{"id":70432,"date":"2023-11-27T11:01:32","date_gmt":"2023-11-27T10:01:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=70432"},"modified":"2023-11-27T11:01:32","modified_gmt":"2023-11-27T10:01:32","slug":"requiem-aeternam-unerschuetterliche-gottesliebe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2023\/11\/27\/requiem-aeternam-unerschuetterliche-gottesliebe\/","title":{"rendered":"&#8222;Requiem Aeternam&#8220;: Unersch\u00fctterliche Gottesliebe"},"content":{"rendered":"<div class=\"moz-text-html\" lang=\"x-unicode\">\n<div id=\"attachment_70437\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1949px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-70437 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_0456.jpg\" alt=\"\" width=\"1939\" height=\"1283\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dirigent, Sinfonieorchester, Chor und Solisten wurden am Ende des Konzerts mit Applaus \u00fcbersch\u00fcttet &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Der Titel \u201eRequiem Aeternam\u201c, eine Totenmesse also, die f\u00fcr Unsterblichkeit steht, mit ann\u00e4hernd 100 S\u00e4ngern monumental zelebriert vom traditionsreichen Chor der Konzertgesellschaft Wuppertal. Das Publikum erlebte die grandiose Klangf\u00fclle einer Kirchenmusik, bei der sangliche Melodik und romantische Harmonie mit strengen Kontrastpunkten harmonierten.<\/p>\n<p>Ergreifend der Klang und der Wiederhall in der Historischen Stadthalle, die von Fachleuten schon mal, wohl nicht ganz zu unrecht, als \u201eeine der sch\u00f6nsten und besten Konzert-Hallen der Welt\u201c bezeichnet wurde.<\/p>\n<h4>Ein Dirigent der Extra-Klasse<\/h4>\n<p>Das Ganze geradezu leichtf\u00fcssig und elegant dirigiert von keinem Geringeren als dem Leipziger Gregor Meyer, der als Leiter des renommierten Gewandhaus-Chores einen Namen hat. An seiner Seite die \u00fcberregional bekannten ausgezeichneten Solisten Veronika Seghers (Sopran), Sylvia Rena Ziegler (Mezzosopran), Uwe Stickert (Tenor) sowie Thomas Laske (Bariton).<\/p>\n<div id=\"attachment_70441\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-70441 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Verena-Louis-Thomas-Laske_Credt_Thomas-Laske.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"658\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der Wuppertaler Bariton Thomas Laske &#8211; \u00a9 Thomas Laske<\/span><\/div>\n<p>Felix Mendelssohn-Bartholdy hat in der geistlichen Musik s\u00e4ngerisch besonders dankbare Werke von aussergew\u00f6hnlicher Qualit\u00e4t geschaffen. Insbesondere bei der \u201eUnersch\u00fctterlichen Gottesliebe\u201c sp\u00fcrt man seinen Draht zu dem Komponisten Johann Sebastian Bach und auch zu Georg Friedrich H\u00e4ndel. Die S\u00e4tze aus dem Psalm 42 sind mit Sopran-Solis sowie mit Frauen- und M\u00e4nnerch\u00f6ren kunstvoll gelungen.<\/p>\n<p>Inhaltlich wirkt die Kantate mit leisen T\u00f6nen, eine zarte Wehmut, beruhend auf einem gl\u00fccklichen und beseligtem Gottvertrauen\u00a0 abgehoben. Die unersch\u00fctterliche Gottesliebe manifestiert sich in einem Mottomotiv auf die Worte \u201eHarre auf Gott\u201c.<\/p>\n<p>Die Sopranistin Veronika Seghers Sopran singt mit starken Stimme in einer grandiosen Schlussfuge \u201eMeine Seele d\u00fcrstet nach Gott\u2026Preis sei dem Herrn, dem Gott Israels von nun an bis in Ewigkeit.\u201c<\/p>\n<h4>Gott \u201eUrquell der Milde\u201c<\/h4>\n<p>Im zweiten Te\u00edl des Konzertes ging es um das Werk von Louis Th\u00e9odore G\u00f3uvys. Das gro\u00df angelegte, ebenfalls siebenteilige, rund einst\u00fcndige Requiem \u201eUrquell der Milde\u201c. Es entstand 1874 in Gedenken an seinem \u00fcberragenden Bezugspunkt, seiner Mutter.<\/p>\n<div id=\"attachment_70448\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2026px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-70448 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_0460.jpg\" alt=\"\" width=\"2016\" height=\"1152\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Musikerinnen und Musiker bedanken sich f\u00fcr den tosenden Schlussapplaus &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>In diesem, einem Konzertst\u00fcck \u00e4hnlichem Werk des franz\u00f6sischen Tonsch\u00f6pfers, steht die musikalische Sch\u00f6nheit und die klangvolle Wirkung \u00fcber der konkreten Textausdeutung. Eine Eigenwilligkeit, die Musikkritiker bem\u00e4ngelten, vielleicht in Verkennung der \u00fcberw\u00e4ltigenden Innerlichkeiten und dem an Espirit reichen Werkes.<\/p>\n<\/div>\n<p>In seinem Introitus (Eingang) singt der Chor in lateinisch die Worte \u201eEwige Ruhe gib ihnen, Herr, und ewiges Licht leuchte ihnen, Dir geb\u00fchrt Lobgesang\u2026 (\u201eRequiem aeternam Mona eins, Domino, et lixc perpetua luceat eis\u2026\u201c).<\/p>\n<h4>Imposante Blechbl\u00e4serpartie<\/h4>\n<p>G\u00f3uvy gl\u00e4nzt mit wunderbaren melodischen und instrumentatorischen Einf\u00e4llen. Sch\u00f6ne Soli des Horn, des Basses, ersteigern sich in Wellen, jagen empor und entladen sich mit einer imposanten Blechbl\u00e4serpartie. Alles in Anlehnung an die Biblische Geschichte, wo Gott zum Urquell der Milde, nicht zum strengen Richter avanciert.<\/p>\n<div class=\"moz-text-html\" lang=\"x-unicode\">\n<div id=\"attachment_70446\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-70446 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_0386-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ein beeindruckendes Konzert in einem beeindruckenden Ambiente &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Der Komponist\u00a0 bedient die Schreckensvision des J\u00fcngsten Gerichts eindrucksvoll mit der Bitte um Gnade ebenso wie die feierliche Stimmung mit einer \u201eHosanna-Chorfuge\u201c, um dann doch zur trauenden D\u00fcsternis zur\u00fcckzukehren. Chor und Soli: \u201eUnd ewiges Licht leuchte ihnen, Herr mit allen deinen Heiligen, denn du bist gut &#8211; Lux aeterna luceat eis, Domino, cum sanctis in aeternum, quia pius es.\u201c<\/p>\n<p>Das Konzertpublikum dankte den Darstellern f\u00fcr ihre grossartigen Leistungen mit stehenden Ovationen.<\/p>\n<p><b>Text: Siegfried J\u00e4hne<\/b><\/p>\n<div><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu Dir\u2026&#8220; Die Vertonung des 42. Psalm gilt als eines der sch\u00f6nsten Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy. Seine musikalisch dargestellte \u201eunersch\u00fctterliche Gottesliebe\u201c geh\u00f6rte zu den Highlights eines Chorkonzertes, welches das Sinfonieorchester in der Historischen Stadthalle einem begeistertem Publikum pr\u00e4sentierte.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-70432","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-12 21:19:55","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70432","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70432"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70432\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":70450,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70432\/revisions\/70450"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70432"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70432"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70432"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}