{"id":69404,"date":"2023-10-27T17:26:53","date_gmt":"2023-10-27T15:26:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=69404"},"modified":"2023-10-31T05:14:03","modified_gmt":"2023-10-31T04:14:03","slug":"anja-liebert-klimaschutz-ist-bereits-jetzt-jobmotor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2023\/10\/27\/anja-liebert-klimaschutz-ist-bereits-jetzt-jobmotor\/","title":{"rendered":"Anja Liebert: &#8222;Klimaschutz ist bereits jetzt Jobmotor&#8220;"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_69416\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1195px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-69416 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Foto3_Wolf-Sondermann-Kopie.png\" alt=\"\" width=\"1185\" height=\"799\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ihr Herz schl\u00e4gt f\u00fcr Wuppertal: MdB Anja Liebert unter dem Ger\u00fcst der Schwebebahn &#8211; \u00a9 Wolf Sondermann<\/span><\/div>\n<p>Anja Liebert ist im Bundestag Ordentliches Mitglied im Ausschuss f\u00fcr Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen sowie Stellvertretendes Mitlied im Petitions- und Verkehrsausschuss. Privat vertraut sie als \u00fcberzeugte Kleing\u00e4rtnerin auf selbstangebaute, \u00f6kologsche Lebensmittel und f\u00e4hrt gern mit der Eisenbahn &#8211; was wohl bei einer Gr\u00fcnen-Politkerin nicht sonderlich \u00fcberraschend ist.<\/p>\n<p>Im Interview mit der STADTZEITUNG zieht Anja Liebert, Bundestagsabgeordnete (MdB) von B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen, ihre ganz pers\u00f6nliche Halbzeitbilanz der Ampel-Regierung.<\/p>\n<p><strong>DS: Welche Schulnote w\u00fcrden Sie der Ampel-Regierung zur Halbzeit geben und warum?<\/strong><\/p>\n<p>Anja Liebert: &#8222;Als Schulnote gebe ich eine 3, weil wir in der Ampel schon viel auf den Weg gebracht haben, aber die \u201em\u00fcndliche Note\u201c, also die Kommunikation, wirklich verbesserungsw\u00fcrdig ist.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Haben Sie vorher geahnt, dass Regieren in einer Dreier-Koalition so kompliziert werden w\u00fcrde?<\/strong><\/p>\n<p>Anja Liebert: &#8222;Da mir die Erfahrung f\u00fcr so ein B\u00fcndnis fehlte, bin ich optimistisch an die Sache rangegangen. Wir haben ein starkes Koalitionspapier gemacht, das leider von der Realit\u00e4t eingeholt wurde. Die Notwendigkeit, auf den Angriffskrieg Putins auf die Ukraine zu reagieren, hatte und hat einfach hohe Priorit\u00e4t.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_69417\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-69417 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Anja-Liebert-3-Copyright-Bundestag.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"475\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Anja Liebert bei einer Rede im Bundestag &#8211; \u00a9 Deutscher Bundestag<\/span><\/div>\n<p><strong>DS: Was sagen Sie dazu, dass Ihrer Partei von vielen Seiten vorgeworfen wird, Sie w\u00fcrden zu rigoros versuchen, Ihre ideologisch gepr\u00e4gten Vorstellungen und \u00dcberzeugungen durchzusetzen?<\/strong><\/p>\n<p>Anja Liebert: &#8222;Die meisten Menschen m\u00f6chten eine intakte Umwelt und eine Welt, in der auch in Zukunft ein gutes Leben m\u00f6glich ist. Daf\u00fcr m\u00fcssen wir etwas tun beim Klimaschutz und f\u00fcr ein selbstbestimmtes Leben. Das bedeutet Ver\u00e4nderung. F\u00fcr manche Menschen gehen unsere Ideen, zum Beispiel in der Verkehrspolitik oder bei Klimathemen, zu weit oder sie bef\u00fcrchten Einschr\u00e4nkungen. Ver\u00e4nderungen sind aber n\u00f6tig, damit wir gemeinsam eine Zukunft haben. Das hat nichts mit Ideologie zu tun. Nichtstun ist jedoch leider keine Option.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Wie sehen Sie die Rolle von Kanzler Olaf Scholz, der oft sehr zaghaft wirkt und vieles einfach laufen zu lassen scheint?<\/strong><\/p>\n<p>Anja Liebert: &#8222;Der Bundeskanzler ist sicherlich nicht zaghaft. Aber auch hier gilt: Kommunikation mit den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern ist wichtig, um die Menschen in diesen Zeiten mitzunehmen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Haben Sie die vielen lautstarken Proteste in Sachen GEG-Gesetz \u00fcberrascht?