{"id":70537,"date":"2023-11-29T13:25:41","date_gmt":"2023-11-29T12:25:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=70537"},"modified":"2023-11-29T13:37:08","modified_gmt":"2023-11-29T12:37:08","slug":"wie-funktionieren-eigentlich-vertrauenspraktiken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2023\/11\/29\/wie-funktionieren-eigentlich-vertrauenspraktiken\/","title":{"rendered":"Wie funktionieren eigentlich Vertrauenspraktiken?"},"content":{"rendered":"<div class=\"textimage block buw-block\">\n<div class=\"ti-body\">\n<div id=\"attachment_70564\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1144px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-70564\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/girlfriends-2213259_1280-2.jpg\" alt=\"\" width=\"1134\" height=\"776\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Tiefes Vertrauen &#8211; eine echte Freundschaft &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>Gemeinsam mit der Professorin f\u00fcr historisch-komparative Wissenschaft- und Technikforschung, C\u00e9cile Stehrenberger, sowie weiteren Kolleginnen und Kollegen unterschiedlichster Fachrichtungen will sie herausfinden, wie Vertrauenspraktiken in diesen Zeiten funktionieren.<\/p>\n<p>Autor Uwe Blass hat sich in der beliebten Uni-Reihe &#8222;Transfergeschichten&#8220; mit Prof. Dr. C\u00e9cile Stephanie Stehrenberger und Katharina Andrea Kalthoff \u00fcber das interdisziplin\u00e4re Projekt \u201eDoing Trust\u201c unterhalten.<\/p>\n<h4>Ein Findungsprozess<\/h4>\n<p>Der Findungsprozess sei eine mehrere Semester dauernde Entwicklung gewesen, erkl\u00e4rt C\u00e9cile Stephanie Stehrenberger, denn das Thema \u201aVertrauen\u2018 interessiere viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit unterschiedlichen fachlichen Ans\u00e4tzen.<\/p>\n<div id=\"attachment_44822\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 440px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-44822\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Logo-Transfergeschichten.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"138\" \/><span class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bergische Universit\u00e4t<\/span><\/div>\n<p>So habe sich letzten Endes eine kleinere Gruppe konstituiert, die dann Akzente gesetzt habe, in denen u.a. das Bew\u00e4ltigen von Katastrophen und Praktiken dazu untersucht werden. \u201eDas ist ein Prozess, und da kann man beobachten, wie Forschung l\u00e4uft.\u201d<\/p>\n<p>\u201eAktuell finden sich unter \u201aDoing Trust\u2018 an der Bergischen Universit\u00e4t die Literatur- und Kulturwissenschaften, die Philosophie, die Geschichtswissenschaft, die Psychologie, sowie der Bev\u00f6lkerungsschutz und die Informatik\u201c, erkl\u00e4rt Katharina Andrea Kalthoff.<\/p>\n<p>C\u00e9cile Stephanie Stehrenberger erg\u00e4nzt: \u201eViel interdisziplin\u00e4rer geht es eigentlich nicht, und das macht das Ganze spannend und attraktiv. Es ist wichtig, dass solch ein Thema aus einer Vielfalt an Perspektiven betrachtet wird. Diese Herausforderung l\u00e4sst uns nat\u00fcrlich auch \u00fcber das &#8218;gemeinsame Nachdenke&#8217;\u2018 Dinge lernen, von denen wir \u00fcberzeugt sind, dass sie nicht nur f\u00fcr dieses, sondern auch f\u00fcr andere Projekte, die mit Universit\u00e4t und Stadtgesellschaft zu tun haben, von Vorteil sein werden.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_70559\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 560px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-70559\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/csm_KalthoffStehrenberger_7174cead6b-1.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"360\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Katharina Andrea Kalthoff &#8211; Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsgruppe \u201eDoing Trust\u201c (l.) und<br \/>Prof. Dr. C\u00e9cile Stephanie Stehrenberger &#8211; Wissenschafts- und Technikforschung &#8211; \u00a9 privat \/ Friederike von Heyden<\/span><\/div>\n<p>Seit 2020 trifft sich zudem in jedem Semester auch die Arbeitsgruppe \u201aDoing Trust\u2018, um die Diskussion der Gruppe \u00fcber disziplin\u00e4re Grenzen hinweg zu f\u00f6rdern, gemeinsam Texte zu diskutieren und Gelegenheit zu bieten, eigene Projekte aus der Perspektive des Vertrauens und Misstrauens zu betrachten.