{"id":66047,"date":"2023-06-07T12:00:06","date_gmt":"2023-06-07T10:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=66047"},"modified":"2023-06-07T16:22:14","modified_gmt":"2023-06-07T14:22:14","slug":"ueber-das-neue-weltbild-von-nikolaus-kopernikus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2023\/06\/07\/ueber-das-neue-weltbild-von-nikolaus-kopernikus\/","title":{"rendered":"\u00dcber das neue Weltbild von Nikolaus Kopernikus"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_66052\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 800px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-66052\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Nikolaus_Copernicus-Wikimedia-gemeinfrei-2.jpg\" alt=\"\" width=\"790\" height=\"527\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Nikolaus Kopernikus (1473 &#8211; 1543) &#8211; Domherr, Arzt, Astronom und Mathematiker &#8211; \u00a9 Wikimedia gemeinfrei<\/span><\/div>\n<p>Volker Remmert und Gregor Schiemann haben sich mit dem neuen Weltbild Nikolaus Kopernikus&#8216; \u00a0in einer Vortragsreihe des IZWT zum 550. Geburtstag befasst.<\/p>\n<p>Die Erde ist der Mittelpunkt des Universums! Um sie kreisen die Sonne, der Mond und die anderen Planeten, an scheinbar v\u00f6llig durchsichtigen Kristallsph\u00e4ren befestigt. An der \u00e4u\u00dferen Sph\u00e4re schlie\u00dflich sind die Fixsterne angebracht\u2026 So stellten sich wohl die Menschen im Mittelalter das Universum vor. 1543 ver\u00f6ffentlichte ein Pole in seinem Buch &#8222;De Revolutionibus Orbium Celestium&#8220; (\u00dcber die Bahnen der Himmelsk\u00f6rper) die Theorie, dass sich die Erde um sich selbst drehe und mit den anderen Planeten die Sonne umkreise.<\/p>\n<p>Damit brachte er viele Zeitgenossen gegen sich auf. Sein Name: Nikolaus Kopernikus. Seine Theorie ver\u00e4nderte unser Weltbild. Galileo Galilei, der schon damals vom Kopernikanischen Modell als Realit\u00e4t sprach, wurde ab 1633 f\u00fcr neun Jahre bis zu seinem Tod 1642 unter Hausarrest gestellt.<\/p>\n<div id=\"attachment_44822\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 440px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-44822\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Logo-Transfergeschichten.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"138\" \/><span class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bergische Universit\u00e4t<\/span><\/div>\n<p>Erst 1992 rehabilitierte ihn Papst Johannes Paul II. vollst\u00e4ndig. Kopernikus\u00b4 550. Geburtstag nimmt nun das Interdisziplin\u00e4re Zentrum f\u00fcr Wissenschafts- und Technikforschung der Bergischen Universit\u00e4t unter der Federf\u00fchrung der Philosoph:innen Prof. Dr. Anna Leuschner, Junior-Prof. Dr. Radin Dardashti, Prof. em. Dr. Gregor Schiemann und des Historikers Prof. Dr. Volker Remmert zum Anlass, in einer kleinen Vortragsreihe \u00fcber diesen Ausnahmewissenschaftler und die Auswirkungen seines neuen Weltbildes zu berichten.<\/p>\n<h4>Nikolaus Kopernikus (1473 \u2013 1543)<\/h4>\n<p>\u201eKopernikus wurde 1473 in Thorn (Torune), das im heutigen Polen gelegen ist, geboren\u201c beginnt Schiemann. \u201eSein Vater war ein verm\u00f6gender Handelsmann. \u00dcber seine Jugend ist wenig bekannt. Er studierte an der Krakauer Universit\u00e4t, sp\u00e4ter auch in Bologna und Padua.<\/p>\n<div id=\"attachment_66054\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-66054\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Foto-Remmert-2.