{"id":67346,"date":"2023-08-03T09:33:35","date_gmt":"2023-08-03T07:33:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=67346"},"modified":"2023-08-05T09:33:48","modified_gmt":"2023-08-05T07:33:48","slug":"fragile-ein-festival-fuer-junges-tanz-musik-theater","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2023\/08\/03\/fragile-ein-festival-fuer-junges-tanz-musik-theater\/","title":{"rendered":"&#8222;Fragile&#8220; &#8211; ein Festival f\u00fcr junges Tanz-Musik-Theater"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_67349\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-67349 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Organismo-Foto-Jens-Wazel-2-scaled.jpg\" alt=\"&quot;Organisme&quot; - \u00a9 Jens Wazel\" width=\"2560\" height=\"2075\" \/><span class=\"wp-caption-text\">&#8222;Organisme&#8220; von Paula Riquelme Orbenes &#8211; \u00a9 Jens Eazel<\/span><\/div>\n<p>Das Festival &#8222;Fragile&#8220; pr\u00e4sentiert acht Produktionen aus sechs L\u00e4ndern &#8211; f\u00fcr junge Menschen und ein generations\u00fcbergreifendes Publikum.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Elementare Fragen sollen beantwortet werden: Wie kann die B\u00fchne zu einem Experimentierfeld f\u00fcr das Thema Nachhaltigkeit werden? Welche besondere Kraft haben die unterschiedlichen Formate von Tanz bis Performance, Workshop bis Debatte, Tanz erleben und selber tanzen, um globale Empathie zu entwickeln?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Denn &#8211; so glauben viele &#8211; die werden angesichts der Herausforderungen mehr denn je gebraucht.<\/p>\n<p>Ausgew\u00e4hlt wurden die St\u00fccke gemeinsam von einer Jury mit Mitgliedern von &#8222;Fridays for Future &#8222;, den Kuratoren Melanie Zimmermann und Tobias Staab sowie Bettina Milz, der Leiterin der Vorlaufphase des Pina Bausch Zentrums.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Internationale Kooperation soll Perspektiven aufzeigen<\/h4>\n<p>Das vielf\u00e4ltige Programm stellt sich bewusst den Herausforderungen der Gestaltung internationaler Kooperation und zeigt neue Perspektiven solidarischen Handelns, neue Narrative, R\u00e4ume, Materialien und Produktionsweisen auf. Nicht nur die gezeigten Produktionen sollen ein Zeichen gegen die Klimakrise oder auch die Gef\u00e4hrdung der Artenvielfalt setzen, sondern die gesamte Festivalorganisation richtet sich nach Klimaneutralit\u00e4t aus.<\/p>\n<p>\u201eDas Festival \u00f6ffnet einen Erfahrungsraum insbesondere f\u00fcr junge Menschen und f\u00fcr die uns umgebenden Themen der Nachhaltigkeit auf allen Ebenen. Durch Tanz und Performance werden Widerspr\u00fcche greifbar, ganz unterschiedliche Blickweisen m\u00f6glich. Und wir wollen ermutigen! Es geht darum, gemeinsam initiativ zu werden und nicht aus lauter Verzweiflung angesichts des Klimawandels den Kopf in den Sand zu stecken\u201c, so sieht es Bettina Milz.<\/p>\n<p>\u201eSoziale, \u00f6kologische und \u00f6konomische Aspekte der Nachhaltigkeit h\u00e4ngen eng zusammen \u2013 das machen die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN deutlich, von der ersten Priorit\u00e4t der Armutsbek\u00e4mpfung \u00fcber Bildung bis zu Klima und \u00d6kologie.\u201c<\/p>\n<p>Das Programm wurde am 02. August ver\u00f6ffentlicht, dem Erd\u00fcberlastungstag 2023, den das Global Footprint Network berechnet. Er bezeichnet j\u00e4hrlich den Tag, an dem die Menschheit aufgebraucht hat, was die Natur bis Ende des Jahres zur Verf\u00fcgung stellt<\/p>\n<div id=\"attachment_67350\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 760px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-67350 \" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/l-A\u0093il-l-oreille-et-le-lieuA\u00a9SergineLaloux.jpg\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"601\" \/><span class=\"wp-caption-text\">l\u2019\u0153il, l\u2019oreille et le lieu&#8220;, das neue Tanz-Film-Projekt von Mich\u00e8le Noiret (Belgien) &#8211; \u00a9 Sergine Laloux<\/span><\/div>\n<h4><strong>Das Programm:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/strong><\/h4>\n<p>Die Er\u00f6ffnungsproduktion ist &#8222;l\u2019\u0153il, l\u2019oreille et le lieu&#8220;, das neue Tanz-Film-Projekt von Mich\u00e8le Noiret (Belgien). Die Choreografie ist vom fantastischen Universum der Insekten inspiriert, ihrer Komplexit\u00e4t, dem Rhythmus, der Fremdheit und Haltung ihrer Bewegungen. Sie m\u00f6chte die Faszination f\u00fcr das Wunder dieser Welt der Insekten teilen, den Kummer, den \u00c4rger angesichts ihres drohenden Verschwindens.