{"id":51652,"date":"2022-04-29T17:04:22","date_gmt":"2022-04-29T15:04:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=51652"},"modified":"2022-05-04T15:57:05","modified_gmt":"2022-05-04T13:57:05","slug":"ihk-praesident-pasch-wir-haben-einen-menschenmangel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2022\/04\/29\/ihk-praesident-pasch-wir-haben-einen-menschenmangel\/","title":{"rendered":"IHK-Pr\u00e4sident Pasch: &#8222;Wir haben einen Menschenmangel&#8220;"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_51655\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 907px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-51655\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_0137-2.jpg\" alt=\"\" width=\"897\" height=\"606\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Bei der IHK: &#8222;Parlamentarischer Abend&#8220; vor der NRW-Wahl &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>&#8222;Wir haben inzwischen nicht nur einen Fachkr\u00e4ftemangel, wir haben aktuell Menschenmangel zu beklagen&#8220;, beschrieb Pasch in seinen Begr\u00fc\u00dfungsworten im Plenarsaal der IHK-Hauptgesch\u00e4ftstelle seine Einsch\u00e4tzung. Sechs Kandidatinnen und Kandidaten stellten sich den Fragen der Bergischen Unternehmer.<\/p>\n<p>Thorsten Kabitz, Chefedakteur von Radio RSG, \u00fcbernahm die Moderation und setzte 100 Minuten lang die thematischen Schwerpunkte, nachdem er auf ettliche politische Widerspr\u00fcche hingewiesen hatte. Zur Partei &#8222;Die Linke&#8220; gewandt: &#8222;Corona gibt es also doch&#8220; und mit Blick auf die Gr\u00fcnen meinte er s\u00fcffisant: &#8222;Frieden schaffen jetzt mit Waffen?&#8220;.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Wirtschaftspolitik, Verkehrs- und Energiepolitik, Sicherheits-, Arbeitsmarkt- und Gesundheitspolitik sowie Bildungs- und Steuerpolitik standen auf der Agenda.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Naturgem\u00e4\u00df nahm bei der IHK die Wirtschaftspolitik einen breiten Raum ein. Pr\u00e4sident Heiner Pasch forderte im Anbetracht maroder Strukturen auf Stra\u00dfen und in den Schulen und somit der leichtfertigen Vernichtung unseres gemeinsamen Eigentums einen &#8222;Instandhaltungsminister&#8220;. Ein solches Verhalten, seine Werte nicht zu pflegen, w\u00fcrde kein Unternehmen \u00fcberleben.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>F\u00fcr die Wuppertaler Wirtschaftsjunioren forderte Thuvaragan Nespalan die Kandidaten auf dem Podium auf, bei all ihren Entscheidungen die Interessen der jungen Generation nicht aus den Augen zu verlieren.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Talsperren f\u00fcr Energiegewinnung nutzen<\/h4>\n<p>Hans-J\u00f6rg Herhausen (CDU) auf die Frage, wie man seiner Meinung nach den Firmen in der derzeitigen Situation helfen k\u00f6nne, meinte, da sei schon mit dem B\u00fcrokratieabbau eine Menge gewonnen. Au\u00dferdem seien weitere Gewerbefl\u00e4chen zur Verhinderung von Abwanderungen wichtig. F\u00fcr gebeutelte Arbeitnehmer und Arbeitgeber sei mit einem Strauss von Massnahmen eine Menge m\u00f6glich, z.B. eine tempor\u00e4re Energiesteuer-Senkung oder Erh\u00f6hung der Pendlerpauschale. In der Energieversorgung sprach er sich f\u00fcr einen Mix aus.<\/p>\n<div id=\"attachment_51657\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 620px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-51657 \" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_0148-2.jpg\" alt=\"\" width=\"610\" height=\"370\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Emel K\u00f6se (Die Linke) und Eva Miriam Fuchs (Die Gr\u00fcnen) &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Josef Neumann (SPD) w\u00fcnscht sich eine L\u00f6sung f\u00fcr kommunale Altschulden, eine bezahlbare Energieversorgung und forderte Alternativen, insbesondere in unserer Region mit den vielen Talsperren die Nutzung der Wasserkraft. Alte Gewerbefl\u00e4chen sollten aufgearbeitet werden.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Alle Teilnehmer setzten sich f\u00fcr die erneuerbaren Energien ein. Neumann kritisierte ebenso wie die Vertreterin der Gr\u00fcnen, die in NRW bestehenden 1.000-Meter-Abstandsregelungen f\u00fcr Windr\u00e4der. Eva Miriam Fuchs (Gr\u00fcne) setzt da auf Kreislaufwirtschaft sowie auf ein starkes NRW-Wasserstoff-Netz und auf W\u00e4rmepumpen, um ein klimaneutrales Nordrhein-Westfalen zu erreichen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Keine Denkverbote in der Energiepolitik<\/h4>\n<p>F\u00fcr Marcel Hafke (FDP) war es wichtig, zu sagen, dass es keine Denkverbote geben d\u00fcrfe, was f\u00fcr Kohle ebenso wie f\u00fcr erneuerbare Energien gelte. NRW habe unter Minister Pinkwart bereits erhebliche Vorleistungen in Sachen Wasserstoff eingebracht. Schlu\u00dfendlich gelte es auch, die Verschuldung zu bremsen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Dr. Hartmut Beucker (AfD) wies darauf hin, dass die Speicherproblematik f\u00fcr erneuerbare Energien noch weitgehend ungel\u00f6st sei und dass Energieproblem vor allem nicht durch Krieg zu l\u00f6sen sei. Zum Thema &#8222;Altschulden&#8220; war ihm wichtig, darauf zu achten, dass die Kommunen mit unserem Geld auch sorgsamer umgingen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Emel K\u00f6se (Linke) konstatierte, dass die Politik in den letzten Jahren geschlafen habe. Hinsichtlich der Hilfen f\u00fcr Unternehmer gebe es indessen keine Differenzen. Marcel Hafke (FDP) verwies auf die Folgen eines m\u00f6glichen Energie-Embargos und mahnte zur Vorsicht. Nicht nur bei Bayer Wuppertal h\u00e4tte das unabsehbare Folgen. Hier w\u00fcrde die Medikamenten-Produktion mit Folgen f\u00fcr die Arbeitspl\u00e4tze sofort beendet.