{"id":62565,"date":"2023-04-07T13:58:18","date_gmt":"2023-04-07T11:58:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=62565"},"modified":"2023-04-12T10:21:24","modified_gmt":"2023-04-12T08:21:24","slug":"waermewende-mit-elektrischer-waermepumpe-jean-puetz-warnt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2023\/04\/07\/waermewende-mit-elektrischer-waermepumpe-jean-puetz-warnt\/","title":{"rendered":"W\u00e4rmewende mit elektrischer W\u00e4rmepumpe: Jean P\u00fctz warnt"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_45844\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-45844\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC03949-2-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"682\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der beliebte TV-Moderator und Wissenschafts-Experte Jean P\u00fctz &#8211; \u00a9 Foto: Susanne Bellenbaum<\/span><\/div>\n<p>Meine ganz pers\u00f6nliche Meinung:\u00a0Ein v\u00f6llig unausgegorenes Konzept der W\u00e4rmeversorgung der Geb\u00e4ude steht vor der gesetzlichen Verabschiedung im Bundestag. Ich sage voraus: es ist nicht zu finanzieren.<\/p>\n<p>Vor 33 Jahren habe ich in der Sendereihe &#8218;Bilder aus der Wissenschaft&#8216; in der ARD zwei Sendungen produziert, die dieses Problem in den Fokus setzte. Damals war die Fotovoltaik noch in den Kinderschuhen und viel zu teuer, um als regenerative Energie auch nur im Ansatz ber\u00fccksichtigt zu werden.<\/p>\n<p>Trotzdem ist es mir damals gelungen zu beweisen, dass mit Hilfe seinerzeit bekannter Technologie und gezielten Ma\u00dfnahmen der Energiebedarf und damit verbunden der CO2-Aussto\u00df,\u00a0 um 95 Prozent h\u00e4tte reduziert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Als Beweis finden Sie hier meine beiden Sendungen unter dem Titel &#8218;Der Sonne eine Chance&#8216;.<\/p>\n<p><strong>Bilder aus der Wissenschaft Youtube Folge 1 :<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/CwGVsRLFlKc\">https:\/\/youtu.be\/CwGVsRLFlKc<\/a><\/p>\n<p><strong>Bilder aus der Wissenschaft Youtube Folge 2 :<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/G2k673pGzWc\">https:\/\/youtu.be\/G2k673pGzWc<\/a><\/p>\n<p>Heute ist in Verbindung mit der Fotovoltaik das Energie-Plus-Haus realisierbar, auch ohne Subventionen habe ich dieses Konzept f\u00fcr mich privat umgesetzt und kann behaupten, dass die Einspeisung von Energie ins \u00f6ffentliche Netz im Durchschnitt \u00fcber das gesamte Jahr gerechnet erm\u00f6glicht, mit meiner ganzen Familie CO2-neutral zu leben.<\/p>\n<p>So nebenbei gesagt, in diesem Konzept spielte auch der Verbrennungsmotor eine wichtige Rolle, und zwar einmal als Klein-Heiz-Kraftwerk, das heute mit regenerativen Energien z. B. mit gr\u00fcnem Erdgas oder Methanol betrieben, v\u00f6llig CO2-neutral die H\u00e4user mit W\u00e4rme versorgen kann &#8211; vergleichbar mit den sowieso unentbehrlichen Kraftwerken in der N\u00e4he der Bev\u00f6lkerung auf Basis der Kraft-W\u00e4rme-Kopplung.<\/p>\n<p>Beide Konzepte \u00fcberwinden den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik, in dem sie nicht nur Strom erzeugen, sondern auch die notwendige elektrische Energie, und zwar regenerativ, vorausgesetzt, sie werden mit Wasserstoff oder daraus gewonnenen gr\u00fcnes Erdgas bzw. gr\u00fcnes Methanol betrieben. Das Klein-Heiz-Kraftwerk erm\u00f6glicht \u00fcberall dort die W\u00e4rmeerzeugung der Geb\u00e4ude, wo sich der W\u00e4rmetransport \u00fcber Fernheizungen nicht lohnt.<\/p>\n<div id=\"attachment_45205\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-45205\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/DSC03935-1024x720.