{"id":70962,"date":"2023-12-12T17:03:32","date_gmt":"2023-12-12T16:03:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=70962"},"modified":"2023-12-12T17:03:32","modified_gmt":"2023-12-12T16:03:32","slug":"batterien-immer-aufladen-wenn-man-wach-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2023\/12\/12\/batterien-immer-aufladen-wenn-man-wach-ist\/","title":{"rendered":"&#8222;Batterien immer aufladen, wenn man wach ist&#8220;"},"content":{"rendered":"<div class=\"textimage block buw-block\">\n<div class=\"ti-body\">\n<div id=\"attachment_70965\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 840px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-70965 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/csm_Foto_Goertz_Presse___2__359f6a07d8.jpg\" alt=\"\" width=\"830\" height=\"576\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr. Roland Goertz vom Lehrstuhl f\u00fcr Chemische Sicherheit und Abwehrenden Brandschutz &#8211; \u00a9 UniService Transfer<\/span><\/div>\n<p>Autor Uwe Blass hat sich im Rahmen der beliebten Uni-Reihe &#8222;Transfergeschichten&#8220; mit Prof. Dr. Roland Goertz vom Lehrstuhl f\u00fcr Chemische Sicherheit und Abwehrenden Brandschutz \u00fcber das aktuelle Thema &#8217;sicherer Umgang mit wiederaufladbaren Lithiumbatterien und professioneller Hilfe im Brandfall&#8216; unterhalten.<\/p>\n<p>Prof. Dr. Roland Goertz leitet den Lehrstuhl f\u00fcr Chemische Sicherheit und Abwehrenden Brandschutz an der Bergischen Universit\u00e4t und besch\u00e4ftigt sich seit Jahren mit diesem Ph\u00e4nomen. \u201eMan kann mit Lithiumbatterien gut und sicher umgehen\u201c, sagt der versierte Wissenschaftler.<\/p>\n<div id=\"attachment_44822\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 440px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-44822\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Logo-Transfergeschichten.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"138\" \/><span class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bergische Universit\u00e4t<\/span><\/div>\n<p>Durch seine langj\u00e4hrige Erfahrung als Leiter zweier Berufsfeuerwehren kennt er die unterschiedlichsten Brandgefahren ganz genau, leitet dazu diverse Projekte an der Hochschule, h\u00e4lt international Vortr\u00e4ge und wird als gesch\u00e4tzter Gutachter bei aktuellen Brandkatastrophenlagen zu Rate gezogen.<\/p>\n<h4>Lithium in prim\u00e4ren und sekund\u00e4ren Batterien<\/h4>\n<p><strong>\u201e<\/strong>Das Wort Lithium kommt vom griechischen Lithos und bedeutet: der Stein\u201c, erkl\u00e4rt Goertz vorweg. \u201eEs ist das drittkleinste Element im Periodensystem und im Universum. In der Entstehungsgeschichte der Elemente des Universums ist es eines der \u00e4ltesten Elemente, die wir haben.\u201c<\/p>\n<p>Da es auch gleichzeitig das leichteste Metall von allen ist, finden wir es heute in vielen Batterien. Doch das chemische Element kommt sowohl in prim\u00e4ren als auch als sekund\u00e4ren Lithiumbatterien vor, und das ist wichtig zu wissen, denn die prim\u00e4ren Batterien lassen sich nicht wieder aufladen.<\/p>\n<\/div>\n<p>\u201eDurch die Anglisierung \u2013 im englischen gibt es nur den Begriff \u00b4battery`- sagt man heute in allen F\u00e4llen Batterie, meint aber bei den Lithium-Ionenbatterien die Akkumulatoren. Die prim\u00e4ren Lithiumbatterien sind dann die Metallbatterien. Sie sind nicht wiederaufladbar, h\u00e4ngen z. B. in\u00a0 W\u00e4rmez\u00e4hlern an der Heizung oder an anderen Stellen. Da ist metallisches Lithium drin, dass im Laufe der Zeit abreagiert und dann die Spannung bereitstellt\u201c, sagt der Fachmann.<\/p>\n<div class=\"ti-body\">\n<div id=\"attachment_70967\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 410px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-70967 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/battery-4957675_960_720.