{"id":64948,"date":"2023-04-25T09:47:24","date_gmt":"2023-04-25T07:47:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=64948"},"modified":"2023-04-27T15:47:36","modified_gmt":"2023-04-27T13:47:36","slug":"tanz-nrw-eine-hommage-an-raimund-hoghe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2023\/04\/25\/tanz-nrw-eine-hommage-an-raimund-hoghe\/","title":{"rendered":"&#8222;tanz nrw&#8220; &#8211; Eine Hommage an Raimund Hoghe"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_64952\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-64952\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Compagnie-Raimund-Hoghe_An-Evening-with-Raimund_\u00a9R-osa-Frank.com_2-2-1024x730.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"730\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Eine Szene aus \u201cAn Evening with Raimund\u201d- \u00a0Eine Hommage an Raimund Hoghe. (V<span style=\"text-decoration: underline;\">.l.)\u00a0<\/span>\u00a0Luca Giacomo Schulte, Takashi Ueno, Kerstin Pohle &#8211; \u00a9 Rosa-Frank.com<\/span><\/div>\n<p>Veranstalter und Initiator des Festivals ist die Veranstaltergemeinschaft der Tanzproduzentinnen- und Tranzproduzenten-Konferenz NRW (TpK). Diese ist ein Zusammenschluss von NRW-Institutionen, die Tanz sowohl veranstalten als auch produzieren. Die Stadt Wuppertal ist Teil der Veranstaltergemeinschaft.<\/p>\n<p>Von M\u00fcnster bis Bonn ist eine Auswahl der aktuellsten Produktionen von 2023 in NRW arbeitenden Choreografinnen und Choreografen sowie Kollektiven zu sehen. 200 Bewerbungen f\u00fcr das B\u00fchnenprogramm und mehr als 60 Einreichungen f\u00fcr das digitale Programm wurden gesichtet, diskutiert und ausgew\u00e4hlt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Neben etablierten Kompanien, die bereits die Exzellenz- oder Spitzenf\u00f6rderung des Landes NRW erhalten, sind auch junge Talente dabei, deren Arbeiten der Szene neue Impulse geben. Was sie eint, ist eine herausfordernde Probenzeit der vergangenen zwei Jahre: Wie proben, wenn die Theater geschlossen sind \u2013 und die Spielpl\u00e4ne anschlie\u00dfend \u00fcberf\u00fcllt?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Man erweitert sein Repertoire ins Digitale. Und so sind erstmalig neben ganz analogen B\u00fchnenproduktionen auch viele sehr unterschiedliche Onlineformate entstanden. 22 B\u00fchnenproduktionen und viele andere Formate sind vom 4. bis 14. Mai 2023\u00a0in Bonn, D\u00fcsseldorf, Essen, K\u00f6ln, Krefeld, M\u00fclheim\/Ruhr, M\u00fcnster, Viersen, Wuppertal und auf der &#8222;Digitalen B\u00fchne&#8220; zu sehen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_64955\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-64955 size-large\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/An-Evening-with-Raimund_\u00a9Rosa-Frank.com_1-2-1024x422.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"422\" \/><span class=\"wp-caption-text\">&#8222;An Evening with Raimund&#8220; &#8211; eine Hommage an Raimund Hoghe: Das Ensemble &#8211; \u00a9 Rosa Frank<\/span><\/div>\n<p>Bei &#8222;tanz nrw&#8220; sind in Wuppertal die Tanz Station &#8211; Barmer Bahnhof, Insel e.V.\/Kultur im Caf\u00e9 Ada und das Pina Bausch Zentrum beteiligt. Im ehemaligen Schauspielhaus und zuk\u00fcnftigen Pina Bausch Zentrum gastiert das Ensemble des 2021 leider viel zu fr\u00fch verstorbenen Raimund Hoghe.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die Performance ist eine Hommage an den Choreografen, T\u00e4nzer, Autoren, Dramaturgen, Jorunalisten und Filmemacher, der in Wuppertal geboren wurde. Zeitlebens war er der Stadt verbunden, in der er lange Zeit auch als Dramaturg des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch gearbeitet hat.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Er hat zahlreiche Preise erhalten. 2019 ernannte ihn der franz\u00f6sische Kulturminister zum &#8222;Officier de l\u2019ordre des Arts et des Lettres&#8220;. 2020 wurde ihm der Deutsche Tanzpreis verliehen &#8211; die h\u00f6chste Auszeichnung, die der Tanz in Deutschland zu vergeben hat (<a href=\"http:\/\/www.raimundhoghe.com\/deutsch.php\">http:\/\/www.raimundhoghe.com\/deutsch.php<\/a>).