{"id":67070,"date":"2023-07-23T15:56:33","date_gmt":"2023-07-23T13:56:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=67070"},"modified":"2023-07-23T15:56:33","modified_gmt":"2023-07-23T13:56:33","slug":"erika-schneider-stern-stunde-in-rio-de-janeiro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2023\/07\/23\/erika-schneider-stern-stunde-in-rio-de-janeiro\/","title":{"rendered":"Erika Schneider: &#8222;Stern-Stunde&#8220; in Rio de Janeiro"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_67085\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 586px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-67085\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Scan-4.jpeg\" alt=\"\" width=\"576\" height=\"453\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Erika und Werner Schneider am Kap Horn (auch Kap Hoorn), der ber\u00fcchtigten Landspitze auf der chilenischen Felseninsel Isla Hornos &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Manche kennt man gut, andere weniger. Aber wer die Texte liest, m\u00f6chte sie sie vermutlich alle pers\u00f6nlich kennenlernen. So hat es jedenfalls eine Leserin und alte Freundin des Autors formuliert. \u2013 Bisher erschienen: Klaus Schumann und Michael Walter. Diesmal dreht sich alles um Erika Schneider.<\/p>\n<p>&#8222;F\u00fcr diese Erlebnisreise mussten wir, mein Mann und ich, vor Jahren einen weiten Flug in Kauf nehmen, n\u00e4mlich von Frankfurt nach Santiago de Chile. Hier hatten wir eine Stunde Aufenthalt. Weiter ging ging es mit einer kleinen Maschine. Sie stand auf dem Rollfeld f\u00fcr uns bereit.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Mit ihr \u00fcberflogen wir bei klarem, wolkenlosem Himmel die Anden und landeten schlie\u00dflich in der s\u00fcdlichsten Stadt Chiles, Punta Arenas. Wir hatten Gl\u00fcck, vor wenigen Tagen herrschte hier ein so gewaltiger Sturm, dass die Bewohner nur mit \u00e4u\u00dferster Anstrengung die Stra\u00dfen hatten \u00fcberqueren konnten. Jetzt war es fr\u00fchlingshaft mild und die Sonne schien.<\/p>\n<h4>Besuch der Stadt am Ende der Welt<\/h4>\n<p>Der Hafen von Punta Arenas war einst Ausgangspunkt f\u00fcr antarktische Expeditionen. Hier lag nun unser schwimmendes Hotel, mit dem wir unsere Reise fortsetzen wollten. Aber erst am \u00fcbern\u00e4chsten Tag, und so blieb uns einen Tag zur freien Verf\u00fcgung um die gr\u00f6\u00dfte Stadt an der Magellanstra\u00dfe kennen zu lernen.<\/p>\n<p>In der Mitte der Stadt befindet sich ein kleiner Park. Hier steht das Denkmal Magellans, umgeben von vier Feuerland-Indianern. Wir bummelten durch die Stadt, deren H\u00e4user noch zum gr\u00f6\u00dften Teil aus der Kolonialzeit stammen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Am Nachmittag verabschiedete sich das Schiff von Punta Arenas und nahm Kurs auf den Beagle-Kanal. Am n\u00e4chsten Morgen erlebten wir um 7.00 Uhr einen strahlenden Sonnenaufgang.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>In der Ferne erhoben sich die ersten Gletscher Feuerlands. Je weiter wir durch den Beagle-Kanal fuhren, je gr\u00f6\u00dfer und gigantischer pr\u00e4sentierten sich die Gletscher. Bei diesem Anblick schweigt der Mensch und genie\u00dft.<\/p>\n<p>Am Mittag erreichten wir dann die s\u00fcdlichste Stadt der Welt, Ushuaia. Die Stadt am Ende der Welt liegt am Beagle-Kanal im S\u00fcden Feuerlands. Sie geh\u00f6rt zu Argentinien und war einst eine Str\u00e4flingskolonie. Heute leben dort rund 35.000 Einwohner, und sie ist zu einem Anziehungspunkt f\u00fcr den Tourismus geworden.