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Paula Riquelme Orbenes erschafft in ihrer Produktion &#8222;Organismo&#8220; mit dem Ensemble Mara\u00f1a (Chile\/Berlin) verbl\u00fcffende Welten zwischen Zirkus und Tanz in einem gestrickten Korallenriff.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Mit Sacred Forest<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>der Dumanl\u00e9 Company (Elfenbeink\u00fcste) in der Choreografie von Nikoko Hermann YAO und &#8222;tree polyphony :hearing the unknown&#8220; von &#8222;studio s:o:m&#8220; (K\u00f6ln) begegnen die Zuschauer dem \u00d6kosystem Wald auf ganz unterschiedliche Weise.<\/p>\n<p>Bei der ganz jungen Nachwuchsgruppe &#8222;Cirque Ivoire D\u00e9cal\u00e9&#8220; mit rasantem Tanz zwischen Zirkus, Coup\u00e9 D\u00e9cal\u00e9, Urban Dance und Akrobatik; bei studio s:o:m auf einem Audiowalk, bei dem die Kommunikation zwischen B\u00e4umen und Pilzen h\u00f6rbar wird und wie der Wald einen Dialog mit den Menschen aufnimmt.<\/p>\n<h4>Nachhaltigkeit und Wiederverwendung<\/h4>\n<p>Younes van den Broeck (Belgien) erkundet in der afro-futuristischen Performance &#8222;PL3MONS&#8220; die r\u00e4uberische Rolle von Plastik und selbstgemachten Klimafolgen. Kolochi Baw ist das Ergebnis eines Forschungsprozesses, den A\u00efda Colmenero D\u00efaz 2021 w\u00e4hrend ihrer Zeit als Pina Bausch Fellow gemeinsam mit dem aus Kamerun stammenden Bio-Architekten Angel Fuller durchf\u00fchrte.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Das St\u00fcck ist eine lebhafte Reflexion \u00fcber das Konzept von Zeit, Opfer und \u00fcber die Konstruktion gro\u00dfer baulicher Errungenschaften der Menschheit. In einem mehrt\u00e4gigen Workshop erforschen Jan Liesegang, Raul Walch und Antonello Prezioso von raumlaborberlin in einem partizipativen Prozess Symbiosen zwischen dem Schauspielhaus und seiner Umgebung.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Das Thema Nachhaltigkeit und das Potenzial der Wiederverwendung von vermeintlich unbrauchbar gewordenen Materialien werden erkundet, neue Beziehungen zwischen Raum, Materie und Nutzer:innen definiert. Im BOB Campus, dem von der Montag Stiftung Urbane R\u00e4ume und den Landschaftsarchitekten von Atelier le Balto neu gestalteten Textilareal in Wuppertal Oberbarmen, entwickelt der Maler und Choreograf Milton Camilo im Open Space eine Installation mit Kindern und Jugendlichen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Kann nur Kunst das Leben ver\u00e4ndern?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/h4>\n<p>\u201eNur Kunst kann das Leben ver\u00e4ndern,\u201c sagte einst der K\u00fcnstler Joseph Beuys. Kooperationspartner im Projekt ist das Wuppertal Institut f\u00fcr Klima, Umwelt, Energie, quasi Nachbar des zuk\u00fcnftigen Pina Bausch Zentrums. &#8222;In einer Zeit sich versch\u00e4rfender globaler Herausforderungen gilt es mehr denn je Nachhaltigkeit als kulturelles Konzept zu verstehen, das die Menschen mitnimmt, ihre Kompetenzen und Kreativit\u00e4t f\u00fcr die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft nutzt. Kunst und Kultur haben das Potenzial vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Ver\u00e4nderungen aufzuzeigen und erfahrbar zu machen\u201c, sagt Dr. Carolin Baedeker, stellvertretende Leiterin der Abteilung Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren des Wuppertal Instituts.