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"720\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Quicklebendig und klug: Jean P\u00fctz &#8211; \u00a9 Susanne Bellenbaum<\/span><\/div>\n<p>Aber auch die Gas- bzw. Methanol betriebene W\u00e4rmepumpe auf der Basis von Verbrennungsmotoren w\u00e4re sehr empfehlenswert, denn sie ist noch effizienter als die elektrische W\u00e4rmepumpe. Sie kann vergleichbar mit der elektrischen sogar die vier- bis f\u00fcnffache Ausbeute aus der vorhandenen Energie gewinnen. Diese Energie wird nat\u00fcrlich aus der Umwelt oder der Geothermie gewonnen. Dadurch ist auch der 1. Hauptsatz der Thermodynamik physikalisch gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n<p>Kurzum, allein diese M\u00f6glichkeiten w\u00e4ren verlorengegangen, wenn das Verbot des Verbrennungsmotors radikal vom EU-Parlament beschlossen beschlossen worden w\u00e4ren. Ein Gl\u00fcck, dass weiterdenkende Politiker dieses verhindert haben. Alles sprich daf\u00fcr, dass Ideologie unsere Klimaprobleme nicht l\u00f6sen kann.<\/p>\n<p>W\u00e4ren damals die Vorschl\u00e4ge in meiner Sendung vom Juli und August 1990 von der Politik ernst genommen worden, k\u00f6nnten spielend die CO2-Grenzwerte, die sp\u00e4ter in den Welt-Klima-Konferenzen entwickelt wurden, eingehalten werden. Ich habe \u00fcbrigens die CO2-Ausst\u00f6\u00dfe und deren Einsparung mit gro\u00dfen Ballons plastisch im Studio demonstriert. Es lebe die menschliche und nicht nur die K\u00fcnstliche Intelligenz, die vor 33 Jahren noch nicht verf\u00fcgbar war.<\/p>\n<p>Der folgende Artikel des &#8218;<a href=\"http:\/\/businesinsider.de\/\">businesinsider.de<\/a>&#8218; vom 03.04.2023 aus &#8218;XING&#8216; ist besonders lesenswert<\/p>\n<p><strong>Milliardenkosten, \u00dcbergangsfristen, Alternativen zu Gas und \u00d6l: Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Heizungswende<\/strong><\/p>\n<p>Von: &#8222;XING News Wirtschaft &amp; Management&#8220; &lt;<a href=\"mailto:news@mail.xing.com\">news@mail.xing.com<\/a>&gt;<\/p>\n<h4>KOSTEN, FRISTEN, ALTERNATIVEN: ALLES ZUM GAS- &amp; \u00d6LHEIZUNGSVERBOT<\/h4>\n<p>Milliardenkosten, \u00dcbergangsfristen, Alternativen zu Gas und \u00d6l: Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Heizungswende<\/p>\n<p>Die W\u00e4rmewende kommt: Die Ampel-Koalition hat sich darauf geeinigt, dass ab kommendem Jahr keine neuen \u00d6l- und Gasheizungen in Deutschland verbaut werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Neue Heizungen m\u00fcssen ab dann zu mindestens 65 Prozent durch Erneuerbare Energien betrieben werden. Das bedeutet praktisch: Die elektrische W\u00e4rmepumpe wird zum neuen Standard.<\/p>\n<p>Im Detail ergeben sich jedoch Fragen: Welche Ausnahmeregelungen gibt es? Was ist mit Geb\u00e4uden, in denen W\u00e4rmepumpen nicht effektiv sind? Welche F\u00f6rderungen gibt es? Und wer zahlt den Umbau: Vermieter oder Mieter? Das steht im Gesetzesentwurf der Ampel-Parteien.<\/p>\n<p>Die Ampel-Parteien haben sich \u2013 nach wochenlangem Streit und Bedenken aus Reihen der FDP \u2013 geeinigt: Ab Januar 2024 soll m\u00f6glichst jede neu eingebaut Heizung zu mindestens 65 Prozent mit Erneuerbaren Energien betrieben werden. Das Kabinett will ein entsprechendes Gesetz im April beschlie\u00dfen. Vor der Sommerpause soll der Bundestag dar\u00fcber abstimmen. Der entsprechende Entwurf f\u00fcr die Reform des sogenannten\u00a0Geb\u00e4udeenergiegesetzes\u00a0wird aktuell durch die Bundesl\u00e4nder und Fachverb\u00e4nde angeh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Was kommt also auf Immobilienbesitzer, auf Vermieter und Mieter zu? Wer muss wann neue Heizungen einbauen lassen \u2013 und wer wie das bezahlen? Business Insider gibt Antworten.