{"id":546,"date":"2020-06-11T11:57:18","date_gmt":"2020-06-11T09:57:18","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2015\/06\/11\/senioren-tanzen-durchs-leben\/"},"modified":"2022-07-22T13:23:34","modified_gmt":"2022-07-22T11:23:34","slug":"senioren-tanzen-durchs-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2020\/06\/11\/senioren-tanzen-durchs-leben\/","title":{"rendered":"Claudio LiMura l\u00e4sst Senioren durchs Leben tanzen"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_53570\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-53570\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Stadtzeitung_Seniorentanztheater_Claudio-li-Mura_7-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der erfolgreichen Choreograph Claudio Li Mura vor seinem Ensemble &#8211; \u00a9 Seniorentanztheater Claudio LiMura<\/span><\/div>\n<p>Am Ende ist alles im Fluss. Alter, Jugend, Individualit\u00e4t, Gemeinsamkeit. Alles vermischt sich und scheint sich zu verbinden. Als die Musik einsetzt und die T\u00e4nzer anfangen, sich durch den Saal zu bewegen, liegt ein Schweben im Raum. Seniorentanztheater Wuppertal.<\/p>\n<p>Bei den Proben im Nachbarschaftsheim erscheint der Name der Gruppe seltsam missverst\u00e4ndlich. Denn das, was man sieht, ist erstaunlich alters- und zeitlos. Manchmal wirken die Bewegungen der Teilnehmer fast grazil und jugendlich beschwingt, dann wieder reif und nachdenklich. Zu allem \u00dcberfluss tadelt Claudio liMura, Gr\u00fcnder und Leiter des Tanztheaters, seine T\u00e4nzer, die nicht sofort auf seine Anweisungen h\u00f6ren wollen, mit dem emp\u00f6rten Ausruf: &#8222;Wie die Kinder!&#8220; Und tats\u00e4chlich: Mit dem St\u00fcck &#8222;Zero und ich&#8220;, an dem das Tanztheater gerade probt, schlie\u00dft sich der Kreis zwischen Jugend und Alter.<\/p>\n<h4>Auf den Spuren von Pina Bausch und Federico Fellini<\/h4>\n<p>Dabei geht es hier um nichts weniger als um die Reflektion \u00fcber das eigene Leben. Und so spielen die T\u00e4nzer in einer Traumszene die Leichtigkeit ihrer eigenen Kindheit nach, w\u00e4hrend sie kurz darauf unter dem Motto &#8222;Bed\u00fcrftigkeit&#8220; die ganze Schwere des Alters auf die B\u00fchne bringen. &#8222;Leben. Das ist die Zeit&#8220;, sagt eine Stimme dazu philosophisch. Vieles erinnert an die gro\u00dfen Tanztheaterst\u00fccke von Pina Bausch. Und auch ein wenig an die Filmklassiker des italienischen Regisseurs Federico Fellini. Und das ist kein Zufall. &#8222;Seit 40 Jahren verehre ich Pina Bausch&#8220;, sagt Claudio liMura. &#8222;Ihre Arbeit ist die gr\u00f6\u00dfte Motivation f\u00fcr mich.&#8220;<\/p>\n<p>Und auch mit Fellini, f\u00fcr den liMaura, in der Vergangenheit h\u00e4ufiger als \u00dcbersetzer gearbeitet hat, verbindet den Cronenberger eine besondere Beziehung. Wenn es um das Tanztheater geht, ist liMura voller Leidenschaft. Immer wieder probt er die kritischen Stellen. &#8222;Drei Stunden Probe m\u00fcssen einfach sein&#8220;, sagt er bestimmt. Auch die eindrucksvollen Kost\u00fcme hat er selber ausgesucht und zusammengestellt.<\/p>\n<h4><strong>Mit 55 Jahren f\u00e4ngt die Freiheit an<\/strong><\/h4>\n<p>Wie beim gro\u00dfen Vorbild Pina Bausch geht es dabei nicht nur um Tanz, sondern auch um Bilder, Erz\u00e4hlungen und die Entdeckung des eigenen Ichs. Und die T\u00e4nzer? Einige hadern mit dem Namen Seniorentanztheater. Doch alle sind begeistert von der Selbsterfahrung, die sie hier machen k\u00f6nnen. Das Mindestalter von 55, das in der r\u00fcstigen Tanzgruppe gilt, sehen die meisten dabei vor allem als eine Art Freiheit, jetzt endlich das machen zu k\u00f6nnen, was sie wollen.<\/p>\n<p>&#8222;Als auf meinem Online-Konto das erste Mal die \u00dcberweisung der Rente auftauchte, habe ich mir gesagt: Mensch dann kannst du doch auch gleich beim Seniorentanztheater mittanzen&#8220;, berichtet einer der Teilnehmer. M\u00e4nner sind in der Gruppe besonders rar und deshalb sehr gefragt. &#8222;Sie tun sich schwerer damit, gef\u00fchlsbetont zu tanzen&#8220;, sagen die Frauen. &#8222;Solange man noch im Berufsleben steht, gilt man unter Kollegen als T\u00e4nzer schnell als verweichlicht&#8220;, beklagt sich einer der M\u00e4nner. Auf die Nachfrage, ob es da nicht mit zunehmendem Alter mehr Toleranz gibt, meint er: &#8222;Nein, das ist v\u00f6llig alterslos.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Text David Fleschen<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.seniorentanztheater.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.seniorentanztheater.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angeregt von Pina Bausch und ihrem Ensemble hat der Cronenberger Claudio liMura ein Tanztheater f\u00fcr Senioren gegr\u00fcndet. 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