<\/p>\n<h4>Zuwanderung nutzen<\/h4>\n<p>Zur Arbeitsmarktpolitik und dem Mangel an Arbeitskr\u00e4ften brachte Josef Naumann (SPD) zum Ausdruck, wie wichtig es sei, die Chancen durch die Zuwanderung zu nutzen. 90 v.H. der ukrainischen Frauen k\u00e4men aus dem Berufsleben, doch wir w\u00fcrden uns immer noch mit der Anerkennung von Berufsabschl\u00fcssen schwertun.<\/p>\n<p>Hans-J\u00f6rg Herhausen (CDU) verteidigte den Trend der Arbeitgeber, das Homeoffice wieder einzuschr\u00e4nken. Der unmittelbare Kontakt mit den Mitarbeitern sei als wichtiger sozialer Austausch zu sehen. Auf die damit verbundenen , ungel\u00f6sten verkehrspolitischen Fragen, dem drohenden Verkehrsinfarkt, ging er in dem Zusammenhang nicht ein. Herhausen betonte aber f\u00fcr die Wirtschaft die Notwendigkeit offener Verkehrswege und pl\u00e4dierte auch f\u00fcr den geplanten Ausbau der Autobahn A3 zwischen Hilden und Leverkusen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_51658\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 387px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-51658 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_0140-2.jpg\" alt=\"\" width=\"377\" height=\"462\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Marcel Hafke (FDP) &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Die Bildung war f\u00fcr alle, wenn auch mit unterschiedlichen Ans\u00e4tzen, ein wichtiges Anliegen. Marcel Hafke vertrat die Ansicht, Fachkr\u00e4ftemangel k\u00f6nne man nur mit Bildung beseitigen. Talent und nicht Herkunft m\u00fcsse die Devise sein. Er verwies auf die jeweilige Kompetenz von Bund, Land und Kommunen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Eva Miriam Fuchs (Gr\u00fcne) beklagte, dass viele Schulen nicht einmal einen Internet-Anschluss h\u00e4tten und forderte Lehrmittel-Freiheit sowie bessere Bezahlung der Lehrerinnen und Lehrer.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>F\u00fcr Emel K\u00f6se (Linke) w\u00e4re schon viel gewonnen, w\u00fcrde man mehr Lehrpersonal einstellen. Ohne n\u00e4her auf das Wie und Warum einzugehen, pl\u00e4dierte Emel K\u00f6se in der Schulpolitik f\u00fcr die Abschaffung von Noten und Zeugnissen.<\/p>\n<h4>Gesundheitspolitik ein Pflegefall<\/h4>\n<p>Josef Neumann ging mit der Gesundheitspolitik hart ins Gericht. Hier habe man Vertrauen in der so wichtigen Daseinsversorgung verspielt. Dies gelte auch f\u00fcr die Situation in der Pflege, der Beifall allein nicht gen\u00fcge. Ohne einen Neustart habe man keine Chance. Der \u00d6konom d\u00fcrfe nicht der zentrale Punkt im Gesundheitsbereich bleiben. F\u00fcr die Linke gef\u00e4hrdet das Fehlen von bezahlbarem Wohnraum unsere Demokratie.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die spannende Frage, mit wem die Parteien im Falle einer Regierungsbildung gern koalieren w\u00fcrden, blieb offen. Marcel Hafke (FDP) meinte, es sei eine Richtungswahl und gab die Standard-Antwort, dass man mit dem zusammen arbeiten wolle, mit dem es die gr\u00f6\u00dfte \u00dcbereinstimmung g\u00e4be.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Dagegen war die Aussage von Emel K\u00f6sel offen, ehrlich und realit\u00e4tsnah: &#8222;Wir werden als Linke nach allem, was wir wissen, den Sprung in den Landtag gar nicht schaffen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Text Siegfried J\u00e4hne<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>IHK-Pr\u00e4sident Heiner Pasch nannte es eine &#8222;gute \u00dcbung&#8220;, im Vorfeld wichtiger Wahlen einen &#8222;Parlamentarischen Abend&#8220; bei der Industrie- und Handelskammer Bergisch Land zu zelebrieren. So war es auch diesmal, genau 19 Tage vor den NRW-Landtagswahlen (15.05.2022).\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[],"class_list":["post-51652","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-15 18:55:00","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/51652","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=51652"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/51652\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":51661,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/51652\/revisions\/51661"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=51652"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=51652"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=51652"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}