<\/p>\n<p>Bei unserer Ankunft zeigte sich die Stadt von ihrer sch\u00f6nsten Seite. Die schneebedeckten Berge, die sie umgaben, pr\u00e4sentierten sich bei diesem tollen Wetter in ihrer ganzen Pracht. Wir hatten einen Ausflug um Lago Escondido gebucht .Dieser glasklare See liegt in einer waldreichen Landschaft, von hohen Bergen umgeben. Hier hatten wir Zeit f\u00fcr einen herrlichen Spaziergang.<\/p>\n<p>Um 22:00 Uhr verabschiedete sich das Schiff mit einer wehm\u00fctigen Melodie. Die Au\u00dfendecks des Schiffes waren bev\u00f6lkert mit Kreuzfahrern, um Abschied zu nehmen, von der s\u00fcdlichsten Stadt der Welt.<\/p>\n<div id=\"attachment_67082\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 370px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-67082 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Scan-3-2-2-3.jpeg\" alt=\"\" width=\"360\" height=\"455\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Werner Schneider in &#8222;Ushuaia&#8220;, der s\u00fcdlichsten Stadt Argentiniens, die am Beagle-Kanal (Feuerland) liegt. Das Wort bedeutet soviel wie &#8222;Bucht, die nach Osten blickt&#8220; &#8211; \u00a9 Erika Schneider<\/span><\/div>\n<p>Doch nun konzentrierten sich alle auf das n\u00e4chste Ziel. Das Schiff nahm Kurs auf Kap Horn. Am sp\u00e4ten Abend gingen mein Mann und ich noch einmal an Deck, ein banger Blick zum Nachthimmel, s\u00e4mtliche sichtbaren Sterne hatten sich am Firmament versammelt.<\/p>\n<p>So schlich ich dann am n\u00e4chsten Morgen ganz fr\u00fch aus der Kabine, ging an Deck, es war lausig kalt, aber keine Wolke weit und breit. Ich also zur\u00fcck in die Kabine: \u201eWerner aufstehen, gleich geht die Sonne auf.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Das lie\u00df er sich nicht zweimal sagen, kaum hatten wir die Au\u00dfendecks erreicht, tauchte die Sonne glutrot aus dem Meer auf. Wir gingen bis zur Br\u00fccke, der Kapit\u00e4n winkte uns heran, er strahlte und meinte, so eine Kap-Horn-Fahrt w\u00fcrde auch er nur alle paar Jahre erleben.<\/p>\n<h4>Traumwetter am &#8222;ber\u00fcchtigten&#8220; Kap Horn<\/h4>\n<p>Mit unserem verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig kleinen Schiff konnten wir ganz nahe an das Kap heranfahren. Dann lag das Felsmassiv, das sich bis zu einer H\u00f6he von 424 Metern aus dem Meer erhob zum Greifen nah vor uns. Es markiert den s\u00fcdlichsten Punkt S\u00fcdamerikas.<\/p>\n<p>Aber was war mit meinem Mann los: \u201eSag mal, fehlt dir was?\u201c Er sah mich an, \u201eNein nein, alles perfekt, zu perfekt\u201c, murmelte er. Mir ging eine Stalllaterne auf: \u201eDu h\u00e4ttest wohl ein bisschen Sturm.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Ich sah ihn an. \u201eUnd ich bin so froh, dass wir die Kap-Horn-Umrundung bei so einem tollen Wetter erleben d\u00fcrfen, du Seeb\u00e4r.\u201c<\/p>\n<p>&#8222;Na ja, f\u00fcr dich freut es mich ja auch, du hattest ja genug Angst, aber mir ist das Wetter etwas zu s\u00fcdseehaft.\u201c ich gab ihm einen Schubs: \u201eUnd nun komme und genie\u00dfe mit mir.\u201c Das tat er dann auch. Unser Kapit\u00e4n lie\u00df sich bei der Umrundung des Kaps Zeit. Vielleicht dachte er an den Seefahrer \u201eWilhelm Cornelius Schouten (sprich Schauten), der als erster 1616 das Kap umsegelte und es anschlie\u00dfend nach seinem holl\u00e4ndischen Geburtsort Horn benannte.<\/p>\n<p>Unser n\u00e4chstes Ziel waren die Falkland-Inseln. Die erste, die wir besuchen wollten, war Carcass Island und geh\u00f6rt zu den West-Falkland-Inseln, ein kleines Naturschutzparadies.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Das Tandern zu dieser Insel war bei leichtem Seegang schon etwas abenteuerlich, begleitet wurden wir von einem Schwarm Delphine, die die Touristen als dankbare Abwechslung ansahen.