{"id":57321,"date":"2022-12-05T09:39:51","date_gmt":"2022-12-05T08:39:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=57321"},"modified":"2022-12-06T13:15:41","modified_gmt":"2022-12-06T12:15:41","slug":"obdachloser-aj-lebt-wieder-unter-der-bruecke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2022\/12\/05\/obdachloser-aj-lebt-wieder-unter-der-bruecke\/","title":{"rendered":"Obdachloser AJ lebt wieder unter der Br\u00fccke"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_37609\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-37609\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/176308955_2407790102686776_1138628511925758121_n-1024x678.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"678\" \/><span class=\"wp-caption-text\">AJ (l.) mit Taro Kataoka, seinem zuverl\u00e4ssigen Unterst\u00fctzer &#8211; \u00a9 Taro Kataoka<\/span><\/div>\n<p>Fast jedes Wochenende traf sich Taro Kataoka mit AJ, der buchst\u00e4blich unter einer Br\u00fccke lebte und regelm\u00e4ssig in Elberfeld als Bettler unterwegs war. Taro Kataoka, Vorstandsmitglied im Verein &#8222;Kinder-Tisch Vohwinkel e.V.&#8220;, der im Wuppertaler Westen die Kindertafel mit Schularbeiten-Betreung betreibt, interessierte sich<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>f\u00fcr die traurige, dramatische Lebensgeschichte des gestrauchelten Mannes. Der ehemalige Seelsorger erwies sich als geduldiger Zuh\u00f6rer.<\/p>\n<p>Nach mehreren Treffen und vielen gemeinsam getrunkenen Tassen Kaffee beschloss der Fotograf, AJ tatkr\u00e4ftig dabei zu helfen, den Weg zur\u00fcck ins normale Leben und in die Gesellschaft zu finden. Taro Kataoka nahm AJ buchst\u00e4blich an die Hand, begleitete ihn bei Beh\u00f6rdeng\u00e4ngen, vermittelte ihm auch eine kostenlose Beratung bei einem Rechtsanwalt.<\/p>\n<p>Taro und seine Frau luden AJ sogar wie einen Freund zu sich nach Hause ein. Als der Obdachlose dann dank seines Unterst\u00fctzers auch noch eine Praktikumsstelle mit Aussicht auf Festeinstellung in einen Gevelsberg Steinbruch und zus\u00e4tzlich sogar die Zusage f\u00fcr eine eigenen Wohnung erhielt, schien das Gl\u00fcck von AJ perfekt. Ein Happy-end!?!<\/p>\n<h4>AJ blieb auf der Strecke<\/h4>\n<p>Leider ein Trugschluss. Der durch das jahrelange Leben auf der Platte gesundheitlich stark angeschlagene Mann kam mit der neuen Situation nicht klar, konnte sich an einen geregelten Arbeitsalltag nicht mehr gew\u00f6hnen. Au\u00dferdem sollen ihm von den Beh\u00f6rden in Gevelsberg, die jetzt f\u00fcr ihn zust\u00e4ndig waren, jede Menge Steine in den Weg gelegt worden sein.<\/p>\n<p>Das trauige Ende vom Lied: Der Resozialisierungsversuch ist krachend gescheitert. AJ lebt wieder auf der Strasse und h\u00e4lt sich Betteln und dem Einl\u00f6sen von Pfandflaschen mehr schlecht als recht \u00fcber Wasser.<\/p>\n<p>Taro Kataoka, den wir \u00fcber Monate bei dem Versuch begleitet haben, AJ weg von der Stra\u00dfe zu holen, zieht in einem offenen, emotionalen Interview eine ganz ehrliche, pers\u00f6nliche Bilanz seiner ganz besonderen Beziehung zum Obdachlosen AJ.<\/p>\n<div id=\"attachment_33634\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-33634\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/150255315_2348912308574556_4845739455119772205_o-2-1024x726.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"726\" \/><span class=\"wp-caption-text\">AJ tags\u00fcber in Elberfeld &#8211; \u00a9 Taro Kataoka<\/span><\/div>\n<p><b>DS: \u00dcber Monate haben Sie den Obdachlosen AJ betreut, Zeit, Geld und Emotionen investiert. Am Ende ist AJ in sein altes Leben zur\u00fcck gekehrt und lebt wieder unter der Br\u00fccke. Sind Sie nur tief entt\u00e4uscht oder empfinden Sie das auch als pers\u00f6nliche Niederlage?