<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Hoghe + Schulte<\/b><\/p>\n<p>&#8222;An Evening with Raimund&#8220;<\/p>\n<p>Performance im Rahmen von &#8222;tanz nrw 23&#8220; im Pina Bausch Zentrum<\/p>\n<p>Freitag &#8211; 12. Mai<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>&#8211; 20.00 Uhr &#8211; Pina Bausch Zentrum<\/p>\n<p>Samstag &#8211; 13. Mai &#8211;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>20.00 Uhr &#8211; Pina Bausch Zentrum<\/p>\n<p>\u201eAn Evening with Raimund\u201d ist eine Performance mit Ausschnitten aus dem Werk von Raimund Hoghe 2002-2019 &#8211; zusammengestellt von Luca Giacomo Schulte und Emmanuel Eggermont.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>In \u201eAn Evening with Raimund\u201d beleben die T\u00e4nzerinnen und T\u00e4nzer, die den 2021 verstorbenen Choreografen Raimund Hoghe in seiner Arbeit begleitet haben, Ausschnitte seines choreografischen Werkes. Raimund Hoghe verstarb am 14. Mai 2021 im Alter von 72 Jahren.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Er z\u00e4hlt zu den international bedeutendsten Choreografen und hat sowohl \u00e4sthetisch als auch politisch Ma\u00dfst\u00e4be gesetzt. In Ausschnitten beleben seine T\u00e4nzerinnen und T\u00e4nzer sein choreografisches Werk, erinnern voll Hingabe an ihn, seinen Weg sowie an Menschen, Gef\u00fchle und die Kraft der Musik \u2013 an das, was Raimund Hoghe seinem Publikum vermittelt hat:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>\u201cDon\u2019t cry, there\u2019ll be another spring &#8211; I know our hearts will dance again &#8211; And sing again, so wait for me till then\u2026\u201c Peggy Lee, aus dem St\u00fcck Young People, Old Voices (2002).<\/p>\n<p><b>Beteiligte<\/b><\/p>\n<p>Performance mit Ausschnitten aus dem Werk von Raimund Hoghe 2002-2019<\/p>\n<p>Zusammengestellt von: Luca Giacomo Schulte, Emmanuel Eggermont<\/p>\n<p>Mit: Ornella Balestra, Finola Cronin, Ji Hye Chung, Adrien Dantou, Lorenzo De Brabandere, Emmanuel Eggermont, Kerstin Pohle, Luca Giacomo Schulte, Takashi Ueno;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>K\u00fcnstlerische Mitarbeit: Luca Giacomo Schulte<\/p>\n<p>Management: Judith Jaeger, Mathieu Hill\u00e9rau &#8211; Les Ind\u00e9pendences<\/p>\n<p>Produktion Hoghe + Schulte GbR (D\u00fcsseldorf)<\/p>\n<p>Gef\u00f6rdert durch Ministerium f\u00fcr Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Kunststiftung NRW, Kulturamt der Landeshauptstadt D\u00fcsseldorf.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzt durch Minist\u00e8re de la Culture D\u00e9l\u00e9gation \u00e0 la danse, Goethe Institut Paris<\/p>\n<p><strong>Tickets und weitere Informationen:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tanz-nrw-aktuell.de\/programm\/an-evening-with-raimund\">https:\/\/www.tanz-nrw-aktuell.de\/programm\/an-evening-with-raimund<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tanz-nrw-aktuell.de\">https:\/\/www.tanz-nrw-aktuell.de<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.raimundhoghe.com\/deutsch.php\">http:\/\/www.raimundhoghe.com\/deutsch.php<\/a><\/p>\n<h2>VITA von Raimund Hoghe<\/h2>\n<p>Der geb\u00fcrtige Wuppertaler Raimund Hoghe verfasste zun\u00e4chst Portr\u00e4ts von Au\u00dfenseitern und Prominenten, die in &#8222;Die Zeit&#8220; erschienen und auch in mehreren B\u00fcchern zusammengefasst wurden. Von 1980 bis 1989 arbeitete er als Dramaturg f\u00fcr das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, \u00fcber das er auch zwei B\u00fccher schrieb.<\/p>\n<p>Ab 1989 entwickelte er eigene Theaterarbeiten f\u00fcr verschiedene T\u00e4nzerinnen und T\u00e4nzer sowie Schauspielerinnen und Schauspieler. 1992 begann seine Zusammenarbeit mit dem bildenden K\u00fcnstler Luca Giacomo Schulte, der bis zuletzt sein k\u00fcnstlerischer Mitarbeiter war. 1994 realisierte er das erste Solo f\u00fcr sich &#8222;Meinw\u00e4rts&#8220;, dem &#8222;Chambre s\u00e9par\u00e9e&#8220; (1997) und &#8222;Another Dream&#8220; (2000) als Trilogie \u00fcber das vergangene Jahrhundert folgten.