<\/p>\n<h4>Wann m\u00fcsst ihr eure Gas- oder \u00d6lheizung austauschen?<\/h4>\n<p>Die von der Ampel geplante Novellierung des Geb\u00e4udeenergiegesetzes schreibt\u00a0<i>nicht<\/i>\u00a0vor, dass Besitzer von\u00a0Gas- oder \u00d6lheizungen\u00a0diese\u00a0<i>sofort<\/i>\u00a0austauschen m\u00fcssen. Auch wird nicht vorgeschrieben, dass kaputte Gas- oder \u00d6lheizungen ausgetauscht werden m\u00fcssen, wenn sich diese noch reparieren lassen. Das Gesetz regelt lediglich, dass ab Januar 2024\u00a0<i>neu<\/i>\u00a0eingebaute Heizungen zu 65 Prozent durch erneuerbare Energien betrieben werden m\u00fcssen. Wer ab dann seine Gas- oder \u00d6lheizung austauschen lassen m\u00f6chte oder muss, der muss auf klimafreundlichere Alternativen umsatteln.<\/p>\n<p>Im Gesetzesentwurf sind die entsprechenden Fristen und \u00dcbergangsfristen genauer definiert.<\/p>\n<h4>Gibt es Ausnahmeregelungen beim Heizungsaustausch?<\/h4>\n<p>Bis sp\u00e4testens 2045 m\u00fcssen alle Heizungsanlagen vollst\u00e4ndig auf erneuerbare Energien umgestellt werden. F\u00e4llt eine \u00d6l- und Gasheizung irreparable aus, dann gibt es jedoch\u00a0\u00dcbergangsfristen\u00a0beim Einbau neuer, klimafreundlicherer Heizungen.<\/p>\n<p>Kommt es zu einer solchen Heizungshaverie, dann haben Immobilienbesitzer eine Frist von drei Jahren, bis sie die Anforderungen des Geb\u00e4udeenergiegesetzes \u2013 also den Neueinbau einer Heizung, die zu mindestens 65 Prozent klimaneutral betrieben wird \u2013 umzusetzen. W\u00e4hrend dieser Frist kann vor\u00fcbergehend auch eine neue Gas- oder \u00d6lheizung eingebaut werden. Auch Stromdirektheizungen k\u00f6nnen als \u00dcbergangsl\u00f6sung genutzt werden. Nach drei Jahren m\u00fcssen jedoch die gesetzlichen Vorgaben erf\u00fcllt werden \u2013 durch Austausch der \u00dcbergangsl\u00f6sung oder einer entsprechenden Erg\u00e4nzung dieser.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr Eigent\u00fcmer im Alter von 80 Jahren aufw\u00e4rts hat die Ampel-Koalition eine Sonderregelung geplant. Im Fall einer Heizungshaverie oder der Notwendigkeit des Einbaus einer neuen Heizung sind sie unbefristet von der neuen 65-Prozent-Regelung befreit. Wechselt das Eigentum dieser Menschen den Besitzer, hat der oder die dann zwei Jahre Zeit, dem Geb\u00e4udeenergiegesetz zu entsprechen.<\/p>\n<h4>Welche M\u00f6glichkeiten f\u00fcr neue Heizungen bestehen ab Januar 2024?<\/h4>\n<p>Die Heiz-Technologie der Zukunft ist in Konsequenz der Beschl\u00fcsse der Ampel die\u00a0elektrische W\u00e4rmepumpe. Der Wirkungsgrad von W\u00e4rmepumpen \u00fcbersteigt den von modernen Gasheizungen deutlich: W\u00e4hrend eine Gasheizung aus einer Kilowattstunde Gas 0,9 Kilowattstunden W\u00e4rme macht, kann die W\u00e4rmepumpe aus einem Kilowatt Strom die drei- bis vierfache Menge W\u00e4rme herstellen.<\/p>\n<p>Probleme werden da bef\u00fcrchtet, wo die W\u00e4rmepumpe wom\u00f6glich nicht effektiv genutzt werden kann: In sehr alten, sanierungsbed\u00fcrftigen Geb\u00e4uden, die Temperaturen schlecht halten. Doch zum einen haben Forscher des Freiburger Fraunhofer-Instituts in einem Feldversuch festgestellt:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.ise.fraunhofer.de\/content\/dam\/ise\/de\/downloads\/pdf\/Forschungsprojekte\/BMWi-03ET1272A-WPsmart_im_Bestand-Schlussbericht.pdf\">Auch in nicht gut sanierten und ged\u00e4mmten Altbauten k\u00f6nnen W\u00e4rmepumpen effektive Heizergebnisse erzielen<\/a>.