<\/strong><\/p>\n<p>Anja Liebert: &#8222;Die Art des Protestes hat mich schon \u00fcberrascht, da es keine wirkliche Diskussion gab, sondern erstmal nur \u201edraufgehauen\u201c wurde. Auch zum Beispiel von Teilen der Medien. Ob Handwerk, Vermieterinnen, Vermieter oder Hersteller \u2013 eigentlich wissen alle, dass das Heizen mit \u00d6l und Gas immer teurer wird und daher diese Heizungen nicht mehr die Standardl\u00f6sung sein k\u00f6nnen. Durch die \u00dcbergangsfristen und die kommunale W\u00e4rmeplanung kann jetzt an tragbaren L\u00f6sungen gearbeitet werden. L\u00f6sungen, die sozial gerecht, klimafreundlich und vor allem eben machbar sind.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_69418\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-69418 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Anja-Liebert_Foto-Wolf-Sondermann.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"468\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Anja Liebert: Arbeitsplatz in Berlin &#8211; Zuhause in Wuppertal &#8211; \u00a9 Wolf Sondermann<\/span><\/div>\n<p><strong>DS: Sie regieren in einer Reihe von Bundesl\u00e4ndern durchaus erfolgreich mit. Haben Sie eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, warum Sie im Bund so viel Gegenwind bekommen?<\/strong><\/p>\n<p>Anja Liebert: &#8222;Wir regieren auch im Bund erfolgreich mit. Wenn ich mir die Sonntagsfragen so anschaue, sind die Gr\u00fcnen die stabilste Partei in der Ampelkoalition. Wenn \u201eGegenwind\u201c zu Diskussionen f\u00fchrt, finde ich das in Ordnung. Wenn es nur noch Populismus ist, dann haben nicht nur wir Gr\u00fcnen ein Problem, sondern die Demokratie insgesamt.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Ideologisch stehen die Klimaaktivisten der &#8222;Letzten Generation&#8220; Ihrer Partei sicher am N\u00e4chsten. Was halten Sie denn pers\u00f6nlich von den Aktionen der sogenannten &#8222;Klima-Kleber&#8220;?<\/strong><\/p>\n<p>Anja Liebert: &#8222;Ich halte diese Aktionen nicht f\u00fcr zielgerichtet, denn sie f\u00fchren nicht dazu, dass Menschen mehr Akzeptanz f\u00fcr Klimaschutz aufbringen. Eigentlich schade, dass engagierte Menschen ihre Energie nicht st\u00e4rker in L\u00f6sungen investieren.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Die Klimaaktivisten dramatisieren die Situation so, als w\u00fcrde morgen die Welt untergehen und Deutschland, dessen Anteil etwa 1,8 Prozent des weltweiten CO2-Ausstosses ausmacht, k\u00f6nne allein die Welt retten. Das ist kein \u00fcberzeugendes Argument. M\u00fcsste man nicht stattdessen als Vorreiter die Forschung und Industrie st\u00e4rker motivieren, Technologien zu entwickeln, die weltweit den CO2-Ausstoss senken und somit entscheidend zur Klimarettung beitragen?<\/strong><\/p>\n<p>Anja Liebert: &#8222;Wenn wir mit unserem CO2-Ausstoss so weitermachen wie bisher, dann wird sich die Welt dramatisch ver\u00e4ndern, mehr Hitze, mehr Starkregen, mehr D\u00fcrre, Lebensr\u00e4ume werden unbewohnbar, Arten sterben aus \u2013 das best\u00e4tigen alle seri\u00f6sen wissenschaftlichen Erkenntnisse. Die Technologien und Instrumente sind da, wir m\u00fcssen sie umsetzen und einsetzen. Ein gutes Beispiel daf\u00fcr ist der massive Ausbau erneuerbarer Energien. Aber versuchen Sie mal, in Deutschland ein Tempolimit einzuf\u00fchren.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_69419\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-69419 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Anja-Liebert-1-Copyright-Wolf-Sondermann.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"431\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Gr\u00fcnen-Politikerin Anja Liebert &#8211; \u00a9 Wolf Sondermann<\/span><\/div>\n<p><strong>DS: Fr\u00fcher gab es Bundesminister f\u00fcr Wirtschaft, Bundesminister f\u00fcr Wirtschaft und Technologie oder Bundesminister f\u00fcr Wirtschaft und Energie. Robert Habeck ist der erste Bundesminister f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz. Halten Sie diese Konstellation nicht f\u00fcr problematisch, weil da Interessenskonflikte &#8211; zumindest in der Wahrnehmung &#8211; vorprogrammiert sind?