{"id":64507,"date":"2023-04-13T08:54:37","date_gmt":"2023-04-13T06:54:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=64507"},"modified":"2023-04-14T08:54:54","modified_gmt":"2023-04-14T06:54:54","slug":"else-lasker-schueler-lets-bring-else-online","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2023\/04\/13\/else-lasker-schueler-lets-bring-else-online\/","title":{"rendered":"Else Lasker-Sch\u00fcler: Let`s bring ELSe online"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_64509\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-64509\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Foto_Meyer_Anne-Rose-2-1024x713.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"713\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr. Anne-Rose Meyer &#8211; \u00a9 Friederike von Heyden<\/span><\/div>\n<p>Dar\u00fcber hat sich Autor Uwe Blass mit der Sprachwissenschaftlerin im Rahmen der Uni-Reihe &#8222;Transfergeschichten-Interview&#8220; unterhalten.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Sie besch\u00e4ftigen sich im kommenden Semester mit der Wuppertaler Schriftstellerin Else Lasker-Sch\u00fcler. Wie pr\u00e4sent ist die Autorin und deren Werk in Wuppertal?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Anne-Rose Meyer: &#8222;Else Lasker-Sch\u00fcler ist in Wuppertal wieder zu Hause. Dies zeigt beispielhaft die j\u00fcngste Stiftung an das Von-der-Heydt-Museum. Ihm hat ein nordrhein-westf\u00e4lischer Unternehmer das Portr\u00e4t der Dichterin von Karl Schmidt-Rottluff als Dauerleihgabe zur Verf\u00fcgung gestellt. Seit 1990 ist die Else-Lasker-Sch\u00fcler-Gesellschaft in Wuppertal pr\u00e4sent. Die Begegnungsst\u00e4tte Alte Synagoge besch\u00e4ftigt sich immer wieder in Form verschiedener Veranstaltungen und Ver\u00f6ffentlichungen mit der Autorin. Und auch unsere Universit\u00e4t hat Bedeutendes dazu beigetragen, ihre Werke nicht nur vor Ort, durch Vortr\u00e4ge und Seminare, sondern auch in der Buchwelt und in der Wissenschaft lebendig zu halten: Zwischen 1996 und 2010 entstand in Zusammenarbeit der Bergischen Universit\u00e4t mit dem Franz-Rosenzweig-Zentrum der Hebr\u00e4ischen Universit\u00e4t Jerusalem und dem Deutschen Literaturarchiv Marbach die Kritische Werkausgabe. Meine Kollegin Prof. Dr. Gabriele Sander hat zudem mehrere Ausgaben der Gedichte Else Lasker-Sch\u00fclers beigesteuert.&#8220;<\/p>\n<p><b>Und wie pr\u00e4sent ist Else Lasker-Sch\u00fcler bei jungen Studierenden?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Anne-Rose Meyer: &#8222;An unserer Bergischen Universit\u00e4t Neuere deutsche Literaturwissenschaft zu studieren, ohne mit Werken Else Lasker-Sch\u00fclers in Kontakt zu kommen, ist unm\u00f6glich. Es handelt sich schlie\u00dflich um eine der bedeutendsten Autorinnen des 20. Jahrhunderts. Aus der Schule kennen unsere Studierenden die Dichterin meist nicht, da die Lekt\u00fcre ihrer Texte nicht verbindlich ist. Umso wichtiger ist es, Literaturinteressierten in thematisch passenden Seminaren und Vorlesungen an der Universit\u00e4t einen ersten Einblick zu geben.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_64512\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 559px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-64512\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Ausschnitt-Denkmal-Else-Lasker-Schueler-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"549\" height=\"732\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Else-Lasker-Sch\u00fcler-Denkmal von Stefan Huber in Elberfeld &#8211; \u00a9 UniService Transfer<\/span><\/div>\n<p><b>Die Gedichte von Lasker-Sch\u00fcler lassen sich f\u00fcr junge Menschen nicht immer leicht erschlie\u00dfen. Wie f\u00fchrt man Studierende an diese Dichterin heran?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Anne-Rose Meyer: &#8222;Vielleicht am ehesten \u00fcber einen biographisch-historischen Zugang, der erkennen l\u00e4sst, wie avanciert, individuell und au\u00dfergew\u00f6hnlich Lasker-Sch\u00fclers Dichtungen waren f\u00fcr die damalige Zeit und auch heute noch sind. Bislang hat sich aber auch immer das Vertrauen in die Kraft der Texte bew\u00e4hrt \u2013 sie finden ihre Leser und Leserinnen, auch unter jungen Leuten.