{"id":61549,"date":"2023-03-05T14:24:14","date_gmt":"2023-03-05T13:24:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=61549"},"modified":"2023-03-06T11:55:18","modified_gmt":"2023-03-06T10:55:18","slug":"lore-duwe-fuehlt-sich-mit-88-zu-jung-fuers-rentnerdasein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2023\/03\/05\/lore-duwe-fuehlt-sich-mit-88-zu-jung-fuers-rentnerdasein\/","title":{"rendered":"Lore Duwe f\u00fchlt sich mit 88 zu jung f\u00fcrs Rentnerdasein"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_61564\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-61564 size-large\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/2015.11.24-Lore-und-Claus-2-1024x634.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"634\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Lore Duwe mit TV-Star Claus Wilcke auf der Theater-B\u00fchne &#8211; \u00a9 Kammerspielchen<\/span><\/div>\n<p>Mit 88 Jahren ist Lore Duwe noch eine Sch\u00fclerin. Zweimal die Woche nimmt sie Tanz- und Gesangsunterricht. Das h\u00e4lt sie fit und befriedigt ihren Ehrgeiz, immer noch besser werden zu wollen. Die gelernte Kauffrau ist Schauspielerin, S\u00e4ngerin, Autorin, Radio-Moderatorin und T\u00e4nzerin. 12 Jahre war sie als Ensemble-Mitglied des Pina Bausch-Tanztheaters mit dem St\u00fcck &#8222;Kontakthof&#8220; on Tour.<\/p>\n<p>Vor drei Jahren mischte Lore Duwe die Sat1-Show &#8222;Senior Voice&#8220; mit einem sympathischen Auftritt auf. Vor \u00a0Millionen TV.Zuschauern sang sie \u00a0&#8222;\u00dcber sieben Br\u00fccken musst Du gehen&#8220;, den Hit der Band &#8222;Karat&#8220;, den \u00a0auch Peter Maffay erfolgreich coverte. Mit ihrem charmanten Flirt mit Jury-Mitglied Sasha (&#8222;If You Believe&#8220;) eroberte sie die Herzen vieler Zuschauer. Lore Duwe gewann den Gesangs-Wettbewerb nicht und war trotzdem eine Siegerin.<\/p>\n<p>Ihr 89. Lebensjahr ist auch schon wieder vollgepackt mit Pl\u00e4nen und Ideen, Theaterterminen und neuen Unterhaltungsformaten. Aber Immerhin nahm sich Lore Duwe die Zeit f\u00fcr dieses Interview \u00fcber ihr spannendes, bewegtes Leben.<\/p>\n<p><b>DS: Liebe Lore, wie haben Sie Ihren 88. Geburtstag gefeiert?<\/b><\/p>\n<p>Lore Duwe: &#8222;Der wurde gar nicht gro\u00df gefeiert. Ich habe mich mit f\u00fcnf ganz engen Freundinnen gem\u00fctlich auf einen Caf\u00e9 getroffen. Denn am n\u00e4chsten Tag stand schon die n\u00e4chste gro\u00dfe Veranstaltung auf dem Programm. Sie hatte eigentlich nichts mit meinem Geburtstag zu tun, aber die Leute wussten trotzdem Bescheid &#8211; woher, wei\u00df ich nicht. Sie haben mich jedenfalls ganz toll hochleben lassen und mich gefeiert. Ein sch\u00f6nes Erlebnis, von dem ich nicht lange zehren werde:&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_61573\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 711px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-61573\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Bild-Lore-mit-Lore-Lorenz-April-1989-2-1024x759.jpeg\" alt=\"\" width=\"701\" height=\"520\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ein Gespr\u00e4ch von Lore zu Lore: Lore Duwe (r.) und Kabarettistin Lore Lorentz &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p><b>DS: Jetzt machen machen Sie uns neugierig. Was war das f\u00fcr eine Veranstaltung?<\/b><\/p>\n<p>Lore Duwe: &#8222;Das ist eine ganz neue Veranstaltungs-Reihe von mir. Ein lockeres Mitmach-Event im Caf\u00e9 Luise, das auf eine Viertelstunde beschr\u00e4nkt ist, weil ich m\u00f6chte, dass die Leute auch Zeit haben, sich miteinander zu unterhalten. Titel &#8222;Swingende, klingende Luise&#8220;. Sie findet an jedem ersten Mittwoch im Monat statt. Jede Veransteltung steht unter einem anderen Motto. Dieses Mal ging es um das Thema &#8222;M\u00e4rchen&#8220;.