{"id":62278,"date":"2023-03-22T21:12:05","date_gmt":"2023-03-22T20:12:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=62278"},"modified":"2023-03-22T21:12:14","modified_gmt":"2023-03-22T20:12:14","slug":"zwei-schweinemaester-wegen-tierquaelerei-verurteilt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2023\/03\/22\/zwei-schweinemaester-wegen-tierquaelerei-verurteilt\/","title":{"rendered":"Zwei Schweinem\u00e4ster wegen Tierqu\u00e4lerei verurteilt"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_53479\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 969px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-53479\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Team-Bild_1-2.jpg\" alt=\"\" width=\"959\" height=\"616\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Deutsche Tierschutzb\u00fcrio e.V. im Einsatz &#8211; \u00a9 Deutsches Tierschutzb\u00fcro<\/span><\/div>\n<p>Die Tierrechtsorganisation hatte damals auch das zust\u00e4ndige Veterin\u00e4ramt in Meppen informiert. Dieses f\u00fchrte eine Kontrolle in der Schweinezcuht-Fabrik durch, stelte die Missst\u00e4nde ebenfalls fest und dokumentierte sie.<\/p>\n<p>Die schockierenden Bilder vom Deutschen Tierschutzb\u00fcro zeigen kranke und verletzte Tiere, die nicht in einer Krankenbucht separiert und tier\u00e4rztlich versorgt worden sind. Zudem wurde in den dokumentieren N\u00e4chten das Trinkwasser abgestellt und es wurden zudem tote Tiere vorgefunden, die zwischen den Lebenden lagen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>\u201eVor allem hat mich schockiert, dass den verletzten Schweinen nicht geholfen worden ist&#8220;, sagt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender vom Deutschen Tierschutzb\u00fcro e.V.<\/p>\n<p>In dem Betrieb werden pro Jahr rund 45.000 Schweine gem\u00e4stet, damit ist es die gr\u00f6\u00dfte Schweinemast in Niedersachsen. Betreiber der Mastanlage ist eine GmbH aus Herzlake, die beiden Gesellschafter, Vater und Sohn, sollen laut Aussage eines Mitarbeitenden der Mastanlage unregelm\u00e4\u00dfig vor Ort sein.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Durch das Gerichtsverfahren wurde auch bekannt, dass sich nur drei Personen um die t\u00e4glich anfallenden Arbeiten k\u00fcmmern. \u201eEinzelne Tiere werden in der Massentierhaltung nicht beachtet, es geht nur um die Masse und den damit verbundenen Profit&#8220;, so Jan Peifer ersch\u00fcttert.<\/p>\n<div id=\"attachment_53495\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-53495\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild-30-2-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Mastschweine auf engstem Raum zusammengepfercht &#8211; \u00a9 Deutsches Tierschutzb\u00fcro e.V.<\/span><\/div>\n<p>Das Gerichtsverfahren zog sich in die L\u00e4nge, zun\u00e4chst waren nur zwei Verhandlungstage angesetzt, am Ende waren es vier. W\u00e4re es nach dem Willen der Verteidiger gegangen, h\u00e4tten noch einige mehr dazu kommen sollen. So wollten sie noch das eingereichte Videomaterial durch einen Gutachter pr\u00fcfen lassen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die Anw\u00e4lte behaupteten, dass das Bildmaterial manipuliert worden sei und es Zwischenschnitte g\u00e4be. Den Antrag auf die Anfertigung eines Gutachtens wurde von der Richterin abgewiesen. Das Gericht h\u00e4tte keinen Zweifel daran, dass die Bilder in den betreffenden Stallungen entstanden sind.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Auch versuchte die Verteidigung ein Gutachten, das im Auftrag der Staatsanwaltschaft erstellt worden ist und aufzeigte, dass etliche Schweine erheblich gelitten haben, fachlich anzuzweifeln. Aber auch dies gelang ihnen nicht. \u201eIch sehe in dem Verhalten der Anw\u00e4lte Verz\u00f6gerungstaktik, offenbar wollten sie die Richterin und den Staatsanwalt m\u00fcrbe machen, um so einen Deal oder mildes Urteil zu erzielen&#8220;, vermutet Peifer.<\/p>\n<p>Das ist ihnen aber nicht gelungen, auch hatten die Verteidiger der beiden Schweinem\u00e4ster keinen Erfolg damit, kurz vor dem Urteilsspruch noch einige Beweisantr\u00e4ge zu sellen. Sie wurden allesamt von der Richterin abgelehnt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Am Ende forderten die Verteidiger einen Freispruch. Nach kurzer Beratung des Gerichts wurden beiden Schweinem\u00e4ster jeweils zu je 85 Tagess\u00e4tzen zu je 100 Euro (also 8.500 Euro) verurteilt. Zudem m\u00fcssen sie die Gerichts-, Anwalts- und Gutachterkosten tragen, die sich vermutlich auf insgesamt etwa 15.000 bis 20.000 Euro belaufen werden.