<\/p>\n<p>Wir verlie\u00dfen die westlichen Falkland-Inseln und erreichten am n\u00e4chsten Morgen die Ost-Falkland-Inseln. Im Hafen der Hauptstadt Port Stanley legten wir an. Hier lebten zu der Zeit etwa drei Viertel der gesamten Falkland-Bewohner.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Das imposanteste Geb\u00e4ude war der Amtssitz des Inselgouverneurs, die interessantesten Souvenirs waren wundersch\u00f6ne Briefmarken, die zum Kartenschreiben animierten, schlie\u00dflich bekommt nicht jeder eine Ansichtskarte von den Falkland-Inseln.<\/p>\n<h4>Beeindruckt von hinrei\u00dfender Tango-Schau<\/h4>\n<p>So waren wir dann auch etwas z\u00f6gerlich mit Abschiednehmen, aber es half nichts, die Reise ging weiter nach Puerto Madryn. Diese Stadt liegt an der K\u00fcste des Golfo Nuvo, entdeckt hat sie der portugiesische Seefahrer Magellan. Heute ist sie eine moderne Hafenstadt mit etwa 20.000 Einwohnern. Unser Ausflugsziel war die Halbinsel Valdes, eines der wichtigsten Naturschutzgebiete Argentiniens. Brutst\u00e4tte f\u00fcr Glattwale, Seeelefanten und Seel\u00f6wen.<\/p>\n<p>Als wir nachmittags nach Puerto Madryn zur\u00fcckkehrten, tummelten sich doch tats\u00e4chlich ein paar Seel\u00f6wen im Hafenbecken. Mit diesem Bild nahmen wir Abschied von einer fernen Welt. Ungef\u00e4hr 700 Seemeilen trennten von unserem n\u00e4chsten Ziel, Argentinien. Hier hie\u00df unser Ausflugsziel Buenos Aires. Dort hatten wir zwei Tage Aufenthalt Und f\u00fcr den ersten Abend gleich eine Tango-Schau gebucht, in San Telmo.<\/p>\n<p>Wenn wir auch keine guten T\u00e4nzer waren, aber mein Mann spielte diverse Instrumente, und er liebte den Klang des Bandoneons. Die Tango-Schau war grandios, die Bandoneonspieler, waren \u00e4ltere Musiker, die ihr Instrument perfekt beherrschten. Die T\u00e4nzer tanzten mit einer Perfektion, die atemberaubend war. Der Applaus nahm kein Ende.<\/p>\n<p>F\u00fcr den n\u00e4chsten Tag hatten wir eine Stadtrundfahrt gebucht, um wenigstens ein paar Sehensw\u00fcrdigkeiten dieser quirligen Millionenmetropole mitzubekommen, darunter der ber\u00fchmte Friedhof La Recoleta, der f\u00fcr seine aufwendigen Gruften ber\u00fchmt ist. Hier befindet sich die letzte Ruhest\u00e4tte von Evita Peron.<\/p>\n<div id=\"attachment_67080\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 391px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-67080\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Scan-3-2-2-2.jpeg\" alt=\"\" width=\"381\" height=\"494\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der weltber\u00fchmte &#8222;Zuckerhut&#8220; in Rio de Janeiro &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Das Opernhaus ist ein Prachtbau f\u00fcr sich. Es wurde am 25. Mai 1908 mit der Oper \u201eAida\u201c er\u00f6ffnet. Wir fuhren \u00fcber die Piaza de Majo, benannt nach der Mai-Revolution. Sie ist das Herzst\u00fcck von Buenos Aires. Sp\u00e4ter hatten wir noch Zeit, uns das ber\u00fchmte K\u00fcnstlerviertel La Boca mit seinen bunten Wellblechh\u00e4usern anzuschauen. Hier war der Tango allgegenw\u00e4rtig zu Hause.<\/p>\n<p>Als wir aufs Schiff zur\u00fcckkehrten, bemerkte ich einen jungen, gutgekleideten Mann, den ich zuvor noch nicht gesehen hatte. Er vertrat die Firma Hans Stern, eine Diamantendynastie mit Sitz in Rio de Janeiro, unserer n\u00e4chsten Station. Der junge Mann verteilte Prospekte. Ich bl\u00e4tterte durch den Katalog, traumhafte Schmuckst\u00fccke, nichts f\u00fcr meine Geldb\u00f6rse.<\/p>\n<p>Mein Mann bl\u00e4tterte ebenfalls und stie\u00df auf eine Pressemitteilung, die eine kurze Lebensbeschreibung \u00fcber Hans Stern enthielt. Mein Mann zeigte mir den Artikel und meinte schmunzelnd: \u201eHier hast du einen ganz und gar besonderen Wuppertaler f\u00fcr deine B\u00fcrgerfunksendung.