<\/strong><\/p>\n<p>Anja Liebert: &#8222;Die Kombination von Wirtschaft und Klimaschutz ist richtig und wichtig. Die Wirtschaft t\u00e4tigt bereits riesige Investitionen in Klimaschutz, um wettbewerbsf\u00e4hig zu sein. Ob Energieversorgung oder neue Produkte und Dienstleistungen \u2013 Klimaschutz ist bereits jetzt Jobmotor.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Rund 80 Prozent der Deutschen sind mit der Arbeit der Bundesregierung unzufrieden. Alle Regierungsparteien haben an Zuspruch verloren. Warum bereitet das Ihnen keine schlaflosen N\u00e4chte?<\/strong><\/p>\n<p>Anja Liebert: &#8222;Ja, SPD und FDP haben stark an Zuspruch verloren. Aber im Ernst: Mir macht insbesondere Sorge, dass es Menschen gibt, die grunds\u00e4tzlich mit dem demokratischen System in Deutschland unzufrieden sind und sich rechten Parteien zuwenden. Das ist ein gro\u00dfes Problem. Im Jahr 2018 waren \u00fcbrigens 78% der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger unzufrieden mit der Bundesregierung und insbesondere mit der CSU. Umfragen sind Momentaufnahmen, daher sollten wir uns auf die Arbeit konzentrieren und nicht auf Umfragen.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_69420\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-69420 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Anja-Liebert-5-Copyright-Wolf-Sondermann.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"446\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Politikerin Anja Liebert im &#8222;Spiegel&#8220; &#8211; \u00a9 Wolf Sondermann<\/span><\/div>\n<p><strong>DS: Wie gro\u00df sch\u00e4tzen Sie die Chance ein, dass die Ampel-Koalition bei der n\u00e4chsten Bundestagswahl wiedergew\u00e4hlt wird?<\/strong><\/p>\n<p>Anja Liebert: &#8222;Wir haben gerade die H\u00e4lfte der Legislaturperiode erreicht und in dieser Zeit Kriege, Krisen und Katastrophen erlebt. Ich bin mir sicher, dass das f\u00fcr jede Regierung eine harte Probe gewesen w\u00e4re. Von daher kann ich da keine Prognose abgeben. Bei der n\u00e4chsten Bundestagswahl werde ich nat\u00fcrlich f\u00fcr ein starkes gr\u00fcnes Ergebnis k\u00e4mpfen, alles Weitere werden wir dann sehen. Bis dahin haben wir noch viel Arbeit.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Bislang wird die AfD von den anderen Parteien zum gro\u00dfen Teil ignoriert, beschimpft und nicht richtig ernst genommen. Und trotzdem legt die Partei immer weiter zu. M\u00fcsste man sich mit der AfD nicht inhaltlich auseinandersetzen, die Widerspr\u00fcche und Risiken ihrer politischen Forderungen in den Fokus r\u00fccken, oder haben Sie eine andere Idee, wie die demokratischen Parteien wieder Stimmen von der AfD zur\u00fcckerobern k\u00f6nnten?<\/strong><\/p>\n<p>Anja Liebert: &#8222;Ich teile Ihre Analyse an der Stelle nicht, dass die AfD ignoriert oder beschimpft wird. Schauen Sie sich gerne mal eine Bundestagsdebatte im Internet an: Die AfD bietet keine L\u00f6sungen f\u00fcr die aktuellen Herausforderungen an, sondern ist \u00fcberwiegend destruktiv. Ihre vermeintlichen Ideen w\u00fcrden die Wirtschaft und die Sozialsysteme ruinieren, Deutschland in der Welt isolieren und soziale Ungerechtigkeiten f\u00f6rdern. Die demokratischen Parteien sollten daher nicht auf die populistischen T\u00f6ne reinfallen und diese \u00fcbernehmen, sondern sach- und zukunftsorientiert zum Wohle der Menschen arbeiten.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_69421\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-69421 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Anja-Liebert-6-Copyright-Philipp-Czampiel.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"429\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Anja Liebert \u00fcber den D\u00e4chern Wuppertals &#8211; \u00a9 Wolf Sondermann<\/span><\/div>\n<p><strong>DS: Was haben Sie in den letzten zwei Jahren konkret f\u00fcr die Bergische Region erreichen k\u00f6nnen?