<\/b><\/p>\n<p>Taro Kataoka: &#8222;Weder noch. Es ist schlicht schade, dass AJ es nicht geschafft hat, wobei verschiedene Umst\u00e4nde mit dazu beigetragen haben, dass er es nicht geschafft hat. So war es zwar ein echtes Geschenk, dass er in Gevelsberg eine Unterkunft von seinem neuen Arbeitgeber erhalten hatte. Doch mit dem Wohnortswechsel war Wuppertal bez\u00fcglich der Bez\u00fcge (Hartz IV) nicht mehr zust\u00e4ndig und stellte die Zahlungen ein, die wir m\u00fchsam erk\u00e4mpft hatten. Auch wegen der Situation um Corona, war es uns nicht gelungen, alle Unterlagen f\u00fcr einen Neuantrag in Gevelsberg einzureichen. Der Sachbearbeiter in Gevelsberg zeigte sich dabei wenig hilfsbereit und verst\u00e4ndnisvoll. So war AJ erneut mittellos, denn sein neuer Arbeitgeber hatte ihn nur zum Praktikum aufgenommen \u2013 unentgeltlich; allerdings mit der Aussicht auf Anstellung, falls er sich bew\u00e4hre. Diese Situation war f\u00fcr AJ v\u00f6llig neu. Er hatte gehofft, schon bald selbst verdientes Geld zu haben. Ich hatte ihm zwar erkl\u00e4rt, wozu ein solches Praktikum n\u00f6tig sei und was das finanziell bedeute, doch ihm fehlte offenbar der lange Atem. Sein Praktikum verlief ohnehin nicht besonders gut. Denn AJ tat sich schwer, p\u00fcnktlich zu sein. Zudem hatte er sich gegen jeden Rat auch von Arbeitgeberseite \u00fcbernommen. Sein gesundheitlicher Zustand lie\u00df es einfach nicht zu, dass er direkt acht Stunden arbeitete. Und so meldete er sich schon bald krank. Abends war er dann in Wuppertal unterwegs und sammelte Pfandflaschen. Ich hatte ihn dort ziemlich durcheinander gefunden, als ich ihn eines Abends suchte. Die ganzen Umst\u00e4nde schienen ihm nicht wirklich zu gefallen, sodass es beinahe absehbar geworden ist, dass er den Weg zur\u00fcck in ein geordnetes Leben nicht schaffen wird.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_37693\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-37693\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/21-05-24_AJ_13-2-1024x842.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"842\" \/><span class=\"wp-caption-text\">AJ war zwischenzeitlich total optimistisch, dass er wieder ein normales Leben w\u00fcrde f\u00fchren k\u00f6nnen &#8211; \u00a9 Taro Kataoka<\/span><\/div>\n<p><b>DS: <\/b><b>Sie waren einmal Frei evangelischer Pastor, bevor Sie Fotodesigner wurden. Ist Ihnen N\u00e4chstenliebe und Verantwortung f\u00fcr Schw\u00e4chere quasi mit in die Wiege gelegt worden &#8211; zumal Sie sich ja auch sehr stark f\u00fcr die Vohwinkeler kinder-tafel engagieren, die Kinder aus unterpriviligierten Familien verpflegt und bei den Schularbeiten betreut?<\/b><\/p>\n<p>Taro Kataoka: &#8222;Das ist sicherlich der Fall, da meine Eltern stets ein offenes Auge und Ohr f\u00fcr Hilfsbed\u00fcrftige hatten und ihnen auch mit gebenden H\u00e4nden begegnet waren. Von uns Kindern wurde dieses Verhalten ebenfalls verlangt, was nicht immer leicht war, aber mich doch stark gepr\u00e4gt hat. Menschen in schwierigen Situationen zu helfen ist auch f\u00fcr den Gebenden ein enormer Gewinn. Denn geteiltes Leid, ist halbes Leid und geteilte Freude, ist doppelte Freude. So hei\u00dft es und ich kann best\u00e4tigen, dass es so ist. Allerdings ist es ein steiniger Weg gewesen, bis ich dahin gekommen bin, mit der gegebenen Unterst\u00fctzung keine Erwartungen zu verbinden. Und wo Sie mich auf meine Pastorenzeit ansprechen: Ich bin ja nach wie vor \u00fcberzeugter Christ, der Jesus vertraut und seinen Aussagen Glauben schenkt. So sagt Jesus, dass alles, was wir einem der Geringsten getan haben, ihm getan haben und alles, was wir ihnen nicht getan haben auch ihm nicht getan haben. Es mag daher etwas schr\u00e4g anmuten, aber ich habe mir immer wieder in AJ Jesus vorgestellt, wobei es schon mitunter ern\u00fcchternd gewesen ist. Aber AJ ist ein \u00e4u\u00dferst ehrlicher, freundlicher und herzlicher Mitmensch. Obdachlose Mitb\u00fcrger kategorisch als \u201eSozialschmarotzer\u201c abzustempeln, ist daher nicht fair. Denn wer sich mit ihnen l\u00e4nger befasst, wird schnell merken, dass wirklich jeder durch ungl\u00fcckliche Umst\u00e4nde auf der Stra\u00dfe landen kann.