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"472\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der Wissenschaftler Prof. Dr. Volker Remmert &#8211; \u00a9 UniService Transfer<\/span><\/div>\n<p>Er belegte neben der Astronomie auch Rechtswissenschaften und Medizin und war zu Lebzeiten immer wieder ein gefragter Arzt. Noch w\u00e4hrend des Studiums lie\u00df er sich in Frauenburg, ebenfalls im heutigen Polen, nieder, wo er sp\u00e4ter zum Domherrn ernannt wurde. Er blieb zeitlebens in dieser Position, hatte neben seinen astronomischen Studien viel mit Verwaltungsaufgaben zu tun und starb 1543 in Frauenburg, wo er im dortigen Dom beigesetzt wurde.\u201c<\/p>\n<h4>30 Jahre Forschungsarbeit revolutionierten die Welt<\/h4>\n<p>Kopernikus forschte 30 Jahre an seiner Theorie und wartete dann noch einmal 10 Jahre, bis er sie ver\u00f6ffentlichte. Die Kirche konnte und wollte ihm nicht glauben, denn auf einmal stand der Mensch nicht mehr im Mittelpunkt der Welt. Martin Luther bezeichnete ihn gar als &#8222;Narr&#8220; und noch Jahre sp\u00e4ter zwang die Katholische Kirche Galileo Galilei zu der Aussage, dass sich die Erde nicht bewege. Aber Kopernikus war sich sicher und ver\u00f6ffentlichte im Jahr seines Todes 1543 sein Buch &#8222;De Revolutionibus Orbium Celestium&#8220;..<\/p>\n<p>Die lange Wartezeit vor der Publikation, erkl\u00e4rt Schiemann, sei wahrscheinlich nicht aus Bef\u00fcrchtung vor kirchlichen Strafma\u00dfnahmen geschehen, denn Kirchenvertreter h\u00e4tten umgekehrt sogar Interesse an seinen astronomischen Berechnungen gehabt, die in bestimmter Hinsicht besser als die vorangehenden waren. Au\u00dferdem sei die Entfernung der Erde aus dem Mittelpunkt des Universums durchaus mit dem Glauben vereinbar gewesen, denn dieser Ort, also das Zentrum des Universums, habe ung\u00fcnstigerweise die gr\u00f6\u00dfte Entfernung vom unver\u00e4nderlichen Himmel.<\/p>\n<div id=\"attachment_66055\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 485px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-66055 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Nikolaus_Copernicus-Wikimedia-gemeinfrei.jpg\" alt=\"\" width=\"475\" height=\"600\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Nikolaus Kopernikus &#8211; \u00a9 Wikimedia gemeinfrei<\/span><\/div>\n<p>\u201eViel problematischer war\u201c, f\u00e4hrt der Wissenschaftler fort, \u201edass die Erde den anderen Planeten in Kopernikus` neuem Weltbild gleichgestellt war und damit die M\u00f6glichkeit er\u00f6ffnet wurde, dass es auf anderen Planeten ebenfalls vernunftbegabte Lebewesen geben k\u00f6nnte.\u201c<\/p>\n<p>Zudem ergaben seine Berechnungen, dass das Universum ca. 400.000 Mal gr\u00f6\u00dfer als bisher angenommen werden m\u00fcsse und deshalb vielleicht mit der naturphilosophisch unerlaubten Leere versehen sein k\u00f6nnte.<br \/>\n\u201eDie Hauptvorteile seines Systems sah Kopernikus in einer besseren Vertr\u00e4glichkeit mit den auch von der Kirche vorausgesetzten, metaphysischen Vorgaben. Darunter z\u00e4hlte die Gleichf\u00f6rmigkeit der Bewegung der Planeten und die Vereinfachung der Voraussetzungen der Berechnung ihrer Bahnen.\u201c<\/p>\n<h4>Warum Kopernikus solange mit der Ver\u00f6ffentlichung z\u00f6gerte<\/h4>\n<p>Heute nimmt man an, dass Kopernikus so lange mit der Ver\u00f6ffentlichung gez\u00f6gert habe, weil er mit dem Erreichten immer unzufrieden war, Korrekturen anf\u00fcgte und um eine bessere Darstellung rang. \u201eEr war insofern ein typischer Naturwissenschaftler, der mit dem Theoriegeb\u00e4ude, was er hatte, noch nicht zufrieden war\u201c, erg\u00e4nzt Remmert. Schon im Vorwort zu seinem Hauptwerk erkl\u00e4re er in weiser Voraussicht vor k\u00fcnftiger Kritik, dass mathematische Argumente eben auch f\u00fcr Mathematiker geschrieben seien (\u201emathemata mathematicis scribuntur\u201c).