{"id":56666,"date":"2022-11-08T11:18:53","date_gmt":"2022-11-08T10:18:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=56666"},"modified":"2022-11-08T11:18:53","modified_gmt":"2022-11-08T10:18:53","slug":"tony-cragg-schmueckt-monheim-mit-skulpturen-gruppe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2022\/11\/08\/tony-cragg-schmueckt-monheim-mit-skulpturen-gruppe\/","title":{"rendered":"Tony Cragg schm\u00fcckt Monheim mit Skulpturen-Gruppe"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_54965\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-54965\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/IMG_7568_a-2-1024x736.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"736\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der weltber\u00fchmte Bildhauer Tony Cragg &#8211; \u00a9 Ralf Silberkuhl<\/span><\/div>\n<p>Die Er\u00f6ffnung findet am Samstag (19.11.) in der Zeit von 12 &#8211; 14 Uhr statt. Die Gruppe mit dem Titel &#8222;Points of View&#8220; ist Teil der stetig wachsenden Sammlung von Kunst im \u00f6ffentlichen Raum der Stadt Monheim. In diesem Jahr wird sie um drei Werke renommierter K\u00fcnstler erweitert &#8211; neben Tony Cragg bereichern Arbeiten von Jeppe Hein und Mischa Kuball die Innenstadt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die von Tony Cragg f\u00fcr Monheim am Rhein entworfenen S\u00e4ulen aus Bronze sind jeweils rund f\u00fcnfeinhalb Meter hoch. Sie sind in der Form eines Dreiecks angeordnet, im gleichen Abstand zueinander. Man kann und soll zwischen ihnen hindurchgehen und sie so von allen Seiten betrachten. Sie ragen empor, dabei sind sie nicht gerade, sondern weiten und verj\u00fcngen sich geschwungen in alle Richtungen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Eindruck ver\u00e4ndert sich je nach Perspektive<\/h4>\n<p>Die Formen wirken flie\u00dfend und gleichzeitig wie in der Bewegung eingefroren. Wie der Titel der Arbeit \u201ePoints of View\u201d, andeutet, ver\u00e4ndert sich der Eindruck des Kunstwerks, je nachdem, aus welcher Perspektive man sich ihm n\u00e4hert.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Aus immer neuen Blickwinkeln betrachtet, scheinen dabei in den Konturen der S\u00e4ulen immer wieder vertraute Formen auf: Gesichter im Profil, die entstehen und vergehen, wie bei einem Kippbild. Tony Cragg ist ein Meister im Spiel mit dem Gegensatz von Statik und Dynamik und mit abstrakten Formen, die zugleich gegenst\u00e4ndliche, oft fast menschlich wirkende Z\u00fcge haben.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_56670\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 430px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-56670\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Tony-Cragg-in-Monheim_Pressemappe_Eroeffnung-19.-November-2022-3.jpg\" alt=\"\" width=\"420\" height=\"308\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Skulpturen-Gruppe, die in Monheim am Rhein den neuen Eingang zum Zentrum bereichert &#8211; \u00a9 Tony Cragg<\/span><\/div>\n<p>In Craggs Werk finden sich immer wieder gro\u00dfe \u201eSkulptur-Familien\u201c. In den so genannten \u201eRational Beings\u201c, die Cragg seit 1996 entwickelt, besch\u00e4ftigt sich der K\u00fcnstler mit der vertikalen Achse in emporstrebenden, bewegten Formgebilden. Teil dieser Werkfamilie der \u201eRational Beings\u201c ist die Werkreihe der \u201ePoints of View\u201c, zu der auch die Monheimer Arbeit geh\u00f6rt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Innerhalb der \u201eRational Beings\u201c fallen die \u201ePoints of View\u201c durch ihre eher schlanke, hohe Form und die bewegte Silhouette auf. Sie sind oft als Dreierkonstellation gruppiert, finden sich aber auch als einzelne Skulpturen. Jede von ihnen geht als Unikat zur\u00fcck auf die detaillierte h\u00e4ndische Konstruktion des K\u00fcnstlers im Atelier.<\/p>\n<p>So erprobt Cragg in immer neuen formalen Variationen die Gratwanderung zwischen dynamischer Abstraktion und dem deutlichen Eindruck von Gegenst\u00e4ndlichkeit.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Gestalterischer Mehrwert f\u00fcr eine praktisch besamten Ort<\/h4>\n<p>Die Monheimer \u201ePoints of View\u201c werden sich harmonisch in die belebte Umgebung einf\u00fcgen. Im Kontext des funktional gestalteten Busbahnhofs, der dichten Bebauung des Einkaufszentrums und der sich \u00f6ffnenden Einkaufspassage wird das Kunstwerk einen willkommenen optischen Kontrastbilden.<\/p>\n<p>Es verleiht dem sehr praktisch bestimmten Ort einen gestalterischen Mehrwert, der keiner Funktion dient. Allein mit der Freude an der spannungsreichen, dynamischen Form setzt der K\u00fcnstler der rigiden Architektur einen lebendigen Impuls entgegen und bereichert die Wahrnehmung der Passantinnen und Passanten um immer neue Eindr\u00fccke und Perspektiven.