{"id":52958,"date":"2022-06-22T10:10:55","date_gmt":"2022-06-22T08:10:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=52958"},"modified":"2022-06-22T10:10:55","modified_gmt":"2022-06-22T08:10:55","slug":"oekologische-hotspots-10-jahre-uni-arboretum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2022\/06\/22\/oekologische-hotspots-10-jahre-uni-arboretum\/","title":{"rendered":"\u201e\u00d6kologische Hotspots\u201c &#8211; 10 Jahre Uni-Arboretum"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_52960\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 891px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-52960\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Lohaus-2.jpeg\" alt=\"\" width=\"881\" height=\"606\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Einmal im Monat stellt Botanikerin Professorin Dr. Gertrud Lohaus einen \u201e\u00f6kologischen Hotspot\u201c an der Bergischen Uni vor &#8211; \u00a9 Foto Sebastian Jarych<\/span><\/div>\n<p>Im Juni geht es um den Baumlehrpfad \u2013 das Uni-Arboretum auf dem Campus Grifflenberg, das in diesem Monat sein ganz eigenes Jubil\u00e4um begeht.<\/p>\n<p>Wer h\u00e4tte das gedacht: Nun feiert das Uni-Arboretum schon seinen 10. Geburtstag. Gestartet mit einer \u201efixen Idee\u201c, den B\u00e4umen auf dem Campus Grifflenberg und zahlreichen Menschen, die mit ihrem Engagement zur Verwirklichung beigetragen haben.<\/p>\n<p>Nach dem Bau des Campus Grifflenberg vor 50 Jahren wurde das Au\u00dfengel\u00e4nde mit verschiedenen Baumarten bepflanzt, sodass zu Beginn der Idee \u201eUni-Arboretum\u201c schon 27 Baumarten einbezogen werden konnten. Bis zur Er\u00f6ffnung 2012 sind weitere Baumarten hinzugekommen, somit waren es zum Start 42 ausgeschilderte Baumarten rund um die Uni-Geb\u00e4ude.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_52961\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 711px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-52961\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/csm_Arboretum1_2330b93b97-2-1024x730.jpeg\" alt=\"\" width=\"701\" height=\"499\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Uni-Arboretum auf dem Campus Grifflenberg umfasst aktuell 102 Baum- und Straucharten &#8211; \u00a9 Gertrud Lohaus<\/span><\/div>\n<p>Mit den Jahren ist das Uni-Arboretum umfangreicher geworden und nach mehreren Erweiterungen sind heute 102 Baum- und Straucharten ausgeschildert. Das Uni-Arboretum ist ein Beispiel daf\u00fcr, wie etwas \u201eNeues\u201c unter Einbeziehung des \u201eAlten\u201c entstehen kann \u2013 und: das Vorhandene wird aufgewertet.<\/p>\n<h4>Biodiversit\u00e4t erfahrbar machen<\/h4>\n<p>Die Universit\u00e4t Wuppertal ist bekannt f\u00fcr ihre Lehramtsstudieng\u00e4nge, u. a. Biologie. Teil des Biologiestudiums ist die Bestimmung von Pflanzen und Tieren und in diesem Rahmen wird das Uni-Arboretum f\u00fcr Lehrveranstaltungen genutzt, in denen Studierende Geh\u00f6lze bestimmen lernen. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universit\u00e4t oder G\u00e4ste das Uni-Arboretum, das \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich ist, besuchen und anhand der <a href=\"https:\/\/www.botanik.uni-wuppertal.de\/fileadmin\/biologie\/botanik\/Arboretum_Broschuere_Lohaus_20220208.pdf\">Begleitbrosch\u00fcre<\/a> und der Beschilderung zahlreiche Geh\u00f6lze kennenlernen.<\/p>\n<div id=\"attachment_52962\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 711px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-52962\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/csm_Arboretum2_97ec2a8c52-2-1024x788.jpeg\" alt=\"\" width=\"701\" height=\"539\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der Baumlehrpfad ist auch Teil des Biologiestudiums &#8211; \u00a9 Gertrud Lohaus<\/span><\/div>\n<p>Um den Verlust der Artenvielfalt auf der Welt zu verringern, m\u00fcssen entweder die Lebensbedingungen (die Habitate) der Arten gesichert oder Ersatzstandorte bereitgestellt werden, um dort das genetische Material zu erhalten. Auch im Uni-Arboretum stehen zwei seltene Baumarten, um auf diese Weise zu deren Erhaltung beizutragen.<\/p>\n<h4>Uni-Arboretum als Bienen-(Insekten-)-Weide<\/h4>\n<p>Viele Insekten sind auf bl\u00fchende Pflanzen als Nahrungsquelle angewiesen. Dazu geh\u00f6ren auch Obstgeh\u00f6lze wie \u00c4pfel, Pflaumen oder Kirschen sowie andere Baumarten, z. B. Linden. Gerade solche Baumarten fehlten anfangs auf dem Uni-Gel\u00e4nde und wurden in den letzten Jahren angepflanzt.