<\/p>\n<p>\u201eDas machte ihn so sicher, denn er hatte eine Methode, von der er wusste, dass sie zutreffende Ergebnisse liefert\u201c, erkl\u00e4rt Remmert. Die klerikalen Kreise h\u00e4tten ein gro\u00dfes Interesse an der Astronomie zu dieser Zeit gehabt. Insbesondere in Rom wusste man, dass der Kalender nicht mehr so gut funktionierte, beschreibt Remmert die damalige Situation. \u201eDie Kalenderreform war ein gro\u00dfes Thema, wodurch astronomische Modelle sehr attraktiv waren. Zwar dauerte es noch einmal 40 Jahre, bis es soweit war, dass die gro\u00dfe gregorianische Kalenderreform kam, aber Astronomie war immer auch im Zentrum religi\u00f6sen Interesses; und zwar f\u00fcr alle Religionen.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_66056\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-66056 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Foto-Schiemann-Jarych-2.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" height=\"498\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Wissenschaftler Prof. Dr. Gregor Schiemann &#8211; \u00a9 Sebastian Jarych<\/span><\/div>\n<p>Kopernikus\u2018 Weltbild \u00e4nderte grundlegende Vorstellungen, die man von Philosophie und Religion hatte und gilt als \u00dcbergang vom Mittelalter zur Neuzeit, wurde aber auch sehr unterschiedlich aufgenommen.<b> \u201e<\/b>Einige Zeitgenossen erkannten, dass sein System einen radikalen Bruch mit traditionellen Vorstellungen darstellt\u201c, erkl\u00e4rt Schiemann.<\/p>\n<h4>Vom heliozentrische Weltbild zum geozentrischen Weltbild<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/h4>\n<p>So schrieb der Dichter John Donne zu Beginn des 17. Jahrhunderts z.B.: \u00b4Alles liegt in St\u00fccken` und Shakespeare l\u00e4sst Hamlet mit Blick auf Kopernikus sagen: &#8222;Die Wahrheit ist ein L\u00fcgner&#8220;. Wieder andere hielten seine Theorie f\u00fcr mathematische Berechnungen, denen keine Aussagen \u00fcber die Wirklichkeit beizumessen seien. \u201eDie Astronomie galt damals als eine mathematische und nicht als eine physikalische Disziplin\u201c, erg\u00e4nzt der Philosoph. \u201eWegen dieser Differenz von Mathematik und Physik ist es auch schwer festzustellen, wann Kopernikus\u2018 Erkenntnisse in vollem Umfang akzeptiert wurden.\u201c<\/p>\n<p>Die Kritik, dass die Erdbewegung nicht mit der Heiligen Schrift vereinbar sei, beginne im Grunde erst nach seinem Tod und werde in den beiden Prozessen um Galileo Galilei kodifiziert, dass zumindest die Katholische Kirche die Erdbewegungen ablehnte, sagt Remmert.<\/p>\n<p>Er f\u00fcgt an: \u201eEs gibt ein Dreistufenmodell von Freud, der von drei Kr\u00e4nkungen gesprochen hat. Das erste ist die kosmologische Kr\u00e4nkung. Das ist das, was Kopernikus uns zuf\u00fcgt, weil wir aus dem Zentrum des Kosmos an den Rand geschoben werden. Die biologische Kr\u00e4nkung mit Darwin ist die Zweite und die psychologische Kr\u00e4nkung kommt mit Freud. So gesehen steht Kopernikus ganz am Anfang von einer Reihe von Kr\u00e4nkungen, die den Menschen immer unwichtiger und unspezifischer machen.\u201c Nehme man f\u00fcr das 21. Jahrhundert noch die K\u00fcnstliche Intelligenz dazu, formuliert Schiemann, k\u00f6nne man vielleicht in Zukunft von einer vierten Kr\u00e4nkung sprechen.<\/p>\n<h4>Kopernikus Einfluss auf die Forschung \u2026<\/h4>\n<p>1515 wurde Kopernikus gebeten, eine Stellungnahme f\u00fcr eine Kalenderreform abzugeben und 1533 lie\u00df sich Papst Clemens VII. \u00fcber seine Lehre informieren. \u201eDie Rezeption setzte vor allem nach 1551 ein\u201c, wei\u00df Schiemann, \u201enachdem der bedeutende Astronom Erasmus Reinhold Kopernikus\u2018 Daten zur Berechnung der Positionen der Himmelsk\u00f6rper herangezogen hatte. Diese Preussischen oder Prutenischen Tafeln (Astronomisches Tabellenwerk zur Berechnung der Standorte von Sonne, Mond und Planeten, Anm. d. Red.), waren wirklich das einschl\u00e4gige Werk damals.