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"267\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Lithium-Batterien &#8211; wie sie jeder kennt &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>Anders verh\u00e4lt es sich bei den wiederaufladbaren sekund\u00e4ren Batterien. \u201eDie wiederaufladbaren Lithiumionenbatterien enthalten im Grunde gar kein metallisches Lithium. Da schiebt sich das Lithium beim Auf- und Entladen durch einen Separator immer hin und her und bildet an der Anode meist graphitiertes Lithium.\u201c<\/p>\n<p>Den wiederaufladbaren Batterien gilt daher die haupts\u00e4chliche Aufmerksamkeit des Lehrstuhlinhabers, denn im Zuge der Digitalisierung h\u00e4ufen sich Brandgefahren in diesem Bereich und es gilt, Feuerwehren und Nutzende mit plausiblen Ma\u00dfnahmen zur etwaigen Brandbek\u00e4mpfung vertraut zu machen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h4>Trotz aller Unkenrufe: Wasser ist immer noch das Beste<\/h4>\n<p>Seit 2007 besch\u00e4ftigt sich Goertz bereits im vorbeugenden Brandschutz bei Brandereignissen mit Lithiumionenbatterien und sagt: \u201eMan braucht immer Wasser! Diese \u00fcbergro\u00dfe Vorsicht, metallisches Lithium nicht mit Wasser zu behandeln, steckt immer noch in den K\u00f6pfen drin, aber es ist am Ende so, dass bei den wiederaufladbaren Batterien, Wasser das Beste ist.\u201c<\/p>\n<p>Damit es aber gar nicht erst zu einer Entz\u00fcndung kommt, k\u00f6nnen Nutzer wiederaufladbarer Batterien im Regelfall schon vorbeugen. \u201eLithiumionenbatterien, oder generell solche Ger\u00e4te, die aufgeladen werden m\u00fcssen, sollte man immer nur dann aufladen, wenn man wach und aufmerksam ist, m\u00f6glichst nicht \u00fcber Nacht\u201c, erkl\u00e4rt Goertz und betont, dass bei den weltweit Milliarden Auflade- und Entladeprozessen innerhalb von 24 Stunden, eigentlich wenig passiere.<\/p>\n<p>Wichtig sei, erkl\u00e4rt der Chemiker, es immer dann zu machen, wenn man es im Auge behalten k\u00f6nne und nur dort zu laden, wo, wenn etwas passieren w\u00fcrde, m\u00f6glichst wenig Schaden entstehen k\u00f6nne.<\/p>\n<div class=\"textimage block buw-block\">\n<div class=\"ti-body\">\n<div id=\"attachment_70968\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 410px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-70968 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/csm_Tablet_im_Auflademodus_1225f7b6fe.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"226\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ein Tablet wird aufgeladen &#8211; \u00a9 UniService Transfer<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"textimage block buw-block\">\n<div class=\"ti-body\">\n<p>Prof. Goertz: \u201eNehmen wir mal einen Pedelec Akku. Der sollte nicht auf einem Kissen oder anderen isolierenden Materialien aufgeladen werden, weil bei der W\u00e4rmeabgabe immer auch ein Brand entstehen k\u00f6nnte. Das macht man dann in der Garage oder auf dem Balkon. Und wenn das nicht geht, irgendwo da, wo kein brennbares Material liegt und vor allem immer dann, wenn man nicht schl\u00e4ft.\u201c<\/p>\n<h4>Auf der Suche nach geeigneten L\u00f6schmitteln<\/h4>\n<p>Wasser sei nach wie vor das beste L\u00f6schmittel, erkl\u00e4rt Goertz. \u201eMan kann sicher dem Wasser noch ein paar Zus\u00e4tze beif\u00fcgen, also Tenside, damit es besser eindringen kann, so dass die Oberfl\u00e4chenspannung reduziert wird. Ich habe auch schon Experimente gemacht, wo man dem Wasser Calciumsalze zugef\u00fcgt hat, damit die bei der Batteriezersetzung freiwerdende Flusss\u00e4ure besser gebunden wird.\u201c,<\/p>\n<p>Er f\u00e4hrt er fort, und auch Sch\u00e4ume w\u00fcrden eingesetzt, wobei der Einsatz mit oft \u00f6kotoxischer Wirkung im Zuge des Umweltschutzes intensiv diskutiert werde. \u201eDa arbeiten wir auch an einem Forschungsprojekt f\u00fcr das Umweltbundesamt, wo es um den Austausch dieser Sch\u00e4ume geht.