<\/p>\n<p>B\u00e4ume im Stadtgebiet m\u00fcssen an sich schon stabil gegen\u00fcber dem Stadtklima (u. a. zeitweiser Wassermangel und extreme Hitze) sein sowie Luft- und Bodenschadstoffe aushalten. Der Stress wird noch erh\u00f6ht, da durch die globale Erw\u00e4rmung im Fr\u00fchjahr und Sommer vermehrt Hitze- und Trockenperioden auftreten. Ein Teil der B\u00e4ume erleidet dadurch Sch\u00e4den, ist anf\u00e4llig gegen\u00fcber Sch\u00e4dlingen oder stirbt ab.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_52964\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 711px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-52964\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/csm_Arboretum3_c74c0cd4da-1024x741.jpeg\" alt=\"\" width=\"701\" height=\"507\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Regelm\u00e4\u00dfig finden F\u00fchrungen durch das Uni-Arboretum statt &#8211; \u00a9 Gertrud Lohaus<\/span><\/div>\n<p>Auch im Uni-Arboretum sind B\u00e4ume mit h\u00f6herem Wasserbedarf, wie z.\u00a0B. Schwarz- und Grau-Erlen, in den letzten trockenen und hei\u00dfen Sommern 2018 und 2019 abgestorben. An den Stellen wurden andere Arten neu gepflanzt, die vielleicht l\u00e4nger den durch den Klimawandel hervorgerufenen Bedingungen gewachsen sind, wie etwa die Silber-Linde oder die Ess-Kastanie.<\/p>\n<h4>Uni-Arboretum als komplexer \u201e\u00d6ko-Hotspot\u201c<\/h4>\n<p>Das Uni-Arboretum hat daher viele Funktionen, vereint mehrere \u201e\u00d6ko-Hotspots\u201c und bereichert durch seine Vielfalt unsere Universit\u00e4t. Das Uni-Arboretum ist allerdings auch ein Barometer daf\u00fcr, wie sich Wetter und Klima entwickeln. Denn die An\u00adpassungsf\u00e4higkeit der unterschiedlichen Geh\u00f6lzarten ist begrenzt und es ist an uns Menschen, den Aussto\u00df klimasch\u00e4dlicher Gase, in erster Linie CO2, deutlich zu verringern, den Wasserverbrauch zu reduzieren bzw. die Grundwasserneubildung zu f\u00f6rdern, um die Lebensbedingungen f\u00fcr Pflanze, Tier und Mensch nicht weiter zu verschlechtern.<\/p>\n<p>Die aktuelle Brosch\u00fcre zum Uni-Arboretum \u2013 inklusive Standortplan und Bl\u00e4tterkunde \u2013 finden Sie <a href=\"https:\/\/www.botanik.uni-wuppertal.de\/fileadmin\/biologie\/botanik\/Arboretum_Broschuere_Lohaus_20220208.pdf\">hier<\/a> (PDF-Datei).<\/p>\n<h4>F\u00fchrung zum Jubil\u00e4um<\/h4>\n<p>B\u00e4ume erz\u00e4hlen Geschichten \u2013 deshalb ist das Uni-Arboretum auch ein besonders literarischer Ort. Regelm\u00e4\u00dfig k\u00f6nnen Interessierte daher bei gef\u00fchrten Rundg\u00e4ngen von Prof. Dr. Gertrud Lohaus und Dr. Christine Hummel (Leiterin der Zentralen Studienberatung) erfahren, was die B\u00e4ume sowohl aus botanischer als auch aus literarischer Sicht ausmacht.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die n\u00e4chste F\u00fchrung \u2013 speziell zum Jubil\u00e4um und in Zusammenarbeit mit Wuppertal Marketing \u2013 findet am 25. September um 14 Uhr statt. Tickets sind erh\u00e4ltlich bei Wuppertal Touristik, Alte Freiheit 23, Telefon 0202\/563-2180 und -2270 sowie online <a href=\"https:\/\/www.kaiserwagenticket.de\/php\/eventlister.php?form_filter_changed=1&amp;filter_eventart=2___Special%20-%2050%20Jahre%20Bergische%20Uni\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anl\u00e4sslich des Jubil\u00e4umsjahres stellt die Wuppertaler Botanikerin Professorin Dr. Gertrud Lohaus einmal im Monat ein Beispiel daf\u00fcr vor, wie die Bergische Universit\u00e4t ihr Gel\u00e4nde naturn\u00e4her umgestaltet und damit aktiv einen Beitrag zur biologischen Vielfalt leistet.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-52958","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-23 00:58:22","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52958","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=52958"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52958\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":52965,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52958\/revisions\/52965"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52958"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52958"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52958"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}