umso mehr darauf steigen, sich wiederzusehen.<\/p>\n<p>24\/7 zusammen sein ist nicht immer leicht und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir es nicht so lange und eng miteinander ausgehalten h\u00e4tten, wenn wir nicht auch beste Freunde w\u00e4ren. Aber selbst als beste Freunde ist bei so viel gemeinsamer Zeit nicht immer alles nur toll, sondern es gibt zwangsl\u00e4ufig auch mal Streit.<\/p>\n<p>Das letzte Jahr hat uns als Paar vor neue Herausforderungen gestellt und uns Seiten an unserer Beziehung gezeigt, die wir bisher noch nicht kannten. Gemeinsam, aber auch als Individuen konnten wir dadurch weiter wachsen und auch wenn dieser Prozess manchmal echt weh getan hat und teilweise harte Arbeit war, bin ich unglaublich dankbar daf\u00fcr, weil ich wei\u00df, dass wir jetzt ein noch tieferes Verst\u00e4ndnis f\u00fcreinander und eine noch stabilere Basis f\u00fcr die Zukunft haben.<\/p>\n<p>Was alles in so einem Jahr steckt \u2013 Erlebnisse, Erkenntnisse, Begegnungen \u2013 ist schon Wahnsinn und zeigt mir wieder, was f\u00fcr ein einmaliges Erlebnis so eine Weltreise ist. Aber nach so viel Reflektieren und Gedanken sortieren, wird es jetzt auch wieder Zeit abzuschalten und die letzten Tage im Resort zu genie\u00dfen, bevor wir Kuba weiter erkunden.<\/p>\n<p><strong>Lena Lichterbeck<\/strong><\/p>\n<p>07. Januar 2024<\/p>\n<h4>In Lenas &amp; Jans Reiseblog \u201ereisen-ist.jetzt \u2013 Unterwegs ist da,\u00a0wo wir sind\u201c finden Sie noch viel mehr Fotos, Infos und Impressionen:<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/reisen-ist.jetzt\">https:\/\/reisen-ist.jetzt<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie sind auf dem Weg, sich ihren grossen Traum zu erf\u00fcllen &#8211; die Unternehmensberaterin Lena Lichterbeck und der Berater Jan Filipzik, Ex-Chefredakteur des Wuppertaler Magazins &#8222;talw\u00e4rts&#8220;. Die beiden haben ihre gemeinsame Wohnung aufgegeben und sind unterwegs auf gro\u00dfer Weltreise. Dabei begleiten wir Lena und Jan. Gehen SIE mit auf gro\u00dfe Reise &#8211; wenn SIE m\u00f6gen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25],"tags":[],"class_list":["post-71688","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lifestyle"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-05 17:06:42","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71688","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71688"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71688\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":71711,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71688\/revisions\/71711"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71688"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71688"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71688"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}