{"id":71124,"date":"2023-12-13T20:36:11","date_gmt":"2023-12-13T19:36:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=71124"},"modified":"2023-12-21T14:42:39","modified_gmt":"2023-12-21T13:42:39","slug":"pina-bausch-zentrum-new-yorker-architekturbuero-erhaelt-zuschlag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2023\/12\/13\/pina-bausch-zentrum-new-yorker-architekturbuero-erhaelt-zuschlag\/","title":{"rendered":"Pina Bausch Zentrum: New Yorker Architekturb\u00fcro\u00a0erh\u00e4lt Zuschlag"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_71126\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-71126\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2007_Persp_Str-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1669\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dieser Entwurf des Architekturb\u00fcros Diller Scofidio + Renfro aus New York belegte den ersten Platz \u2013 \u00a9 Stadt Wuppertal<\/span><\/div>\n<p>Im Sommer hat ein Preisgericht den internationalen Planungswettbewerb zum Pina Bausch Zentrum entschieden. Auf den ersten Platz w\u00e4hlte das Gremium unter dem Vorsitz der Architektin Jo\u0301runn Ragnarsdo\u0301ttir (Stuttgart) den Entwurf des Architekturb\u00fcros &#8222;Diller Scofidio + Renfro&#8220; aus New York.<\/p>\n<p>Das Pina Bausch Zentrum entsteht als internationaler Kunst- und Kulturort im denkmalgesch\u00fctzten Wuppertaler Schauspielhaus von Prof. Gerhard Graubner und einem flexiblen Neubau. Beide sollen durch einen attraktiven Bauk\u00f6rper neu zu einem Ganzen verbunden werden.<\/p>\n<p>Mit dem Zentrum soll eine neue interdisziplin\u00e4re Kunst- und Kulturinstitution geschaffen werden, die lokal wie international wirken, einen starken architektonischen und stadtentwicklungspolitischen Impuls setzen soll. Perspektivisch wird der gesamte Bereich zwischen D\u00f6ppersberg und Haspel-H\u00e4usern und auch noch die Hofaue neu gestaltet.<\/p>\n<div id=\"attachment_33776\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 547px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-33776\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/1b78a8404967d0a62a4f6bbe6a751671-2.jpg\" alt=\"\" width=\"537\" height=\"374\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Schauspielhaus mit Werbung des Tanztheaters Pina Bausch &#8211; \u00a9 Paul Coon<\/span><\/div>\n<p>Mit &#8222;Diller Scofidio + Renfro&#8220; ging der erste Preis an eines der weltweit f\u00fchrenden Architekturb\u00fcros f\u00fcr Kulturbauten. Das New Yorker B\u00fcro sieht einen Glasriegel aus recyceltem Stahl und Holz mit variablen Arbeitsr\u00e4umen, Innen- und Au\u00dfenb\u00fchnen sowie Begr\u00fcnung f\u00fcr das Pina Bausch Zentrum vor. Es soll zudem ein Best-Pratice-Beispiel in Sachen Nachhaltigkeit durch Materialkreisl\u00e4ufe, Solarenergie, eine klimaaktive Fassade und Entsiegelung der Au\u00dfenfl\u00e4chen geschaffen werden. A<\/p>\n<p>ls Referenzen kann das B\u00fcro die Renovierung und Erweiterung f\u00fcr das Museum of Modern Art (MoMA), des Lincoln Center for the Performing Arts, die Umnutzung einer stillgelegten G\u00fcterbahnlinie in Manhattan in einen Hochpark sowie Museumsbauten in New York, Los Angeles, Boston und China vorweisen.<\/p>\n<p>Der zweite Platz im Wettbewerb ging an das B\u00fcro Hascher Jehle Design GmbH aus Berlin und der dritte an Auer Weber Assoziierte GmbH aus M\u00fcnchen. Am Wettbewerb beteiligt waren unter anderem Architekturb\u00fcros wie ALA Architects, Helsinki (Finnland), MVRDV, Rotterdam (Niederlande), Staab Architekten GmbH, Berlin, oder Zaha Hadid Architects, London (GB).