{"id":51715,"date":"2022-05-06T14:51:21","date_gmt":"2022-05-06T12:51:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=51715"},"modified":"2022-12-24T08:50:46","modified_gmt":"2022-12-24T07:50:46","slug":"putins-krieg-hat-krystynas-glueck-zertruemmert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2022\/05\/06\/putins-krieg-hat-krystynas-glueck-zertruemmert\/","title":{"rendered":"Putins Krieg hat Krystynas Gl\u00fcck zertr\u00fcmmert"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_51719\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 970px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-51719 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/a5823ac3-8c6e-4002-8fd5-415356220c35.jpg\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"872\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ein Bild aus gl\u00fccklichen Tagen: Krystina Volobuiera und Ehemann Sergey &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Krystyna Volobuiera (38), Buchhalterin in einem Unternehmen, das auf die Produktion von Special-Ziegelsteinen f\u00fcr Kamine und \u00d6fen herstellte, und Eheman Sergey (41), Betreiber E-Scooter-Firma, besassen alles, was sie sich ertr\u00e4umt hatten.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Es gab keine Geldsorgen und im Freundeskreis waren sie beliebt. Ihren Kater hatten sie von einer Deutschland-Reise mitgebracht. Stiven Kotlinger fristete bis dahin sein Leben in einem Tierheim.<\/p>\n<p>Die dramatische Flucht aus ihrer Heimatstadt Donezk vor den Russen 2014 hatten sie fast vergessen oder zumindest verdr\u00e4ngt. Nichts deutete lange Zeit darauf hin, dass die Vergangenheit Krystyna Volobuiera und Sergey Volobuier einholen und das Schicksal so grausam und so erbarmungslos zuschlagen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die H\u00f6lle begann am 23.02.2022, dem Tag, an dem Putins Tuppen in die Ukraine einmarschierten und sofort Raketenangriffe auf Mariupol starteten. Das Hochhaus, in dem das Ehepaar mit seiner Tochter wohnte, wurde von mehreren schweren Geschossen getroffen und brannte zum Teil aus.<\/p>\n<div id=\"attachment_51753\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 760px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-51753\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/IMG_1146-1-1024x788.jpg\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"577\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Krystyna Volobuiera, all die Trauer und all die grausamen Erlebnisse spiegeln sich in ihrem Gesicht wider &#8211; \u00a9 Paul Coon<\/span><\/div>\n<p>Krystyna, Sergey und Elina fl\u00fcchteten mit Kater Steven Kotlinger im Gep\u00e4ck zu Freunden, die ein Einfamilienhaus in einem Vorort von Mariupol bewohnten, dessen Keller zu einer Art Bunker ausgebaut war.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&#8222;Tage und N\u00e4chte haben wir dort im Keller verbracht. Verlassen haben wir den sicheren Ort nur, wenn wir Lebensmittel einkaufen mussten. Rund um die Uhr h\u00f6rten wir die Raketeneinschl\u00e4ge. Nachts hatte jeder von uns eine Taschenlampe griffbereit, damit wir im Notfall schnell reagieren konnten&#8220;, schildert Krystyna.<\/p>\n<h4>Wer kann Krystyna und Elina helfen?<\/h4>\n<p><strong>Wer hat ein Job f\u00fcr Krystyna? Wer kann ihr, ihrer Tochter und ihrem Kater eine Wohnung zur Verf\u00fcgung stellen? Wenn Sie helfen k\u00f6nnen, melden Sie sich bitte unter\u00a0<a href=\"info@standwithua.de\">info@standwithua.de<\/a>\u00a0&#8211; unter\u00a0<a href=\"p.pionke@diestadtzeitung.de\">p.pionke@diestadtzeitung.de<\/a>\u00a0oder unter Mobil: +49-172-2998338.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie zeigt mir ein Handy-Video, das Raketeneinschl\u00e4ge und Verw\u00fcstung in Mariupol hautnah zeigt. Fast noch schlimmer als die Bilder ist der Ton. Alle paar Sekunden zischt es, kracht es. Furchtbare Ger\u00e4usche, die durch Mark und Bein gehen.<\/p>\n<p>Krystyna berichtet, dass sie verzweifelte M\u00fctter gesehen hat, die ihre Kinder neben ein paar T\u00fcten mit Lebensmitteln in einen Supermarkt-Einkaufswagen gesetzt haben und damit zu Fu\u00df aus Mariupol gefl\u00fcchtet sind. &#8222;Einige haben auf diese Weise 50 Kilometer zur\u00fcckgelegt. Wer Gl\u00fcck hatte, war nach \u00a0dem Gewaltmarsch v\u00f6llig ersch\u00f6pft, aber vorerst in Sicherheit. Viele M\u00fctter haben es aber leider nicht geschafft&#8220;, weiss die 38j\u00e4hrige.