<\/p>\n<p><b>DS: Wo haben Sie das Licht der Welt erblickt?<\/b><\/p>\n<p>Lore Duwe: &#8222;In der Landesfrauenklinik in Elberfeld, das hat mir zumindest meine Mutter erz\u00e4hlt.&#8220;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>DS: Was haben Ihre Eltern beruflich gemacht?<\/b><\/p>\n<p>Lore Duwe: &#8222;Mein Vater Fritz war Elektrotechniker, ein toller, sehr belesener Mann, der jeden Abend in seinem Volks-Brockhaus gebl\u00e4ttert hat. Meine Mutter war gelernte Zuschneiderin, was mir bei meiner Phantasie und meinem Faible f\u00fcr sch\u00f6ne Kleider total zugute kam.Nach meinen Entw\u00fcrfen hat meine Mutter mir die Kleider dann gen\u00e4ht.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Welche Schulen haben Sie besucht?<\/b><\/p>\n<p>Lore Duwe: &#8222;Ich war zu n\u00e4chst auf der Volksschule am N\u00fctzenberg und sp\u00e4ter auf einer weiterf\u00fchrenden Schule und danach \u00a0auf der Kaufm\u00e4nnischen Schule.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_61566\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 709px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-61566\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Der-Krieger-und-die-Kaiserin-Lore-Duwe-Franka-Potente-2.jpg\" alt=\"\" width=\"699\" height=\"734\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Lore Duwe (l.) mit Franka Potente in &#8222;Der Krieger und die Kaiserin&#8220; (2000) &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p><b>DS: Sie als Kultur-Cham\u00e4leon haben also eine stinknormale<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Ausbildung absolviert?<\/b><\/p>\n<p>Lore Duwe: &#8222;Sie werden lachen, das stimmt. Es waren unsichere Zeiten, da habe ich auf Wunsch einer Mutter eine ganz normale kaufm\u00e4nnische Ausbildung gemacht. Deutschland war ja durch den verheerenden Krieg zerst\u00f6rt und lag am Boden. Ich w\u00e4re gern auf einen Schauspielschule gegangen, aber die gab es noch gar nicht. Ich habe dann meine Kaufmannsgehilfen-Pr\u00fcfung erfolgreich bei der IHK abgelegt.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Lore Duwe als k\u00e4ufm\u00e4nnische Angestellte, das kann man sich kaum vorstellen. Haben Sie wirklich in einem B\u00fcro an einem Schreibtisch gesessen?<\/strong><\/p>\n<p>Lore Duwe: &#8222;Ja klar!. Ich habe u.a. in den kaufm\u00e4nnischen Abteilungen von Technik-Unternehmen wie Krauss-Maffei gearbeitet. Weil ich ich diesen Job nicht bis zu meiner Rente machen wollte, bin ich dann nach England gegangen und habe beispielsweise in London ein Jahr lang die Schauspielschule besucht.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Sie waren auch verheiratet. Wie ist es dazu gekommen?<\/b><\/p>\n<p>Lore Duwe: &#8222;Ich heisse eigentlich Hannelore Scherwat. Ich wurde dann schwanger und habe dann den Vater Kurt Duwe, einen Ingenieur, geheiratet, weil ich nicht wollte, dass mein Sohn Gereon, der heute 55 Jahre alt ist, unehelich auf die Welt kommt. Das waren damals andere Zeiten und andere Sitten. Ich muss zugeben, dass es keine Liebes-Hochzeit war. Die Ehe hielt auch nicht lange. Kurt ist leider vor zwei Jahren gestorben.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_61568\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 710px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-61568\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Ab-in-den-Urlaub-156-2-1024x1004.