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: <\/b><b>Warum ist bei Ihnen die Hemmschwelle viel niedriger, mit Menschen am Rande der Gesellschaft pers\u00f6nlich in Kontakt zu treten, als bei Otto-Normalverbraucher, der mit einer kleinen Geldspende in den Hut des Bettlers sein Gewissen beruhigt?<\/b><\/p>\n<p>Taro Kataoka: &#8222;Zum einen habe ich w\u00e4hrend meiner Zeit als Pastor in Solingen, immer wieder Besuch von Hilfesuchenden erhalten. Einige davon wollten nur Bares, aber viele hatten echte Not. Nun kann ich nicht jedem Geld in die Hand geben, aber eine warme Mahlzeit, vor\u00fcbergehend ein Dach \u00fcber dem Kopf, ein hei\u00dfes Bad, alles das haben wir als Familie gerne zur Verf\u00fcgung gestellt.\u00a0Zum anderen bin ich als Fotodesigner immer wieder auf der Suche nach einer Geschichte, die ich mit meinen Bildern erz\u00e4hlen kann. So war ich damals in die Elberfelder Fu\u00dfg\u00e4ngerzone gegangen, mit der Absicht, den erstbesten Obdachlosen anzusprechen, um ihn zu portraitieren. Es war ein bitterkalter Winter und mich hatte es interessiert, wie ein Obdachloser in dieser Situation \u201e\u00fcber die Runden\u201c kommt. Schon in der Vergangenheit hatte ich mit Obdachlosen zu tun. So etwa als Jugendlicher, als ich in Remscheid im Bahnhof auf einen Zug wartete oder in Hamburg bei den Jesus Freaks, die regelm\u00e4\u00dfig \u201eauf die Platte\u201c gingen, um Obdachlosen Butterbrote zu bringen. Daher war die Hemmschwelle nicht allzu gro\u00df. Doch war ich mir nicht sicher, wie ein Obdachloser reagieren w\u00fcrde, wenn ich ihn frage, ob ich von ihm ein Foto machen d\u00fcrfe. AJ war da ganz entspannt und war sogar positiv \u00fcberrascht, dass seine Geschichte der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht werden sollte. Als wir dann gemeinsam zun\u00e4chst einen frischen Kaffee getrunken hatten, war das Eis gebrochen. Manchmal muss du eben nur mal fragen. Denn das kostet in aller Regel nichts und mehr als ein Nein ist auch nicht zu erwarten.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_33471\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-33471\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/21-02-07_AJ_9-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"681\" \/><span class=\"wp-caption-text\">AJ an seinem fr\u00fcheren Schlafplatz, der aber Linzsuchen verbrannt wurde &#8211; \u00a9 Taro Kataoka<\/span><\/div>\n<p><b>DS: <\/b><b>Sie haben AJ sogar wie einen Freund zu sich nach Hause eingeladen. Ihre Frau hat ihn bekocht, um ihm zumindest f\u00fcr Stunden das Gef\u00fchl von W\u00e4rme und Geborgenheit zu vermitteln. Die meisten h\u00e4tten das sicher nicht getan, zumal AJ vorbestraft ist. Hatten Sie oder Ihre Frau da keinerlei Bedenken?