{"id":5318,"date":"2016-05-10T07:27:52","date_gmt":"2016-05-10T05:27:52","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2016\/05\/10\/1live-chef-jochen-rausch-mein-vater-haelt-mich-fuer-einen-querkopf\/"},"modified":"2025-05-12T19:20:43","modified_gmt":"2025-05-12T17:20:43","slug":"1live-chef-jochen-rausch-mein-vater-haelt-mich-fuer-einen-querkopf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2016\/05\/10\/1live-chef-jochen-rausch-mein-vater-haelt-mich-fuer-einen-querkopf\/","title":{"rendered":"1LIVE-Chef Jochen Rausch: &#8222;Mein Vater h\u00e4lt mich f\u00fcr einen Querkopf&#8220;"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_45365\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 978px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-45365\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Foto-WDR-Ludolf-Dahmen-968x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"968\" height=\"1024\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Jochen Rausch &#8211;\u00a0\u00a9 WDR\/ Ludolf Dahmen<\/span><\/div>\n<p>Jochen Rausch\u00a0besitzt auch mit 60 Jahren noch eine jugendliche Ausstrahlung und schmiedet in seinem Alter mehr Zukunftspl\u00e4ne als viele 20j\u00e4hrige. Eigentlich m\u00fcsste Jochen Rausch irgendwann gleich dreifach \u201eRente\u201c beantragen: Als Rundfunk-Journalist, als Musiker und als Schriftsteller.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-83834\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Hand-aufs-Herz-88510200.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"66\" \/><\/p>\n<p>Peter Pionke unterhielt sich mit dem humorvollen, eloquenten Mann der Medien.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Welche Bedeutung hat f\u00fcr Sie die Zahl 60?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eIch hatte gehofft, dass Sie mich nicht auf mein Alter ansprechen w\u00fcrden. Ehrlich gesagt, empfinde ich 60 Jahre schon als erschreckend. Aber das habe ich bei meinem 50. Geburtstag auch schon gedacht. Ich habe mich mein ganzes Leben lang damit besch\u00e4ftigt, wie man junge Menschen erreicht, was machen junge Menschen, welche Musik h\u00f6ren sie, welche B\u00fccher lesen sie? Man hat ja immer so ein gef\u00fchltes Alter, das liegt bei mir um die 40. Aber egal, wie alt man sich f\u00fchlt: der K\u00f6rper vergisst nicht einen Tag.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Bei Wikipedia ist \u00fcber Sie aufgelistet: Musiker \u2013 Journalist \u2013 Schriftsteller. Wenn Sie sich f\u00fcr eine Berufsbezeichnung entscheiden m\u00fcssten, welche w\u00fcrden Sie w\u00e4hlen?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eIch sehe mich als Kommunikations-Menschen. Als Kind wollte ich Priester werden. Ich habe damals bei uns im Flur Messen gelesen und Predigten gehalten, der Altar war der Schuhschrank. Das h\u00e4tte ich niemals meinen Freunden verraten. Ich habe ganz fr\u00fch Geschichten geschrieben und Zeitungen gemacht, Auflage 1 Exemplar, die habe ich ja mit der Hand geschrieben.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Da brach der Reporter in Ihnen aber schon ganz fr\u00fch durch!?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eMedien haben mich immer fasziniert. Ich hatte anscheinend immer das Bed\u00fcrfnis, mich irgendwie mitzuteilen. Ich habe mit 18 Jahren als freier Mitarbeiter bei der NRZ angefangen, einer Lokalzeitung, die es damals noch in Wuppertal gab. Ich habe nie darauf geguckt, wie viel Geld man da bekommt. Ich hatte am Anfang noch nicht einmal ein Auto. Ich bin dann mit dem Bus zu Terminen nach Ronsdorf oder Vohwinkel gefahren, das war alles umst\u00e4ndlich, aber das war mein Ding, in der Zeitung zu schreiben.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Aber Sie haben ja zuerst einen ganz normalen Beruf erlernt, wie kam es denn dazu?