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"686\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Lore Duwe mit Claus Wilcke in dem Theaterst\u00fcck &#8222;Ab in den Urlaub&#8220; &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p><b>DS: Ist denn Ihr Sohn auch in Ihre k\u00fcnstlerischen Fu\u00dfstapfen getreten?<\/b><\/p>\n<p>Lore Duwe: &#8222;Er hat andere Eigenschaften von mit geerbt: Verantwortungsbewusstsein und Verl\u00e4sslichkeit. Gereon war aktiver Sportler, hat lange erfolgreich Volleyball gespielt und leitet heute die Volleyball-Abteilung eines Vereins in Schwelm. Dort trainiert er auch die Jugend. Seine Br\u00f6tchen verdient er als Betriebswirt.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Wann haben Sie entdeckt, dass Sie eine k\u00fcnstlerischen Ader haben?.<\/b><\/p>\n<p>Lore Duwe: &#8222;Ich wollte eigentlich schon immer Spa\u00df und Frohsinn verbreiten. Das fing schon im Kindergarten an. Ein paar Jahre sp\u00e4ter hat mich mein Vater mit zu einem Vereins-Treffen mitgenommen und da habe mich, weil es keine B\u00fchne gab, einfach auf den Tisch gestellt und Gedichte aufgesagt. Daf\u00fcr bekam ich viel Applaus. Schlie\u00dflich bin ich dann in den Sportverein TSV West eingetreten, der eine t\u00e4nzerische Gymnastikabteilung hatte. Unsere Tanz-Trainerin war eine total beeindruckende Frau. Sie organisierte regelm\u00e4ssig im Atrium, einem ehemaligen Theater und Kino, das neben den Schwebebahnhof Pestalozzistrasse lag, gro\u00dfe Tanzshows. Und bei diesen Events habe ich vor Publikum getanzt, teilweise sogar als Solistin.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Von wem haben Sie eigentlich Ihr k\u00fcnstlerisches Gen geerbt?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Lore Duwe: &#8222;Von meinem Vater. Er hat Geige gespielt und er war ein echter Komiker. Seine B\u00fchne war die Stammkneipe. Damals gab es ja in Wuppertal noch an jeder Ecke ein Lokal. Nach ein paar Bier hat er sich dann oftt seinen Hut verkehrt herum aufgesetzt und einen Pfarrer gespielt. Er hielt dann eine lustige Predikt: &#8218;Meine liebe Gemeinde.&#8216; Ganz sicher: Das kom\u00f6diantische Talent habe ich von ihm Vater geerbt. Meine Mutter war eher ein ernsthafter Mensch.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Was waren denn aus Ihrer Sicht Ihre gr\u00f6\u00dften Erfolge?<\/b><\/p>\n<p>Lore Duwe. &#8222;Das kann ich gar nicht genau sagen. Eigentlich hatte ich immer irgendwie Erfolg. Aber daraus habe ich mir selbst eigentlich nie etwas gemacht. Im Prinzip bin ich ohne festen Plan von Erfolg zu Erfolg geschlittert. Bei der Sat1-Show &#8222;Senior Voice&#8220; habe ich mich einfach mal beworben und bin unter Tausenden ausgew\u00e4hlt worden. In der Live-Show habe ich dann &#8218;\u00dcber sieben Br\u00fccken musst Du gehen&#8216; gesungen. Und das habe ich eigentlich f\u00fcr meine Heimatstadt getan. Ich konnte im Fernsehen Werbung f\u00fcr Wuppertal machen &#8211; und das vor \u00fcber zwei Millionen TV-Zuschauern. Ich war in allen gro\u00dfen Zeitungen abgebildet. In der Show habe ich dann gespielt ein wenig mit dem sympathischen S\u00e4nger Sasha geflirtet, der Jury-Mitglied war. Und er hat mitgespielt. Die Leute hatten ihren Spass &#8211; Sasha und ich ebenso. Ein tolles Erlebnis.