{"id":66263,"date":"2023-06-16T12:06:55","date_gmt":"2023-06-16T10:06:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=66263"},"modified":"2023-06-16T12:06:55","modified_gmt":"2023-06-16T10:06:55","slug":"pflege-das-aus-fuer-alternative-wohnformen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2023\/06\/16\/pflege-das-aus-fuer-alternative-wohnformen\/","title":{"rendered":"Pflege: Das Aus f\u00fcr alternative Wohnformen?\u00a0"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_66267\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-66267\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Michael_Wessel_Foto_Pflege_Wessel-2-1024x684.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"684\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Michael Wessel, Inhaber von Pflege Wessel &#8211; \u00a9 Pflege Wessel<\/span><\/div>\n<p>Der Haken: Dies gilt nur f\u00fcr die vollstation\u00e4re Pflege. Alternative Wohnformen \u2013 wie beispielsweise durch private Anbieter ambulant betreute Wohngemeinschaften \u2013 sind im neuen Pflegeunterst\u00fctzungs- und -entlastungsgesetz (PUEG) nicht ber\u00fccksichtigt \u2013 und damit klar benachteiligt.<\/p>\n<p>Eine Anfrage beim Bundesministerium f\u00fcr Gesundheit, ob eine Nachbesserung vorgesehen sei, blieb unbeantwortet. \u201eDamit entscheidet noch st\u00e4rker als bisher die finanzielle Situation anstatt des Wunsches der Pflegebed\u00fcrftigen bez\u00fcglich ihrer Unterbringung\u201c, sagt Michael Wessel, Inhaber Pflege Wessel in Wuppertal.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Der Ambulante Pflegedienst betreut Wohngemeinschaften f\u00fcr Demenzkranke \u2013 eine Wohnform, die viele Betroffene und Angeh\u00f6rige einer vollstation\u00e4ren Unterbringung vorziehen. Das sieht Christoph Hansmann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der AmbuCare Holding GmbH mit Sitz in K\u00f6ln, \u00e4hnlich und erg\u00e4nzt: \u201eAuch viele Pflegekr\u00e4fte bevorzugen die Wohngemeinschaften als Arbeitsplatz. Bewohner und Mitarbeiter wachsen dort zusammen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass diese Wohnform nun klar benachteiligt werden soll.\u201c<\/p>\n<h4>Grundsatz \u201eambulant vor station\u00e4r\u201c ausgehebelt<\/h4>\n<p>Zudem gelte der Grundsatz \u201eambulant vor station\u00e4r\u201c, der ebenfalls ad absurdum gef\u00fchrt werde, wenn \u201emit zweierlei Ma\u00df bei der finanziellen Unterst\u00fctzung gemessen wird\u201c, sagt Wessel. Denn privat gef\u00fchrte Unternehmen haben seit Inkrafttreten der Tarifpflicht f\u00fcr Pflegekr\u00e4fte am 1. Januar 2023 ihre Pauschalen erh\u00f6ht: Unterbringung, Pflege und Betreuung in Wohngemeinschaften werden teurer.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>\u201eMit der Erh\u00f6hung der finanziellen Unterst\u00fctzung zur vollstation\u00e4ren Pflege wird es f\u00fcr viele eine Entscheidung aus Kostengr\u00fcnden\u201c, prognostiziert Wessel. \u201eUnd fast alle Bewohner von Pflege-Wohngemeinschaften werden zu Sozialf\u00e4llen.\u201c<\/p>\n<p>In Kombination mit der Tarifpflicht werden viele der bundesweit etwa 4.000 ambulant betreuten Wohngemeinschaften vor dem Aus stehen (Quelle: Landesarbeitsgemeinschaft ambulant betreute Wohngemeinschaften in Baden-W\u00fcrttemberg e.V.\u201c, LABEWO). \u201eDie Politik muss schleunigst handeln, weil alte Menschen in diesem Land leider keine Lobby haben.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ab 1. Januar 2024 gibt es mehr Geld: Die Zusch\u00fcsse von der Pflegekasse zum Eigenanteil der Pflegebed\u00fcrftigen steigen. Und zwar deutlich, denn gab es bislang f\u00fcnf Prozent im ersten Jahr, werden es k\u00fcnftig schon 15 Prozent sein. Alle weiteren Staffelungen steigen jeweils um f\u00fcnf Prozent, was bis zum Ablauf von zwei Jahren 30 Prozent, bis zum Ablauf von drei Jahren 50 Prozent und dar\u00fcber hinaus 75 Prozent ausmachen wird.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-66263","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wuppertal"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-16 19:44:55","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66263","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66263"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66263\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":66269,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66263\/revisions\/66269"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66263"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66263"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66263"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}