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eIch hatte eine verkrachte Schulzeit. Ich war auf der Hauptschule am R\u00f6ttgen. War auch mal auf dem Gymnasium Aue, aber die waren da ein bisschen unlocker. Die Hauptschule hat meiner Sozialisation sehr gut getan, da konnte man nicht abheben und sich f\u00fcr was Besseres halten. Au\u00dferdem waren da auch M\u00e4dchen und die Aue war ein Knabengymnasium. Ich habe dann sp\u00e4ter nach der H\u00f6heren Handelsschule eine Ausbildung bei der AOK gemacht. Aber Verwaltung war nicht so meine Sache: Wenn jemand in die Gesch\u00e4ftsstelle kam, den ich kannte, bin ich auf der Toilette verschwunden, AOK war ja ziemlich uncool. Aber ich brauchte das Geld, ich hatte eine Band und brauchte Kohle f\u00fcr Instrumente. Als das zu Ende war, habe ich in der b\u00f6rse meinen Zivildienst geleistet und danach studiert.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Es war doch sicher mental nicht einfach, alles hinzuwerfen und einen ganz neuen Anfang zu starten?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eIch hatte ja damals schon eine Band und meinen Nebenjob bei der Zeitung. Da kam ich mit der AOK irgendwie klar. Ich durfte aber nicht unter meinem Namen schreiben, weil ich noch in der Ausbildung war. Also war ich ein Pseudonym. Ich hie\u00df in der Zeitung Jora.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Sie fahren immer noch dreigleisig. Woher nehmen Sie die Energie?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eIch habe bei der AOK kapiert, dass ich f\u00fcr eine ungeliebte Arbeit mehr Energie aufwenden muss als f\u00fcr etwas, was ich gerne tue. Schreiben, Radio, Fernsehen, das habe ich nie als l\u00e4stige Arbeit empfunden, das war und ist super. Ein Job, den viele gerne machen w\u00fcrden, und ich bin dankbar, dass ich das machen durfte beim WDR. Auch wenn es am Ende etwas anderes wurde, als ich anfangs dachte \u2013 ich wollte ins Investigative, zum Stern, Spiegel, Monitor oder Auslandskorrespondent. Von dem Weg bin ich ja etwas abgekommen, aber es wurde trotzdem gut.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Sie haben einmal gesagt: \u201eEigentlich wollte eigentlich Rockstar werden\u201c. Warum haben Sie als taffer, erfolgsverw\u00f6hnter Macher ausgerechnet dieses Ziel nicht erreicht?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eWir hatten mit unserer Band \u201eDie Helden\u201c durchaus Erfolg. Und als ich in den 80er Jahren mit meinem Freund Detlev Cremer \u201eStahlnetz\u201c gr\u00fcndete, bekamen wir einen ziemlich guten Plattenvertrag und haben damals mit Conny Plank, einem der angesagtesten Produzenten, der Bands wie Kraftwerk, DAF, Ideal oder sogar die Eurythmics gro\u00df gemacht hat, zusammen gearbeitet. Wir haben mit ihm eine Platte gemacht. Aber wir waren einfach schon zu sp\u00e4t, da fing n\u00e4mlich die lustige Zeit der \u201eNeuen Deutschen Welle\u201c an, unsere Musik war eher wuppertalerisch verregnet.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Also haben Sie was die Musik angeht die Flinte ins Korn geworfen?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eAuf keinen Fall. Ich habe wirklich alles versucht. Ich bin mit unserem Album auf Promotion-Reise gegangen. Beim WDR hat mir Star-Diskjockey Mal Sondock erkl\u00e4rt, er spielt unsere Platte nicht, weil sich die WDR-H\u00f6rer dann aus dem Fenster st\u00fcrzen. Das h\u00f6rt man gerne als Musiker. Aber ich habe als Musiker auch nie alles auf eine Karte gesetzt, vielleicht, weil ich Autodidakt war und mir nicht vorstellen konnte, mich irgendwie als Berufsmusiker durchzuschlagen. Und als Taxifahrer wollte ich auch nicht enden.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Ihre erste Band hie\u00df \u201eDie Helden\u201c. Wer ist heute f\u00fcr Sie ein Held?