\u201c Mir stockte der Atem, da stand doch tats\u00e4chlich: \u201eHans Stern, geboren in Wuppertal.\u201c<\/p>\n<p>Ich suchte den Agenten auf, und erz\u00e4hlte ihm, das ich in Wuppertal, im Lokalradio, eine Sendung starten w\u00fcrde mit dem Titel \u201eDer besondere Wuppertaler\u201c. Dass dies im Rahmen des B\u00fcrgerfunks geschah, musste ich ja nicht erw\u00e4hnen. Ich sah den jungen Mann strahlend an, sah ich doch meine Chance, ein paar Worte mit dem ber\u00fchmten Hans Stern wechseln zu d\u00fcrfen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Privataudienz bei Diamanten-K\u00f6nig Hans Stern<\/h4>\n<p>Der Agent nahm meine Visitenkarte, \u201eRadio Impuls\u201c, entgegen und meinte, wenn wir nach Rio k\u00e4men, sei der Senior in der Firma: \u201eMal sehen was ich machen kann.\u201cEin Tag, bevor wir im Hafen von Rio de Janeiro einliefen, kam der Agent auf uns zu mit den Worten: \u201eSie werden im Hafen von Rio von einem unserer Mitarbeiter abgeholt, Hans Stern wird sie empfangen.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ich bedankte mich, dann sah ich meinen Mann an: \u201eMir wird schwindelig.\u201c Mein Mann: \u201eDa musst du durch. Wir m\u00fcssen da durch.\u201c Im allgemeinen empfing Hans Stern keine Reporter. \u201eJa\u201c, sagte ich, \u201edas sind ja auch keine B\u00fcrgerfunker.\u201cDann stand sie da, f\u00fcr uns abholbereit, eine schwarze Limousine. Ein junger Chilene, der perfekt deutsch sprach, begr\u00fc\u00dfte uns: \u201cIch bin Ihr Begleiter.\u201c Er \u00f6ffnete die Autot\u00fcre, eine Glasscheibe befand sich zwischen dem Fahrer und uns.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Unser Begleiter sa\u00df neben dem Fahrer. \u201eWir fahren Sie zun\u00e4chst zur Firma, schauen Sie sich alles in Ruhe an, die Auslagen, den Film \u00fcber die Herstellung von Diamanten, ich bleibe in Ihrer N\u00e4he, und bringe sie anschlie\u00dfend in das B\u00fcro unseres Seniorchefs.\u201cDann standen wir vor meinem \u201ebesonderen Wuppertaler\u201c. Ein kleiner, \u00e4lterer Mann empfing uns freundlich. \u201eWas ist der Anlass Ihres Besuchs\u201c, wollte er wissen.<\/p>\n<p><span class=\"Apple-converted-space\">Ich gab ihm den Zeitungsartikel und erz\u00e4hlte von unserer Radiosendung \u201eDer besondere Wuppertaler\u201c. Der Chef des Imperiums schmunzelte: \u201eGeb\u00fcrtig bin ich aus Essen, aber ich hatte Verwandte in Wuppertal.\u201c Na, das kann man doch noch durchgehen lassen, oder? Wir plauderten noch eine Weile bei Geb\u00e4ck und Tee, Ich h\u00fcstelte und sah Hans Stern an: \u201eDarf mein Mann ein Foto von Ihnen und mir machen? Werner Schneider durfte. \u201eHaben sie noch einen Wunsch?\u201c, fragte Hans Stern. \u201eOh ja, f\u00fcr meine Radiosendung ben\u00f6tige ich eine CD mit dem S\u00e4nger Ant\u00f4nio Carlos Jobim, der das M\u00e4dchen von Ipanema ber\u00fchmt gemacht hat.\u201c <\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_67078\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 372px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-67078 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Scan-3-2-2-4.jpeg\" alt=\"\" width=\"362\" height=\"502\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Erika Schneider mit dem sympathischen Diamanten-K\u00f6nig Hans Stern, der am 26. Oktober 2007 im Alter von 85 Jahren in Rio de Janeiro verstarb &#8211; \u00a9 Werner Schneider<\/span><\/div>\n<p>Ich durfte sie mir im Verkaufsshop abholen. Ich versprach ihm einen Mitschnitt der Sendung zuzuschicken. Der junge Mann, der uns hergebracht hatte, fuhr uns auch wieder zum Schiff zur\u00fcck. \u201eWie lange bleiben sie noch in Rio?