<\/b><\/p>\n<p>Taro Kataoka: &#8222;Selbstverst\u00e4ndlich haben wir uns das gr\u00fcndlich \u00fcberlegt. Doch ich hatte zu diesem Zeitpunkt AJ bereits mehrere Wochenenden getroffen und mit ihm stundenlang gesprochen. So war eine gewisse Beziehung gewachsen, in der ich AJ als ehrlichen und offenen Menschen zu sch\u00e4tzen gelernt hatte. Abzuw\u00e4gen galt es, ob uns AJ ungebeten aufsuchen w\u00fcrde. Unser Eindruck war, dass er das wohl nicht tun w\u00fcrde, aber selbst wenn, w\u00e4ren wir daf\u00fcr offen gewesen. AJ hat uns nie von sich aus aufgesucht, obwohl er Adresse und Telefonnummer hatte. Wir wussten, dass vor diesem Vorgehen stets ausdr\u00fccklich gewarnt wird. Aber wir hatten entschieden, dass wir AJ wie einen Freund einladen wollen und ihm einige Stunden im Warmen und Trockenen bieten wollen. Und so hatten wir eine \u00e4u\u00dferst angenehme Zeit miteinander, bei einem warmen Abendessen und anschlie\u00dfendem Gesellschaftsspiel.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: <\/b><b>Sie haben AJ bei s\u00e4mtliche Beh\u00f6rden-Angelegenheit unter die Arme gegriffen, ihm \u00fcber gute Kontakte sogar einen Job und eine Wohnung besorgt. Hat Ihnen da jemals irgendjemand einen Vorwurf gemacht, nach dem Motto: &#8222;Wie konntest Du mir \u00fcberhaupt so einen Typen ans Herz legen&#8220;?<\/b><\/p>\n<p>Taro Kataoka: &#8222;Nein, einen solchen Vorwurf habe ich nie geh\u00f6rt. Allerdings gab es Stimmen, die berichteten, dass andere sehr \u00e4hnliche Erfahrungen gemacht haben. Die Zur\u00fcckf\u00fchrung in ein geordnetes Leben sei \u00e4u\u00dferst schwierig und bed\u00fcrfe einer professionellen Begleitung durch Therapeuten. Dennoch, ich will diese Erfahrung nicht missen. \u00dcber das Unternehmernetzwerk Fair-dienen.net, in dem ich selbst Mitglied bin, hatte ich einen Praktikumsplatz, eine Wohnung und Rechtshilfe f\u00fcr AJ angeboten bekommen. Alles das hatten wir dankbar angenommen. F\u00fcr alle Beteiligten war dies eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Erfahrung, die gepr\u00e4gt war von viel Hoffnung und dem Wunsch, wenigstens einem eine neue Perspektive zu bieten.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_34695\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 863px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-34695\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/169339888_2394190330713420_8029798699141572599_n-2.jpg\" alt=\"\" width=\"853\" height=\"615\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Immer gepflegt: Der obdachlose AJ zu Besuch bei Taro Kataoka und seiner Familie &#8211; \u00a9 Taro Kataoka<\/span><\/div>\n<p><b>DS; <\/b><b>Wie lange hat es gedauert, bis Ihnen die ersten Zweifel gekommen sind, dass Ihr pers\u00f6nlicher Einsatz f\u00fcr AJ am Ende sinnlos sein w\u00fcrde?<\/b><\/p>\n<p>Taro Kataoka: &#8222;Bevor ich echte Zweifel bekam, war ich skeptisch, ob AJ es wirklich schaffen wird. Am Tag, als es zum ersten Praktikumstag nach Sprockh\u00f6vel in einen Steinbruch gehen sollte, war AJ wie vom Erdboden verschluckt. Ich wartete und wartete, bis er mit verzerrtem Gesicht auftauchte. Er hatte die Nacht schlecht geschlafen und sich eine Magenverstimmung zugezogen. Es war die Aufregung vor diesem neuen Lebensabschnitt. Als er sich dann nur nach wenigen Tagen krank meldete, dann sein Handy, das wir ihm zur Verf\u00fcgung gestellt hatten und auch ein Fahrrad, dass ihm geschenkt worden war, verloren hatte, kamen Zweifel auf. Wie konnte jemand, so wesentlich wichtige Dinge einfach verlieren? Ich musste realisieren, dass AJ unaufmerksam und leichtfertig ist. Doch das ist nun mal wenig hilfreich f\u00fcr einen Weg in ein geordnetes Leben. Ich sp\u00fcrte, dass ich ihm die therapeutische Hilfe nicht geben kann. Meine Ausbildung zum Seelsorger reichte bei Weitem nicht aus. Auch in unserem Miteinander sp\u00fcrte ich eine Ver\u00e4nderung. AJ war nicht mehr so gespr\u00e4chig und es bek\u00fcmmerte ihn irgendetwas, wovon er aber nichts herauslie\u00df. Alles das war f\u00fcr mich belastend, denn gerne h\u00e4tte ich ihm weiter geholfen.