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eUnser Band-Name \u201eDie Helden\u201c war ja ironisch gemeint und von Bowie inspiriert. &#8218;Dann sind wir Helden, f\u00fcr einen Tag&#8216;. Helden sind f\u00fcr mich Leute, die sich selbst nicht als Helden bezeichnen w\u00fcrden: Leute, die gerade durchs Leben gehen und nicht bei Gegenwind ihre Meinung wechseln, aber auch in der Lage sind, ein Argument anzunehmen. Also Leute mit R\u00fcckgrat und keine Weicheier.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Ist Ihre Schriftstellerei f\u00fcr Sie schon so eine Art Testlauf f\u00fcr Ihre sp\u00e4tere Haupt-Besch\u00e4ftigung nach der Pensionierung als Rundfunk-Programm-Chef?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eSeit ich schreiben kann, habe ich geschrieben. Ich habe mindestens f\u00fcnf fertige Romane da liegen aus den letzten 30 Jahren. Was ich als Rentner mache, wei\u00df ich nicht. Ich wei\u00df nur, was ich nicht machen werde: Mit meiner Frau einkaufen gehen und mich streiten, ob wir f\u00fcnf oder nur vier Apfelsinen kaufen sollen. Ich werde irgendwas Kreatives machen. Ich habe neulich im Spiegel eine Story \u00fcber eine Schriftstellerin gelesen, die als \u201eEntdeckung der Saison\u201c bezeichnet wurde: die Frau ist 87. Das macht mir Mut.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Gibt es so etwas wie ein Bindeglied zwischen Ihren Leidenschaften Musiker\/Journalist\/Schriftsteller?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eEs ist doch eigentlich immer dasselbe: Man sieht oder f\u00fchlt etwas und versucht, es zu beschreiben. In meinem Roman \u201eKrieg\u201c geht es um einen Vater, dessen Sohn in Afghanistan gefallen ist. Das ist f\u00fcr jeden, der Kinder hat, ein Albtraum, also auch f\u00fcr mich. Dar\u00fcber kann man eine Reportage schreiben oder auch einen Roman, man k\u00f6nnte auch einen Song machen oder ein Bild malen. Und vielleicht ist es auch ein wenig so, sich die D\u00e4monen vom Leib zu schreiben.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_45337\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-45337\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Foto-WDR-Annika-Fusswinkel-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Jochen Rausch (r.) mit Rock-Star Herbert Gr\u00f6nemeyer bei der Verleihung 1Live Krone 2014 &#8211;<br \/>\u00a9 WDR\/Annika Fu\u00dfwinkel<\/span><\/div>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: 1LIVE ist Ihr Baby. Dieses Baby ist mittlerweile ein Teenager in der Pubert\u00e4t. Wie hat sich Ihr Baby seither ver\u00e4ndert?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eWir, die Medienmacher, ver\u00e4ndern die Gesellschaft st\u00e4ndig. Das bedeutet aber auch, dass auch wir uns ver\u00e4ndern m\u00fcssen, sonst ist man irgendwann aus dem Spiel. Es gibt heute total andere Einfl\u00fcsse und ver\u00e4nderte H\u00f6rgewohnheiten. Die Jugend ist nicht desinteressiert, aber vielleicht manchmal \u00fcberfordert von dem, was auf sie einprasselt \u00fcbers Internet, Fernsehen, Radio, digitale Spiele und so weiter. Gar nicht so leicht, Qualit\u00e4t ans Publikum zu bringen, weil es schwer ist, Schund von guten Sachen zu unterscheiden.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: K\u00f6nnten Sie 1LIVE heute noch erfolgreich f\u00fchren, wenn Ihnen die Natur nicht diese ewige Jugendlichkeit, diese Neugier mit auf den Weg gegeben h\u00e4tte?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eNa ja, ich mache das ja nicht allein. Da sind viele junge Leute bei 1LIVE. Ich versuche, Anst\u00f6\u00dfe zu geben und vielleicht kommt etwas anderes dabei heraus, als mir vorschwebte. Hauptsache, es bewegt sich. Ich gucke nicht so gerne in den R\u00fcckspiegel, dass fr\u00fcher alles besser war und aus Holz: Ich gucke lieber nach vorn, was man noch so alles machen k\u00f6nnte.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Nach welchen Kriterien w\u00e4hlen Sie Ihre Moderatorinnen und Moderatoren aus?