{"id":70607,"date":"2023-12-01T08:33:04","date_gmt":"2023-12-01T07:33:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=70607"},"modified":"2023-12-01T08:33:04","modified_gmt":"2023-12-01T07:33:04","slug":"maria-callas-eine-opernikone-im-mittelpunkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2023\/12\/01\/maria-callas-eine-opernikone-im-mittelpunkt\/","title":{"rendered":"Maria Callas &#8211; eine Opernikone im Mittelpunkt"},"content":{"rendered":"<div class=\"textimage block buw-block\">\n<div class=\"ti-body\">\n<div id=\"attachment_70610\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-70610 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/csm_Callas_0c149cb5b6.png\" alt=\"\" width=\"560\" height=\"435\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die ber\u00fchmteSopranistin Maria Callas in der Oper &#8222;La Traviata&#8220; &#8211; \u00a9 Houston Rogers gemeinfrei<\/span><\/div>\n<p>Autor Uwe Blass hat sich in der beliebten Uni-Riehe &#8222;Jahr100Wissen&#8220;-Interview Thomas Erlach, Professor f\u00fcr Didaktik und Musik \u00fcber Maria Callas\u00a0 unterhalten.<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wer war das Ausnahmetalent?<\/strong><\/p>\n<p>Thomas Erlach: &#8222;Das Leben der Maria Callas war von Anfang an international gepr\u00e4gt. Sie hatte das, was man heute eine Migrationsgeschichte nennt: mit griechischen Wurzeln, aufgewachsen in den USA, lebte sie sp\u00e4ter in Italien, Frankreich und auf der ganzen Welt. Sie stammte aus der b\u00fcrgerlichen Mittelschicht, ihr Vater war Apotheker und sie wuchs in der Gro\u00dfstadt New York auf. Sie musste dann aber die fr\u00fche Trennung der Eltern verkraften und ging mit der Mutter und Schwester 1937 nach Athen. Dort studierte sie am Konservatorium, war sehr flei\u00dfig und hatte bereits mit 15 Jahren ihren ersten \u00f6ffentlichen Auftritt w\u00e4hrend des Studiums. Ihr Aufstieg begann w\u00e4hrend der deutschen Besatzung Griechenlands ab 1941.<\/p>\n<div id=\"attachment_53830\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 440px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-53830\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Logo-Jahr100Wissen.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"138\" \/><span class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bergische Universit\u00e4t<\/span><\/div>\n<p>In den 50er Jahren schaffte sie dann den Durchbruch zum internationalen Opernstar, gef\u00f6rdert von ihrem wesentlich \u00e4lteren Ehemann Giovanni Battista Meneghini. Sie gilt als \u201ePrimadonna Assoluta\u201c, das bedeutet: wenn sie auftritt, steht sie im Zentrum des B\u00fchnengeschehens.<\/p>\n<p>Ihre ber\u00fchmten \u201eSkandale\u201c waren eigentlich eher harmlos, es ging z.B. um eine aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden abgebrochene Opernvorstellung in Rom, eine Vertragsaufl\u00f6sung durch die Met in New York, einen Rechtsstreit um Tantiemen mit ihrem ehemaligen Exklusivagenten, sowie sp\u00e4ter um die Ehescheidung in Folge eines langj\u00e4hrigen Verh\u00e4ltnisses mit dem Milliard\u00e4r Onassis.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Was war so besonders an ihrer Stimme?<\/strong><\/p>\n<p>Thomas Erlach: &#8222;Einerseits hatte sie eine \u201egro\u00dfe\u201c Stimme, sang bereits in jungen Jahren schwere Wagner-Partien wie Isolde, Br\u00fcnnhilde und Kundry und konnte schon mit 23 Jahren die Arena di Verona mit 20.000 Pl\u00e4tzen ohne Verst\u00e4rkung beschallen.<\/p>\n<p>Andererseits hatte sie auch eine sehr bewegliche Stimme, geeignet f\u00fcr Koloraturen und gro\u00dfe H\u00f6he, wie es Komponisten wie Rossini, Bellini und Donizetti verlangen. Ihr au\u00dferordentlicher Stimmumfang umfasste fast drei Oktaven. Diese drei \u201eRegister\u201c konnte sie ohne technische Schwierigkeiten wie drei verschiedene Stimmen einsetzen mit einem gro\u00dfen Reichtum an Klangfarben. Das l\u00e4sst sich \u00fcbrigens inzwischen durch Computeranalysen der erhaltenen Aufnahmen genau bestimmen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><strong>Ihr Repertoire war mit 43 vollst\u00e4ndigen Partien sowie Arien aus weiteren 34 Opern immens. Sie beherrschte alle stimmlichen Tontechniken des Belcanto-Gesangs. Was bedeutet das?