\u201c<\/p>\n<h4>Erste Hilfe in den eigenen vier W\u00e4nden: Feuerl\u00f6schspraydosen<\/h4>\n<p>\u201eDie Lithiumionenbatterien in den Haushalten sind eine Z\u00fcndquelle und k\u00f6nnen Brandursache sein\u201c, erkl\u00e4rt der Wissenschaftler und empfiehlt generell f\u00fcr das eigene Heim eine Feuerl\u00f6schspraydose. \u201eDer Feuerl\u00f6scher ist f\u00fcr Zuhause eigentlich zu gro\u00df und dem einen oder anderen auch zu teuer\u201c, erkl\u00e4rt Goertz.<\/p>\n<div id=\"attachment_70969\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 410px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-70969 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/battery-7897816_960_720.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"225\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Eine handels\u00fcbliche Lithium-Batterie &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>Zudem sei ein L\u00f6scher mit einer regelm\u00e4\u00dfigen Wartung verbunden. So eine Spraydose k\u00f6nne man drei bis f\u00fcnf Jahre nutzen. F\u00fcr den Adventskranzbrand reiche sie hervorragend und funktioniere auch bei den Lithiumakkus.<\/p>\n<p>\u201eSo richtig l\u00f6schen kann man die ja nicht, sondern es geht immer nur darum, wenn mehrere Zellen in einem Modul verbaut sind und eine Zelle geht durch, dass man dann die Verbreitung verhindert oder reduziert und als Erstickungseffekt nutzt\u201c, erl\u00e4utert er. \u201eWenn der komplette Akku wirklich durchgeht, dann verl\u00e4uft das so schnell, das kann man gar nicht stoppen, denn da haben wir schnell Temperaturen von 1000 Grad.\u201c<\/p>\n<h4>Feuerwehren sind gut auf Gefahrenlagen vorbereitet<\/h4>\n<p>Roland Goertz ist auch Direktor des Feuerwehrwissenschaftlichen Instituts (FSI) an der Bergischen Universit\u00e4t, einem Kompetenzzentrum f\u00fcr die Forschung im Bereich der naturwissenschaftlichen, technischen und organisatorischen Aspekte der Feuerwehr sowie der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr.<\/p>\n<p>Die Bedarfsplanung bundesdeutscher Berufsfeuerwehren sei gut und habe sich im Laufe der Jahre positiv entwickelt, sagt er. \u201eWir sind ja auch immer wieder bei den Feuerwehren in der wissenschaftlichen Begleitung ihrer Bedarfsplanung aktiv und haben mit gr\u00f6\u00dferen und kleineren Feuerwehren schon Projekte gemacht, in denen wir mit statistischen Methoden geguckt haben, wie die Feuerwehren sich aufstellen k\u00f6nnen, damit sie rechtzeitig in der richtigen St\u00e4rke vor Ort sind.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_70973\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 410px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-70973 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/transport-2772122_960_720.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"532\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ein Elektroauto wird aufgelanden &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>In einem zus\u00e4tzlichen Projekt unter dem Titel \u00b4Sicherheit und Wirtschaftlichkeit in der Bedarfsplanung`, finanziert von der Stiftung Zukunft NRW, hat er mit seinem Team diese statistischen Methoden entwickelt.<\/p>\n<p>Bei den Freiwilligen Feuerwehren sei die Ausgangssituation eine andere, denn die aktiven Feuerwehrleute arbeiten nicht unbedingt am Wohnort. Da suche man noch nach geeigneten L\u00f6sungen um die sogenannte \u00b4Tagesalarmverf\u00fcgbarkeit` zu optimieren.<\/p>\n<p><strong>Internationale Gutachtert\u00e4tigkeit im Schadensfall<\/strong><\/p>\n<p>Der Brand der F\u00e4hre &#8222;Freemantle Highway&#8220; im Juli vor Ameland, hat die Welt in Alarmbereitschaft versetzt. M\u00f6glicherweise durch eine Lithiumbatterie in einem E-Auto, die sich entz\u00fcndet hatte, brannte ein Schiff mit knapp 4.000 beladenen PKW. Auch in diesem Bereich geh\u00f6rt Goertz mittlerweile zu einer internationalen Anlaufstelle, denn er besch\u00e4ftigt sich in einem weiteren Forschungsgebiet auch mit Brandursachenermittlung.