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"textimage block buw-block\">\n<div class=\"ti-body\">\n<h4>Vom Workshop am Campus zur Abendveranstaltung in der City<\/h4>\n<p>Bereits in der Anfangsphase boten die Projektorganisatoren Workshops u.a. zum Thema &#8218;Vertrauen, Krise, Katastrophe\u2018 auf dem Campus an, um herauszufinden, wie Vertrauenspraktiken vor prek\u00e4rem Hintergrund funktionieren. Dazu luden sie neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Gruppe auch externe nationale und internationale Vertrauensforscherinnen und -Forscher an die Bergische Universit\u00e4t ein, die ihre Projekte und Erkenntnisse vorstellten.<\/p>\n<p>\u201eIm kommenden Wintersemester besch\u00e4ftigen wir uns in der AG Doing Trust mit dem Zusammenhang von Genre und Vertrauen\u201c, f\u00e4hrt Katharina Andrea Kalthoff fort. Genres wie das politische Essay, das Theater, der feministische Science-Fiction-Roman oder das genre\u00fcbergreifende Storytelling bieten allesamt Themen, die besonders geeignet seien, um sowohl Vertrauensfragen zu behandeln, aber auch Misstrauensfragen zu stellen. Auch au\u00dferuniversit\u00e4r Interessierte sind dazu herzlich willkommen.<\/p>\n<p>\u201eWir wissen nat\u00fcrlich aus den Erfahrungen anderer Workshops, dass man auch rausgehen muss, um interessierte B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zu erreichen\u201c, sagt C\u00e9cile Stephanie Stehrenberger. Dabei sei ein Nachdenken \u00fcber neue Formate wichtig, die man an ein diverseres Publikum anpassen m\u00fcsse. \u201eWir haben nun auch den Schritt gewagt, sozusagen als Rahmenprogramm von Workshops, am Abend in die Stadt zu gehen.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_70561\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 560px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-70561 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/hands-3348987_1280-1.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"269\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ein vertrauensvoller Handschlag &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>Bisherige Veranstaltungen in der Wuppertaler Kulturst\u00e4tte LOCH mit den Themen \u201aVertrauen und Fremdheit\/Vertrautheit\u2018 und \u201aVertrauen in KI in Zeiten von ChatGPT\u2018 seien sehr gut angekommen.<\/p>\n<p>Auch Publikationen sind bereits aus der Gruppe hervorgegangen, darunter eine Sonderausgabe des Journals &#8218;Diegesis&#8216;, darin etwa ein Artikel zum Thema \u201aKrisenkommunikation am Beispiel der Chempark Explosion in Leverkusen\u2018, der das Ergebnis einer interdisziplin\u00e4ren Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen Wissenschaftsgeschichte und Bev\u00f6lkerungsschutz der Bergischen Universit\u00e4t ist, sowie eine bald erscheinende Ausgabe der &#8218;Kulturwissenschaftlichen Zeitschrift&#8216;.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"textimage block buw-block\">\n<div class=\"ti-body\">\n<h4>Gemeinsame Praktiken schaffen Vertrauen<\/h4>\n<p>Vertrauen k\u00f6nne durch Praktiken ausgedr\u00fcckt werden und diese Vertrauenspraktiken begegneten uns im Alltag im ganz gew\u00f6hnlichen Miteinander, umschreibt Katharina Andrea Kalthoff das Ph\u00e4nomen. \u201eSo kann eine vertrauensbildende Praktik beispielsweise ein Gastgeschenk sein oder, noch allt\u00e4glicher, ein Handschlag. Bei letzterem hat uns die Pandemie vor Augen gef\u00fchrt, wie Krisen solche Praktiken ver\u00e4ndern und sie \u00fcberhaupt erst als Praktiken des Vertrauens markieren\u201c, sagt sie, denn der Handschlag wurde schnell durch andere Gesten des Begr\u00fc\u00dfens ersetzt.<\/p>\n<p>Ob mit dem Ellbogen, der Faust oder gar mit den Beinen bekr\u00e4ftigten die Menschen ihre Sympathie zu ihrem Gegen\u00fcber. \u201eUnd gleichzeitig gilt der Handschlag als die Praktik, zu der wir wieder zur\u00fcckkommen werden. Bis jetzt scheint er nicht ganz \u201arehabilitiert\u2018. Aber eine Ber\u00fchrung kann Vertrauen f\u00f6rdern.\u201c<\/p>\n<p>Auch die verbale Verst\u00e4ndigung schaffe Vertrauen, erg\u00e4nzt die Professorin. Zu einer weiteren vertrauensgenerierenden Praxis habe sich vor allem in der Pandemiezeit der gemeinsame Spaziergang entwickelt.<\/p>\n<p>Dazu Katharina Andrea Kalthoff: \u201eDas t\u00e4gliche Abschreiten der direkten Umgebung hat in der Pandemie nicht nur f\u00fcr Bewegung gesorgt, wir haben auch die Umwelt kognitiv neu erschlossen, sie neu kartiert und erfahren. So geht es bei Vertrauenspraktiken nicht nur um zwischenmenschliche Beziehungen: \u201eWir verstehen Vertrauenspraktiken auch im weiteren Sinne als ein Netzwerk aus sozialen und materiellen Komponenten. Damit k\u00f6nnen auch gemeinsame Erz\u00e4hlungen gemeint sein.