<\/strong><\/p>\n<p>Thomas Erlach: &#8222;Belcanto bezeichnet die \u00c4sthetik des italienischen Operngesangs, der auch schwierige stimmliche Anforderungen stellt. Maria Callas beherrschte s\u00e4mtliche Stimmf\u00e4cher f\u00fcr Sopran und Mezzosopran. Das ist heute sehr ungew\u00f6hnlich, denn S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger haben heutzutage in der Regel ein einziges Stimmfach. Sie hatte aber alles, konnte also lyrisch, Koloratur, Spielfach, dramatisch und jugendlich-dramatisch singen.<\/p>\n<div class=\"textimage block buw-block\">\n<div class=\"ti-body\">\n<div id=\"attachment_70614\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 560px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-70614 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Pressefoto_Erlach-1.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"340\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dr. Thomas Erlach, Professor f\u00fcr Didaktik und Musik an der Bergischen Universit\u00e4t &#8211; \u00a9 UniService Transfer<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"textimage block buw-block\">\n<div class=\"ti-body\">\n<p>Ihr Repertoire war aber strenggenommen eher schmal, jedenfalls nicht so gro\u00df wie bei anderen Ber\u00fchmtheiten. Beispielsweise beherrschte Enrico Caruso 63 Partien oder Montserrat Caball\u00e9 sogar 75 Partien. Einige Rollen hat Callas nur ganz zu Beginn ihrer Karriere in Athen gesungen. Die meisten Partien studierte sie zwischen 1948 und 1957 ein, sp\u00e4ter kamen f\u00fcr Studioproduktionen noch einzelne Arien hinzu. Ihr Schwerpunkt lag auf dem sogenannten langen 19. Jahrhundert. Werke der Avantgarde oder neu komponierte Opern hat sie nie gesungen, ihre Lieblings-Partien daf\u00fcr immer wieder \u00fcbernommen, vor allem Norma, Violetta (in Verdis La Traviata), Tosca, Lucia di Lammermoor und Aida.<\/p>\n<p>Andere Partien sang sie nur gelegentlich, z. B. Madame Butterfly oder Lady Macbeth. Wagner sang sie nur am Anfang ihrer Karriere, und von Mozart nur die Constanze aus der Entf\u00fchrung aus dem Serail, denn Mozart hat oft gleichberechtigte Partien, und dann w\u00e4re sie nicht mehr die Primadonna gewesen. Andere Partien, wie Carmen, hat sie nur auf Schallplatte eingesungen. Sie sang \u00fcbrigens ausschlie\u00dflich italienisch und franz\u00f6sisch, nicht auf deutsch.&#8220;<\/p>\n<\/div>\n<p><strong>Welche Interpretationen geh\u00f6ren denn zu ihren bekanntesten?<\/strong><\/p>\n<p>Thomas Erlach: &#8222;Callas mochte am liebsten die tragischen weiblichen Titelrollen in St\u00fccken, bei denen diese unzweifelhaft dominieren. Ihre besondere Begabung bestand darin, diesen Figuren wirkliches Leben zu verleihen, sie emotional zu verk\u00f6rpern.<\/p>\n<p>Ihre h\u00e4ufigste und ureigene Partie war sicherlich Norma von Bellini, eine zum Z\u00f6libat verpflichtete heidnische Druiden-Priesterin im alten Gallien, die ihr Keuschheitsgel\u00fcbde bricht und daf\u00fcr in den Tod gehen muss, also der Typus der Femme fragile, der zerbrechlichen Frau in der Oper.<\/p>\n<p>Daneben sang sie die Violetta aus La Traviata von Verdi. Dazu hat sie in einem Interview betont, dass sie der Stimme Violettas mit Hilfe von Atemtechnik und Stimmkontrolle bewusst eine \u201ekr\u00e4nkliche Qualit\u00e4t\u201c geben wollte.<\/p>\n<p>Weiterhin lag ihr Turandot sehr am Herzen, die einen g\u00e4nzlich anderen Charakter verk\u00f6rpert, n\u00e4mlich eine kaltherzige Prinzessin, die ihren Brautwerbern R\u00e4tsel stellt und sie umbringen l\u00e4sst, wenn sie diese nicht l\u00f6sen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ihre Darstellung von Cherubinis Medea war sicher am au\u00dfergew\u00f6hnlichsten, da dieses St\u00fcck sonst nie gespielt wurde. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr Bellinis \u201eSomnambula\u201c \u2013 die Geschichte handelt von einem armen Waisenm\u00e4dchen, das schlafwandelt und wegen dieser Besonderheit einer Intrige zum Opfer f\u00e4llt.&#8220;<\/p>\n<div class=\"ti-body\">\n<div id=\"attachment_70618\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 560px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-70618 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/arena-485720_1280.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"288\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die r\u00f6mische Arena in Verona (Italien) &#8211; hier sang Maria Callas vor 20.000 Menschen &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><strong>Maria Callas hat sich bereits 1965 von den Opernb\u00fchnen verabschiedet. Da war sie gerade 42 Jahre alt. Warum?