<\/p>\n<p>Die L\u00f6scharbeiten vor Ameland waren schwierig. Zur Brandursachenermittlung wurde der Wuppertaler Sicherheitstechniker hinzugezogen. \u201eIch war mittlerweile\u00a0 drei Mal auf diesem gro\u00dfen Car-Carrier-Schiff, der &#8222;Freemantle Highway\u201c, erkl\u00e4rt er, kann aber aufgrund der laufenden Ermittlungen keine weiteren Ausk\u00fcnfte geben.<\/p>\n<p>Die generelle Situation eines Brandes auf offener See sei jedoch immer schwierig, denn die Besatzung eines gro\u00dfen Frachters bestehe nur aus einer Handvoll Menschen, von denen auch einige eine Feuerwehrausbildung zur Brandbek\u00e4mpfung h\u00e4tten. \u201eAber nachts um 00.00 Uhr in der dunklen Nordsee ist das alles andere als toll. Da ergeben sich viele Fragen, \u00fcber die ich auch im letzten Jahr bei einem Vortrag in Chicago gesprochen habe, n\u00e4mlich, ob man solche Transporte nicht anders technisch sch\u00fctzen muss.\u201c<\/p>\n<p>Es gehe nicht so sehr um die Abwehr, denn auf einem Car-Carrier-Schiff habe man \u00fcberhaupt keinen Platz, die Autos st\u00fcnden da dicht an dicht und es komme keiner mit Ausr\u00fcstung zur Brandbek\u00e4mpfung durch. \u201eAuch bei einem Containerschiff, wenn da unten in einer Ladeluke einer der Container anf\u00e4ngt zu brennen, kommt man nicht ran. Es stellt sich also eher die Frage, ob die installierte L\u00f6schanlagentechnik auch richtig funktioniert und Einfluss auf das Brandgeschehen habe?\u201c<\/p>\n<h4>Gefahrenabwehrmanagement bei Unf\u00e4llen mit Elektrofahrzeugen<\/h4>\n<p>Goertz ist ein Bef\u00fcrworter einheitlicher, bundesweiter Vorgehensma\u00dfnahmen im Brandfall und hat bereits mit einer Arbeitsgruppe, unter Federf\u00fchrung der Berliner Feuerwehr, die f\u00fcr alle 16 Bundesl\u00e4nder eine Art einheitliches Vorgehen bei Unf\u00e4llen mit Elektrofahrzeugen vorschl\u00e4gt, einem Workshop in Wuppertal durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Den Unterschied beim Vorgehen im Brandfalle eines Normal-PKW-Unfalls im Vergleich zu einem E-Auto-Unfall erkl\u00e4rt Goertz folgenderma\u00dfen: \u201eSie kommen auf die Autobahn, es ist jemand im Auto eingeklemmt und liegt schwer verletzt in seinem PKW. Sie versuchen dann, die Person da herauszukriegen. In der Vergangenheit schaute man dann, ob Kraftstoff ausl\u00e4uft und ob eine Explosionsgefahr besteht. Jetzt ist es so, wenn das Elektroauto noch nichts macht, dann ist es zwar erst einmal ruhig und friedlich, aber durch den mechanischen Sto\u00df auf die Batterie ist die Batterie m\u00f6glicherweise in einem kritischen Zustand und kann jeden Augenblick ins Thermische \u00fcbergehen. Dann ist die Frage, wie kann man jetzt den Menschen retten, obwohl jeden Augenblick aus der Batterie schlagartig in gro\u00dfen Mengen giftige und brennbare Gase austreten k\u00f6nnen?\u201c<\/p>\n<p>Zur Menschenrettung aus Elektrofahrzeugen hat Prof. Goertz auch schon f\u00fcr den ADAC ein Forschungsprojekt durchgef\u00fchrt. Er diskutiert immer wieder mit den Feuerwehren und spielt Szenerien durch, um zu plausiblen Ma\u00dfnahmen zu gelangen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"textimage block buw-block\">\n<div class=\"ti-body\">\n<h4>Akkus geh\u00f6ren nicht in die normale M\u00fclltonne<\/h4>\n<p>Die Entsorgung all dieser Akku-Ger\u00e4te stellt ein weiteres Sicherheitsrisiko dar, denn die Teile geh\u00f6ren nicht in die M\u00fclltonne. \u201eDie m\u00fcssen nat\u00fcrlich in die entsprechenden Sammelbeh\u00e4lter\u201c, sagt Goertz. \u201eWir besch\u00e4ftigen uns im Forschungsprojekt SUVEREN2USE mit der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette der Lithiumionenakkus, also von der Herstellung \u00fcber die Verwendung, Lagerung bis zur Entsorgung und auch bis zum Schadensfall.