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: <\/b><b>Sehen Sie die Gr\u00fcnde f\u00fcr das Scheitern, AJ von der Stra\u00dfe zur\u00fcck in die Gesellschaft und in ein normales Leben zu holen, nur bei AJ allein oder auch bei anderen?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Taro Kataoka: &#8222;AJ hatte mir von seiner unertr\u00e4glichen Kindheit berichtet, die ihn schlie\u00dflich auf die schiefe Bahn gebracht hatte. Das hat mir erneut vor Augen gef\u00fchrt, dass eine wohlbeh\u00fctete Kindheit in einem intakten Elternhaus, nicht mit Geld aufzuwiegen ist. AJ war dies nicht verg\u00f6nnt. Stattdessen hat er die Stra\u00dfe als sein Zuhause gew\u00e4hlt und sich mit Wenig arrangiert. Zu viele Schicksalsschl\u00e4ge haben ihn zweifeln lassen, dass er ein Leben in der geordneten Bahnen f\u00fchren kann. Ich glaube, dass wir das akzeptieren m\u00fcssen. Obdachlose geh\u00f6ren (leider) zu unserer Gesellschaft, ob wir das guthei\u00dfen oder nicht. Im Falle von AJ waren daneben aber auch die vielen Steine im Weg unzutr\u00e4glich. Wer Hartz IV beziehen m\u00f6chte, muss sich zun\u00e4chst durch einen Dschungel von Formularen k\u00e4mpfen, die kaum verst\u00e4ndlich sind. Zudem waren sowohl Krankenkasse, als auch die Beh\u00f6rden in Gevelsberg, Corona hin oder her, wenig kooperativ. Wie viele Anrufe und Briefe ich get\u00e4tigt und verfasst hatte, wei\u00df ich nicht mehr. Aber es war eine schier unglaubliche Ignoranz, die mir entgegen trat. Da will jemand aus den Sozialt\u00f6pfen raus und die Beh\u00f6rden tun alles, dass das nicht gelingen kann. Denn ohne Sozialleistungen auch keine Sozialwohnung und ohne Wohnung kein Job. Ich finde, dass es den Beh\u00f6rden gut zu Gesicht gestanden h\u00e4tte, mit AJ ein Exempel zu statuieren, dass es doch m\u00f6glich ist, einen Mitmenschen von der Stra\u00dfe zu holen. Schade, dass diese Sicht zumindest ins Gevelsberg nicht vorhanden war. In Wuppertal sah das Dank anwaltlicher Unterst\u00fctzung noch ganz anders aus. Wer wei\u00df, wie das Projekt ausgegangen w\u00e4re, h\u00e4tte AJ in Wuppertal einen Job oder einen Praktikumsplatz gefunden.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_37645\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-37645\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/21-05-21_AJ_5-2-1024x754.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"754\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Da war er noch voll motiviert: AJ (l.) lernt eine Kollegin und einen Kollegen kennen und wird im Steinbruch seinem neuen Chef Thomas Lange (r.) eingewiesen &#8211; \u00a9 Taro Kataoka<\/span><\/div>\n<p><b>DS: <\/b><b>Sind Sie sich aus der heutigen Sicht \u00fcberhaupt sicher, dass AJ \u00fcberhaupt zur\u00fcck ins normale Leben wollte oder vielleicht doch nur bei seiner vermeintlichen Resozialisierung notgedrungen mitgespielt hat, um Sie nicht als Freund und F\u00f6rderer zur verlieren?<\/b><\/p>\n<p>Taro Kataoka: &#8222;AJ hatte stets betont, dass er mich \u201enicht entt\u00e4uschen\u201c wolle. Darauf hatte ich ihm immer wieder klarzumachen versucht, dass es nicht um mich, sondern um ihn selbst gehe. Aus heutiger Sicht glaube ich, dass AJ sich selbst \u00fcbersch\u00e4tzt und \u00fcberfordert war. Vielleicht war auch mein Engagement zu viel; vielleicht habe auch ich mich und ihn \u00fcbersch\u00e4tzt. Aber wie bereits gesagt: Es war spannend und AJ hatte sicherlich f\u00fcr einige Monate eine zuversichtliche Perspektive, die ihm auf jeden Falle ein Leuchten in die Augen zauberte.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: <\/b><b>Welche Fehler begehen die Gesellschaft und die Beh\u00f6rden im Umgang mit<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Obdachlosen wie AJ?