{"id":69840,"date":"2023-11-09T17:35:25","date_gmt":"2023-11-09T16:35:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=69840"},"modified":"2023-11-09T17:35:25","modified_gmt":"2023-11-09T16:35:25","slug":"loriot-ausgewiesener-kenner-der-deutschen-befindlichkeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2023\/11\/09\/loriot-ausgewiesener-kenner-der-deutschen-befindlichkeiten\/","title":{"rendered":"Loriot: Ausgewiesener Kenner der deutschen Befindlichkeiten"},"content":{"rendered":"<div class=\"textimage block buw-block\">\n<div class=\"ti-body\">\n<div id=\"attachment_69845\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1316px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-69845\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/von-Buelow-und-Neumann.jpg\" alt=\"\" width=\"1306\" height=\"882\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Vicco von B\u00fclow (l.) mit Dr. Stefan Neumann (2000) &#8211; \u00a9 Foto: Privat<\/span><\/div>\n<p>F\u00fcr den Geistes- und Kulturwissenschaftler Dr. Stefan Neuman von der Bergischen Universit\u00e4t war Loriot ein ausgewiesene Kenner der bundesdeutschen Befindlichkeiten. Autor Uwe Blass hat sich mit ihm aus Anlass des 100. Geburtstag von Vicco von B\u00fclow im Rahmen der Uni-Reihe &#8222;Jahr100Wissen&#8220;-Interview \u00fcber den au\u00dfergew\u00f6hnlichen Menschen und K\u00fcnstler unterhalten.<\/p>\n<p><strong>Woran denken Sie spontan, wenn Sie den Namen \u00b4Loriot` h\u00f6ren?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Stefan Neumann: &#8222;Ach was!&#8220;(Loriot hat in seinen Sketchen diese Interjektion oft in lakonischer Weise verwendet, um die Komik der Situation zu verst\u00e4rken; sein Ausruf <em>Ach (was)!<\/em> ist inzwischen Allgemeingut. Anm. d. Red.)<\/p>\n<div id=\"attachment_53830\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 440px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-53830\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Logo-Jahr100Wissen.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"138\" \/><span class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bergische Universit\u00e4t<\/span><\/div>\n<p><strong>Loriot w\u00e4re am 12. November 100 Jahre alt geworden. Er war ein vielseitiges Allroundtalent. Woran erkennt man das?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Stefan Neumann: &#8222;Man kann es auf eine ganz einfache Formel bringen. Loriot ist Trends nicht gefolgt, er hat sie gemacht. Das gilt f\u00fcr seine fr\u00fche Karriere als Zeichner ebenso wie f\u00fcr seine Karriere als Fernseh- und Filmemacher. Sein Humor ist einzigartig. Er hat Dinge ver\u00e4ndert und neu erfunden. Loriot ist feinsinnig, kultiviert und entlarvend, ohne seine Figuren oder sein Publikum blo\u00dfzustellen. Als Grundlage dient seine Lebenserfahrung, die genaue Beobachtung seiner Mitmenschen und nat\u00fcrlich seine handwerklichen F\u00e4higkeiten und Genauigkeiten in den Bereichen Timing, Inszenierung und Umsetzung. Auch die Requisiten sind sehr detailgetreu und liebevoll gemacht. Loriots Komik basiert auf der Angst, dass die b\u00fcrgerliche Welt einst\u00fcrzt, dass man selbst ungesch\u00fctzt und als Versager dasteht. Wie der Chef der Vereinigten Europa-Trikotagen GmbH, der versucht, ein Verh\u00e4ltnis mit seiner Sekret\u00e4rin zu beginnen, dabei schon an der Physik eines Kusses scheitert und dessen verzweifeltes \u201eAndere machen es doch auch\u201c man auf vieles beziehen kann. Loriots Komik ist vielschichtig. Und deshalb ist sie oft nicht eindeutig. Zwar verstehen wir sie sofort und lachen, aber, wenn man nachfragt, was genau da so komisch ist, wird es schwierig. Loriots Komik ist Kunst auf hohem Niveau. Er hat sehr akribisch gearbeitet und er war sehr fordernd seinen Mitarbeitern gegen\u00fcber, jedoch immer menschlich humorvoll, ein sehr umg\u00e4nglicher Mensch.