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h4>Vertrauensvolle Arbeit mit KI und ChatGPT?<\/h4>\n<p>Vielf\u00e4ltige Optionen und Herausforderungen ergeben sich in der Wissenschaftskommunikation, wenn z.B. ChatGPT (ein textbasiertes Dialogsystem, welches das Chatten mit einem technischen System erlaubt Anm. d. Red.) genutzt wird, um Wissen zusammenzufassen und zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n<div class=\"textimage block buw-block\">\n<div class=\"ti-body\">\n<div id=\"attachment_70551\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 560px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-70551 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/hands-3331216_1280.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"367\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Eine vertrauensbildende Geste &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p><strong>\u201e<\/strong>Ich w\u00fcrde sagen, Bedenken, dass es immer leichter wird, Plagiate zu erstellen, sind sicher berechtigt, denn diese bekommen durch die M\u00f6glichkeiten auf ChatGPT eine neue Qualit\u00e4t\u201c, sagt Katharina Andrea Kalthoff, \u201ebei gew\u00f6hnlichen Kopien oder Teilkopien kommen Textprofis, wie bspw. Lehrerinnen und Lehrern jedoch schnell dahinter und erkennen, ob etwas selbst geschrieben ist oder nicht.\u201c<\/p>\n<p>Bei der KI sei es nat\u00fcrlich etwas schwieriger, wobei die Geisteswissenschaftlerin darauf aufmerksam macht, dass es nun darum gehen sollte, gemeinsame Regeln f\u00fcr die Nutzung auszuloten, denn: \u201eWie schon damals beim Internet, bei Suchmaschinen und Wikipedia, wird es auch in Sachen KI darum gehen, sie im Unterricht produktiv und gerahmt zu nutzen und eine Sensibilit\u00e4t f\u00fcr Chancen und Risiken zu schaffen, anstatt von einer grunds\u00e4tzlichen Skepsis Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern sowie Studierenden gegen\u00fcber auszugehen\u201c.<\/p>\n<p>In der Wissenschaft gehe vor allem darum, wie man Wissenschaft \u00fcberhaupt begreife, erg\u00e4nzt C\u00e9cile Stephanie Stehrenberger. \u201eWer macht das? Wer ist \u00fcberhaupt Autor und wer ist es nicht? Es geht um den guten Umgang damit. Der Umgang im Kontext Schule und Universit\u00e4t bedeutet f\u00fcr mich auch zu fragen, was Personen dazu bringt, einen \u00fcbertriebenen, nicht mehr akzeptablen R\u00fcckgriff auf diese Technik zu bestimmen. Es geht um die strukturellen Bedingungen des Lernens und des Forschens. Wissenschaft und das Verh\u00e4ltnis Wissenschaft-Technik-\u00d6ffentlichkeit ver\u00e4ndern sich kontinuierlich. Genau zu analysieren und zu diskutieren, welche Transformationen sich dabei wie vollziehen, ist grunds\u00e4tzlich von gro\u00dfer gesellschaftlicher Relevanz. Die Auseinandersetzung mit dem ChatGPT-\u201dProblem\u201d kann eine gute Gelegenheit bieten, die entsprechenden Aktivit\u00e4ten zu intensivieren.&#8220;<\/p>\n<h4>Bei KI fehlt das kreative Moment<\/h4>\n<p>Literarisches und wissenschaftliches Schreiben kann durch KI nicht ersetzt werden. Zwar sei vor allem der Algorithmus bei ChatGPT sehr genresicher, wei\u00df Katharina Andrea Kalthoff, und Bewerbungen sowie E-Mails lie\u00dfen sich damit wunderbar verfassen, doch \u201edie literarischen Texte wirken erst einmal l\u00e4cherlich, wenn sie mit der KI geschrieben werden. Das liegt beispielsweise daran, dass ChatGPT keine direkte Rede nutzt.&#8220;<\/p>\n<p>Die Wissenschaftlerin weiter: &#8222;Das kann man ausprobieren. Wenn man die Aufgabe gibt: \u201aSchreibe eine Geistergeschichte, die im England des 18. Jahrhunderts spielt\u2018, dann ist zwar das Genre etwa durch Setting und Plot erf\u00fcllt, aber auf eine lustige, da platte und plakative Art und Weise. Es bedarf einiges an Wissen \u00fcber den Algorithmus und die Funktionsweisen, aber auch einiges an Genrewissen, um da etwas Vern\u00fcnftiges herauszubekommen. Die Fragen m\u00fcssen gut und informiert gestellt sein. Letztlich fehlt die Variation oder Differenz, die das kreative Moment erm\u00f6glicht.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_70553\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 560px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-70553 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Geschenk.