<\/strong><\/p>\n<p>Anja Liebert: &#8222;Als Mitglied im Bauausschuss habe ich viel mit Stadtentwicklungsthemen zu tun, die sehr wichtig f\u00fcr unsere Region sind. In den letzten zwei Jahren sind viele Millionen an F\u00f6rdergeldern aus unterschiedlichen Programmen ins Bergische geflossen. Exemplarisch seien hier zum Beispiel die Zuwendungen f\u00fcr die Instandsetzung der Jakobstreppe und des Weyerbuschturms genannt oder das Modellprojekt des Gr\u00fcnen Zoos f\u00fcr den klimaneutralen Betrieb, das allein mit mehr als vier Millionen Euro gef\u00f6rdert wird. Mit den Gesetzen aus dem Bau- und Energiebereich haben wir Beschleunigung und Vereinfachung f\u00fcr den Ausbau von erneuerbaren Energien vorangebracht. F\u00fcr viele Unternehmen auch im Bergischen Land ein wichtiger Faktor. Dazu die Entlastungspakete f\u00fcr Verbraucherinnen, Verbraucher und Unternehmen. Auch die Mindestlohnerh\u00f6hung und das neue B\u00fcrgergeld wirken sich direkt auf die Menschen hier aus. Es gibt auch vermeintlich kleine Punkte, z.B. die Verl\u00e4ngerung der Antragsfrist f\u00fcr die Fluthilfe \u2013 f\u00fcr Betroffene manchmal entscheidend.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Die Stimmung in den Unternehmen des Bergischen Dreiecks ist denkbar schlecht, inwieweit k\u00f6nnen Sie den Unternehmerinnen und Unternehmern, darunter auch viele Mittelst\u00e4ndler, Hoffnung machen?<\/strong><\/p>\n<p>Anja Liebert: &#8222;Wir sind wirklich in einer Zeit mit gro\u00dfen Ver\u00e4nderungen, ob bei Unternehmen oder den Menschen. Den Unternehmerinnen und Unternehmern m\u00f6chte ich Mut machen, sich weiter engagiert f\u00fcr die Region einzusetzen. F\u00fcr den Umbau hin zu klimafreundlicher Produktion und Dienstleistung unterst\u00fctzen wir mit milliardenschwerer F\u00f6rderung. Die Planungsbeschleunigung macht Prozesse einfacher und schneller. Bei der Digitalisierung m\u00fcssen wir allerdings alle gemeinsam noch besser werden, denn auch das ist f\u00fcr die Unternehmen ein gro\u00dfes Zukunftsthema. Mit dem Fachkr\u00e4fteeinwanderungsgesetz schaffen wir die M\u00f6glichkeiten, dem\u00a0 Fachkr\u00e4ftemangel entgegenzuwirken. Ich w\u00fcnsche mir auch wieder mehr Optimismus und wei\u00df, dass unsere Bergischen Unternehmen mit aller Kraft f\u00fcr die Zukunft arbeiten.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_69424\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-69424 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Anja-Liebert-4-Copyright-Philipp-Czampiel.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"433\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Hat den Bundestag im Blick: Anja Liebert &#8211; \u00a9 Philipp Czampiel<\/span><\/div>\n<p><strong>DS: Welche Erwartungen setzen Sie in die zweite H\u00e4lfte der Legislaturperiode?<\/strong><\/p>\n<p>Anja Liebert: &#8222;Unser Koalitionsvertrag ist die Grundlage auch f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Jahre. Wir haben bereits viel umgesetzt und m\u00fcssen gemeinsam und mit guter Kommunikation weiterarbeiten. Ich w\u00fcnsche mir sehr, dass wir wieder in einer friedlicheren Welt leben k\u00f6nnen. Wir werden in der Ampel weiter den Klimaschutz und die soziale Abfederung im Blick behalten \u2013 das sind wir den Menschen schuldig.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: In Wuppertal ist mit Dr. Uwe Schneidewind einer Ihrer Parteikollegen Oberb\u00fcrgermeister. Wie sch\u00e4tzen Sie seine Arbeit ein?<\/strong><\/p>\n<p>Anja Liebert: &#8222;Es steht mir als Bundestagsabgeordnete nicht zu, \u00fcber die Arbeit des Oberb\u00fcrgermeisters zu urteilen \u2013 das steht ausschlie\u00dflich den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern Wuppertals zu.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Vielen Dank f\u00fcr das offene, informative Gespr\u00e4ch<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das Interview f\u00fchrte Peter Pionke<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_69426\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 410px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-69426 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Anja-Liebert-2-Copyright-Philipp-Czampiel.