<\/p>\n<div id=\"attachment_51744\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 755px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-51744\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/c9741efb-6ce1-41a6-8382-bc95fac712bf-1.jpg\" alt=\"\" width=\"745\" height=\"514\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Sergey Volobuier war ein lebensbejahender, sympathischer Mann &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Krystyna und Sergey hatten das vermeindliche Gl\u00fcck, ein Auto, einen weissen Toyota, zu besitzen, der zudem vollgetankt war, obwohl Sprit zu der Zeit schon absolute Mangelware in der umk\u00e4mpften Stadt war. Mit diesem wollten sie aus Mariupol fl\u00fcchten, sobald sich ein sicherer Fluchtkorridor auftat.<\/p>\n<p>Immer mehr Menschen suchten in dem Haus der Freunde der Volobuiers Schutz. So auch am 15.03.2022. Sergey stand drau\u00dfen im Garten vor der Stahlt\u00fcr zum Keller, wies den Neuank\u00f6mmlingen den Weg und liess ihnen den Vortritt. Pl\u00f6tzlich wurde er \u00a0von einem 30 x 25 Zentimeter gro\u00dfen Metall-Teil getroffen &#8211; ein Raketen-Tr\u00fcmmer.<\/p>\n<p>Lebensgef\u00e4hrlich verletzt sank Sergey zu Boden. Der 41j\u00e4hrige verblutete vor den Augen seiner v\u00f6llig verzweifelten Ehefrau Krystyna. Bittere Tr\u00e4nen fliessen ihre Wangen hinunter, als sie diese dramatische Szene schildert, die ihr Leben f\u00fcr immer ver\u00e4nderte.<\/p>\n<div id=\"attachment_51725\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 761px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-51725\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/fb20405a-560c-4d48-9189-822cd80d4590-1024x766.jpg\" alt=\"\" width=\"751\" height=\"562\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Hier wurde Krystynas Ehemann von einem Raketen-Tr\u00fcmmerteil t\u00f6dlich verletzt &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Tochter Elina musste diese tragischen Bilder zum Gl\u00fcck nicht miterleben. Sie hielt sich w\u00e4hrend des dramatischen Zwischenfalls im Bunker-Keller auf.<\/p>\n<p>Die anderen total geschockten Fl\u00fcchtlinge lie\u00dfen das M\u00e4dchen erst nach oben, als der Leichnam ihres Vater vom vielen Blut gereinigt und in eine Plastikfolie geh\u00fcllt war.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Elena glaubt bis heute, dass ihr Vater sein Leben geopfert hat, um sie zu retten. Diese \u00dcberzeugung hilft ihr wahrscheinlich, den pl\u00f6tzlichen Tod ihres Vaters ein wenig besser zu verarbeiten.<\/p>\n<p>Eigentlich sollte Sergey noch am gleichen Abend beerdigt werden. M\u00e4nner begannen damit, ein Grab im Garten auszuheben. Dabei entdeckten sie in der N\u00e4he eine verd\u00e4chtige Person, die mit einem Mobiltelefon hantierte. Aus Sorge, es k\u00f6nnte sich um einen russischen Informanten handeln, der f\u00fcr die Truppe m\u00f6gliche Angriffsziele markiert, zogen sie sich aus Sicherheitsgr\u00fcnden in den Bunker zur\u00fcck.<\/p>\n<div id=\"attachment_51721\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 760px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-51721 \" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/28f5a671-d730-41c8-98b2-e8937deb20c0-1024x766.jpg\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"561\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ein Foto, das man nur sehr schwer ertragen kann, aber es ist ein reales, grausames Dokument f\u00fcr einen furchtbaren, sinnlosen Krieg. Der Leichnam von Sergey Volobuier wurde f\u00fcr den Transport in Plastikfolie geh\u00fcllt &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Sergeys Leichnam wurde f\u00fcr die Nacht in einem Schuppen abgelegt. Ger\u00fcchte von einen gr\u00fcnen Korridor &#8211; also einem Fluchtkorridor &#8211; machten die Runde. Krystyna entschloss sich, am n\u00e4chsten Morgen (16.03.) einen Fluchtversuch zu starten.<\/p>\n<p>Krystyna und Elena hoben Sergeys K\u00f6rper kurz vor Sonnenaufgang in den SUV und fuhren los. Mit dabei Kater Stiven Kotlinger. &#8222;Ich habe es nicht \u00fcbers Herz gebracht, meinen toten Mann einfach zur\u00fcck zu lassen. Ich wollte, dass er als gl\u00e4ubiger Christ ein w\u00fcrdiges Begr\u00e4bnis bekommt&#8220;, erz\u00e4hlt die Ukrainerin. Was f\u00fcr eine starke Frau!<\/p>\n<p>Sie fuhren Richtung Jalta. Auf halber Strecke gab es einen kleinen Ort, in dem<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Freunde von Krystina und Sergey wohnten. Dort auf dem Friedhof sollte ihr Mann w\u00fcrdevoll beerdigt werden.