<\/strong><\/p>\n<p>Thomas Erlach: &#8222;Das hatte vor allem gesundheitliche Gr\u00fcnde. Maria Callas litt an einer seltenen Bindegewebsschw\u00e4che, Dermatomyositis, die bestimmte Muskelgruppen befallen kann, unter anderem Hals, Kehlkopf und Rachen sowie Muskeln, die f\u00fcr die Atmung wesentlich sind. Das wusste sie selbst aber erst gegen Ende ihres Lebens, da diese Erkrankung bis dahin kaum bekannt war. Ab 1965 sang sie nur noch in Konzerten. Damals dachte sie noch nicht an ein Ende ihrer Karriere, hatte aber gelegentlich mit Schw\u00e4cheanf\u00e4llen in Folge von niedrigem Blutdruck zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Erst 1969 erkl\u00e4rte sie in einem Interview, dass sie aufgrund von Unzufriedenheit mich sich selbst nicht mehr auftreten wolle. Sie f\u00fchrte aber 1973 noch eine Abschiedstournee mit Konzerten in ganz Westeuropa durch, aber nur mit einzelnen Arien. Der allerletzte belegte Auftritt war 1974 im japanischen Sapporo, ein bereits geprobtes Konzert in London 1976 kam nicht mehr zu Stande.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Die Klangfarbe ihrer Stimme war nicht allen Opernfans angenehm, vor allem die Italiener bevorzugten daher ihre Konkurrentin Renata Tebaldi. Kann man das erkl\u00e4ren?<\/strong><\/p>\n<p>Thomas Erlach: &#8222;In der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung wurden die beiden als Gegenpole betrachtet und mit starken Bildern verglichen. Da hie\u00df es, Tebaldi sei der Engel und Callas die Tigerin, und das passt sowohl vom \u00e4u\u00dferen Eindruck wie vom Stimmprofil her. Tebaldi war blond und blau\u00e4ugig. Ihr zarter lyrischer Sopran erweckte den Eindruck des Ebenm\u00e4\u00dfigen und Zarten. Ihr Timbre war weich und samtig, homogen und klar. Callas hingegen war wild und dunkel, ihr Sopran war eine Mischung aus hochdramatischer- und Koloraturstimme, also sehr individuell.<\/p>\n<p>Pers\u00f6nlich gab es aber zwischen den beiden Frauen keine Animosit\u00e4ten. Sie verhielten sich v\u00f6llig korrekt gegeneinander, waren sogar befreundet und besuchten gegenseitig Vorstellungen. Sie konkurrierten auch nicht direkt, da sie trotz einiger \u00dcberschneidungen ein unterschiedliches Repertoire bedienten. Die angebliche Rivalit\u00e4t beider war nach Angaben des Regisseurs Zeffirelli eine Erfindung der Presse.<\/p>\n<p>Die einzige Konfliktsituation ergab sich 1951 in Brasilien, als beide im selben Haus abwechselnd Tosca und Traviata sangen und das Publikum sich lautstark positionierte. Dabei sollte Maria Callas einmal durch Tebaldi ersetzt werden, woraufhin sie den Theaterdirektor beinahe mit einem Tintenfasshalter beworfen h\u00e4tte. Das ist aber der einzige bekannte Vorfall dieser Art.&#8220;<\/p>\n<p><strong>1969 verk\u00f6rpert die Callas noch einmal Medea in einem Film von Pier Paolo Pasolini, jedoch ohne einen einzigen Ton zu singen. Der Film bleibt bis heute ein Meisterwerk von jener archaischen Wucht, die Maria Callas auch auf der B\u00fchne besa\u00df. Wie oft ist sie eigentlich Deutschland aufgetreten?<\/strong><\/p>\n<p>Thomas Erlach: &#8222;Einige Male. Erstmals 1955 an der Deutschen Oper Berlin mit Lucia di Lammermoor unter Leitung von Herbert von Karajan. 1957 sang sie zur Er\u00f6ffnung des K\u00f6lner Opernhauses die Amina in Bellinis La Somnambula. 1959 und 1962 folgten zwei Deutschland-Tourneen, jeweils mit mehreren Stationen. Auch ihre Abschiedstournee 1973 umfasste mehrere Konzerte in Deutschland. Deutschland war aber sicherlich nicht ihr Lieblingsort f\u00fcr Auftritte, ihre Karriere machte sie an den bedeutenden italienischen B\u00fchnen wie der Mail\u00e4nder Scala, Florenz und Rom sowie an den internationalen Opernh\u00e4usern in Paris, London, New York und Buenos Aires.<\/p>\n<div class=\"textimage block buw-block\">\n<div class=\"ti-body\">\n<div id=\"attachment_70619\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 560px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-70619 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/arena-1846253_1280.