<\/p>\n<div id=\"attachment_55907\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 665px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-55907\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Grab-Pina-Bausch-Waldfriedhof-Krummacherstrasse-2-2.jpg\" alt=\"\" width=\"655\" height=\"436\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Grab der weltber\u00fchmten Choreografin Pina Bausch auf dem Waldfriedhof &#8211; \u00a9 Paul Coon<\/span><\/div>\n<p>Unterst\u00fctzt wird das Architekturb\u00fcro &#8222;Diller Scofidio + Renfro&#8220; durch Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten aus M\u00fcnchen und das Architekturb\u00fcro &#8222;h+P Objektplanung&#8220; aus Aachen als lokales Architekturb\u00fcro f\u00fcr die Objekt- und Innenraumplanung und die Gestaltung von Freianlagen.<\/p>\n<p>Bauherrin ist die Stadt, vertreten durch ihr Geb\u00e4udemanagement. Der Bund f\u00f6rdert das Vorhaben mit rund 40 Millionen Euro, kofinanziert von Stadt und Land. Stadt und Land haben sich 2019 im Rahmen des Durchf\u00fchrungsbeschlusses darauf verst\u00e4ndigt, dass sie gemeinsam Gesellschafter der Tr\u00e4ger- und Betriebs GmbH des zuk\u00fcnftigen Pina Bausch Zentrums werden und gemeinsam die Betriebskosten tragen.<\/p>\n<p>Das Pina Bausch Zentrum wird Raum schaffen f\u00fcr das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, die Pina Bausch Foundation und das Archiv, f\u00fcr internationale sparten\u00fcbergreifende Produktionen und Projekte zur gesellschaftlichen Partizipation. Unter der neuen k\u00fcnstlerischen Leitung von Boris Charmatz werden die Arbeit am Repertoire und die Entwicklung neuer Werke die k\u00fcnstlerische Basis des Pina Bausch Zentrums bilden.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit der Pina Bausch Foundation unter der Leitung von Salomon Bausch soll das Werk erfahrbar bleiben, an junge Generationen und an Tanzkompanien in der ganzen Welt weitergegeben werden. Im Zentrum von Wuppertal-Elberfeld soll damit auf der Kulturinsel ein ganztags offener, lebendiger, kreativer Ort fu\u0308r Kunst, f\u00fcr die kulturelle Bildung und soziale Begegnung entstehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_59385\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 662px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-59385\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/3bb38bd7e29602c5fa8b6d8991b9f1ba-2.jpeg\" alt=\"\" width=\"652\" height=\"425\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Oberb\u00fcrgermeister Dr. Uwe Schneidewind &#8211; \u00a9 Stadt Wuppertal<\/span><\/div>\n<p>Die Ministerin f\u00fcr Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Ina Brandes, war Mitglied des Preisgerichtes und sagt zu der Entscheidung: \u201eDie Architektur von &#8218;Diller Scofidio + Renfro&#8216; ist interdisziplin\u00e4r und stellt die Belange der Nutzung ins Zentrum. Das Pina Bausch Zentrum ist der erste Bau des weltweit agierenden B\u00fcros in Deutschland. Die Architekten haben zentrale Aufgaben in der Ausschreibung des Wettbewerbs ausgezeichnet gel\u00f6st, lokale Verankerung und internationale Wirkung verbunden. Dazu z\u00e4hlten insbesondere die \u00d6ffnung des Geb\u00e4udes, die Schaffung von Aufenthaltsqualit\u00e4t zur Wupper hin und eine einladende Geste der auch tags\u00fcber ge\u00f6ffneten Foyers. Denn das Pina Bausch Zentrum soll ein Raum f\u00fcr Alle werden. Weltspitze im Tanz verbindet sich so mit der Weltspitze in der Architektur. Pina Bauschs Werk ist f\u00fcr Nordrhein-Westfalen und Deutschland einzigartig. Sie hat immer wieder Neues gewagt und unterschiedliche Disziplinen zusammengebracht. Die Architektur von &#8218;Diller Scofidio + Renfro&#8216; ist genauso offen f\u00fcr die Menschen und neue Ideen. Wir als Land unterst\u00fctzen Stadt und Bund bei dem Vorhaben, das f\u00fcr die Kultur in Nordrhein-Westfalen von ganz besonderer Bedeutung ist!