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>\u201eDie beiden Angeklagten sind im Grunde mit einem blauen Auge davongekommen, denn erst ab 91 Tagess\u00e4tzen gilt man in Deutschland als vorbestraft. Das w\u00e4re hier angebracht gewesen&#8220;, erkl\u00e4rt Jan Peifer. Er und seine Organisation werden den wegen Tierqi\u00e4lerei aufgefallenen Schweinemastbetrieb ganz so cher im Auge behalten. <span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_57239\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-57239\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Bild-29.11.22-um-15.51-2-1024x716.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"716\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Jan Peifer, engagierter Tiersch\u00fctzer und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Deutschen Tierschutzb\u00fcros e.V. &#8211; \u00a9 Deutsches Tierschutzb\u00fcro e.V.<\/span><\/div>\n<p>Schon im Vorfeld hatte die Aufdeckung durch das Deutsche Tierschutzb\u00fcro Folgen f\u00fcr die Betreiber, denn die Gro\u00dfabnehmer Vion und T\u00f6nnies hatten die Zusammenarbeit bereits eingestellt. Die beiden Firmen z\u00e4hlten vermutlich zu den Hauptabnehmern.<\/p>\n<p>Kurz vor der Urteilsverk\u00fcndung demonstrierten Tiersch\u00fctzer und Tierfreunde vor dem Amtsgericht in Papenburg und forderten eine Verurteilung der Tierqu\u00e4ler. Zu der Demonstration hatte das Deutsche Tierschutzb\u00fcro aufgerufen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die Tierrechtsorganisation nutzte die Versammlung, um erneut auf das Leid der Tiere in der Massentierhaltung aufmerksam zu machen: \u201eGenau in diesem Moment werden Millionen von Schweinen, Puten, Rindern und H\u00fchnern in Mastanlagen gehalten und sie leiden&#8220;, erkl\u00e4rte Jan Peifer w\u00e4hrend der Demonstration und erg\u00e4nzte: \u201eIch kann den Menschen nur empfehlen, sich vegan zu ern\u00e4hren, denn sonst h\u00f6rt diese Tierqu\u00e4lerei nie auf&#8220;.<\/p>\n<p>Eine andere M\u00f6glichkeit f\u00fcr Menschen, die nicht oder nicht ganz auf Fleischverzehr verzichten wollen: Genau darauf zu achten, wo die Tiere, dessen Fleisch man kaufen will, herkommen und wo verbrieft ist, dass sie artgerecht gehalten wurden.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><strong>Link zur Homepage &#8222;Deutsch Tierschutzb\u00fcro&#8220;:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.tierschutzbuero.de\">http:\/\/www.tierschutzbuero.de<\/a><\/p>\n<p>Weitere Informationen zur veganen Ern\u00e4hrung unter <a href=\"https:\/\/dhabhac.r.af.d.sendibt2.com\/tr\/cl\/UqG3txV3efW1-j4BWqiEeUZ4_q8agvjHsBorHZYuS3nEwC2-0TzmUzu_G7Lj1IeE5SGh0aKXSrMJiI-6Sul8wir3hsJlm0jd21pdbjQorrkJNXo-JDvh9Qwv9w796UcNe3SQ5bg4MK-MQTn7uR3ldTGgdM91FSPjugW5KSlh0DQDw2adunOnQG1uKlGa0dyTsrfaRV5YgNNw73PhT4DJIdcjZaxDwQrJWRKo\">https:\/\/twenty4vegan.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei Verantwortliche der gr\u00f6\u00dften Schweinezuchtanlage in Niedersachsen sind heute wegen Tierqu\u00e4lerei vom Antsgericht Papenburg zu empfindlichen Geldstrafen verurteilt worden.\u00a0Das Gerichtsverfahren ist auf Bildmaterial zur\u00fcckzuf\u00fchren, das vom Deutschen Tierschutzb\u00fcro Mitte 2020 ver\u00f6ffentlicht wurde und gleichzeitig Strafanzeige erstattete.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-62278","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-weitblick"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-30 17:43:39","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62278","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62278"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62278\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":62284,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62278\/revisions\/62284"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62278"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62278"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62278"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}