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Was bedeutet eigentlich der Name Loriot?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Stefan Neumann: &#8222;Vicco von B\u00fclow hat in Hamburg Kunst studiert und wollte eigentlich bildender K\u00fcnstler werden. Quasi nebenher verdiente der frisch verheiratete Loriot mit Grafiken und Humorzeichnungen f\u00fcr Zeitungen seinen Lebensunterhalt. Und f\u00fcr diesen Brotberuf wollte er seinen Namen nicht hergeben. Also nahm er den Wappenvogel der Familie von B\u00fclow, einen Pirol, und \u00fcbersetzte den Namen dieses Vogels ins Franz\u00f6sische, denn damals waren in der Karikaturisten-Szene franz\u00f6sische Zeichner gerade sehr erfolgreich. So kam es zu Loriot.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_69847\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 560px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-69847\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Neumann-Presse.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"315\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dr. Stefan Neumann &#8211; Geistes und Kulturwissenschaftler &#8211; \u00a9 UniSercie Transfer<\/span><\/div>\n<p><strong>Loriot war eigentlich studierter Maler und Grafiker. Zu seinen ersten Zeichnungen geh\u00f6rte eine heute noch bekannte Figur, die er als Werbegrafiker auch oft in der Zeitschrift \u201eStern\u201c verwandte. Um welche Figur handelt es sich dabei?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Stefan Neumann: &#8222;Das ber\u00fchmte Knollennasenm\u00e4nnchen kennt fast jeder. Es ist eine stilisierte m\u00e4nnliche Figur mit dicker Nase, meist im Stresemann gekleidet, jenem staatstragenden Anzug aus den 1920er Jahren, in der sich hoher Anspruch und t\u00fcckisches Scheitern schon in der Person vereinen. Wenn ich das Knollnasenm\u00e4nnchen vor mir sehe mit seinem ungl\u00e4ubig staunenden, etwas entr\u00fcckten Gesichtsausdruck und diesen schon in den 1950er Jahren altmodischen Klamotten, dann denke ich immer: Ach was! Das \u00c4u\u00dfere und das Innere dieser Figur widersprechen sich und man kann sich selbst darin sehr gut wiedererkennen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>An seinen Humor mussten sich die Deutschen aber erst gew\u00f6hnen. Es gab auch Proteste und der &#8218;Stern&#8216; beendete sogar die Zusammenarbeit mit ihm. Aus welchem Grund?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Stefan Neumann: &#8222;Loriot hat w\u00e4hrend seiner Kariere immer wieder Grenzen verschoben. Das begann mit seiner ersten gr\u00f6\u00dferen Cartoonserie, in der er die Rollen von Menschen und Hunden ausgetauscht hat, ein klassisches \u201eVerkehrte-Welt-Motiv\u201c, das aber den Menschen der 1950er Jahre unerh\u00f6rt erschien: In einer Zeichnung sieht man eine junge Frau mit mehreren Kindern in einem K\u00f6rbchen. Um das K\u00f6rbchen herum steht eine ersch\u00fcttert dreinblickende Familie von gro\u00dfen Hunden, von denen einer sagt: \u201e\u201cMan h\u00e4tte sie eben keine Minute aus den Augen lassen d\u00fcrfen.