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eDas machen wir im Team. Das ist ein hartes Programm f\u00fcr die Bewerber und geht \u00fcber mehrere Probesendungen. Und selbst, wenn diese H\u00fcrden genommen wurden, ist das noch keine Garantie. Das ist wie beim Fu\u00dfball: Man kauft einen neuen Spieler, weil man glaubt, er ist die ideale Verst\u00e4rkung und dann schafft er doch nicht den Durchbruch. Dann muss man sich wieder trennen. Das ist hart, ich wei\u00df. Aber der Druck ist auch enorm. Da h\u00f6ren dir 1,5 Millionen Zuh\u00f6rer zu, die einen unruhigen Finger haben und schnell umschalten, wenn ihnen der Sender nicht passt. Man muss auch mit dem Druck umgehen k\u00f6nnen, das ist gar nicht so einfach.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Sie sind ja inzwischen auch Programmchef von WDR 2 und WDR 4. Ist das f\u00fcr Sie die Br\u00fccke zwischen Jugendlichkeit und Erwachsensein?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch (lacht): \u201eIch bin jetzt bei WDR 4 eigentlich altersm\u00e4\u00dfig da angekommen, wo ich hingeh\u00f6re. Da ich mich immer f\u00fcr Musik interessiert habe, sind mir die Songs bei allen drei Sendern ziemlich vertraut.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: K\u00f6nnen Sie sich vorstellen, irgendwann einmal die Verantwortung f\u00fcr 1LIVE abzugeben, um sich nur noch auf WDR 2 und WDR 4 zu konzentrieren?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eDie Funktion, die ich jetzt habe, hat eigentlich mit meinem Alter nichts zu tun. Bei 1LIVE arbeiten ca. 100 Leute und die sind alle j\u00fcnger als ich. Die J\u00fcngsten sind um die 20. Also sehe ich nicht die Gefahr, dass der Sender vergreist, nur weil das Management von jemanden gemacht wird, der \u00e4lter ist. Au\u00dferdem bin ich immer noch sehr interessiert, was in den neuen Medien passiert: 1LIVE ist f\u00fcr einen Radiosender ziemlich weit vorne in der digitalen Welt und f\u00fcr viele ein Vorbild. Kann man von vielen anderen klassischen Medien nicht gerade behaupten.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Und haben Sie da den Stein der Weisen gefunden?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eDas ist sicher nicht leicht. Aber es ist ja nun einmal mein Job, strategische L\u00f6sungen zu finden: Wir wollen eine gewichtige Stimme bleiben und nicht irgendwann so eine digitale Volkshochschule werden und nur kleine Randbereiche abdecken. Wir sollten als WDR auch daran arbeiten, dass unsere Stimme in der gesellschaftspolitischen Kommunikation nicht zu leise wird. Wir stehen f\u00fcr Demokratie und Toleranz. Und was teilweise im Netz abl\u00e4uft, ist das Gegenteil davon: Demagogie und \u00fcble Nachrede. Das ist f\u00fcr alle Demokraten eine gro\u00dfe Herausforderung, vor allem, weil die Konsumenten der Medien nur schwer seri\u00f6se Informationen von demagogischer Meinungsmache unterscheiden k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Als junger Zeitungsbote sind Sie zu der \u00dcberzeugung gelangt, dass sich Medien verj\u00fcngen und ver\u00e4ndern m\u00fcssen. Wie setzen Sie diese Erkenntnis bei 1LIVE um?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eIch habe meine Medienkarriere als Bote beim Wuppertaler Stadtanzeiger, einer Abonnements-Wochenzeitung, begonnen. Ich musste am Monatsende kassieren und jedes Mal waren ein oder zwei Abonnenten verstorben. Ich habe meinen Chef angesprochen und ihm angeboten, ich k\u00f6nnte doch ein paar Artikel \u00fcber Rockmusik schreiben und wir h\u00e4tten wieder junge Leser. Der Meister hat gelacht und gesagt, ich solle mal abzischen. Ist schon kurios, dass es dann beim WDR genau meine Aufgabe wurde, junge Leute f\u00fcr den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk zu gewinnen. Die Wochenzeitung war \u00fcbrigens dann wenig sp\u00e4ter pleite und der WDR hat jetzt den gr\u00f6\u00dften jungen Radiosender in Europa, weil wir verstanden haben, dass wir uns engagieren m\u00fcssen und auch in die Jungen investieren m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Viele Jugendliche fl\u00fcchten sich in eine virtuelle PC-Scheinwelt und bekommen gar nicht mehr mit, was um sie herum geschieht. Wie k\u00e4mpfen Sie um diese potentiellen H\u00f6rer?