\u201c, wollte er wissen. &#8222;Noch eineinhalb Tage&#8220;, sagten wir. \u201eWenn Sie m\u00f6chten, hole ich Sie morgen fr\u00fch ab, ich stehe Ihnen f\u00fcr zwei Tage zur Verf\u00fcgung.&#8220; \u201eWie kommen wir zu dieser Ehre?\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>\u201eDas hat mein Chef so angeordnet.\u201c Mein Mann r\u00e4usperte sich: \u201eJa, dann sind wir Morgen um 10.00 Uhr startklar. Ich betrat wie auf Wolke 7 die Schiffsplanken. Die n\u00e4chsten beiden Tage waren ausgef\u00fcllt mit Fahrten zum Corcovado, zum Zuckerhut, zum ber\u00fchmten Maracana-Stadion und zum Strand von Ipanema. Hier machten wir halt und luden unseren chilenischen Reiseleiter zum Essen ein.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Wir schossen noch ein paar Erinnerungsfotos Das wichtigste Foto, meine Wenigkeit und Hans Stern zeigend, h\u00fctete ich wie einen Augapfel. Denn ohne diese Foto h\u00e4tte mir zuhause keiner die Story geglaubt.<\/p>\n<p>So brachte dann die WZ am 15. April 1997 einen Artikel mit besagtem Bild und Text, dass Erika Schneider in Rio de Janeiro ihre Sternstunde mit Hans Stern hatte.<\/p>\n<h4>\u00dcber Erika Schneider<\/h4>\n<p>Erika Schneider ist Gr\u00fcnderin des &#8222;Literaturcaf\u00e9s&#8220; am Eckbusch. Sie erlernte einen kaufm\u00e4nnischen Beruf, hatte aber immer einen Faible f\u00fcr die Kultur. Sie schrieb sie Theaterst\u00fccke wie \u201eHalbstarke klagen an\u201c und ver\u00f6ffentlichte das Buch \u201eSybille\u2019s m\u00f6rderische Abenteuer\u201c, ein Sammelband ihrer Sybille-Vo\u00df-Kurzkrimis: Neben Kurzkrimis verfasst Erika Schneider Reisebeschreibungen und Gedichte.<\/p>\n<p>Mit ihrem Ehemann Werner ist Erika in der ganzen Welt herumgekommen, ob es das Ziel Papua-Neuguinea, Australien oder Orinoko hie\u00df. Und nicht zuletzt auch Ushuaia (Argentinien) und Rio de Janeiro.(Brasilien).<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>1998 waren Schneiders in der gr\u00f6nl\u00e4ndischen Hauptstadt Nuuk, wo man mit Journalisten der ortsans\u00e4ssigen Radiostation zusammentraf. Erika Schneider arbeitet seit langem f\u00fcr das B\u00fcrgerradio auf der Frequenz von &#8222;Radio Wuppertal&#8220; und f\u00fcr \u201eRadio Kilowatt\u201c, das im Katholischen Vereinshaus am Laurentiusplatz produziert wird.<\/p>\n<p>\u201eRadio mache ich am liebsten\u201c, bekennt Erika Schneider, die weiter durch die weite Welt tourt, um Menschen kennenzulernen. Ihre Mutter war Wei\u00dfn\u00e4herin, ihr Vater fiel 1941 in Ru\u00dfland. Das war , Erika gerade einmal drei Jahre alt. Ein existentieller Grund f\u00fcr sie, sich f\u00fcr den Frieden in Europa einzusetzen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Bearbeitet von Dr. Matthias Dohmen<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eUpdate\u201c &#8222;hei\u00dft die Serie der STADTZEITUNG. Der Journalist, Dozent und Historiker Dr. Matthias Dohmen stellt Pers\u00f6nlichkeiten aus dem Bergischen Land vor. Mit alten und neuen Texten. Mit Fotos und Dokumenten. Menschen, die ihm etwas bedeuten.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-67070","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wuppertal"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-21 09:56:43","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67070","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67070"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67070\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":67092,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67070\/revisions\/67092"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67070"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67070"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67070"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}