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"367\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Innere der ber\u00fchmten Arena in Verona (Italien) &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>Was den erw\u00e4hnten Film mit Pasolini angeht, so ist es tats\u00e4chlich eine Ausnahme in ihrer Karriere, denn von ihrem eher b\u00fcrgerlichen und antifeministischen Weltbild her passte sie eigentlich gar nicht gut zu dem homosexuell lebenden, \u00fcberzeugten Kommunisten Pasolini. Aber beide freundeten sich w\u00e4hrend der Dreharbeiten an und fuhren sogar zusammen in Urlaub.<\/p>\n<p><strong>Maria Callas` Leben bestand aus vielen H\u00f6hen und Tiefen. Als junge Frau war sie sehr pummelig, orientierte sich dann an der Schauspielerin Audrey Hepburn und nahm binnen kurzer Zeit 36 Kilo ab. Sie steigerte sich bis zur Ersch\u00f6pfung in ihre Rollen und verlor ihre gro\u00dfe Liebe, den Reeder Aristoteles Onassis, der sie sogar zur Abtreibung zwang, an die Kennedywitwe Jackie. 1977 starb sie in Paris an einem Herzinfarkt. Sie war ein Gesamtkunstwerk, eine charismatische Mischung aus magischem Timbre, B\u00fchnenpr\u00e4senz, schillernder Pers\u00f6nlichkeit und tragischer Biographie. Wie erinnern wir uns heute an sie?<\/strong><\/p>\n<p>Thomas Erlach: &#8222;Maria Callas ist ein Mythos. Wir leben in einem Medienzeitalter und da passt sie als fr\u00fcher Medienstar gut hinein. Das Interesse der \u00d6ffentlichkeit galt zeitweise eher ihrem Privatleben als ihrer Kunst, aber das geh\u00f6rt auch dazu. Ein Beispiel: Ihr Gewichtsverlust 1954 wurde durch eine Hormontherapie beschleunigt. Der behandelnde Arzt behauptete aber \u00f6ffentlich, ihr Di\u00e4terfolg sei auf den Verzehr einer bestimmten Nudelsorte zur\u00fcckzuf\u00fchren. Da der Direktor der Nudelfirma ein Neffe von Papst Pius XII. war, schlug die Sache hohe Wellen.<\/p>\n<p>Es gibt zahlreiche Aufnahmen ihres Gesangs und Massen von Literatur \u00fcber sie. Zuletzt erschien dieses Jahr eine dicke Monographie des K\u00f6lner Musikwissenschafts-Kollegen Arnold Jacobshagen. Auch mehrere Filme mit dokumentarischem Material sind auf dem Markt. Legend\u00e4r geworden sind ihre Interviews, in denen sie nicht immer besonders diplomatisch aufgetreten ist. Fast alle Interviewpartner waren M\u00e4nner, die oft wenig Ahnung von Musik hatten und sie nur auf gewisse \u201eSkandale\u201c ansprachen, was sie in der Regel schlagfertig konterte.<\/p>\n<p>Es gibt auch tiefergehende Interviews, aus denen hervorgeht, dass sie neben ihrem Jet-Set-Leben gro\u00dfe Freude an einem R\u00fcckzug in allt\u00e4gliche Besch\u00e4ftigungen wie Fernsehen schauen, einkaufen und kochen hatte. Sie hat bis heute eine gro\u00dfe Fan-Gemeinde, die sich an den alten Aufnahmen mit ihrer Stimme berauscht \u2013 ein besonders pr\u00e4gnanter Fall von popul\u00e4rer Klassik-Rezeption.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Uwe Blass<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"ti-body\">\n<div id=\"attachment_70616\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 174px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-70616 \" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Pressefoto_Erlach-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"164\" height=\"261\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Prof. Dre. Thomas Erlach &#8211; \u00a9 UniService Transfer<\/span><\/div>\n<h4>\u00dcber Prof. Dr. Thomas Erlach<\/h4>\n<p>Prof. Dr. Thomas Erlach ist seit 2014 Universit\u00e4tsprofessor f\u00fcr Didaktik der Musik an der Bergischen Universit\u00e4t.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 02. Dezember 1923 wurde eine der gr\u00f6\u00dften Sopranistinnen des 20. Jahrhunderts geboren: Maria Callas, die eigentlich Maria Anna Cecilia Sofia Kalogeropoulou hiess. Die bewunderswerte K\u00fcnstlerin w\u00e4re am Samstag (02.12.) runde 100 Jahre alt geworden.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-70607","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-14 19:09:20","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70607","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70607"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70607\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":70623,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70607\/revisions\/70623"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70607"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70607"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70607"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}