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_61569\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 709px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-61569\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG_20170302_132333-1024x749.jpg\" alt=\"\" width=\"699\" height=\"511\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Lire Duwe mit &#8222;Tatort&#8220;-Kommissar Ritchie M\u00fcller &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p><b>DS: Aber Sie haben doch auch mit ber\u00fchmten Regisseuren und bekannten Schauspielern gearbeitet. Was beideutet Ihnen das?<\/b><\/p>\n<p>Lore Duwe. &#8222;Sicher macht das Spa\u00df. Aber ich h\u00e4nge das alles nicht so hoch. Es war total spannend, zu erleben, wie tolle Regisseure wie Wim Wenders oder S\u00f6nke Wortmann am Set sind. Ich habe beispielsweise mit Franka Potende gedreht, stand in zwei K\u00f6lner &#8218;Tatorten&#8216; mit Klaus J. Behrendt und Dietmar B\u00e4r vor der Kamera, ich habe im Udo Lindenberg-Kinofilm mitgespielt und dabei den super-sympathischen Schauspieler Charly H\u00fcbner kennen gelernt. Und nicht zuletzt stand ich<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0mehrfach\u00a0<\/span>mit TV-Star Claus Wilcke alias &#8218;Persy Stuart&#8216; auf der B\u00fchne &#8211; und das sogar in einem St\u00fcck, das ich selbst geschrieben habe. Auch mit der ber\u00fchmten D\u00fcsseldorfer Kabarettistin Lore Lorentz bin ich zusammen aufgetreten.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Was waren die traurigsten Erlebnisse in Ihrem langen Leben?<\/b><\/p>\n<p>Lore Duwe: &#8222;Ich habe nat\u00fcrlich den zweiten Weltkrieg hautnah miterlebt und so manche Nacht im Bunker verbracht. Aber das w\u00fcrde ich im Nachhinein nicht als traurige Erlebnisse bezeichnen. Ich habe das eher als Lebenserfahrung abgehakt, die mich bis heute getragen und st\u00e4rker und zufriedener gemacht hat. Diese Erfahrungen sch\u00fctzen mich jetzt vor \u00c4ngsten. Ich will meine Jugend auch nicht als besonders schlimmes Schicksal herausstellen. Das Gleiche machen doch heute auch die bemitleidenswerten Kinder in der Ukraine durch. Mein Lebensmotto lautet: &#8218;Wo sich T\u00fcren schliessen, gehen auch neue T\u00fcren auf&#8216;. Dar\u00fcber habe ich auch ein Lied geschrieben.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Was k\u00f6nne Sie mit Ihren Erfahrungen den Kindern in der Ukraine, die unter Wladimir Putins brutalem Angriffskrieg leiden, mit auf den Weg geben?<\/b><\/p>\n<p>Lore Duwe: &#8222;Es gibt das Lied &#8218;Die Fl\u00fcgel der Mutter bedecken die Jungen&#8216;. Auch wenn der Vater nicht da sein kann, sp\u00fcren diese Kinder immer noch die Fl\u00fcgel der Mutter und nehmen die Situation deshalb zum Gl\u00fcck selbst gar nicht als so bedrohlich wahr. Ich kann nur sagen: Nehmt das an, was Euch gerade geboten wird und Ihr k\u00f6nnt daraus ein Leben lang sch\u00f6pfen.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_61567\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 710px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-61567\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20181017_142701-836x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"857\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Lore Duwe mit Charly H\u00fcbner in den Kino-Film &#8222;Lindenberg! Mach Dein Ding&#8220; (2020) &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p><b>DS: Sie gehen mit der Zeit, machen Fotos mit dem Handy, verschicken Whatsapp-Mails, besuchen einmal in der Woche einen Computer-Kurs f\u00fcr Senioren, spielen Theater und drehen Filme. Woher nehmen Sie den Mut und das Selbstbewusstsein?