<\/b><\/p>\n<p>Tari Kataoka: &#8222;Zun\u00e4chst halte ich die Anforderungen die an Obdachlose gestellt werden, n\u00e4mlich sich regelm\u00e4\u00dfig bei z.B. der Diakonie, zu melden, um eine postalische Erreichbarkeit aufrecht zu erhalten, f\u00fcr sinnvoll. Ich kann es zwar verstehen, dass f\u00fcr den einen oder anderen Obdachlosen diese Regelm\u00e4\u00dfigkeit schwer einzuhalten ist, doch wer wirklich weg will von der Stra\u00dfe, dem darf diese H\u00fcrde nicht zu hoch sein. Doch das eigentliche Problem liegt meines Erachtens wesentlich tiefer. Als Gesellschaft sollten wir darauf achten, dass Kinder ein beh\u00fctendes und sicheres Elternhaus haben. Ich glaube, dass hier nicht nur KiTas, Schulen und Jugend\u00e4mter gefragt sind, sondern auch Kirchen und Vereine. Sie alle k\u00f6nnen dazu beitragen, dass es Kindern gut geht und sie eine Lebensperspektive entwickeln. Hier sind mir diese Einrichtungen mitunter viel zu z\u00f6gerlich und zur\u00fcckhaltend. Wir sollten gerade Kindern erm\u00f6glichen, sich in ihrer Freizeit zu entfalten, neue Dinge und Menschen kennenzulernen, um ihren Horizont zu erweitern. Geld spielt dabei eine gro\u00dfe Rolle, damit sich auf der anderen Seite Menschen engagieren k\u00f6nnen. Daher kann ich nur hoffen und bitten, dass wir als Gesellschaft eine viel gr\u00f6\u00dfere Geber- und Spenderkultur entwickeln. Zum Gl\u00fcck geschieht das bereits in vielen Einrichtungen wie etwa der kinder-tafel Vohwinkel, doch es k\u00f6nnte noch wesentlich mehr sein.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_37962\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 971px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-37962\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/21-05-27_AJ_6-2.jpg\" alt=\"\" width=\"961\" height=\"570\" \/><span class=\"wp-caption-text\">AJ in seiner trockenen Unterkunft, die er nur eine kurze Zeit geniessen konnte &#8211; \u00a9 Taro Kataoka<\/span><\/div>\n<p><b>DS: <\/b><b>Ist Hilfe zur Selbsthilfe in diesen F\u00e4lle \u00fcberhaupt noch das geeignete Mittel?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Taro Kataoka: &#8222;Ja, aber es bedarf meiner Meinung nach eines starken Teams, das sich um den Einzelnen k\u00fcmmert. Ich spreche von Anlaufstellen, die bei Beh\u00f6rdeng\u00e4ngen helfen; Therapeuten, die begleiten und zum Gespr\u00e4ch bereit stehen und von Ehrenamtlichen, die sich Zeit nehmen. \u00dcber allem steht aber die Frage danach, ob der Betreffende selbst will und entsprechend kooperiert. Ist das der Fall, kann es sicherlich gelingen.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: <\/b><b>K\u00f6nnen wir als Gesellschaft aus sozialen, moralischen und ethischen Gr\u00fcnden \u00fcberhaupt zulassen oder hinnehmen, dass Menschen bei Wind und Wetter schutzlos unter einer Br\u00fccke leben?<\/b><\/p>\n<p>Taro Kataoka: &#8222;Das ist eine schwierige Frage. Mancher Obdachlose hat sich mit dieser Situation arrangiert und sich wie AJ recht ordentlich eingerichtet (bis ihm vor Kurzem seine Unterkunft niedergebrannt worden ist). So sehr ich das nicht nachvollziehen kann, muss ich es aber akzeptieren. Denn das geh\u00f6rt zur Freiheit des Einzelnen. Und doch w\u00fcnsche ich mir, dass unsere St\u00e4dte frei werden von Obdachlosen, nicht weil ich sie als st\u00f6rend empfinde, sondern weil ich ihnen w\u00fcnsche, ein festes Dach \u00fcber dem Kopf zu haben und ein sicheres Auskommen. Doch leider k\u00f6nnen unsere obdachlosen Mitmenschen aus den geschilderten Gr\u00fcnden sehr wohl durch unser Sozialnetz hindurchfallen. Hier w\u00fcnsche ich mir barmherzige Mitmenschen, die helfend bereit stehen. Doch das l\u00e4sst sich ja nicht verordnen. Und so kann ich nicht anders als zu sagen, dass der \u00fcberwiegende Teil unserer Gesellschaft viel zu egoistisch und egozentrisch unterwegs ist. Denn ansonsten w\u00fcrden wir Obdachlose viel herzlicher und mitf\u00fchlend aufnehmen.