\u201c Das kam in der damaligen Gesellschaft der pr\u00fcden Sexualmoral und der Vorstellung des Menschen als Krone der Sch\u00f6pfung nicht so gut an. Es gab k\u00f6rbeweise erboste Leserbriefe und der \u201eStern\u201c druckte fast 20 Jahre lang keine weiteren Cartoons von Loriot mit Ausnahme einer Kinderbeilage, in der er weiterhin zu vorgegebenen Texten das Nashorn Reinhold zeichnen durfte. In den sp\u00e4ten 1960ern zeigte Loriot dann in seiner ARD-Fernsehserie \u201eCartoon\u201c das erste Mal im deutschen Fernsehen nackte Menschen. Auch da gab es Leute, die das nicht lustig fanden. Aber je bekannter Loriot wurde und je weiter sich die bundesdeutsche Gesellschaft liberalisierte, desto besser wurde das Verh\u00e4ltnis.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_69848\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 560px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-69848 \" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Ehrendoktor-der-bergischen-Universitaet-Vicco-von-Bueow-Foto-Petra-Zoellner.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"775\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ehrendoktorw\u00fcrde f\u00fcr Vicco von B\u00fclow (2001) &#8211; \u00a9 Foto: Petra Z\u00f6llner<\/span><\/div>\n<p><strong>Keiner wollte seine Zeichnungen ver\u00f6ffentlichen. Das \u00e4nderte sich aber mit dem Diogenes-Verlag. Warum?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Stefan Neumann: &#8222;Daniel Keel, der Verleger des frisch gegr\u00fcndeten Diogenes Verlages, war jung, experimentierfreudig und wusste Popul\u00e4rkultur und k\u00fcnstlerisches Niveau miteinander zu verbinden. Deshalb war Loriot dort genau richtig. Er war von einer Bekannten auf den Verlag aufmerksam gemacht worden und kam so mit Keel in Kontakt. Dessen Reihe mit kleinen Geschenkb\u00fcchern, die in Bahnhofsbuchhandlungen und Geschenkl\u00e4den verkauft wurden, waren ein ideales Medium f\u00fcr die fr\u00fchen Loriot-Zeichnungen. Im Gegensatz zum \u201eStern\u201c traute sich Keel auch abseits des Mainstreams zu ver\u00f6ffentlichen. Loriot ist dann zeitlebens bei diesem Verlag geblieben.&#8220;<\/p>\n<p><strong>In den 70er Jahren schuf er seinen wohl bekanntesten Hund. Wer war das?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Stefan Neumann: &#8222;Wum war das Maskottchen der Aktion Sorgenkind, das Loriot gezeichnet hatte. Die Aktion Sorgenkind war eine Fernsehlotterie, mit deren Erl\u00f6sen man damals die Opfer des Contergan-Skandals unterst\u00fctzen wollte. In einem kleinen Zeichentrick-Sketch, gezeichnet und gesprochen von Loriot, wies Wum auf die Show zur Fernsehlotterie hin, die \u201e3 mal 9\u201c hie\u00df und sp\u00e4ter in \u201eDer gro\u00dfe Preis\u201c umbenannt wurde. Da gab es dann auch noch weitere Charaktere wie den Elefanten Wendelin und den Blauen Klaus. Der Showmaster hie\u00df Wim Thoelke, daher der Name Wum. Wum wurde schnell der Liebling der Nation und zum H\u00f6hepunkt der jeweiligen Fernsehshow, in die jeweils ein Sketch eingebettet wurde, in dem Wum ziemlich aberwitzige Dinge tat. F\u00fcr Kinder war das ein absoluter H\u00f6hepunkt der Fernsehwoche und man bettelte, damit man aufbleiben durfte, bis Wum gezeigt wurde. Damals bin auch ich als Kind vom Loriot-Virus infiziert worden. Sp\u00e4ter gab es sogar einen Schlager mit Wums Gesang mit dem Titel \u201eIch w\u00fcnsch mir `ne kleine Miezekatze\u2026\u201c, der in den Musik-Charts bis auf Platz 1 kam.