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Das gro\u00dfe Problem: Es gab keinen offiziellen Flucht-Korridor. \u00dcberall brennende H\u00e4user, die Stra\u00dfe war wegen der starken Rauchentwicklung kaum zu erkennen. Am Steuer sa\u00df eine Frau, die ihren schier unertr\u00e4glichen Schmerz am Liebsten mit Medikamenten bet\u00e4ubt h\u00e4tte.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_51724\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 760px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-51724\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/9db23d54-99fe-4135-b656-0a725e81b897-766x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"1003\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die letzte Ruhest\u00e4tte von Sergey Volobuier &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Aber sie musste alle Sinne beisammen haben und voll konzentriert sein, in dieser dramatischen, lebensgef\u00e4hrlichen Situation. &#8222;Ich hatte meinem Mann versprochen, dass ich unsere Tochter aus der H\u00f6lle Mariupol heraus und in Sicherheit bringen w\u00fcrde&#8220;, so erkl\u00e4rt Krystyna, warum sie in dieser Notsituation fast \u00fcbermenschliche Kr\u00e4fte entwickelte.<\/p>\n<p>&#8222;Ich war aber auch offen und ehrlich zu meiner Tochter. Ich habe ich gesagt, dass wir damit rechnen m\u00fcssten, dass wir von einer Rakete oder einer Granate getroffen w\u00fcrden. Dann sei das eben so, dann w\u00e4ren wir eben alle drei tot&#8220;, verr\u00e4t sie heute.<\/p>\n<p>Immer wieder, wenn Leichen Strassenrand lagen, forderte Krystyna ihre Tochter auf, die Augen zu schlie\u00dfen. Sie wollte dem M\u00e4dchen diesen grauenvollen Anblick ersparen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>In dem kleinen Ort, in dem die Freunde wohnten, gab es auch einen Bestatter. Hier kaufte Krystyna einen Sarg, ein Kreuz und Blumengestecke f\u00fcr eine christliche Beerdigung.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Eine kleine Trauergemeinde trug Sergey dann auf dem Dorffriedhof zu Grabe. Ihr geliebter Mann hatte doch noch eine w\u00fcrdevolle letzte Ruhesst\u00e4tte gefunden. Krystyna und Elena hoffen, diese irgendwann einmal wieder besuchen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<div id=\"attachment_51748\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 761px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-51748\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/d6c3d461-449b-4387-b678-a787dfb604c5-1024x724.jpg\" alt=\"\" width=\"751\" height=\"531\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Kater Stiven Kotlinger, der aus einem deutschen Tierheim stammt, war auf der gesamten Flucht dabei &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Ihre Flucht ging weiter. An 18 russischen Checkpoints musste Krystyna anhalten &#8211; immer in Angst, gefangen genommen zu werden. Ihr Handy versteckte sie vor jedem Kontrollpunkt. Auf Smartphone waren die Fotos vom brennenden H\u00e4userfluchten in Mariupol, von ihrem get\u00f6teten Mann, von dessen Beerdigung und von toten Zivilisten am Stra\u00dfenrand abgespeichert. Fotos, die sp\u00e4ter einmal als Beweise dienen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Mutter und Tochter erlebten mit, wie ein anderes Auto von bis an die Z\u00e4hne bewaffneten russischen Soldaten durchsucht, alle Lebensmittel und ein Laptop &#8222;beschlagnahmt&#8220; wurden.<\/p>\n<p>Pers\u00f6nlich bedroht oder bel\u00e4stigt wurde Krystyna zum Gl\u00fcck nicht. Dazu 38j\u00e4hrige: &#8222;Mich liess man m\u00f6glichweise in Ruhe, weil meine Tochter mit im Auto sass und weil ich die ganze Zeit rote, total verweinte Augen hatte. Ich habe unterwegs viele Tr\u00e4nen um meinen Mann vergossen.&#8220;<\/p>\n<p>\u00dcber Winnyzja landeten die tapfere Mutter und ihre Tochter schlie\u00dflich in der polnischen Hauptstadt Warschau. Endlich in Sicherheit!<\/p>\n<div id=\"attachment_51728\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 759px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-51728\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/IMG_1170-2-1024x754.jpg\" alt=\"\" width=\"749\" height=\"551\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Krystyna mit dem Auto, mit dem sie und ihre Tochter aus der Ukraine fl\u00fcchteten &#8211; \u00a9 Paul Coon<\/span><\/div>\n<p>Beim Surfen im Internet stie\u00df Krystyna Volobuiera auf die Webseite &#8222;Stand wist UA&#8220;, der Initiative, die von den geb\u00fcrtigen Ukrainern Yevgen Besedin, seiner Ehefrau Iryna Grussu, Oleg Punov sowie der Wuppertaler Ex-Stadtverordneten Rosemarie Gundelbacher und dem Bundestagsabgeordneten Helge Lindh gegr\u00fcndet wurde.