&#8220;<\/p>\n<p><b>Sie bieten im Sommersemester ein Seminar mit dem ungew\u00f6hnlichen Titel \u201eLet`s bring ELSe online\u201c an. Worum geht es dabei?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Anne-Rose<b> <\/b>Meyer: &#8222;Die Studierenden sollen den Bezug Else Lasker-Sch\u00fclers speziell zu Wuppertal herausarbeiten und auf einer ihnen geeignet erscheinenden Social Media-Plattform in Wort und Bild pr\u00e4sentieren. Das k\u00f6nnen wichtige biographische Stationen sein, das kann eine Auseinandersetzung mit Lasker-Sch\u00fclers so wichtigem Drama &#8218;Die Wupper&#8216; sein, Interviews mit Historikerinnen und Literaturwissenschaftlerinnen sind denkbar, die zu Else Lasker-Sch\u00fcler hier in Wuppertal arbeiten, und vieles andere mehr.&#8220;<\/p>\n<p><b>Nun wollen Sie ja keine weitere Wikipedia-Seite basteln, sondern eher die neuen digitalen Kan\u00e4le ausloten. Wie kann man denn Lyrik und Prosa bei Tik Tok, Instagram, Facebook und Co z.B. erfolgreich darstellen?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Anne-Rose Meyer: &#8222;Sie k\u00f6nnen z.B. performen, also selbst eine kurze Lesung halten und diese aufzeichnen, Bilder zu Texten gestalten, Statements von Fachleuten posten, Leseerfahrungen verbreiten, Fotos machen und kommentieren, einen Podcast aufnehmen\u2026 Gerade digitale Plattformen laden dazu ein, nicht nur auf Geschriebenes zu setzen, sondern verschiedene Ausdrucksm\u00f6glichkeiten zu erproben.&#8220;<\/p>\n<p><b>F\u00fcr die Erarbeitung haben sie sich aber auch Unterst\u00fctzung geholt. Von wem?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Anne-Rose Meyer: &#8222;Unbedingt wichtig ist das know how der Pressestelle unserer Universit\u00e4t, was Formen und Formate angeht. Technischer Support kommt von unserem Zentrum f\u00fcr Informations- und Medienverarbeitung. Auch unser Justiziariat k\u00f6nnte ein interessanter Ansprechpartner sein, beispielsweise wenn es um die Frage von Bildrechten und Copyright geht.&#8220;<br \/>\n<b><br \/>\nWo wird man die Ergebnisse denn sehen k\u00f6nnen?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Anne-Rose Meyer: &#8222;Idealerweise auf Kan\u00e4len unserer Universit\u00e4t, die erfreulich breit aufgestellt ist, was Social Media betrifft.&#8220;<\/p>\n<p><b>Uwe Blass<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_64511\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 194px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-64511\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Foto_Meyer_Anne-Rose-3-1-795x1024.jpeg\" alt=\"\" width=\"184\" height=\"237\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr. Anne-Rose Meyer &#8211; \u00a9 Friederike von Heyden<\/span><\/div>\n<h4>\u00dcber Prof. Dr. Anne-Rose Meyer<\/h4>\n<p>Prof. Dr. Anne-Rose Meyer studierte Allgemeine und Angewandte Sprachwissenschaft, Neuere Germanistik und Romanistik an der Universit\u00e4t Bonn und promovierte ebd. 2000. Meyer habilitierte sich 2009 an der Universit\u00e4t Paderborn. 2018 wird sie zur apl. Professorin an der Bergischen Universit\u00e4t ernannt. Sie lehrt Neuere deutsche Literatur in der Fakult\u00e4t f\u00fcr Geistes- und<i> Naturwissenschaften ebenda.<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Studierende der Bergischen Universit\u00e4t, unter der Leitung von apl. Prof. Dr. Anne-Rose Meyer, suchen nach neuen Wegen, das Werk Else-Lasker-Sch\u00fclers in Online-Plattformen zu pr\u00e4sentieren.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-64507","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-20 04:43:03","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64507","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64507"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64507\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":64514,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64507\/revisions\/64514"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64507"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64507"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64507"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}