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Loriot war in fr\u00fchen Filmproduktionen als Schauspieler involviert, z.B. in Bernhard Wickis &#8218;Die Br\u00fccke&#8216;, machte sich aber erst durch seine eigene Fernsehserie und die nachfolgenden Filme ab den 70er Jahren bei den Zuschauern unsterblich. Vor allem seine Sketchserie &#8218;Loriot&#8216;, die er mit sechs Folgen pr\u00e4sentierte, haben bis heute Kultstatus. Was macht sie so besonders?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Stefan Neumann: &#8222;Die Klassiker, die bis heute im Ged\u00e4chtnis der Nation sind, sind vor allem die Sketche, die er in Loriot I bis VI in den Jahren zwischen 1976 und 1978 produziert hat. Hier stimmte einfach alles. Die liberalen 1970er Jahre lie\u00dfen vieles zu, was vorher unm\u00f6glich gewesen w\u00e4re. Bei Radio Bremen redete Loriot niemand hinein und er hatte ein erstklassiges Ensemble. Allen voran nat\u00fcrlich Evelyn Hamann. Hier entstanden die Klassiker wie \u201eDer Lottogewinner\u201c, \u201eDas Jodeldiplom\u201c, \u201eDie Nudel\u201c und viele andere. Dabei spielen Loriots handwerkliches K\u00f6nnen mit seiner visuellen Vorstellungskraft und seinem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Gef\u00fchl f\u00fcr Sprache sich gegenseitig in die H\u00e4nde. Wenn man diese Zeit verstehen will, jene bundesdeutsche Wohlstandsgesellschaft mit damals von Loriot schon deutlich angemahnter Warnung vor Umweltzerst\u00f6rung und dem bundesdeutschen Selbstverst\u00e4ndnis zwischen Gr\u00f6\u00dfenwahn und Verklemmtheit, muss man Loriot schauen. Er ist ein Meister seines Faches und ein ausgewiesener Kenner der Befindlichkeiten seiner Zeit.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Was viele nicht wissen, auch im Bereich der Oper war er aktiv. Wie kam das?<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Stefan Neumann: &#8222;Da gab es eine gro\u00dfe Affinit\u00e4t zur Oper seit seiner Kindheit, die er bei Gro\u00dfmutter und Gro\u00dftante verbrachte, als die Eltern sich getrennt hatten. Die beiden Damen haben ihn zur Belohnung immer mit in die Oper genommen, und das hat er von klein auf geliebt. Er gilt auch als gro\u00dfer Wagnerfan. Zun\u00e4chst hat er Zwischentexte f\u00fcr Opern verfasst, z. B. 1975 zu Saint-Saens &#8218;Karneval der Tiere&#8216;, 1982 f\u00fcr &#8218;Peter und der Wolf&#8216;. Sp\u00e4ter hat er Erl\u00e4uterungstexte zu Opern bei Galakonzerten am M\u00fcnchner G\u00e4rtnerplatz geschrieben. Das kam gut an, weil seine Texte auch sehr witzig waren und man die Opern dadurch besser verstand, denn er erkl\u00e4rte die Zusammenh\u00e4nge leicht und humoristisch. Sein Freund, der Opernintendant Klaus Schulz, hat ihn lange \u00fcberredet, bis er schlie\u00dflich eine Inszenierung \u00fcbernahm. Das war zun\u00e4chst die Oper &#8218;Martha&#8216; von Flotow Ende der 1980er Jahre und dann den &#8218;Freisch\u00fctz&#8216; von Weber, beides wurden gro\u00dfe Erfolge.&#8220;<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"clearfix\">\n<p class=\"\"><strong>Loriot wurde 2001 die Ehrendoktorw\u00fcrde der Bergischen Universit\u00e4t verliehen. Sie selber haben aber auch pers\u00f6nliche Begegnungen mit ihm gehabt. Wie kam es dazu?