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eMan muss sie dort abholen, wo sie sind. Die Zeiten sind lange vorbei, in denen man sagen konnte: Die Leute werde uns schon einschalten. Radio ist ein Event. Radio schafft Ereignisse. Wir m\u00fcssen in den sozialen Netzwerken unterwegs sein. Wir haben sogar mal dar\u00fcber nachgedacht, 1LIVE-Caf\u00e9s aufzumachen, das passt aber nicht so gut zum \u00f6ffentlich-rechtlichen Status. Ich bin davon \u00fcberzeugt, dass wir uns halten werden, wenn die Menschen sp\u00fcren, dass sie von uns profitieren: dass sie nicht belogen werden, dass sie inspiriert werden, dass sie unterhalten werden.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Viele werfen der heutigen Jugend politisches Desinteresse vor. Deckt sich das mit Ihrer Wahrnehmung?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eIch w\u00fcrde das nie pauschalisieren. Es gab zu jeder Zeit Leute, die sich f\u00fcr nichts interessiert und einfach in den Tag hinein gelebt haben. Ich kenne junge Leute, die politisch sehr interessiert sind. Es ist nicht leicht, den Kindern zu vermitteln, dass sie irgendwann ihr Leben selbst in die Hand nehmen m\u00fcssen. Dass da nicht immer einer ist, der f\u00fcr sie die Probleme beseitigt. Das ist nicht leicht, in einer Zeit, in der wir unsere Kinder unheimlich verw\u00f6hnen. Es gibt diese Riesen-Babys, die \u00fcber 20 Jahre alt sind und eigentlich keinen Plan haben, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen. Wir erleben aber gerade nicht nur in Deutschland, dass sich gesellschaftspolitisch etwas drastisch ver\u00e4ndert, dass eine gro\u00dfe Anspannung entstanden ist und auch wir \u00c4lteren sp\u00fcren, dass der Frieden, den wir zum Gl\u00fcck seit 70 Jahren in Deutschland haben, keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit ist, sondern dass jeder an seinem Platz etwas daf\u00fcr tun kann.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Dem Fernsehen laufen scharenweise die jungen Zuschauer weg. Sehen Sie f\u00fcr Ihren Bereich auch schwarz?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eBei uns hat sich zum Gl\u00fcck bislang nur die H\u00f6rdauer ver\u00e4ndert. Fr\u00fcher haben die Leute im Schnitt drei Stunden am Tag Radio geh\u00f6rt, heute etwas k\u00fcrzer. Die jungen Leute schauen auch heute noch Fernsehen. Aber der klassische junge TV-Zuschauer sitzt auf dem Sofa, hat den Fernseher laufen, auf seinen Knien liegt ein Tablet PC zum Spielen und neben ihm das Smartphone f\u00fcr die Kommunikation. Das ist eine Form der Mediennutzung, die vielen Erwachsenen noch fremd ist.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Aber k\u00f6nnen sich die Erwachsenen dieser Medienwelt \u00fcberhaupt noch verweigern?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eK\u00f6nnen wir nicht. Ich ertappe mich selbst dabei. Sobald ich z.B. auf dem Bahnsteig zum Stehen komme, ziehe ich mein Smartphone aus der Tasche und schaue nach, ob eine SMS oder E-Mail angekommen ist. Das machen ja fast alle und es hat uns schon sehr ver\u00e4ndert. Ich meine nicht nur die Wahnsinnigen, die w\u00e4hrend des Autofahrens Nachrichten schreiben und dann andere Leute totfahren. Wir erleben die Wirklichkeit heute anders: wir sind bei einem Konzert und machen Fotos mit dem Handy und posten sie bei Facebook, dass alle wissen, wir sind bei einem Konzert \u2013 h\u00f6ren aber gar nicht zu, weil wir ja posten und fotografieren. Keine Ahnung, wie sich das entwickelt, aber es f\u00fchlt sich irgendwie bl\u00f6d an.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Auch wenn Sie kein Hellseher sind: Wie stellen Sie sich 1Live in 25 Jahren vor?