{"id":61654,"date":"2023-03-08T16:59:55","date_gmt":"2023-03-08T15:59:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=61654"},"modified":"2023-03-13T23:56:59","modified_gmt":"2023-03-13T22:56:59","slug":"fassadenschmuck-neidkoepfe-haben-eine-lange-tradition","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2023\/03\/08\/fassadenschmuck-neidkoepfe-haben-eine-lange-tradition\/","title":{"rendered":"Fassadenschmuck: &#8222;Neidk\u00f6pfe&#8220; haben eine lange Tradition"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_61661\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 946px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-61661\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Lehmann1-3.jpg\" alt=\"\" width=\"936\" height=\"607\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Kunstgeschichtlerin Dr. Doris Lehmann &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p><strong>Von vielen H\u00e4usern, Giebeln und Mauern hier in Wuppertal starren uns Fratzen an, die man als Neidk\u00f6pfe bezeichnet. Seit wann gibt es diese Figuren?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Doris Lehmann: &#8222;K\u00f6pfe, Masken und Fratzen haben eine lange Tradition als Fassadenschmuck, je nach Lesart reichen die Wurzeln bis zur\u00fcck in die Antike oder das Mittelalter. Die von vielen heute als &#8222;Neidk\u00f6pfe&#8220; bezeichneten Beispiele lassen sich mit erhaltenen Beispielen aus Holz oder Stein anschaulich bis ins Sp\u00e4tmittelalter zur\u00fcckverfolgen. So alt ist indes der Begriff &#8222;Neidkopf&#8220; vermutlich nicht, der gerne auf Alexander Cosmar zur\u00fcckbezogen wird. Dieser setzte das Wort 1831 seinerseits in seiner Publikation &#8222;Sagen und Miscellen aus Berlin&#8217;s Vorzeit&#8220; als bekannt voraus. Cosmar selbst bezog sich allerdings damit nicht auf eine besondere Skulpturengattung, sondern speziell auf eine B\u00fcste, die er ins 18. Jahrhundert datierte und die damals noch die Fassade des Berliner Hauses Heiliggeist Str. 38 zierte.&#8220;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Welche Bedeutung haben sie?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Doris Lehmann: &#8222;Die Bedeutung der K\u00f6pfe an den Fassaden ist \u00fcber ihre Funktion als Bauschmuck hinaus nicht gesichert. Cosmar brachte in der Zeit der Romantik den heute vom Stadtmuseum Berlin aufbewahrten Fassadenschmuck in Verbindung mit einer Anekdote um neidische Konkurrenten. Da er kein Kunsthistoriker war, war ihm nicht klar, dass die B\u00fcste, die er sah, von seinen Mitb\u00fcrgern korrekt als &#8222;Neid&#8220; bezeichnet wurde, weil sie der seit der Renaissance etablierten Bildtradition entsprechend deren Personifikation zeigt: eine ausgemergelte und h\u00e4\u00dfliche Alte mit Schlangenhaaren.<\/p>\n<div id=\"attachment_44822\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 440px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-44822\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Logo-Transfergeschichten.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"138\" \/><span class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bergische Universit\u00e4t<\/span><\/div>\n<p>Die volkskundliche Ausweitung des Namens dieses Einzelst\u00fccks zu einer Terminologie, die auch auf viel \u00e4ltere Beispiele anderer Darstellungstypen \u00fcbertragen wird, stellt eine aus meiner Sicht problematische Verallgemeinerung dar, die sich meines Wissens nach nicht auf fr\u00fchere Schriften st\u00fctzen kann. Die Benennung und Interpretation von Fassadenschmuck als Neidk\u00f6pfe schreibt den Artefakten eine Funktion zu, die mehr oder weniger spekulativ der Abwehrsymbolik zugeordnet wird.<\/p>\n<p>Wenn dabei explizit die Ableitung vom &#8222;Neid&#8220; vermieden wird, um stattdessen die Herleitung \u00fcber das althochdeutsche oder mittelhochdeutsche &#8222;nit&#8220; oder &#8222;nid&#8220; zu leisten, dann wird dabei der etymologische Unterschied betont: Der Kontext der K\u00f6pfe wird damit aus einem spezifischen Zusammenhang gel\u00f6st und in allgemeinere Zusammenh\u00e4nge ger\u00fcckt.&#8220;<\/p>\n<p><b>Die Urspr\u00fcnge gehen vermutlich bis zu den Kelten zur\u00fcck, also in die vorchristliche Zeit. Dienten sie schon da zur Abschreckung?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Doris Lehmann: &#8222;Das ist m\u00f6glich, aber bewiesen ist es nicht. Aberglauben und Abwehrzauber sind als Geheimwissen mit Bedacht schlecht dokumentiert worden.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_61662\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-61662 \" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Schaurigschoener-Neidkopf-an-der-Strasse-Zur-Scheuren-2.