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: <\/b><b>Welche Lehren haben Sie pers\u00f6nl<\/b>ich aus dieser au\u00dfergew\u00f6hnlichen Beziehung auf Zeit gezogen?<\/p>\n<p>Taro Kataoka: &#8222;Ich w\u00fcrde es immer wieder tun. Und so habe ich den Kontakt zu AJ, der inzwischen eingeschlafen ist, nicht aufgegeben. Allein, ich komme derzeit nicht dazu, Wochenende f\u00fcr Wochenende nach Elberfeld zu fahren. Aber ich bin sicher, dass wir uns immer wieder freundlich begegnen werden und dann auch einen frischen Kaffee miteinander trinken werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_33373\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-33373\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/21-01-31_AJ_28-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"681\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Lebt wieder auf der Platte und freut sich \u00fcber jeden Almosen: Der Obdachlose AJ &#8211; Taro Kataoka<\/span><\/div>\n<p><b>DS: <\/b><b>Welche Perspektiven f\u00fcr die Zukunft sehen Sie f\u00fcr AJ?<\/b><\/p>\n<p>Taro Kataoka: &#8222;Da AJ gesundheitlich angeschlagen ist und keine Krankenversicherung hat, sehe ich f\u00fcr ihn keine rosigen Zeiten. Die Obdachlosigkeit ist f\u00fcr ihn dabei nicht zutr\u00e4glich. Aber da er sich schwertut, beh\u00f6rdliche Regeln einzuhalten, d\u00fcrfte es sehr schwierig f\u00fcr ihn sein, aus der Obdachlosigkeit heraus zu kommen.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: <\/b><b>Was w\u00fcnschen Sie AJ zu Weihnachten und werden Sie aus Anlass dieses<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Festes, dass f\u00fcr viele Menschen ein Fest der Liebe, des Friedens und der Geborgenheit ist, noch einmal den Kontakt zu AJ suchen?<\/b><\/p>\n<p>Taro Kataoka: &#8222;Ich w\u00fcnsche AJ wei\u00dfe Weihnachten und klirrende K\u00e4lte. Denn ich war nicht schlecht \u00fcberrascht, als er mir mal sagte, dass Schnee \u201esuper\u201c sei. Die Menschen h\u00e4tten dann offensichtlich mehr Mitleid mit Obdachlosen und g\u00e4ben mehr Almosen. Sollte es daher schneien, freue ich mich mit AJ auf mehr \u201eUmsatz\u201c. Doch wenn es dunkel wird, kann ich mir vorstellen, ihn nochmals zu uns nach Hause einzuladen, sofern ich ihn finde. Denn wo er sich derzeit aufh\u00e4lt, wei\u00df ich nicht. Aber so Gott will, werde ich ihn finden.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: <\/b><b>Glauben Sie, dass Sie jemals noch einmal emotional in der Lage sein werden, einen Menschen, der sich in einer \u00e4hnlichen Lage wie AJ befindet, so nah an sich herankommen zu lassen?<\/b><\/p>\n<p>Taro Kataoka: &#8222;Absolut ja! Ich bin ja nicht entt\u00e4uscht worden. AJ hat es f\u00fcr sich selbst nicht geschafft. Von daher habe ich seine Situation nicht pers\u00f6nlich genommen und schon gar nicht emotional. Bei aller N\u00e4he und allem engen Kontakt mit viel offenen Worten, ist doch noch eine Distanz geblieben. Ich glaube, dass die auch n\u00f6tig war und ist.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: <\/b><b>Welche W\u00fcnsche haben Sie selbst f\u00fcr sich und Ihre Familie f\u00fcr Weihnachten und die f\u00fcrs neue Jahr?