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"401\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Anja Liebert MdB B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen &#8211; \u00a9 Philipp Czampiel<\/span><\/div>\n<h4>VITA ANJA LIEBERT<\/h4>\n<p>Anja Liebert wurde am 19.09.1969 in Dortmund geboren. Dort ging sie auch zur Schule und machte auch ihr Abitur. Sie studierte zun\u00e4chst in M\u00fcnster und anschliessend an der Bergischen Universit\u00e4t Literaturwissenschaft, Anglistik und Politikwissenschaften. Sie verlegte auch ihren Wohnsitz nach Wuppertal. Im Rahmen ihres Studiums arbeitete Anja Liebert von 1992 -1993 ein Jahr als Sprachassistentin in England.<\/p>\n<p>An der Bergischen Universit\u00e4t engagierte sie sich in unterschiedlichsten Gremien. Um zum Teil ihr Studium zu fianzieren, arbeitete Anja Liebert als Studentische Hilfskraft im Fotolabor, als Produktionshilfe und als Aushilfe in der Pressestelle der Uni. Zuletzt unterst\u00fctzte sie als Honorardozentin f\u00fcr Deutsch Sp\u00e4taussiedlerinnen und Sp\u00e4taussiedlern beim Erlernen der der deutschen Sprache.<\/p>\n<p>In dieser Zeit fand sie auch den Weg zu den Wuppertaler Gr\u00fcnen, engagierte sich in der Frauen-AG, im Verkehrsbereich und im Kreisverband-Vorstand.<\/p>\n<p>1999 wurde Anja Liebert erstmals in den Rat der Stadt Wuppertal gew\u00e4hlt und geh\u00f6rte ihm bis 2001 an. Von 2001 &#8211; 2004 war sie als Pressesprecherin und Marketing-Leiterin bei einem \u00f6kologischen Finanzdienstleister fest angestellt. In der Zeit stand sie dem Wuppertaler Verkehrsausschuss als sachkundige B\u00fcrgerin weiterhin zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<div id=\"attachment_69428\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-69428 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Foto4_Wolf-Sondermann.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"402\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Anja Liebert locker in Freizeitklamotten &#8211; \u00a9 Wolf Sondermann<\/span><\/div>\n<p>Von 2004\u00a0 &#8211; 2020 sass Anja Liebert dann erneut im Rat der Stadt &#8211; von 2014 &#8211; 2020 war sie Fraktionsvorsitzende von B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen als Teil einer Doppelspitze. Von 2010 &#8211; 2012 arbeitete Anja Liebert beim Bildungstr\u00e4ger WIPA GmbH als Dozentin in der Erwachsenenbildung. Ab 2012 war sie als Verwaltungsangestellt beim Jobcenter Wuppertal (A\u00f6R) t\u00e4tig. 2021 zog sie \u00fcber die Landesliste Von B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen in den\u00a0 Deutschen Bundestag ein.<\/p>\n<p>Anja Liebert war von 2015 &#8211; 2021 Aufsichtsr\u00e4tin der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsf\u00f6rderungsgesellschaft mbH in Solingen. Sie sitzt seit 2009 im Aufsichtsrat der Wuppertaler Stadtwerke mobil GmbH und seit 2014 im Aufsichtrat der WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH.<\/p>\n<p>Anja Liebert ist ledig und Mutter eines Kindes.<\/p>\n<p><strong>Link zur Homepage von Anja Liebert:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.anjaliebert.de\">http:\/\/www.anjaliebert.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wuppertalerin Anja Liebert (54) sitzt seit 2021 f\u00fcr die Fraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen im Deutschen Bundestag. Vorher hatte die Politikerin schon jede Menge Erfahrung auf kommunaler Ebene gesammelt. Von 1999 &#8211; bis 2001 und von 2004 &#8211; bis 2020 war Anja Liebert Stadtverordnete im Rat der Stadt Wuppertaler. Dass in Berlin ein weitaus rauerer Wind herrscht, als auf den H\u00f6hen Wuppertals, d\u00fcrfte ihr inzwischen auch klar geworden sein.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[],"class_list":["post-69404","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-28 02:41:53","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69404","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69404"}],"version-history":[{"count":24,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69404\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":69492,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69404\/revisions\/69492"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69404"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69404"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69404"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}