{"id":64998,"date":"2023-05-03T10:17:23","date_gmt":"2023-05-03T08:17:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=64998"},"modified":"2023-05-10T17:33:07","modified_gmt":"2023-05-10T15:33:07","slug":"ellen-neugebauer-kunst-kann-mehr-als-dasein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2023\/05\/03\/ellen-neugebauer-kunst-kann-mehr-als-dasein\/","title":{"rendered":"Ellen Neugebauer: &#8222;Kunst kann mehr als Dasein\u201c"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_65001\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-65001 size-large\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230426_120615-2-1024x741.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"741\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die K\u00fcnstlerin Ellen Neugebauer mit dem Bonus-Kleid, das sie gemeinsam mit der Autorun Tanja Heinze gestalten wird &#8211; \u00a9 Tanja Heinze<\/span><\/div>\n<p>Im Gespr\u00e4ch mit \u201eDie Stadtzeitung\u201c verr\u00e4t sie, dass ihr Vater Herbert Schilling (Neugebauers M\u00e4dchenname) Zeit seines Lebens sowohl Landschaften als auch Portraits in \u00d6l auf Leinwand gebracht hat. Die Wahrscheinlichkeit liegt nahe, dass sie ihr Talent vom Vater geerbt hat. I<\/p>\n<p>hre k\u00fcnstlerischen F\u00e4higkeiten zeigten sich bereits in der Grundschule, was unter anderem ein Klassentreffen im Jahr 2018 bewies. Dort erinnerten sich ehemalige Mitsch\u00fclerinnen und Mitsch\u00fcler daran, Drucke einer Linolschnitt-Arbeit \u00fcber Juliette Greco zur Erinnerung mitgenommen zu haben.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ellen Neugebauers k\u00fcnstlerischer Werdegang nahm einige Umwege, obwohl sie ihr kreatives Ziel niemals aus den Augen verlor! Sie absolvierte die Volks-, Real- und h\u00f6here Handelsschule und qualifizierte sich durch eine Sonderpr\u00fcfung f\u00fcr ein Studium an der Universit\u00e4t: Kunst, Germanistik und Psychologie auf Lehramt. Es geschah in den 70er Jahren, als sie im zarten Alter von neunzehn Jahren schwanger wurde \u2013 damals betrug die Grenze zur Vollj\u00e4hrigkeit noch einundzwanzig Jahre.<\/p>\n<div id=\"attachment_65003\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 761px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-65003\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG-20230426-WA0100-1024x764.jpg\" alt=\"\" width=\"751\" height=\"560\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Portrait des ber\u00fchmten Physikers Albert Einstein &#8211; \u00a9 Ellen Neugebauer<\/span><\/div>\n<p>Ihre Eltern waren davon nicht begeistert, und Ellen Neugenauer zog in ein M\u00e4dchenheim. Trotz aller Widrigkeiten heiratete sie den Kindsvater und ging Arrangements mit anderen studierenden jungen Frauen in derselben Situation ein. Das Konzept ging leider nicht auf, denn zur damaligen Zeit hatten Ehem\u00e4nner Schwierigkeiten damit, wenn Frauen \u201eschlauer\u201c oder \u201egebildeter\u201c wurden. Das hatte viele Trennungen zur Folge \u2013 und traf auch Ellen Neugebauer.<\/p>\n<p>Was macht eine junge und somit alleinerziehende Frau in diesen Jahren? Sie berichtet, das Studium zwangsl\u00e4ufig aufgegeben zu haben, um Geld f\u00fcr ihr Kind und sich selbst zu verdienen. Bei einer Firma in Schwelm arbeitete sie als kaufm\u00e4nnische Angestellte, ein Werdegang, der sich bis zur krankheitsbedingten Fr\u00fchrente mit dreiundsechzig Jahren durchzog.<\/p>\n<p>In all der Zeit widmete sie sich nebenbei ihrem gr\u00f6\u00dften Talent \u2013 der Portraitkunst. Regelm\u00e4\u00dfig begeisterte sie \u201eGeburtstagskinder\u201c mit Portraits, an \u00dcbung mangelte es ihr somit niemals.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_65004\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 611px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-65004\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG-20230426-WA0093-824x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"601\" height=\"747\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die nackte Frau, ein anmutiges Aktbildnis &#8211; \u00a9 Ellen Neubauer<\/span><\/div>\n<p>Im Interview gibt sie an, die Schwere und den Reiz der gezielten Abbildung von Menschen immer der Landschaftsmalerei vorgezogen zu haben. Eine schwere Erkrankung veranlasste sie mit dreiundsechzig Jahren, in Fr\u00fchrente zu gehen; damit begann alles. Sie nahm an Workshops und Lehrg\u00e4ngen teil (Guiseppe Medagli, Naoum Schnittmann, Brigitte Guhle)<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ihr Talent konnte sich von nun an frei entfalten. Nach Gemeinschaftsausstellungen in der Luisenstra\u00dfe und der Wuppertaler Rathausgalerie sind ihre Werke aktuell bei Bernd Schlagermann in der Friedrichstra\u00dfe zu bewundern.