-jpg-2-768x1024.jpeg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"667\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Schaurigsch\u00f6ner Neidkopf an der Stra\u00dfe Zur Scheuren &#8211; \u00a9 UniService Transfer<\/span><\/div>\n<p><b>Neidk\u00f6pfe gibt es in den unterschiedlichsten Ausf\u00fchrungen. Welche sind das zum Beispiel?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Doris Lehmann: &#8222;An Fachwerkbauten wurden die Enden von Balken als frontal ausgerichtete K\u00f6pfe gestaltet, andere Exemplare sind aus Stein geschnitten. Es gibt bartlose Gesichter ebenso wie b\u00e4rtige und dazu weitere Kombinationsm\u00f6glichkeiten. Es gibt K\u00f6pfe mit weit aufgerissenen Augen und wie zum Schrei ge\u00f6ffneten Mund, aber auch ruhige Gesichtsausdr\u00fccke mit stark oder wenig herausgestreckter Zunge. Erg\u00e4nzt werden kann eine Darstellung durch lange tier\u00e4hnliche Ohren, die an Ziegen oder Esel erinnern, als andere Zutat finden sich Beispiele mit Narrenkappe.&#8220;<\/p>\n<p><b>Neidk\u00f6pfe kommen eher aus dem Zauberglauben. In der Renaissance waren sie unter dem Namen Maskaron (Fratzengesicht) als reines Zierwerk sehr beliebt. Warum gerade in dieser Epoche?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Doris Lehmann: &#8222;In der Renaissance wuchs die Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr Fantasie und Kreativit\u00e4t. Masken oder die mit der Architektur fest verbundene Maskarons konnten verschiedene Rollen \u00fcbertragen werden und damit der Verlebendigung dienen. Die m\u00f6gliche Bandbreite, mit der Betrachterinnen und Betrachter erfreut werden konnten, reichte von witzig bis gelehrt, von sch\u00f6n bis schauerlich hin zu grotesk.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_61663\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 511px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-61663 \" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Neidkopf-Hauseingang-Leimbacher-Str.-in-Barmen-2-1024x880.jpg\" alt=\"\" width=\"501\" height=\"430\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Neidkopf an einem Haus in der Leimbacher Strasse &#8211; \u00a9 UniService Transfer Foto: UniService Transfer<\/span><\/div>\n<p><b>Man findet auch Darstellungen von prominenten Personen. So z.B. der Fratzenkopf von Catherine Bellier (1614 \u2013 1689) im Hotel de Beauvais in Paris, einer M\u00e4tresse K\u00f6nig Ludwig des XIV, die zur damaligen Zeit dort wohnte. Konnten solche Darstellungen einer Person also auch zu deren Ehre gereichen?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Doris Lehmann: &#8222;So lange kein historisch gesichertes Bildnis der Catherine Bellier bekannt ist, bleibt die Benennung des Kopfes zweifelhaft. Ich habe keine Ahnung, seit wann der Fassadenschmuck mit der Langhaarfrisur so genannt wird, mich w\u00fcrde interessieren, ob es einen Nachweis gibt aus der Zeit vor der franz\u00f6sischen Revolution. Als Reisef\u00fchrerin w\u00fcrde ich das mit der Anekdote verkn\u00fcpfte Potenzial auch auf jeden Fall nutzen, um die Neugier meiner Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer zu wecken.<\/p>\n<p>Als Wissenschaftlerin bin ich aber eher skeptisch, was die Beweislage und die Frage einer &#8222;W\u00fcrdigung&#8220; angeht. Da vermute ich eher, dass mit der &#8222;Identifizierung&#8220; belegt werden soll, dass die M\u00e4tresse gerade kein Sch\u00f6nheitsideal erf\u00fcllt hat, denn der Kopf schielt. Welchem Ziel k\u00f6nnte ein so fragw\u00fcrdiger Zusammenhang dienlich gewesen sein? Hier halte ich Vorsicht f\u00fcr angebracht, denn eine schielende Darstellung zielt nicht zwangsl\u00e4ufig auf die W\u00fcrdigung der angeblich dargestellten Person, auch wenn es ihr dienen kann.&#8220;<\/p>\n<p><b>Neidk\u00f6pfe oder auch Gaffk\u00f6pfe genannt, sind eine Art Fassadenschmuck, der den Betrachter regelrecht anschaut. Ein schauriges Bespiel finden wir in der Wuppertaler Stra\u00dfe Zur Scheuren. War das eigentlich schon Massenware oder immer nur eine spezielle Auftragsarbeit?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Doris Lehmann: &#8222;Im Zusammenhang mit der Errichtung von Bauten, die f\u00fcr die einzelnen Auftraggeber kostenintensiv waren, von &#8222;Massenware&#8220; zu sprechen ist ein Thema f\u00fcr sich. Im Bereich der Fassadendekoration ist es eine Besonderheit, die wir durchausaus im Historismus nachweisen k\u00f6nnen, denn in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts konnten zur Herstellung dekorativer Bauelemente Vervielf\u00e4ltigungen durch Gie\u00dfverfahren genutzt werden. An der Wiener Ringstra\u00dfe l\u00e4sst sich das gut beobachten. Von einer solchen &#8222;Massenware&#8220; w\u00fcrde ich in diesem Fall allerdings nicht sprechen.