<\/b><\/p>\n<p>Taro Kataoka: &#8222;Ich freue mich auf die Begegnung mit unseren Kindern und ihren Partnern. Ich freue mich auf gesellige Momente und hoffentlich friedvolle Tage. Ich w\u00fcnsche mir, dass wir als Familie gemeinsam einen Gottesdienst besuchen und Jesu Menschwerdung vergegenw\u00e4rtigen. F\u00fcr das neue Jahr w\u00fcnsche ich mir und uns allen Gesundheit und Gottes Segen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Text und Interview: PETER PIONKE<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_57340\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 210px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-57340\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Taro_klein-200x300-1.jpeg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Taro Kataoka &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<div class=\"content-box\">\n<h4>\u00dcber Taro Kataoka<\/h4>\n<p>Taro Kataoka \u2013 Jahrgang 1966 \u2013 ist japanisch-deutscher Abstammung, seit \u00fcber 25 Jahren verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.<\/p>\n<p>Nach der mittleren Reife an einer japanischen Schule, hat er zun\u00e4chst die Fachoberschulreife, dann das Abitur an deutschen Schulen gemacht. Anschlie\u00dfend erlernte er den Beruf des Bankkaufmanns.<\/p>\n<p>Taro Kataoka leistete Zivildienst und arbeitete einige Jahre bei einem japanischen Unternehmen. Anschlie\u00dfend studierte er Theologie. Nach zehn Jahren im Pastorenberuf begann er ein Fotodesign-Studium und schlo\u00df dieses mit dem Diplom ab.<\/p>\n<p>Die Kamera ist seither sein st\u00e4ndiger Begleiter, zun\u00e4chst meist nebenberuflich im Bereich der Eventfotografie. Inzwischen arbeitet er selbst\u00e4ndiger Fotodesigner und betreibt ein eigenes Fotostudio.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.kataoka-fotografie.de\/\">http:\/\/www.kataoka-fotografie.de\/<\/a><\/p>\n<p>Als interkulturell aufgewachsener Mensch ist Taro Kataoka an anderen Kulturen interessiert. Er lernt gerne neue Menschen kennen und tritt mit ihnen in Interaktion.<\/p>\n<p>Als gl\u00e4ubiger Christ liebt er Gott, seine N\u00e4chsten und das Leben.\u00a0Ein Beispiel daf\u00fcr sind Hilfstransporte mit einem 40-Tonnen- Lkw nach S\u00fcdost-Europa, die er ehrenamtlich unternimmt. Mindestens einmal im Jahr ist er unterwegs, um Menschen mit Lebensmitteln und Kleidung sowie weiteren Hilfsg\u00fctern zu versorgen.<\/p>\n<p>Nicht zuletzt ist Taro Kataoka Vorstandsmitglied des gemeinn\u00fctzigen Vereins \u201eKinder-Tafel-Vohwinkel e.V., der die Kindertafel und den betreuten Spielplatz \u201eSternpunkt\u201c in Vohwinkel betreibt und betreut \u00a0<a href=\"http:\/\/www.kinder-tafel-vohwinkel.de\">http:\/\/www.kinder-tafel-vohwinkel.de<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"anzeigen-box anzeigen-box-horizontal anzahl-4\">\n<div class=\"anzeigen-banner anzeigen-banner-kleinanzeige \"><\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Schicksal von AJ hat viele Wuppertaler tief ber\u00fchrt. Alles fing damit an, dass der ehemalige Pastor und heutige Fotodesigner Taro Kataoka den Obdachlosen um Erlaubnis bat, ihn fotografieren zu d\u00fcrfen. Er durfte. Aus der au\u00dfergew\u00f6hnlichen Foto-Session entwickelte sich eine enge Beziehung, fast schon eine Freundschaft.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-57321","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wuppertal"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-08 21:50:23","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57321","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=57321"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57321\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":57346,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57321\/revisions\/57346"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=57321"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=57321"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=57321"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}