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_66060\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 659px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-66060\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/warsaw-ga3762ab7d_1280-1024x577.jpg\" alt=\"\" width=\"649\" height=\"366\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Nikolaus Kopernikus-Statue in Polen &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>Erst durch Galileis Anerkennung des heliozentrischen Weltbildes als Realit\u00e4t, f\u00fcgt Remmert hinzu, wurde es f\u00fcr die Kirche schwierig, es mit der Heiligen Schrift in Einklang zu bringen.<\/p>\n<h4>\u2026 und die Kunst seiner Zeit<\/h4>\n<p>\u201eF\u00fcr die Kunst m\u00fcsste man vielleicht sagen, dass der Streit um die Weltbilder der Kunst sehr h\u00e4ufig thematisiert wurde\u201c sagt Remmert. Da k\u00f6nne man z.B. in einem r\u00f6mischen Kardinalspalast das ber\u00fchmte Gem\u00e4lde von Andrea Sacchi, die Allegorie der G\u00f6ttlichen Weisheit (1629 \u2013 1633), anschauen, wo, wenn man unter diesem Deckenfresko steht, die Sonne im Zentrum gemalt sei und die Erde sich um die Sonne zu drehen scheine. Dabei sind wir in Rom in einem vermeintlichen Zentrum des Antikopernikanismus.\u201c<\/p>\n<h4>Vier Vortr\u00e4ge in vier Wochen<\/h4>\n<p>Da das Interdisziplin\u00e4re Zentrum mit dem dazugeh\u00f6rigen Graduiertenkolleg R\u00e4ume im fr\u00fcheren Glanzstoffhochhaus, heute Teijinhochhaus in der Elberfelder City hat, nutzen die Verantwortlichen den dazugeh\u00f6rigen Webersaal f\u00fcr ihre Vortr\u00e4ge.<br \/>\nDie Themen sind so spannend wie vielf\u00e4ltig.<\/p>\n<p>Den Auftakt macht am 14. Juni der Mitinitiator Prof. Dr. Remmert unter dem Titel &#8222;Weltbilder im Widerstreit&#8220;. \u201eEs geht um den Streit der astronomischen Weltbilder im 16. und 17. Jahrhundert zwischen dem geozentrischen und heliozentrischen Weltbild\u201c, erkl\u00e4rt Remmert.<\/p>\n<p>Der Wissenschaftler weiter: \u201eUnd dann stehen zwei Daten im Titel. Kopernikus 1543 und 1943. 1543 bezieht sich auf seine Publikation und 1943 war das 400. Jubil\u00e4um seiner Publikation und gleichzeitig sein 400. Todestag. Zu diesem Zeitpunkt haben wir das NS-Regime, dass Europa mit Krieg \u00fcberzogen hat und insbesondere Polen als eigenst\u00e4ndigen Staat und seine Intellektuellen ausl\u00f6schen wollte. Kopernikus wird aus ideologischen Gr\u00fcnden wieder zu einem Deutschen gemacht. Diese Instrumentalisierung eines Gelehrten durch die Nationalsozialisten wird im Vortrag verdeutlicht.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_66061\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-66061 \" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/poland-g4488f3b03_1280-1024x701.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"445\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Niklaus Kopernikus-Denkmal in Warschau (Polen) &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>In den weiteren Vortr\u00e4gen widmen sich die Wuppertaler Germanistin Ursula Kocher dem Thema `Kopernikus und die Folgen f\u00fcr Literatur und Kunst`, die Historikerin Arianna Borelli spricht \u00fcber die dreidimensionalen Modelle der Himmelsbewegungen vor und nach Kopernikus und der Wissenschaftsphilosoph Martin Carrier referiert \u00fcber die &#8222;Errungenschaften und M\u00e4ngel der heliozentrischen Lehre in ihrer Zeit&#8220;.