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Das Besondere von Ellen Neugebauers Kunstverst\u00e4ndnis sind zwei Punkte: Als Erstes spendet sie den Erl\u00f6s all ihrer Werke f\u00fcr wohlt\u00e4tige Zwecke. Im Gespr\u00e4ch sagt sie, sich durch ihre k\u00f6rperliche Schw\u00e4che nicht im Bereich der aktiven Pflege hilfebed\u00fcrftiger Tiere einsetzen zu k\u00f6nnen (Zum Beispiel das Reinigen der K\u00e4fige). Aber mit ihrer Kunst Geld f\u00fcr Hund, Katz und Maus zur Verf\u00fcgung zu stellen, das kann und macht sie auf bewundernswerte Art und Weise.<\/p>\n<div id=\"attachment_65006\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 766px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-65006\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG-20230426-WA0106-1024x730.jpg\" alt=\"\" width=\"756\" height=\"539\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Tiere liegen Ellen Neubauer &#8211; wie man hier sieht &#8211; auch sehr am Herzen &#8211; \u00a9 Ellen Neugebauer<\/span><\/div>\n<p>Zum Zweiten bringt sie K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler zusammen, schafft gegenseitigen Respekt und Unterst\u00fctzung.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Aktuell ist sie am Projekt \u201eMeine lebendige Stadt Wuppertal\u201c (Die Stadtzeitung berichtete) von der Designerin Viktoria Zilberberg beteiligt, nicht nur durch Akquise der Beteiligten, sondern auch mit eigenen Werken. Zur Erinnerung: Zilberberg entwarf eine Wuppertal-Kleiderkollektion mit Sehensw\u00fcrdigkeiten der Stadt. (Zum Beispiel Gr\u00fcner Zoo, Museumsbahn, Laurentiuskirche usw.)<\/p>\n<p>Das sogenannte \u201eBonuskleid\u201c wird erstmals am 20. Mai um 14 Uhr in Wuppertal Cronenberg im Rahmen eines Catwalks pr\u00e4sentiert. Ein weiteres Mal werden alle Kleider im Rahmen der Veranstaltung Barmen live am Sonntag, 11. Juni ab 16 Uhr auf der Hauptb\u00fchne zu bestaunen sein.<\/p>\n<div id=\"attachment_65007\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 611px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-65007\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG-20230426-WA0099.jpg\" alt=\"\" width=\"601\" height=\"752\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Mona Lisa &#8211; \u00a9 Ellen Neugebauer<\/span><\/div>\n<p>Das \u201eBonus\u201c- oder \u201eSonderkleid\u201c wird gemeinsam von Ellen Neugenauer und der Wuppertaler Autorin Tanja Heinze umgesetzt \u2013 ein \u201eM\u00e4rchenkrimikleid\u201c. Beide Veranstaltungen werden von Autorin und Mitarbeiterin von \u201eDie Stadtzeitung\u201c moderiert.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Eines ist sicher: Von Ellen Neugebauer werden wir noch viel h\u00f6ren!<\/p>\n<p><strong>Text: TANJA HEINZE<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die St\u00e4rke der Wuppertaler K\u00fcnstlerin Ellen Neugebauer liegt in der Portraitkunst, obwohl sie auch alles andere \u201eauf die Leinwand\u201c bringen kann. Die 1948 geborene Malerin lebt mit und f\u00fcr ihre Bilder \u2013 und engagiert sich f\u00fcr wohlt\u00e4tige Zwecke, wobei ihr besonders der Tierschutz am Herzen liegt.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-64998","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-20 04:43:02","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64998","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64998"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64998\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":65009,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64998\/revisions\/65009"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64998"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64998"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64998"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}