\u201c<\/p>\n<p>Elzabeth Diller, &#8222;Diller Scofido + Renfro&#8220;: \u201eIch freue mich sehr, dass DS+R f\u00fcr dieses Projekt ausgew\u00e4hlt wurde. Es ist auch pers\u00f6nlich lohnend, da Pina Bausch in meinen pr\u00e4genden Jahren einen gro\u00dfen Einfluss hatte; sie war eine der wenigen genre\u00fcbergreifenden K\u00fcnstlerinnen mit einer starken soziokulturellen Dimension. Das neue Pina Bausch Centre ist inspiriert von ihrem radikalen Ethos und der bahnbrechenden F\u00fchrung und Choreografie von Boris Charmatz der n\u00e4chsten Generation. Das Zentrum wird ein demokratischer Ort sein, an dem sich Stadt und B\u00fchne kreuzen. Es wird ein Werkzeugkasten f\u00fcr K\u00fcnstler sein, den sie in Echtzeit und in einer Zukunft nutzen k\u00f6nnen, die wir nicht vorhersehen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Architektin und Vorsitzende des Preisgerichts Jo\u0301runn Ragnarsdo\u0301ttir unterstreicht die Bedeutung der Entscheidung: \u201eIch freue mich sehr, dass die Stadt nun die Vergabe abgeschlossen hat und dem Votum des Preisgerichts gefolgt ist. F\u00fcr eine Kunst der Zukunft brauchen wir auch eine Architektur der Zukunft, die dieser Raum gibt. Diller Scofidio + Renfro haben mit einigen der wichtigsten Bauvorhaben in der Kunst bewiesen, dass sie die Form sehr stark aus der innovativen Nutzung heraus denken. Es hat sich bew\u00e4hrt, dass Stadt und Land gemeinsam mit den Nutzern \u2013 Tanztheater und Pina Bausch Foundation \u2013 die konkrete Utopie ebenso wie die Raumanforderungen in Workshops gut vorbereitet haben.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_45331\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-45331\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Print_M-Nocke_hoch-2.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"540\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dezernent Matthias Nocke &#8211; \u00a9 Stadt Wuppertal<\/span><\/div>\n<p>Oberb\u00fcrgermeister Prof. Dr. Uwe Schneidewind betonte die Bedeutung des Projektes f\u00fcr die Stadt: \u201eBund und Land geben mit der F\u00f6rderung des Pina Bausch Zentrums einen starken Impuls. Unsere St\u00e4dte brauchen Zukunftsprojekte. Aus Sicht des Preisgerichts schafft das B\u00fcro Diller Scofidio + Renfro einen Ort, der sich umfassend zur Stadtgesellschaft \u00f6ffnet, k\u00fcnstlerische Arbeitsprozesse, eine umfassende Teilhabe und Diversit\u00e4t erm\u00f6glicht.\u201c<\/p>\n<p>Kulturdezernent Matthias Nocke macht die Bedeutung des gelebten kulturellen Erbes f\u00fcr die Stadt deutlich: \u201ePina Bausch hat Wuppertal mit der Welt verbunden. Das Ensemble gastiert mit ungebrochenem Erfolg international, allein 2023 zum Beispiel in Montreal, Ottawa, New York, Paris, Mulhouse, Istanbul, Lyon und Lille. Die Theater sind ausverkauft, Standing Ovations und eine gro\u00dfe Begeisterung des Publikums zeigen immer wieder, wie zeitgen\u00f6ssisch die Werke bleiben. Konkret, hier bei uns in Wuppertal, wird die Weiterentwicklung des alten denkmalgesch\u00fctzten Schauspielhauses zum Pina Bausch Zentrum im Wupperbogen die st\u00e4dtebauliche Entwicklung zwischen Elberfeld und Unterbarmen befl\u00fcgeln und bedeutet f\u00fcr die Bandstadt eine neue Urbanit\u00e4t.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Architekturb\u00fcro &#8222;Diller Scofido + Renfro&#8220; aus New York wird das Pina Bausch Zentrum bauen. Das ist das Ergebnis des europ\u00e4ischen Verhandlungsverfahrens, mit dem der Rat der Stadt die Verwaltung beauftragt hatte. Jetzt kann die Beauftragung erfolgen und die konkrete Planung starten.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-71124","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-29 13:09:32","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71124","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71124"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71124\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":71128,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71124\/revisions\/71128"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71124"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71124"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71124"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}