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"textimage block buw-block\">\n<div class=\"ti-body\">\n<p>Dr. Stefan Neumann: &#8222;Der Gedanke zur Ehrendoktorw\u00fcrde entstand im Kontext mit meiner Forschung zu Loriot, den ich im Laufe meiner Recherche auch pers\u00f6nlich getroffen hatte. Beim \u00dcberlegen, welches Dissertationsthema ich w\u00e4hlen k\u00f6nnte, hatte ich meinem Doktorvater, Prof. Heinz R\u00f6lleke, vorgeschlagen, ob ich nicht etwas zur sprachlichen und literarischen Anbindung von Loriot machen k\u00f6nnte und bef\u00fcrchtete, er w\u00fcrde mich achtkantig rauswerfen, denn er war nicht daf\u00fcr bekannt, dass er sich mit popul\u00e4rwissenschaftlichen Themen befasste. Aber er lie\u00df dankenswerterweise das Thema zu. Es ging ihm dabei um Loriots sprachliche Kreativit\u00e4t, sein genaues Hinh\u00f6ren. Und so erregte meine Forschung ein bisschen Aufmerksamkeit und durch die Hilfe einer engagierten Ehrenb\u00fcrgerin der Bergischen Universit\u00e4t, Stella Baum, die Loriot pers\u00f6nlich kannte, habe ich Vicco von B\u00fclow kennenlernen d\u00fcrfen und konnte vor Ort bei ihm zuhause eine Woche lang recherchieren. Ich durfte in seinem Archiv arbeiten, das war wunderbar. Auch menschlich war er ein ganz besonderer Zeitgenosse.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"clearfix\">So verfestigte sich die Idee, ihm die Ehrendoktorw\u00fcrde anzutragen, denn ich konnte in meiner Arbeit nachweisen, dass er tats\u00e4chlich auf literarischem und sprachlichem Gebiet nicht nur vieles gut beobachtet und meisterhaft dargestellt hat. Und das zeigt sich nicht nur in den Zeichnungen oder Sketchen auf der visuellen Ebene, sondern noch viel st\u00e4rker auf der sprachlichen Ebene. Rilke wird konterkariert mit einem Bl\u00f6delreim, pingelig genaue Gesch\u00e4ftssprache mit Anz\u00fcglichkeiten.\u00a0 Loriot setzt einen sehr elaborierten Code gegen das Scheitern der Sprache und das macht er gro\u00dfartig. Wir haben uns sehr gefreut, dass er die Ehrendoktorw\u00fcrde der Bergischen Universit\u00e4t 2001 angenommen hat.&#8220;<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"textimage block buw-block\">\n<div class=\"ti-body\">\n<p><strong>Uwe Blass<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_69850\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 237px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-69850\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Neumann-Pressexxx.jpg\" alt=\"\" width=\"227\" height=\"342\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dr. Stefan Neumann &#8211; \u00a9 UniService Transfer<\/span><\/div>\n<h4>\u00dcber Dr. Stefan Neumann<\/h4>\n<p>Dr. Stefan Neumann arbeitet in der Fakult\u00e4t f\u00fcr Geistes und Kulturwissenschaften der Bergischen Universit\u00e4t im Bereich Didaktik der deutschen Sprache und Literatur.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Loriot, der eigentlich Bernhard-Viktor \u201eVicco\u201c Christoph-Carl von B\u00fclow hie\u00df, w\u00e4re am Sonntag (12.11.) 100 Jahre alt geworden. Er hat sich um den Humor in Deutschland verdient gemacht. Man denke nur legend\u00e4ren Zeichentrick-Tier-Figuren &#8222;Wum und Wendelin&#8220; oder an die Kino-Filme &#8222;\u00d6dipussi&#8220; (1988) oder &#8222;Pappa ante portas&#8220; (1991)<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-69840","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-20 11:57:17","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69840","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69840"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69840\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":69852,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69840\/revisions\/69852"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69840"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69840"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69840"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}