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_70970\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 410px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-70970 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/csm_Akkus_auf_Boden_2c495c3a43.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"344\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ein Akku an der Ladestation &#8211; \u00a9 UniService Transfer<\/span><\/div>\n<p>Ebenso breit ist die Liste der Kooperationspartner, die u.a. aus Entsorgerbetrieben und L\u00f6schanlagenherstellern bestehen. Und auch mit einer Weiterverwendung nicht mehr funktionst\u00fcchtiger E-Autobatterien besch\u00e4ftigt sich sein Team. \u201eWir haben mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ein Projekt zum Thema \u00b4Weiterverwendung von Lithiumionenbatterien` gemacht. Wenn die in Elektrofahrzeugen weniger als 80 Prozent der Kapazit\u00e4t leisten, sind sie f\u00fcr Fahrzeuge eigentlich nicht mehr gut nutzbar, k\u00f6nnen aber in einem station\u00e4ren Betrieb noch gut eingesetzt werden.\u201c<\/p>\n<p>Vor allem bei der falschen Entsorgung von Lithiumbatterien kommt es immer wieder zu Brandf\u00e4llen. \u201eIch mache ja auch Brandursachenermittlung und hatte schon F\u00e4lle in solchen Abfallsortieranlagen. Das sind die sogenannten Fehlw\u00fcrfe, also, wenn Menschen leider dummerweise irgendwelche Lithiumbatterien, Ger\u00e4te mit Batterien oder diese \u201enervigen\u201c Gl\u00fcckwunschkarten, die beim \u00d6ffnen eine Melodie erklingen lassen, in die normale M\u00fclltonne entsorgen. Dann ist da eine Batterie, die in den Abfallsortieranlagen geschreddert wird und zu brennen anf\u00e4ngt. Diese Fehlw\u00fcrfe sind ein sehr gro\u00dfes Problem.\u201c<\/p>\n<p>Daher seine Bitte an alle Nutzerinnen und Nutzer : \u201eBatterien sollte man immer in den Gesch\u00e4ften, die Sammelboxen haben, abgeben. Das ist der normale und sichere Weg, der auch in der Regel gut funktioniert.\u201c<\/p>\n<p><strong>Uwe Blass<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"attachment_70974\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 161px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-70974\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/csm_Foto_Goertz_Presse___2__359f6a07d8-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"151\" height=\"200\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr. Roland Goertz &#8211; \u00a9 UniService Transfer<\/span><\/div>\n<div class=\"ti-body\">\n<h4>\u00dcber Prof. Dr. Roland Goertz<\/h4>\n<p>Prof. Dr. Roland Goertz leitet seit 2012 den Lehrstuhl f\u00fcr Chemische Sicherheit und Abwehrenden Brandschutz in der Fakult\u00e4t f\u00fcr Maschinenbau und Sicherheitstechnik der Bergischen Universit\u00e4t.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lithiumbatterien finden sich heute in vielfachen Mengen in unseren Haushalten. Ob Handy, Computer, Aquarienzubeh\u00f6r, Alarmanlagen, Anrufbeantworter, Armbanduhren, Babyphon oder Backofen, die Liste ist schier endlos fortzusetzbar. \u00a0In der Praxis zeigt sich, dass Br\u00e4nde von Lithium-Ionen-Batterien schwierig zu l\u00f6schen sind.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-70962","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-22 21:23:10","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70962","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70962"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70962\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":70976,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70962\/revisions\/70976"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70962"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70962"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70962"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}