<\/b><\/p>\n<p>Lore Duwe: &#8222;Ich habe gar nicht so viel Selbstbewusstsein. Ich schlittere einfach in solche Sachen hinein, weil ich ein offener Mensch bin und auf die Leute zugehe. Beispiel: Ich habe vor ein paar Tagen in einem Caf\u00e9 einen Mann gesehen, der in ein Notenheft geschaut hat. Ich habe ihn einfach angesprochen. Und siehe da, es war ein Musiker der Armin T. Wegner-Gesellschaft. Wieder ein neuer Kontakt, auf den ich in Zukunft zur\u00fcckgreifen kann. Ich gr\u00fc\u00dfe auch wildfremde Leute auf der Stra\u00dfe freundlich, auch wenn sie mir mit heruntergezogenen Mundwinkeln entgegen kommen. Und fast immer ernte ich ein L\u00e4cheln. In einem Lokal setze ich mich auch nicht allein an einen Tisch, sondern frage, ob ich mich irgendwo dazusetzen darf. Das funktioniert fast immer.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Haben Sie eigentlich die ber\u00fchmteste Tochter der Stadt, die weltber\u00fchmte Choreografin Pina Bausch, pers\u00f6nlich gekannt?<\/b><\/p>\n<p>Lore Duwe: &#8222;Ja klar. Ich war ja 12 Jahre lang Ensemble-Mitglied des Pina Bausch-St\u00fcckes &#8222;Kontakthof&#8220;, mit dem wir durch ganz Europe getourt sind. Wir durften vor Tausenden von Zuschauern auftreten. Ein echtes Highlight nat\u00fcrlich. Pina war bei jeder Probe dabei. Wir haben uns oft unterhalten. Eine total beeindruckende Frau. Ich bin auch ein wenig stolz darauf, dass ich in Wim Wenders Bausch-Portrait &#8218;Pina &#8211; tanzt, tanzt &#8211; sonst sind wir verloren&#8216; dabei war.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Viele Ihrer Wegbeleiter leben schon lange nicht mehr. Sie aber sind quicklebendig und strotzen nur so vor Lebensfreude. Was ist Ihr Geheimrezept?<\/b><\/p>\n<p>Lore Duwe: &#8222;Nicht rauchen, nicht trinken, positiv denken, mit jungen Menschen zusammmen sein. Ich muss mich manchmal regelrecht \u00fcberwinden, mich in meiner Altersgruppe zu bewegen, weil ich nat\u00fcrlich wissen will, was sie denken und was sie bewegt. Aber sonst stehe ich auf der B\u00fchne mit Zwanzigj\u00e4hrigen. Meine Freundinnen und Freunde sind 50 oder 60 Jahre alt. Ich lebe eigentlich immer in einer anderen, j\u00fcngeren Generation als in meiner. Ich m\u00f6chte jeden Tag dazu lernen. Ich will die Sprache und die Gesten der junge Leute verstehen. Wenn ich das nicht tue, frage ich einfach nach. Das h\u00e4lt mich jung und mitten im Leben.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_45877\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 710px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-45877\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Lore-Duwe-Foto-von-Manfred-Goergens-2-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"467\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Damen-Boutique-Chefin Lore Duwe &#8211; \u00a9 Manfred G\u00f6rgens<\/span><\/div>\n<p><b>DS: Wie schaffen Sie es, k\u00f6rperlich und geistig so fit zu bleiben?<\/b><\/p>\n<p>Lore Duwe: &#8222;Ich habe zweimal die Woche Tanz- und Gesangsunterricht. Ich spiele regelm\u00e4ssig Theater in Essen, in Dortmund oder in Solingen. Und dann habe ich noch meine eigenen Projekte, wie &#8222;Plattkaller-Abende&#8220;, &#8222;Swingende, klingende Luise&#8220; und &#8222;Klofrau Irmchen &#8211; Neues aus der Keramik&#8220;. Meine &#8222;Klofrau&#8220; pr\u00e4sentiere ich \u00fcbrigens am Freitag (24.03.) erstmals in der Show-Gastst\u00e4tte &#8218;Wuppertiger&#8216; in der Langobardenstrasse. Kommt vorbei, es lohnt sich.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Welche Pl\u00e4ne haben Sie f\u00fcr das neue Lebensjahr?