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Sie nahm Kontakt mit der Intiative auf und nach einem Telefongespr\u00e4ch stand f\u00fcr sie fest: &#8222;Ich m\u00f6chte mit meiner Tochter nach Wuppertal&#8220;. &#8222;Stand with UA&#8220; hatte f\u00fcr beide schnell einen Platz in einer Fl\u00fcchtlingsunterkunft im Tal organisiert.<\/p>\n<p>Am 26. M\u00e4rz kamen Krystyna, Elena mit Kater Stiven Kotlinger im Schlepptau in Wuppertal an. Au\u00dfer dem Auto war den beiden Ukraine-Fl\u00fcchtlingen nur das geblieben, was sie am Leib trugen: Jeans und T-Shirt.<\/p>\n<p>Die Ukrainerin, die in Donezk geboren wurde, von dort 2014 nach Mariupol fl\u00fcchtete, wo sie glaubte, in Sicherheit zu sein, denkt oft an ihre Freunde, die immer noch in der fast v\u00f6llig zerst\u00f6rten Stadt ausharren, telefoniert regelm\u00e4ssig mit ihnen. Ihr ist zum zweiten Mal die Flucht vor der russischen Arme gelungen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_51731\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 424px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-51731 \" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/7e9a0119-7d9e-46bc-aa82-c3a026bd5dea-2-568x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"414\" height=\"746\" \/><span class=\"wp-caption-text\">In diesem Hochhaus in Mariupol wohnte Krystyna mit Ehemann und Tochter &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Putins Krieg hat sie zur Witwe gemacht. Ein hoher, ein bitterer Preis! Ihr geliebter Ehemann starb einen v\u00f6llig sinnlosen Tod &#8211; wie viele seiner unschuldigen Landsleute.<\/p>\n<p>Inzwischen besucht Elena in Wuppertal ein Gymnasium. Mutter Krystyna hat sich sofort f\u00fcr einen Deutschkurs angemeldet.<\/p>\n<p>Ihre Zukunft sieht sie in Deutschland. Sie hofft, schnell einen Job als Buchhalterin zu finden, damit sie sich eine kleine Wohnung leisten kann, um darin mit Tochter Elena und Kater Stiven Kotlinger in Frieden zu leben.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&#8222;Wenn wir uns in einem halben Jahr wieder treffen, unterhalten wir uns auf Deutsch&#8220;, l\u00e4sst sie mir zum Abschied \u00fcber Yevgen Besedin ausrichten, der als Dolmetscher fungiert. Zum ersten Mal huscht ein kleines L\u00e4cheln \u00fcber ihr Gesicht.<\/p>\n<p>Ich kaufe der starken, tapferen Frau dieses Versprechen ab.<\/p>\n<p>In die Ukraine zur\u00fcck will sie nur, um ihre Freunde zu besuchen und nat\u00fcrlich auch das Grab ihres Ehemannes Sergey.<\/p>\n<p><strong>Text: Peter Pionke<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_51732\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-51732\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/IMG_1158-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Krystyna Volobuiera mit Yevgen Besedin, Vorsitzender des Vereins &#8222;Stand with UA&#8220;, der sich um ukrainische Fl\u00fcchtlinge k\u00fcmmert &#8211; \u00a9 Paul Coon<\/span><\/div>\n<p><strong>Link zur Webseite der Initiative &#8222;Stand with UA&#8220;<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.standwithua.de\">http:\/\/www.standwithua.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krystyna Volobuiera und Ehemann Sergey Volobuier f\u00fchrten ein gl\u00fcckliches, harmonisches Familienleben in der ostukrainischen Stadt Mariupol. Tochter Elina besuchte das Gymnasium und auf dem Sofa schnurrte Kater Stiven Kotlinger. Im Winter fuhren sie in den Skiurlaub, genossen ihr Leben. Doch von einen auf den anderen Moment  zertr\u00fcmmerte Wladimir Putin mit seinem brutalen Angriffskrieg ihr Gl\u00fcck!<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-51715","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wuppertal"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-23 16:16:38","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/51715","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=51715"}],"version-history":[{"count":24,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/51715\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":59399,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/51715\/revisions\/59399"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=51715"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=51715"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=51715"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}