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eEhrlich gesagt kann ich mir gar nicht vorstellen, dass 1Live in 25 Jahren noch in der Form existiert, wie wir es jetzt kennen. Seri\u00f6s kann man heute vielleicht die Entwicklung in den n\u00e4chsten vier oder f\u00fcnf Jahren voraussagen. Wenn uns jemand vor 25 Jahren gesagt h\u00e4tte: Es gibt einmal so ein Ger\u00e4t, das so gro\u00df wie eine Zigarettenschachtel ist, und mit dem Ding kannst du telefonieren, Nachrichten versenden, \u00dcberweisungen t\u00e4tigen, eine Reise buchen, einen Lebenspartner suchen und ein Auto kaufen, den h\u00e4tten wir die doch f\u00fcr verr\u00fcckt erkl\u00e4rt. Wir k\u00f6nnen als Medium nur schauen, wo vorne ist und dann m\u00fcssen wir gucken, wo unser Platz dabei ist.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Sie haben fr\u00fcher Rock-Konzert-Kritiken im Auto auf einer Reiseschreibmaschine auf den Knien getippt. Gibt es heute diesen Ehrgeiz und Pioniergeist auch noch?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eIch kenne viele Leute bei 1LIVE, die die ganze Nacht \u00fcber an einer Story arbeiten, um sie am n\u00e4chsten Morgen senden zu k\u00f6nnen. Der Job heute ist sogar noch h\u00e4rter geworden. Ich hatte fr\u00fcher als junger TV-Reporter viel mehr Zeit f\u00fcr die Produktion eines Fernsehbeitrages. Heute stehen die Kollegen permanent unter Zeitdruck. Durch die sozialen Netzwerke ist ein enormes Tempo in den Nachrichtenfluss gekommen. Man kann nicht mehr f\u00fcnf Stunden lang sorgf\u00e4ltig recherchieren, bevor man auf Sendung geht. Dann sagen die Leute: \u201aDas kennen wir doch alles schon\u2018. Das gr\u00f6\u00dfte Problem heute ist doch: Wie schaffen wir es trotz des wahnsinnigen Tempos, seri\u00f6s und glaubw\u00fcrdig zu bleiben, ohne Vermutungen an die Stelle von Wahrheiten zu setzen.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Sie sind Grimme-Preistr\u00e4ger und werden bei Ihren Lesungen vom Publikum gefeiert. Ist das die Anerkennung, die Sie sich als Musiker gew\u00fcnscht h\u00e4tten?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eWer wei\u00df, vielleicht komme ich ja als Musiker noch gro\u00df raus. Obwohl ich da so meine Zweifel habe: Immerhin habe ich es geschafft, vor einigen Jahren mit Udo Lindenberg seine erfolgloseste Platte zu machen. Sie hie\u00df Lindenbergtracks. Allerdings haben wir auch ein neues Genre erfunden, die Spoken Songs. Die Nachtigall hat ihre Songs gesprochen und nicht gesungen. Vielleicht waren wir damit einfach zu fr\u00fch und in ein paar Jahren ist es das Thema.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Hinter Ihren Romanen und Kurzgeschichten steckt ja immer eine wahre Begebenheit. Reizt es Sie nicht, einmal eine Biografie zu schreiben und falls ja, \u00fcber wen?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eF\u00fcr eine Auto-Biografie bin ich noch nicht eitel genug. Ich habe aber schon einen starken Titel: ich habe fr\u00fcher beim Mittagessen gerne kleine Vortr\u00e4ge gehalten und meiner Familie die Welt erkl\u00e4rt. Mein Vater hat mich dann einen Klugschei\u00dfer, Quertreiber und Egoisten genannt. Das war aber nicht b\u00f6se gemeint. Er hat ja Recht. Ich bin ein Querkopf und ich mag auch Querk\u00f6pfe wie z.B. Udo Lindenberg. Er ist ein richtiger Typ, der sein Ding macht und sich nicht verbiegen l\u00e4sst und solche Leute gefallen mir. Leute, die nur Kohle machen wollen und sich an einem dicken Wagen aufgeilen, langweilen mich zu Tode.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_45335\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-45335\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/257647759_980789028988820_5124441207427754933_n-2-1024x726.