<\/p>\n<p>\u201eDer Wechsel des Weltbildes ist ein Einschnitt in die Menschheitsgeschichte\u201c sagt Schiemann abschlie\u00dfend, \u201eund hat auch eine wichtige metaphorische Bedeutung in anderen Disziplinen. Man spricht ganz h\u00e4ufig von Kopernikanischer Wende, wenn etwas vom Kopf auf die F\u00fc\u00dfe gestellt wird oder das Zentrum ausgetauscht wird.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Alle Veranstaltungen (14.06., 21.06., 28.06. und 05.07.) beginnen jeweils mittwochs um 17.00 Uhr im Webersaal &#8211; Kasinostr. 19 &#8211; 21 &#8211; \u00a0gegen\u00fcber der Gastst\u00e4tte &#8222;Hans im Gl\u00fcck&#8220;. Der Eintritt ist frei.<\/p>\n<p>Weitere Informationen unter: <a href=\"https:\/\/www.izwt.uni-wuppertal.de\/de\/veranstaltungen\/ringvorlesung\/\">https:\/\/www.izwt.uni-wuppertal.de\/de\/veranstaltungen\/ringvorlesung\/<\/a><\/p>\n<p><strong>Uwe Blass<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_66057\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 190px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-66057\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Foto-Remmert-3.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"257\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr. Volker Remmert &#8211; \u00a9 UniService Transfer<\/span><\/div>\n<h4>\u00dcber Prof. Volker Remmert &amp; Prof. Gregor Schiemann<\/h4>\n<p>Prof. Dr. Volker Remmert studierte Geschichte und Mathematik in Freiburg, Z\u00fcrich und Karlsruhe. Er habilitierte sich in Neuerer und Neuester Geschichte sowie in der Geschichte der Mathematik und der Naturwissenschaften. Seit 2011 ist er Professor f\u00fcr Wissenschafts- und Technikgeschichte an der Bergischen Universit\u00e4t. Zudem leitet er das Interdisziplin\u00e4re Zentrum f\u00fcr Wissenschafts- und Technikforschung ebenda.<\/p>\n<p>Prof. em. Dr. Gregor Schiemann lehrte bis zu seiner Emeritierung am Philosophischen Seminar der Fakult\u00e4t f\u00fcr Geistes- und Kulturwissenschaften der Bergischen Universit\u00e4t und ist gegenw\u00e4rtig Co-Sprecher der Forschungsgruppe \u201eThe Epistemology of the Large Hadron Collider\u201c.<\/p>\n<div id=\"attachment_66058\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 191px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-66058\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Foto-Schiemann-Jarych-3.jpg\" alt=\"\" width=\"181\" height=\"242\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr. Gregor Schiemann &#8211; \u00a9 Sebastian Jarych<\/span><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er war in der Nachbetrachtung ein Ausnahme-Wissenschaftler, der vor 550 Jahren die Erde aus dem Zentrum des Kosmos an den Rand schob. Die Rede ist von Nikolaus Kopernikus. Autor Uwe Blass widmet sich diesem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Gelehrten in der beliebten Uni-Reihe &#8222;Transfergeschichten&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-66047","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-15 07:22:32","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66047","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66047"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66047\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":66064,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66047\/revisions\/66064"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66047"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66047"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66047"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}