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_61664\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-61664 \" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Seiteneingang-Rathaus-Elberfeld-2.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"666\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Seiteneingang Rathaus Elberfeld &#8211; \u00a9 UniService Transfer<\/span><\/div>\n<p><b>Selbst heute finden sich Neidk\u00f6pfe und Maskarone immer noch. Der Modemacher Gianni Versace z.B. kreierte mit seiner Serie \u201eMedusa\u201c einen zeitlosen Entwurf, den man auch in Form von Vasen oder Stuckreliefs erwerben kann. Ist das nach wie vor die Faszination des Unheimlichen?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Doris Lehmann: &#8222;Das Versace-Logo spielt mit dem Aufmerksamkeit erregenden Gorgoneion, wie man das isoliert dargestellte Medusenhaupt seit der Antike nennt. Dem Mythos nach versteinert der Anblick jeden vor Schreck, der es anblickt. F\u00fcr das Luxuslabel entschied sich der Designer nicht f\u00fcr eine archaische Variante mit weit aufgerissenen Augen und herausgestreckter Zunge, die als Apotropaion (Ein Apotropaion wurde in der Antike zum Schutz von Menschen, Tieren, Geb\u00e4uden etc. angebracht und sollte die \u00fcblen Auswirkungen von Zauberei abwehren. Anm. d. Red.) gedeutet wird. Stattdessen bediente er sich eines sch\u00f6neren und gem\u00e4\u00dfigten Vorbildes, wie wir es in dem hellenistischen Marmorhochrelief der Medusa Rondanini in der M\u00fcnchner Glyptothek bewundern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ob eine Antike dieses Typs, wie es die Firmenlegende behauptet, w\u00e4hrend der Kindheit des Designers in Kalabrien ausgegraben wurde, wei\u00df ich leider nicht. Aber die gut erhaltene Antike, die schon von Goethe wertgesch\u00e4tzt worden war, hat gen\u00fcgend Verwandte, die Gianni Versace zu der Idee inspiriert haben d\u00fcrften, dass andere beim Anblick seiner Mode vor Neid erblassen sollen. Mit der urspr\u00fcnglichen &#8222;Faszination&#8220; durch bezaubernden Blicke hat das wenig zu tun, denn inzwischen wissen wir, dass Blicke nicht physisch t\u00f6ten k\u00f6nnen. Wer ein Versace T-Shirt sieht oder von einem Teller mit entsprechendem Dekor isst, muss also keine Angst haben.<\/p>\n<p><strong>Uwe Blass<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_61665\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 160px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-61665 \" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Lehmann1-2.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"182\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dr. Doris Lehmann &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<h4>\u00dcber Dr. Doris Lehmann<\/h4>\n<p>Dr. Doris H. Lehmann ist gelernte Fotografin und studierte Kunstgeschichte, Klassische Arch\u00e4ologie, Provinzialr\u00f6mische Arch\u00e4ologie und Lateinische Philologie an der Universit\u00e4t zu K\u00f6ln und wurde 2005 ebenda promoviert.<\/p>\n<p>2018 habilitierte sie sich an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universit\u00e4t Bonn mit einer Arbeit zu den Streitstrategien bildender K\u00fcnstler in der Neuzeit und ist seitdem Privatdozentin. Seit Oktober 2018 lehrt sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin Kunstgeschichte an der Bergischen Universit\u00e4t.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Neidk\u00f6pfe&#8220; haben eine lange Tradition! So werden n\u00e4mlich die Masken und Fratzen genannt, die viele H\u00e4userfassagen schm\u00fccken. In der beleibten Uni-Reihe &#8222;Transfergeschichten&#8220;-Interviews hat sich Autor Uwe Blass mit der Kunstgeschichtlerin Dr. Doris Lehmann \u00fcber &#8222;Neidk\u00f6pfe&#8220; und Maskaronen unterhalten. <\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-61654","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-11 01:35:28","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61654","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61654"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61654\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":61672,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61654\/revisions\/61672"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61654"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61654"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61654"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}