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"726\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Jochen Rausch, Programm-Direktor 1LIVE, WDR 2, WDR 4, Moderator, Musiker, Buchautor &#8211; \u00a9 Pieper<\/span><\/div>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Auf welches Projekt d\u00fcrfen sich Ihre Leser als n\u00e4chstes freuen?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eIch sammle jetzt seit einem Jahr Geschichten von Taxifahrern. Die Storys ver\u00f6ffentliche ich demn\u00e4chst auch in einem Buch und als Serie werden die Geschichten auch bei WDR 5 ausgestrahlt. Titel: \u201eIm Taxi &#8211; eine Deutschlandreise\u201c. Taxifahrer haben mir sehr viele Geschichten erz\u00e4hlt, interessante, lustige, aber auch traurige. Das interessiert mich, Taxifahrer sind oft Leute, die das Leben und die Menschen kennen. Es gibt sogar richtige Philosophen.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Welche Werte vermitteln Sie eigentlich Ihren Kindern?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eVortr\u00e4ge bringen nicht so viel, sie orientieren sich eh an dem, was sie sehen. Kein Daddy ist unfehlbar und macht alles richtig. Manchmal sagen Leute, ich sei ja ziemlich selbstbewusst. Dann sage ich: \u201aJa, ich war als Kind auch sehr viel auf dem Arm. Ich bedauere Menschen, die gar kein oder ein schlechtes Elternhaus hatten. Die Kindheit ist eine Tankstelle f\u00fcrs Leben.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Sie haben ja eine Zeit lang als Gerichtsreporter gearbeitet und \u00fcber Prozesse berichtet. Sind Ihre B\u00fccher eine sp\u00e4te Aufarbeitung der dramatischen Lebensgeschichten?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eDas ist ja immer eine Mischung aus authentischen Ereignissen und Fiktion. Mich hat es beeindruckt, vor Gericht Menschen zu treffen, die seelisch total verroht waren. Man sah es ihnen aber oft gar nicht an. Und ich habe verstanden, dass der Unterschied zwischen Menschen, die Verbrechen begehen und denjenigen, die sie nicht begehen, nicht so gro\u00df ist, wie man vielleicht annimmt.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Sie haben ja auch ein Projekt mit Udo Lindenberg realisiert, der immer zeitlos schien. Jetzt wird er 70 Jahre. Beruhigt oder beunruhigt es Sie, dass auch Legenden altern?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eIch kenne Udo Lindenberg seit vielen Jahren. Er ist ein guter Typ, immer in Aktion, er ist hellwach, auch in den dunkleren Phasen des Lebens. Das macht Mut. Entweder l\u00e4sst du dich h\u00e4ngen, dann bist du auch alt oder du ziehst es einfach bis zuletzt durch und gehst mit dem letzten Akkord in die Gruft, wie es Udo in seiner unnachahmlichen Art ausdr\u00fcckt. Man braucht nat\u00fcrlich auch das Gl\u00fcck, dass man gesund bleibt.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Eine letzte Frage an den Musiker Jochen Rausch: Welche Musik h\u00f6ren Sie eigentlich zuhause?<\/span><\/p>\n<p>Jochen Rausch: \u201eIch bin so ein Abend-Radioh\u00f6rer, weil ich abends schreibe und dabei das Radio eingeschaltet habe. Dann h\u00f6re ich nat\u00fcrlich EinsLive, weil da viel neue Musik vorgestellt wird und ich mich so auf dem Laufenden halte. Ich h\u00f6re mir auch mal einen Song von The Who oder Lieder von Johnny Cash an, aber noch lieber elektronischen Frickelkram. Neulich war ich auch bei Peter Br\u00f6tzmann, Freejazz geht nur live, macht aber Spa\u00df, weil Querkopfmusik.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DS: Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><span style=\"font-size: 10pt;\">Entweder oder?