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>\u201eUm \u00fcber die Form und Struktur vieler Dinge zu entscheiden, werden wir Skulptur und skulpturales Denken brauchen. Ich w\u00fcrde skulpturales Denken gerne auf die Biomechanik anwenden, auf Regierungseinrichtungen, soziale Strukturen usw\u201c,<br \/>\nbeschreibt der Bildhauer Tony Cragg seine Arbeit und seinen Anspruch mit eigenen Worten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Termin:<\/strong><\/p>\n<h4>Tony Cragg<\/h4>\n<p><strong>&#8222;Points of View&#8220; &#8211; 2022<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Er\u00f6ffnung: Samstag &#8211; 19. November 2022 &#8211; 12\u201314 Uhr<\/p>\n<p>Ingeborg-Friebe-Platz 39 &#8211;\u00a040789 Monheim am Rhein<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_50988\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 316px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-50988\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/IMG_7463_a-3-1024x757.jpg\" alt=\"\" width=\"306\" height=\"226\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der weltber\u00fchmte Bildhauer Tony Cragg &#8211; \u00a9 Ralf Silberkuhl<\/span><\/div>\n<h4>\u00dcber Tony Cragg<\/h4>\n<p>Tony Cragg wurde 1949 in Liverpool geboren. Nach dem Abitur arbeitete er als Labortechniker in der biochemischen Forschung und begann w\u00e4hrend dieser zweij\u00e4hrigen Praxis mit dem Zeichnen, um 1969 das Gloucestershire College of Art and Design und anschlie\u00dfend die Wimbledon School of Art zu besuchen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>1973 f\u00fchrte ihn sein Kunststudium zum Royal College of Art in London, wo er den Studienschwerpunkt auf Bildhauerei legte. Anregungen aus Minimalismus und LandArt pr\u00e4gten seine k\u00fcnstlerischen Anf\u00e4nge, und er begann mit Fundobjekten zu arbeiten, bevor er traditionelle Materialien wie Stein, Eisen und Bronze f\u00fcr sich entdeckte.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>1976 f\u00fchrte ihn ein Lehrauftrag an die Ecole des Beaux-Arts in Metz. Im Jahr darauf zog er nach Wuppertal, dem Wohnort seiner ersten Frau, wo er bis heute lebt und arbeitet.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>1978 nahm er seine Lehrt\u00e4tigkeit an der Kunstakademie D\u00fcsseldorf auf, seit 1988 als Professor, bis er 2001 auf einen Lehrstuhl f\u00fcr Bildhauerei an der Akademie der K\u00fcnste in Berlin wechselte.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>2006 kehrte er als Prorektor an die Kunstakademie D\u00fcsseldorf zur\u00fcck, zu deren Rektor er 2009 ernannt wurde. 2014 schied er aus diesem Amt aus.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>In einer nahezu un\u00fcberschaubaren Vielzahl von Ausstellungen pr\u00e4sentiert Tony Cragg seit 1977 sein Werk in renommierten Museen weltweit. Mehrmals war er auf der Biennale von Venedig und der documenta in Kassel sowie auf den Biennalen von Sao Paulo und Sydney vertreten.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>1988 wurde ihm der Turner Prize verliehen. Zur mehrfachen Ehrendoktorw\u00fcrde und zahlreichen weiteren angesehenen Auszeichnungen kam 2003 seine Ernennung zum Commander of the British Empire, 2016 zum Knight Bachelor.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Tony Cragg z\u00e4hlt zu den bedeutendsten Bildhauern der Gegenwart. 2007 nahm er den Praemium Imperiale, den Welt\u00adkultur\u00adpreis des japanischen Kaiserhauses, entgegen.<\/p>\n<p><strong>Link zur Webseite von Tony Cragg:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tony-cragg.com\/\">https:\/\/www.tony-cragg.com\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Werk des weltber\u00fchmten Wuppertaler Bildhauers Tony Cragg ist jetzt auch in Monheim allgegenw\u00e4rtig. Besucherinnen und Besucher werden in K\u00fcrze am Eingang des neu gestalteten Zentrums der Stadt am Rhein von einer Skulturengruppe des in der Bergischen Metropole lebenden und arbeitenden K\u00fcnstlers begr\u00fc\u00dft.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-56666","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-11 01:42:10","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56666","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=56666"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56666\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":56674,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56666\/revisions\/56674"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=56666"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=56666"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=56666"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}