{"id":54825,"date":"2022-08-18T12:17:13","date_gmt":"2022-08-18T10:17:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=54825"},"modified":"2022-08-27T13:03:20","modified_gmt":"2022-08-27T11:03:20","slug":"oekologische-hotspots-an-der-uni-nisthilfen-fuer-insekten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2022\/08\/18\/oekologische-hotspots-an-der-uni-nisthilfen-fuer-insekten\/","title":{"rendered":"\u201e\u00d6kologische Hotspots\u201c an der Uni: Nisthilfen f\u00fcr Insekten"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_54827\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-54827\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Nisthilfen1-1024x766.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"766\" \/><span class=\"wp-caption-text\">In einer Lehrveranstaltung der Arbeitsgruppe Botanik zum Thema \u201eBl\u00fcten und Best\u00e4uber\u201c haben Studierende verschiedene Nisthilfen gebaut, die auf dem Campus Grifflenberg aufgestellt wurden &#8211; \u00a9 Gertrud Lohaus<\/span><\/div>\n<p>Insekten spielen bei der Best\u00e4ubung von Bl\u00fctenpflanzen die entscheidende Rolle, denn etwa 90\u00a0Prozent aller Bl\u00fctenpflanzen sind auf Insektenbest\u00e4ubung angewiesen. Neben den Honigbienen, die als Nutztiere gehalten werden und deren K\u00e4sten manchmal in der freien Landschaft zu sehen sind, best\u00e4uben u. a. Wildbienen auf der Suche nach Nektar und Pollen zahlreiche Bl\u00fctenpflanzen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Der Begriff Wildbiene bezeichnet allerdings keine systematische Einheit, sondern lediglich diejenigen Bienenarten in der \u00dcberfamilie Apoidea, die aus naturschutzfachlicher Sicht bedeutsam sind.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Hummeln geh\u00f6ren ebenfalls hierzu. Der allgemeine R\u00fcckgang der Insektenarten betrifft auch die Gruppe der Wildbienen, deren Anzahl und Artenzahl in Deutschland stetig sinkt, da ihnen immer weniger Lebensraum und Nahrungsquellen zur Verf\u00fcgung stehen. Etwa die H\u00e4lfte der Wildbienenarten in Deutschland gilt als gef\u00e4hrdet und alle Arten stehen nach der Bundesartenschutzverordnung unter besonderem Artenschutz.<\/p>\n<h4>Wo nisten Wildbienen?<\/h4>\n<p>W\u00e4hrend die meisten Wildbienen solit\u00e4r leben und ihre Brut ohne Hilfe von Artgenossen versorgen, geh\u00f6rt die Gruppe der Hummeln \u00fcberwiegend, wie auch die Honigbienen, zu den staatenbildenden Insekten.<\/p>\n<div id=\"attachment_54829\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-54829\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Nisthilfen2-1024x768.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dieser Hummelkasten steht hinter dem neuen Gew\u00e4chshaus bei Geb\u00e4ude W. &#8211; \u00a9 Gertrud Lohaus<\/span><\/div>\n<p>In Deutschland gibt es ca. 500 Wildbienenarten. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Arten nistet unterirdisch, d. h. in gegrabenen L\u00f6chern im Erdboden. Etwa ein Viertel der Wildbienenarten nistet oberirdisch und nutzt dazu zum Beispiel markhaltige Pflanzenst\u00e4ngel oder andere Strukturen (Sand- und Lehmw\u00e4nde). Schlie\u00dflich gibt es sogenannte Kuckucksbienen, die ihre Eier in die Brutzellen anderer Wildbienen legen.<\/p>\n<h4>Nisthilfen, worauf ist zu achten?<\/h4>\n<p>Oberirdisch nistende Arten lassen sich mit Nisthilfen unterst\u00fctzen. Diese werden auch als sogenannte Insektenhotels in Bau- oder Gartenm\u00e4rkten angeboten. Viele dieser Nisthilfen f\u00fchren jedoch nicht zu einer Besiedlung oder zum Bruterfolg, da nicht jedes Material und nicht jeder Hohlraum als Nistplatz geeignet ist.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Gemieden werden beispielsweise Fichtenzapfen oder L\u00f6cher mit einem zu gro\u00dfen Durchmesser. Ausgefranste L\u00f6cher, rissiges oder weiches Holz, das Wasser zieht und Bakterienbefall beg\u00fcnstigt, sind ebenfalls nicht geeignet.<\/p>\n<div id=\"attachment_53527\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 910px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-53527\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Lohaus.jpeg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"618\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Einmal im Monat stellt Botanikerin Professorin Dr. Gertrud Lohaus einen \u201e\u00f6kologischen Hotspot\u201c an der Bergischen Uni vor &#8211; \u00a9 Sebastian Jarych<\/span><\/div>\n<p>Optimal sind glatt geschnittene Pflanzenst\u00e4ngel verschiedener L\u00e4ngen und Durchmesser (von 3 bis 8\u00a0mm) oder sauber gebohrte, nicht zu gro\u00dfe L\u00f6cher in Harth\u00f6lzern. Mehrere kleine, unterschiedlich gestaltete Nisthilfen sind besser als eine gro\u00dfe. Die Nisthilfen sollten einen sonnigen Platz bekommen, m\u00f6glichst in der N\u00e4he von Nahrungspflanzen und Wasserfl\u00e4chen.<\/p>\n<h4>Nisthilfen an der Bergischen Universit\u00e4t<\/h4>\n<p>In einer Lehrveranstaltung der Arbeitsgruppe Botanik zum Thema \u201eBl\u00fcten und Best\u00e4uber\u201c haben Studierende verschiedene Nisthilfen gebaut. Diese wurden mit freundlicher Unterst\u00fctzung von Tom Sch\u00fcrhoff (Dezernat 5) und Mitarbeitern der Landschaftsg\u00e4rtnerei Mechler auf dem Campus Grifflenberg aufgestellt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Es wurden bewusst \u201ebessere\u201c und \u201eschlechtere\u201c Nisthilfen gestaltet, um in den n\u00e4chsten Jahren den Erfolg bzw. Misserfolg der Besiedlung zu untersuchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jubil\u00e4umsjahr stellt die Wuppertaler Botanikerin Professorin Dr. Gertrud Lohaus einmal im Monat ein Beispiel daf\u00fcr vor, wie die Bergische Universit\u00e4t ihr Gel\u00e4nde naturn\u00e4her umgestaltet und damit aktiv einen Beitrag zur biologischen Vielfalt leistet. Im August geht es um das Thema Nisthilfen f\u00fcr Insekten.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-54825","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-22 01:30:08","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54825","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=54825"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54825\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":54830,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54825\/revisions\/54830"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=54825"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=54825"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=54825"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}