<\/p>\n<p>Zum anderen besteht nach Angaben der Bundesregierung auch in Zukunft die M\u00f6glichkeit, eine\u00a0Hybridheizung\u00a0einzubauen \u2013 etwa eine Gasheizung, die mit einer W\u00e4rmepumpe gekoppelt ist. Die W\u00e4rmepumpe kann so die meiste Zeit des Jahres die Grundlast tragen, an k\u00e4lteren Tagen springt der Gaskessel ein.<\/p>\n<p>Auch Hybridl\u00f6sungen mit Brennstoffzellen oder auf Basis von Kraft-W\u00e4rme-Kopplung sind m\u00f6glich, aber nur, \u201ewenn diese mindestens mit 65 Prozent gr\u00fcnen Gasen betrieben oder zur Erf\u00fcllung der 65-Prozent-EE-Vorgabe mit erneuerbaren L\u00f6sungen kombiniert werden.\u201c<\/p>\n<p>Auch sogenannte \u201eH2-Ready\u201c-Gasheizungen d\u00fcrfen verbaut werden. Das sind Heizungen, die zu 100 Prozent auf\u00a0Wasserstoff\u00a0umr\u00fcstbar sind. Verbaut werden d\u00fcrfen diese jedoch nur, wenn sie ab 2030 mit mindestens 50 Prozent Biomethan oder anderen gr\u00fcnen Gasen und ab 2035 mit mindestens 65 Prozent Wasserstoff betrieben werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_45228\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-45228\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/DSC03937-1024x748.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"748\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Klugheit und Humor zeichnen den Wissenschaftsjournalisten Jean P\u00fctz aus &#8211; \u00a9 Dr. Susanne Bellenbaum<\/span><\/div>\n<p>Der f\u00fcr Energie zust\u00e4ndige Staatssekret\u00e4r Patrick Graichen sagte dazu vergangene Woche: \u201eDabei muss man auch sagen, dass Wasserstoffheizungen sicherlich nur in Einzelf\u00e4llen die L\u00f6sung sein werden, nicht f\u00fcr die breite Masse, schlicht und einfach, weil Wasserstoff knapp und f\u00fcrs Heizen sehr teuer sein wird.\u201c<\/p>\n<h4>Was kostet mich der Wechsel zum klimaneutralen Heizen?<\/h4>\n<p>Die Anschaffungskosten f\u00fcr W\u00e4rmepumpen sind aktuell noch deutlich h\u00f6her, als die f\u00fcr eine moderne Gasheizung. Kauf und Einbau einer Luftw\u00e4rmepumpe k\u00f6nnen \u00fcber 30.000 Euro kosten. Da ist die Gasheizung mit bis zu 11.000 Euro g\u00fcnstiger.<\/p>\n<p>Im Betrieb ist jedoch die W\u00e4rmepumpe auf lange Sicht g\u00fcnstiger als die Gasheizung, da sie den genutzten Strom effizienter in W\u00e4rme umwandelt, als die Gasheizung das beim Erdgas tut. Ab 2027 wird sich zudem der\u00a0EU-Emissionshandel\u00a0auf die Gaspreise auswirken.<\/p>\n<p>Erdgas und Heiz\u00f6l werden dann deutlich teurer werden. Nach Informationen von Business Insider wird im Bundeswirtschaftsministerium mit \u00e4hnlichen Gaspreisen wie bei der Gas-Krise im Zusammenhang mit Russlands Invasion der Ukraine im vergangenen Jahr gerechnet.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung will den Kauf von W\u00e4rmepumpen zudem\u00a0<a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/verbraucher\/rekordzahl-beim-heizungsaustausch-staat-foerderte-200-000-neue-waermepumpen\/\">finanziell f\u00f6rdern<\/a>. \u00dcber die genauen\u00a0F\u00f6rdersummen\u00a0verhandelt das Kabinett aktuell noch. Sie sollen jedoch sozial gestaffelt ausgestaltet werden: Wer weniger Geld zur Verf\u00fcgung hat, soll st\u00e4rker gef\u00f6rdert werden. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Gr\u00fcne) sagte am Sonntag in der ARD: \u201eMeine Vorstellung ist, dass wir \u2013 wie es auch im Koalitionsausschuss vereinbart wurde \u2013 einen sozialen Ausgleich schaffen. Das hei\u00dft, dass die W\u00e4rmepumpen, solange sie noch teurer sind, auf den Preis einer Gasheizung runtergebracht werden.