<\/b><\/p>\n<p>Lore Duwe: &#8222;Ganz einfach: Lebendig bleiben &#8211; k\u00f6rperlich und geistig, Meine Freundinnen wundern sich immer. Wenn ich mit dem Auto zu irgendeinem Auftritt fahre, komme ich hinterher fast immer mit einer neuen Idee oder einem groben Konzept f\u00fcr eine neue Veranstaltung zur\u00fcck. Die M\u00e4dels fragen dann h\u00e4ufig: &#8218;Wie machst Du das nur. Uns f\u00e4llt so etwas nicht ein&#8216;. Ich bin eben kreativ und habe gro\u00dfen Spass daran. Es brodelt st\u00e4ndig bei mir im Gehirn.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Wenn Sie die Zeit noch einmal zur\u00fcckdrehen k\u00f6nnten, was w\u00fcrden Sie anders machen?<\/b><\/p>\n<p>Lore Duwe: &#8222;Ich w\u00fcrde das nachholen, was ich wegen der schwierigen Zeiten der Nachkriegsjahre nicht tun konnte, eine ganz renommierte Schauspielschule besuchen und eine Gesangsausbildung auf h\u00f6chstem Niveau absolvieren. Ich bin mir sicher, ich w\u00e4re eine fantastische S\u00e4ngerin geworden, vielleicht sogar eine Operns\u00e4ngerin. Meine Nachbarn haben fr\u00fcher immer gesagt: &#8218;Du singst ja wie eine Diva&#8216;. Tats\u00e4chlich habe ich eine Stimmbandbreite von drei Oktaven.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: M\u00f6chten Sie eigentlich 100 Jahre alt zu werden?<\/b><\/p>\n<p>Lore Duwe: &#8222;Das w\u00e4re sch\u00f6n. Ich w\u00fcnsche mir aber, dass ich bis zuletzt auch noch f\u00fcr mein Publikum da sein kann, um den \u00a0 Leuten meine Freude, die ich in mir habe, weiter zu geben.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_39626\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 710px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-39626\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/e32b3e2bc08d0ba2f5729a89d7ec43b1-2.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"504\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Lore Duwe mit der von Ulle Hees geschaffenen Figur Mina Knallenfalls &#8211; \u00a9 Paul Coon<\/span><\/div>\n<p><b>DS: Haben Sie Angst vor dem Tod?<\/b><\/p>\n<p>Lore Duwe: &#8222;Eigentlich nicht. Aber ich f\u00e4nde es komisch, wenn ich auf einmal nicht mehr da w\u00e4re. Ehrlich gesagt, denke ich fast gar nicht dar\u00fcber nach. Daf\u00fcr f\u00fchle ich mich noch nicht reif genug. Und wenn dann doch einmal der Gedanke aufkommt, stelle ich mir vor, ich w\u00fcrde von oben herunterschauen und mich \u00fcber alles freuen, was ich in meinem Leben erlebt habe und erleben durfte.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Welche Tipps haben Sie an Leute Ihrer Altersklasse?<\/b><\/p>\n<p>Lore Duwe: &#8222;Alles zu tun, um geistig und k\u00f6rperlich beweglich zu bleiben. Ich habe erst vor kurzem eine Mail von Altergenossen bekommen. Da stand drin: &#8218;Wir w\u00e4ren ja gerne zu Deiner Veranstaltung gekommen. Aber die beginnt erst um 20 Uhr, da ist es dunkel und da gehen wir nicht mehr aus dem Haus&#8216;. So ein Quatsch: Leute, es passiert Euch nichts. Ich bin jeden Abend unterwegs und gehe irgendwo nach getaner Abeit noch einen Kaffee trinken. Da sind so viele Menschen beispielsweise im Luisenviertel unterwegs. Da seid Ihr sicher. Junge M\u00e4nner weichen Euch freundlich aus, machen Euch den B\u00fcrgersteig gern frei. Viele Senioren sagen sich: &#8218;Endlich Feierabend, wir haben genug gearbeitet.&#8216; Ich entgegne dann<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>immer: &#8218;Wichtig ist es, mitten im Leben zu bleiben, daran teil zu haben. Feierabend habt Ihr noch lange genug&#8216;.