<\/p>\n<div id=\"attachment_64957\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 208px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-64957 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Vita-Raimund-Hoghe-2.jpg\" alt=\"\" width=\"198\" height=\"235\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der Choreograf Raimund Hoghe &#8211; \u00a9 Rosa Frank<\/span><\/div>\n<p>Neben seiner Theaterarbeit arbeitete Hoghe vielfach f\u00fcr das Fernsehen und realisierte u.a. f\u00fcr ARTE den Film &#8222;Die Jugend ist im Kopf&#8220; \u00fcber die franz\u00f6sische Theaterleiterin Marie-Th\u00e9r\u00e8se Allier (2016), &#8222;Lebenstr\u00e4ume&#8220; (ZDF\/3sat 1994) und 1997 im Auftrag des WDR das einst\u00fcndige Selbstportrait &#8222;Der Buckel&#8220;.<\/p>\n<p>Seine B\u00fccher wurden in mehrere Sprachen \u00fcbersetzt, mit seinen St\u00fccken gastierte er in verschiedenen L\u00e4ndern Europas, Nord- und S\u00fcdamerika, Asien und Australien. Er hat zahlreiche Preise erhalten, darunter 2001 den &#8222;Deutschen Produzentenpreis f\u00fcr Choreografie&#8220;. 2006 erhielt er den &#8222;Prix de la critique Francaise&#8220; f\u00fcr &#8222;Swan Lake, 4 Acts&#8220; in der Kategorie &#8222;Beste ausl\u00e4ndische Produktion&#8220;.<\/p>\n<p>2008 wurde Raimund Hoghe in der Kritiker-Umfrage der Zeitschrift &#8222;ballet-tanz&#8220; zum &#8222;T\u00e4nzer des Jahres&#8220; gew\u00e4hlt. 2019 ernannte ihn der franz\u00f6sische Kulturminister zum &#8222;Officier de l\u2019ordre des Arts et des Lettres&#8220;. Raimund Hoghe erhielt die Auszeichnung in Anerkennung seiner &#8222;au\u00dferordentlichen Verdienste um die kulturelle Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich&#8220;.<\/p>\n<p>2020 wurde ihm der Deutsche Tanzpreis verliehen &#8211; die h\u00f6chste Auszeichnung, die der Tanz in Deutschland zu vergeben hat. B\u00fccher \u00fcber seine Theaterarbeiten sind in Frankreich, Deutschland, England und den USA erschienen. Raimund Hoghe lebte in D\u00fcsseldorf und verstarb friedlich und unerwartet am 14. Mai 2021 im Alter von 72 Jahren.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4tze von Raimund Hoghe<\/strong>:\u00a0&#8222;Den K\u00f6rper in den Kampf werfen&#8220;, schreibt Pier Paolo Pasolini. Dieser Satz: f\u00fcr mich auch ein Ansto\u00df, auf die B\u00fchne zu gehen. Andere Anst\u00f6\u00dfe: die mich umgebende Realit\u00e4t, die Zeit, in der ich lebe, die Erinnerung von Geschichte, Menschen, Bilder, Gef\u00fchle und die Kraft der Musik, ihre Sch\u00f6nheit und die Konfrontation mit einem K\u00f6rper, der &#8211; in meinem Fall &#8211; herk\u00f6mmlichen Vorstellungen von Sch\u00f6nheit nicht entspricht. Auf der B\u00fchne auch K\u00f6rper zu sehen, die nicht der Norm entsprechen, ist wichtig &#8211; nicht nur mit dem Blick auf die Geschichte, sondern auch mit Blick auf Entwicklungen der Gegenwart, an deren Ende der Mensch als Objekt des Designs steht. Zur Frage des Erfolgs: Wichtig ist, arbeiten zu k\u00f6nnen, den eigenen Weg zu gehen &#8211; ob mit oder ohne Erfolg. Ich mache einfach das, was ich tun muss.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Elf Tage, neun St\u00e4dte, drei Urauff\u00fchrungen: Zum neunten Mal wird Nordrhein-Westfalen w\u00e4hrend des Festivals &#8222;tanz nrw 23&#8220; zur Plattform f\u00fcr zeitgen\u00f6ssischen Tanz. &#8222;tanz nrw&#8220; ist ein st\u00e4dte\u00fcbergreifendes Festival in Nordrhein-Westfalen, das biennal stattfindet.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-64948","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-23 00:51:39","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64948","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64948"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64948\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":64959,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64948\/revisions\/64959"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64948"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64948"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64948"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}