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"384\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ein kleines Geschenk kann f\u00fcr Vertrauen sorgen &#8211; \u00a9 Pixaby<\/span><\/div>\n<p>Beim wissenschaftlichen Schreiben werde ChatGPT sicher als Tool eine Rolle spielen, aber es g\u00e4be auch eine gute wissenschaftliche Praxis, auf die wir uns weiterhin verlassen k\u00f6nnten. Man m\u00fcsse KI sinnvoll in den Alltag integrieren und immer wieder hinterfragen, was sich hinter einer Verzauberung \u00e0 la \u201aKI wird die Menschheit \u00fcbernehmen\u2018 verberge.<\/p>\n<p>\u201eWenn wir historisch darauf blicken, sehen wir auch Parallelen zu anderen technisch-wissenschaftlichen Entwicklungen, die als eine Art Black Box daherkamen und den Verbraucher*innen zun\u00e4chst nicht verst\u00e4ndlich waren, sagt C\u00e9cile Stephanie Stehrenberger.<\/p>\n<h4>Vertrauen durch Misstrauen<\/h4>\n<p>Katastrophen wie der menschengemachte Klimawandel, \u00f6kologische und soziale Krisen, die Corona-Pandemie oder die milit\u00e4rischen Eskalationen in der Ukraine und der Terror in Israel sind be\u00e4ngstigend und f\u00fchren zu Ersch\u00fctterungen von unterschiedlichen Vertrauensbeziehungen. Wie kann denn wieder Vertrauen geschaffen werden?<\/p>\n<p>Katharina Andrea Kalthoff erkl\u00e4rt es mit dem Gegenteil: \u201eNicht nur das Vertrauen, sondern auch das Misstrauen (das eine ist nicht das Gegenteil des anderen) kann als aktive Haltung verstanden werden. Dabei gilt es zwischen einem destruktiven, gesch\u00fcrten Misstrauen, wie wir es im Rechtspopulismus (oder bei \u2018Querdenken\u2019) erleben, und einem produktiven Misstrauen zu unterscheiden. Produktives Misstrauen kann auch zu einer intensiveren Besch\u00e4ftigung mit Diskursen f\u00fchren, sodass ein anderes, besseres, weil informiertes Vertrauen entstehen kann.\u201c<\/p>\n<p>Auch m\u00fcsste der Fokus weg von der vertrauenden Person hin zu dem, wer oder was eigentlich als vertrauensw\u00fcrdig wahrgenommen werde, erg\u00e4nzt C\u00e9cile Stephanie Stehrenberger und f\u00e4hrt fort: \u201eDarin spielen soziale Strukturen und Machtverh\u00e4ltnisse innerhalb derer sich Praktiken des Vertrauens vollziehen eine entscheidende Rolle. Wir fragen uns, und deshalb sind die Aspekte Krise\/Katastrophe wie oben beschrieben f\u00fcr uns zentral, ob Vertrauenspraktiken Verschiebungen bewirken oder ob sie die geltenden Verh\u00e4ltnisse stabilisieren.\u201c<\/p>\n<p>Weitere Informationen zum Projekt und der AG Doing Trust unter<a href=\"https:\/\/doingtrust.uni-wuppertal.de\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> https:\/\/doingtrust.uni-wuppertal.de\/de<\/a><\/p>\n<p><strong>Uwe Blass<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"attachment_70547\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 210px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-70547 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/csm_KalthoffStehrenberger_7174cead6b-Kopie-1.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"131\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Katharina Andrea Kalthof (l.) und Prof. Dr. C\u00e9cile Stephanie Stehrenberger &#8211; \u00a9 privat \/ Friederike von Heyden<\/span><\/div>\n<div class=\"ti-body\">\n<h4>\u00dcber Dr. C\u00e9cile Stephanie Stehrenberger &amp; Katharina Andrea Kalthoff<\/h4>\n<p>Dr. C\u00e9cile Stephanie Stehrenberger ist Juniorprofessorin f\u00fcr historisch-komparative Wissenschafts- und Technikforschung, IZWT an der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal<br \/>\nKatharina Andrea Kalthoff ist promovierte Anglistin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsgruppe Doing Trust an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Geistes- und Kulturwissenschaften der BUW.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eAls interdisziplin\u00e4re Forschungsgruppe untersuchen wir Praktiken, Techniken und Strategien des Vertrauens in einer Zeit, die mit eskalierenden Krisen und Katastrophen assoziiert wird\u201c, sagt die Geisteswissenschaftlerin Katharina Kalthoff.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-70537","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-06 16:24:55","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70537","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70537"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70537\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":70565,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70537\/revisions\/70565"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70537"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70537"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70537"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}