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Wenn jetzt die ber\u00fchmte Fee um die Ecke k\u00e4me und Sie h\u00e4tten einen Wunsch frei, was w\u00fcrden Sie sich w\u00fcnschen?<\/b><\/p>\n<p>Lore Duwe: &#8222;Ich habe keine gro\u00dfen W\u00fcnsche, ich f\u00fchre ein gl\u00fcckliches, erf\u00fclltes Leben. Ich w\u00fcnsche mir einfach, gesund und k\u00f6rperlich sowie geistig mobil zu bleiben. Ich m\u00f6chte weiter f\u00fcr mein Publikum da sein zu k\u00f6nnen. Mehr W\u00fcnsche h\u00e4tte ich an die Fee gar nicht.&#8220;<\/p>\n<p><b>Danke f\u00fcr das offene, ehrliche und spannende Gespr\u00e4ch<\/b><\/p>\n<p><b>Das Interview f\u00fchrte Peter Pionke<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>VITA LORE DUWE<\/h4>\n<p>Lore Duwe wurde am 28.02.1935 als Hannelore Scherwat in der Landesfrauenklinik Elberfeld geboren. Schon im Kindergarten wurde ihr k\u00fcnstlerisches Talent erkannt.<\/p>\n<p>Ihr Vater, der Elektrotechniker Friedrich &#8222;Fritz&#8220; Scherwat, war ein sehr humorvolle Mensch, der seine Freunde gern zum Lachen brachte. Von ihm hat Lore ihr kom\u00f6diantisches Talent gelebt. Ihre Mutter war Zuschneiderin.<\/p>\n<p>Hannelore erlebte den 2. Weltkrieg mit all seiner H\u00e4rte mit. Nach der Volksschule am N\u00fctzenberg besuchte sie eine weiterf\u00fchrende Schule und schlie\u00dflich die kaufm\u00e4nnische Schule. Da es nach dem Krieg noch nicht wieder eine Schauspielschule in der Region gab und ohnehin das Geld daf\u00fcr gefehlt h\u00e4tte, absolvierte Lore \u00a0eine kaufm\u00e4nnische Lehre und schlo\u00df diese auch mit einer erfolgreichen Pr\u00fcfung bei der IHK ab.<\/p>\n<p>Sie arbeitete u.a. in der kaufm\u00e4nnischen Abteilung von Krauss-Maffei, um dann aber f\u00fcr ein Jahr nach London (England) zu gehen und dort auch eine Schauspielschule zu besuchen.<\/p>\n<p>Hannelore Scherwat heiratete den Ingenieur Kurt Duwe, von dem sie ein Kind erwartete. Sohn Gereon kam 1968 zur Welt. Die Ehe mit Kurt Duwe ging fr\u00fch in die Br\u00fcche.<\/p>\n<div id=\"attachment_39007\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 709px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-39007\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Bildschirmfoto-2021-01-06-um-13.06.00.jpeg\" alt=\"\" width=\"699\" height=\"575\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Lore Duwe in ihrer Rolle als &#8222;Klofrau Irmchen&#8220; &#8211; \u00a9 Alexander DeGroot<\/span><\/div>\n<p>Lore Duwe-Scherwat nahm Tanz- und Gesangsunterricht und startete in ihrer K\u00fcnstler-Karriere langsam durch. 12 Jahre lang geh\u00f6rte sie dem Ensemble des Pina-Bausch-Theaters an, das mit dem St\u00fcck &#8222;Kontakthof&#8220; durch ganz Europa tourte. Lore Duwe spielte Theater (u.a. mit Claus Wilcke alias &#8222;Percy Stuart&#8220;), schrieb ihre eigenen St\u00fccke, und moderierte 12 Jahre lang im B\u00fcrgerfunk die Sendung &#8222;Radio Impuls&#8220;, die auf der Frequenz von Radio Wuppertal ausgestrahlt wurde.<\/p>\n<p>Die vielseitige K\u00fcnstlerin stand vor Film- und Fernseh-Kameras, arbeitete mit Regisseuren wie Wim Wender und S\u00f6nke Wortmann zusammen. In zwei K\u00f6lner &#8222;Tatort&#8220;-Folgen mit den Hauptdarstellern Klaus J. Behrendt und Dietmar B\u00e4r spielte sie Nebenrollen. Im Kino Klassiker &#8222;Der Krieger und die Kaiserin&#8220; (Regie Tom Tykwer) mit Franka Potente in der Hauptrolle, mischte Lore Duwe mit.<\/p>\n<p>Im schrillen Wuppertaler Kino-Krimi &#8222;King Ping &#8211; Tippen, Tappen T\u00f6dchen&#8220; des Produzenten-Duos Christoph Schmidt und Dirk Michael H\u00e4ger mimte sie eine &#8222;Puffmutter&#8220;.