\u201c<\/p>\n<p>Auch sollen\u00a0Mieter\u00a0gesch\u00fctzt werden, wenn\u00a0Vermieter\u00a0die alte Gas- oder \u00d6lheizung austauschen. Im Gesetzentwurf der Ampel sind detaillierte Regelungen festgehalten, die verhindern sollen, dass Vermieter Kosten in zu hohem Ma\u00dfe an Mieter weitergeben.<\/p>\n<p>Das gilt etwa, sollten Vermieter in der Anschaffung g\u00fcnstige, im Betrieb aber teure Biomethan- oder Wasserstoffheizungen einbauen. Auch, wenn Vermieter in schlecht sanierten Geb\u00e4uden eine leistungsschwache W\u00e4rmepumpe installieren, d\u00fcrfen Kosten nicht einfach weitergereicht werden. Letzteres gilt jedoch nur f\u00fcr Geb\u00e4ude, die vor 1996 gebaut wurden.<\/p>\n<h4>Was wird die Heizungswende der Ampel-Regierung das Land insgesamt kosten?<\/h4>\n<p>Im Gesetzesentwurf der Ampel-Koalition findet sich auch eine gesamtgesellschaftliche\u00a0Kosten-Nutzen-Rechnung\u00a0der von der Bundesregierung geplanten Heizungswende.<\/p>\n<p>\u201eDurch die Vorgabe f\u00fcr die Nutzung von Erneuerbaren Energien beim Einbau von neuen Heizungsanlagen entsteht den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern bis zum Jahr 2028 ein j\u00e4hrlicher Erf\u00fcllungsaufwand von rund 9,157 Milliarden Euro\u201c, hei\u00dft es dort. Dem gegen\u00fcber st\u00fcnden jedoch Einsparungen \u00fcber die Betriebszeit von 18 Jahren in H\u00f6he von 11,014 Milliarden Euro. Ab dem Jahr 2029 betr\u00fcge der j\u00e4hrliche Erf\u00fcllungsaufwand rund 5,039 Milliarden Euro. Dem gegen\u00fcber st\u00fcnden Einsparungen von 11,125 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die\u00a0Wirtschaft\u00a0findet sich im Gesetzestext eine Kosten-Nutzen-Rechnung. J\u00e4hrlich entst\u00fcnden dieser Kosten von 1,12 Milliarden Euro. \u00dcber die jeweilige Lebensdauer der betroffenen Heizanlagen \u2013 das Wirtschaftsministerium rechnet hier mit drei bis 20 Jahren \u2013 st\u00fcnden dem jedoch jeweils Einsparungen von 1,558 Milliarden Euro gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>\u201eZus\u00e4tzlich entsteht ein einmaliger Erf\u00fcllungsaufwand von ca. 12,472 Milliarden Euro\u201c, hei\u00dft es zudem. \u201eDem stehen \u00fcber die jeweilige Lebensdauer der betroffenen Anlagen (3-20 Jahre) insgesamt rund 35,903 Milliarden Euro gegen\u00fcber.\u201c<\/p>\n<h4>IHR JEAN P\u00dcTZ<\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er ist ein kluger Kopf mit innovativen Ideen! Jean P\u00fctz, Wissenschaft-Journalist und langj\u00e4hriger Moderator des WDR-Magazins &#8222;Hobbythek&#8220;, macht sich viele Gedanken dar\u00fcber, wie die Klimawende sozial vertr\u00e4glich und global geschafft werden k\u00f6nnte. Lesen Sie hier, was der markante Experte von einer &#8222;W\u00e4rmewende mit elektrischer W\u00e4rmepumpe als Standart h\u00e4lt&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-62565","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-weitblick"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-31 03:03:36","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62565","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62565"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62565\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":62570,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62565\/revisions\/62570"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62565"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62565"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62565"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}