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_67351\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 511px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-67351\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Plymons\u00a9MathiasHannes-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"501\" height=\"751\" \/><span class=\"wp-caption-text\">&#8222;Pl3Nacmons&#8220; &#8211; \u00a9 Mathias Hannes<\/span><\/div>\n<p>Sie erg\u00e4nzt: \u201eDeshalb freue ich mich besonders \u00fcber unsere Kooperation mit dem Pina Bausch Zentrum und &#8218;Fragile&#8216; als Angebot f\u00fcr junge Menschen. Wir brauchen ein besseres Verst\u00e4ndnis f\u00fcr globale Zusammenh\u00e4nge, Wertsch\u00e4tzung und eine globale Empathie, um vom Wissen zum Handeln zu gelangen und eine sozial-\u00f6kologische gerechtere und lebenswertere Welt zu gestalten\u201c.<\/p>\n<p>Zweite Partnerin ist die Organisation &#8222;Fridays for Future Wuppertal&#8220;, die es keinerlei Zweifel gibt, dass die Erde am Abgrund steht: : \u201eW\u00e4hrend wir auf die Kipppunkte des Klimawandels zusteuern, sind wir die ersten, die die Folgen der Erderw\u00e4rmung sp\u00fcren und gleichzeitig auch die letzten, die ihn aufhalten k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>&#8222;Fragile &#8211; under construction 4&#8220; ist Teil der Vorlaufphase des Pina Bausch Zentrums in Wuppertal. Sie bereitet die neue Institution f\u00fcr das 21. Jahrhundert vor. Gezeigt werden die St\u00fccke in und um das ehemalige Schauspielhaus und zuk\u00fcnftige Pina Bausch Zentrum.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&#8222;Fragile&#8220; wird k\u00fcnstlerisch geleitet durch Bettina Milz und in Kooperation mit dem Wuppertal Institut f\u00fcr Klima, Umwelt, Energie und Fridays for Future Wuppertal organisiert. Es wird gef\u00f6rdert im Programm Zero \u2013 Klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte der Kulturstiftung des Bundes, gef\u00f6rdert von der Beauftragten der Bundesregierung f\u00fcr Kultur und Medien.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Weitere F\u00f6rderer sind das Ministerium f\u00fcr Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, das Goethe-Institut und die Sparkasse Wuppertal.<\/p>\n<p>Das Pina Bausch Zentrum ist ein Projekt der Stadt Wuppertal, gef\u00f6rdert durch das Land Nordrhein-Westfalen und die Beauftragte des Bundes f\u00fcr Kultur und Medien, in Zusammenarbeit mit dem Tanztheater Wuppertal Pina Bausch und der Pina Bausch Foundation.<\/p>\n<p><b>Termin:<\/b><\/p>\n<p><b>Erste Ausgabe des Festivals<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<h4>&#8222;Fragile&#8220; &#8211; under construction #4&#8243;<\/h4>\n<p>20.09. &#8211; 01.10.2023<\/p>\n<p>Pina Bausch Zentrum &#8211; under cinstuction &#8218;4<\/p>\n<p>Der Vorverkauf l\u00e4ift:<\/p>\n<p>Kulturkarte Wuppertal und Wuppertal Live:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.kulturkarte-wuppertal.de\">https:\/\/www.kulturkarte-wuppertal.de<\/a>, Tickethotline: 0202 563 7666, und<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.wuppertal-live.de\">https:\/\/www.wuppertal-live.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eFragile \u2013 Festival for young changemakers\u201c findet vom 20.09. &#8211; 01.10. zum ersten Mal in und um das k\u00fcnftige Pina Busch Zentrum statt.\u00a0 Es ist ein internationales Festival f\u00fcr junges TanzMusikTheater zu Perspektiven der Nachhaltigkeit in Wuppertal.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-67346","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-20 04:41:59","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67346","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67346"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67346\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":67353,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67346\/revisions\/67353"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67346"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67346"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67346"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}