<\/span><\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Die STADTZEITUNG fragt JOCHEN RAUSCH antwortet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">K\u00f6lsch oder Brauhausbier? &#8211; Ich trinke kaum Alkohol<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Normales Buch oder E-Book? &#8211; Beides<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Udo Lindenberg oder Peter Maffay? &#8211; Udo Lindenberg<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Peter Br\u00f6tzmann oder Udo Dirkschneider? &#8211; Peter Br\u00f6tzmann<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Rockmusik oder Schlager? &#8211; Rockmusik<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Rundfunk oder Fernsehen? &#8211; Mein Lieblingsmedium war immer Print<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">DSDS oder ESC? &#8211; \u00a0Beides muss nicht<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Gottschalk oder Jauch? &#8211; Muss beides nicht<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Hermann Hesse oder Karl May? &#8211; Hermann Hesse<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">WSV oder BHC? &#8211; WSV<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: 10pt;\">Vita<\/span><\/strong><br \/>\nJochen Rausch wurde am 07. April 1956 in Wuppertal geboren. Nach der Fachhochschulreife begann er eine Ausbildung bei der AOK. Zeitgleich arbeitete er als freier Journalist f\u00fcr die Wuppertaler Redaktion der NRZ, f\u00fcr andere WAZ-Zeitungen und f\u00fcr Kulturmagazine. Mitte der 80er arbeitete er als Radio- und TV-Reporter f\u00fcr WDR und ARD (z.B. \u201eTagesschau\u201c). Parallel studierte er an der Bergischen Uni Wirtschaftswissenschaften und befasste sich mit Rundfunk\u00f6konomie. Nach dem Studium wurde er Redakteur beim WDR und dann Referent des sp\u00e4teren Intendanten Fritz Pleitgen. 1995 wurde er zun\u00e4chst Musikchef und dann Programmchef von \u201e1LIVE\u201c. Er hatte Lehrauftr\u00e4ge, u.a. an der Musikhochschule Karlsruhe. Seit 2005 ist Jochen Rausch auch stellv. H\u00f6rfunkdirektor. 2015 erhielt er als erster Radiomacher den Grimmepreis; seit April 2015 leitet er neben 1LIVE auch die Programme WDR 2 und WDR 4.<br \/>\nJochen Rausch als Musiker: Er war S\u00e4nger der Band \u201eDie Helden\u201c, sp\u00e4ter gr\u00fcndete er mit Detlef Cremer\u201eStahlnetz\u201c. 1982 Ver\u00f6ffentlichung des Albums \u201eWir sind gl\u00fccklich\u201c bei BMG Ariola (produziert vom legend\u00e4ren Conny Plank). Die Single \u201eVor all den Jahren\u201c war ein Top 20-Titel. Unter dem Namen LEBENdIGITAL ver\u00f6ffentlichten Rausch und Cremer verschiedene \u201eSpoken-Song\u201c-Alben, zuletzt mit Udo Lindenberg das Album LINDENBERGTRACKS (Randomhouse).<br \/>\nEr ver\u00f6ffentlichte 4 B\u00fccher: \u201eRestlicht\u201c (2008),\u201eTrieb\u201c (2010), \u201eKrieg\u201c (2013) und \u201eRache\u201c (2015). Alle B\u00fccher kamen auch als H\u00f6rb\u00fccher heraus. Ende 2016 erscheint beim Berlin Verlag\/Piper \u201eIm Taxi \u2013 eine Deutschlandreise\u201c. Jochen Rausch ist verheiratet, hat zwei Kinder.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Leben rauscht nicht nur so an ihm vorbei! Im Gegenteil. Jochen Rausch sch\u00f6pft jede Minute f\u00f6rmlich aus, ist neugierig, ehrgeizig und kreativ. &#8222;Hand auf&#8217;s Herz&#8220;: Hier das komplette Interview mit dem Programm-Chef von\u00a01Live, WDR 2 ud WDR 4.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":5317,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[32],"tags":[],"class_list":["post-5318","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-interviews"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-08 09:21:02","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5318","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5318"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5318\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":83906,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5318\/revisions\/83906"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5317"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5318"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5318"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5318"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}