{"id":53522,"date":"2022-07-21T14:45:24","date_gmt":"2022-07-21T12:45:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=53522"},"modified":"2022-07-21T14:45:24","modified_gmt":"2022-07-21T12:45:24","slug":"uni-bluehstreifen-bluehinseln-als-oekologische-hotspots","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2022\/07\/21\/uni-bluehstreifen-bluehinseln-als-oekologische-hotspots\/","title":{"rendered":"Uni: Bl\u00fchstreifen &#038; Bl\u00fchinseln als \u00f6kologische Hotspots"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_53525\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-53525\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/1_BluehstreifenSchuerhoff-2-1024x706.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"706\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Tom Sch\u00fcrhoff an der Bl\u00fchinsel vor Geb\u00e4ude VW auf dem Campus Grifflenberg &#8211; \u00a9 Foto Gertrud Lohaus<\/span><\/div>\n<p>Die Anzahl der Insektenarten ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zur\u00fcckgegangen. Den ca. 500 in Deutschland vorkommenden Wildbienenarten stehen beispielsweise immer weniger Nahrungsangebote und Nistpl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung, so dass \u00fcber die H\u00e4lfte in ihrem Bestand bedroht ist.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde f\u00fcr den R\u00fcckgang bl\u00fchender Pflanzen sind zahlreich, einerseits gibt es in der Landschaft immer weniger artenreiches Gr\u00fcnland oder bl\u00fchende Acker- oder Weg\u00ads\u00e4ume, und andererseits werden in den St\u00e4dten viele Fl\u00e4chen f\u00fcr die Verkehrsinfrastruktur sowie Siedlungs- und Gewerbebauten \u201everbraucht\u201c.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Angelegte Bl\u00fchstreifen sind eine M\u00f6glichkeit, f\u00fcr mehr bl\u00fchende Pflanzen zu sorgen und damit dem Nahrungsmangel, beispielsweise f\u00fcr Wildbienen, entgegenzuwirken.<\/p>\n<h4>\u00d6kologischer Nutzen von Bl\u00fchstreifen<\/h4>\n<p>Bunte Bl\u00fchstreifen werden von der Bev\u00f6lkerung meistens positiv wahrgenommen und locken viele Wildbienen und andere Insekten an. Die Anzahl an sch\u00fctzenswerten Insektenarten, die Bl\u00fchstreifen besuchen, ist jedoch meistens eher gering, da viele Wildbienenarten beispiels\u00adweise auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert sind.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_53527\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 910px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-53527\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Lohaus.jpeg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"618\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Einmal im Monat stellt Botanikerin Professorin Dr. Gertrud Lohaus einen \u201e\u00f6kologischen Hotspot\u201c an der Bergischen Uni vor &#8211; \u00a9 Foto Sebastian Jarych<\/span><\/div>\n<p>Im allgemeinen Handel erh\u00e4ltliche Bl\u00fchmischungen sind oft nicht standortangepasst und enthalten unter Umst\u00e4nden neophytische Pflanzen, deren Verbreitung problematisch ist. Das Ausbringen von Saatgut nichtheimischer Arten in der freien Natur ist nach \u00a7\u00a040 Bundesnaturschutzgesetz genehmigungspflichtig.<\/p>\n<h4>Worauf ist zu achten?<\/h4>\n<p>Bl\u00fchmischungen sollten m\u00f6glichst nur heimische Wildpflanzen enthalten, die \u00fcber mehrere Jahre immer wieder bl\u00fchen und an die jeweiligen Landschaftsr\u00e4ume angepasst sind. G\u00fcnstig sind mehrj\u00e4hrige Bl\u00fchmischungen mit Arten aus den Pflanzenfamilien der Doldenbl\u00fcten-, Korbbl\u00fcten- oder Schmetterlingsbl\u00fctengew\u00e4chse<i>, <\/i>darunter Wilde M\u00f6hre, F\u00e4rber-Hundskamille, Wegwarte sowie verschiedene Klee- und Wickenarten.<\/p>\n<p>Ebenfalls wichtig ist, den Wildbienen ein langbl\u00fchendes Nahrungsangebot zu bieten, um Bl\u00fchl\u00fccken im Hochsommer zu schlie\u00dfen. Die abgebl\u00fchten St\u00e4ngel sollten im Herbst stehen\u00adgelassen werden, da sie ein gutes Winterquartier f\u00fcr Tiere sind. Der Bl\u00fchstreifen ver\u00e4ndert sich von Jahr zu Jahr, weil sich mit der Zeit bestimmte Pflanzen st\u00e4rker durchsetzen.<\/p>\n<div id=\"attachment_53529\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-53529\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/2_Bluehstreifen-1024x768.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ein Bl\u00fchstreifen an der Uni &#8211; \u00a9 Gertrud Lohaus<\/span><\/div>\n<p>Nach ein paar Jahren \u201eersch\u00f6pfen\u201c sich die Bl\u00fchstreifen, da nur noch wenige Pflanzenarten dominieren, die keine Kontinuit\u00e4t des Bl\u00fctenangebotes mehr bieten oder die krautigen Pflanzen von Gr\u00e4sern verdr\u00e4ngt werden.<\/p>\n<p>Sowohl auf dem Campus Grifflenberg als auch auf dem Freudenberg gibt es mehrere Bl\u00fchstreifen und Bl\u00fchinseln. Initiiert wurden sie von Tom Sch\u00fcrhoff (Dezernat 5, Meister GALA Bau). Auf dem Weg zur oder von der Universit\u00e4t gibt es bestimmt viele Studierende und Mitarbeitende, die sich an der bunten Bl\u00fctenpracht erfreuen. Bei einem etwas n\u00e4hren Blick sind in den Bereichen zahlreiche Insekten zu sehen und mit etwas Aufmerksamkeit auch zu h\u00f6ren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anl\u00e4sslich des Jubil\u00e4umsjahres stellt die Wuppertaler Botanikerin Professorin Dr. Gertrud Lohaus einmal im Monat ein Beispiel daf\u00fcr vor, wie die Bergische Universit\u00e4t ihr Gel\u00e4nde naturn\u00e4her umgestaltet und damit aktiv einen Beitrag zur biologischen Vielfalt leistet. Im Juli geht es um das Thema Bl\u00fchstreifen und Bl\u00fchinseln.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-53522","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-06 06:46:13","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/53522","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=53522"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/53522\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":53531,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/53522\/revisions\/53531"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=53522"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=53522"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=53522"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}