<\/p>\n<p>In Wim Wenders Pina Bausch-Portrait\u00a0&#8222;Pina &#8211; tanzt, tanzt &#8211; sonst sind wir verloren&#8220; ist sie als Zeitzeugin zu sehen.<\/p>\n<p>Auch in \u00a0&#8222;Lindenberg! Mach dein Ding&#8220; (Regie: Hermine Huntgeburth), dem Kinofilm \u00fcber das Leben des Rockstars Udo Lindenberg spielte sie an der Seite von Charly H\u00fcbner, JanB\u00fclow, Max von der Groeben und Julia Jentsch mit.<\/p>\n<p>Mit Kabarett-Legende Lore Lorentz stand sie gemeinsam auf der B\u00fchne.<\/p>\n<p>Sie entwickelte auch ihre eigenen Unterhaltungsformate wie &#8222;Plattkeller-Abend&#8220;, &#8222;Swingende, klingende Luise&#8220;, &#8222;Klofrau Irmchen &#8211; Neues aus der Keramik&#8220; mit denen sie ihr Publikum erreicht und begeistert.<\/p>\n<p>Legend\u00e4r ihr Auftritt in der Sat1-Show &#8222;Senior Voice&#8220;, als sie vor einem Millionen-Publikum den Hit &#8222;\u00dcber seinen Br\u00fcck musst Du gehen&#8220; interpretierte.<\/p>\n<div id=\"attachment_45875\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 709px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-45875\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Lore-Duwe-Foto-von-Manfred-Goergens-1-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"699\" height=\"465\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Hat noch viel vor: Lore Duwe &#8211; \u00a9 Manfred G\u00f6rgens<\/span><\/div>\n<p>F\u00fcr die Stadtzeitung schreibt Lore Duwe die Kolumne &#8222;Mal unter uns&#8220;, in der sie &#8211; &#8222;wie ihr der Schnabel gewachsen ist&#8220; lustige Anekdoten aus ihrem langen, bewegten Leben erz\u00e4hlt und auch aktuelle Geschehnisse und Entwicklung in ihrer Heimatstadt Wuppertal auf ihre ganz eigene Art kommentiert und beleuchtet.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens. Und ganz nebenbei f\u00fchrt sie auf der Hochstrasse 77a auch noch ihre Second Hand Modeboutique. Slogan: &#8222;Nachhatigkeits-Damengarderobe\u00a0zu Minipreisen&#8220;.<\/p>\n<p>Keine Frage: Von Lore &#8211; oder L\u00f6rken, wie sie von ihren Freunden und Fans liebevoll genannt wird &#8211; ist noch jede Menge zu erwarten. Mit 88 Jahren f\u00fchlt sie sich f\u00fcr Rente noch viel zu jung&#8230;<\/p>\n<p><strong>Link zum Auftritt von Lore Duwe bei &#8222;Senior Voice&#8220; (Sat1):<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Ov0rikhO1vM\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Ov0rikhO1vM<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer Hannelore Scherwat ist, das werden nur ihre Freundinnen und ihre Verwandten wissen. Als Lore Duwe kennt sie aber fast jede Wuppertalerin und jeder Wuppertaler. Ihre Fans nennen sie liebevoll &#8222;L\u00f6cken&#8220;. Jetzt ist Lore Duwe 88 Jahre alt geworden. F\u00fcr sie nur eine Zwischenstation. Ihre Ideen und Pl\u00e4ne reichen mindestens bis zu ihrem 150. Geburtstag.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-61549","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-28 16:36:16","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61549","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61549"}],"version-history":[{"count":25,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61549\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":61579,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61549\/revisions\/61579"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61549"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61549"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61549"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}