{"id":51532,"date":"2022-04-26T10:33:47","date_gmt":"2022-04-26T08:33:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=51532"},"modified":"2022-04-26T10:49:33","modified_gmt":"2022-04-26T08:49:33","slug":"petersohn-mitentscheiden-mitgestalten-mitprofitieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2022\/04\/26\/petersohn-mitentscheiden-mitgestalten-mitprofitieren\/","title":{"rendered":"Petersohn: &#8218;Mitentscheiden, mitgestalten, mitprofitieren&#8216;"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_43782\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-43782\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/charles.petersohn-osswald-fotografie-2-1024x721.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"721\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Musiker &amp; Komponist Charles Petersohn &#8211;\u00a0\u00a9 Bettina Osswald<\/span><\/div>\n<p>Charles Petersohn ist ein erfolgreicher Wuppertaler Musiker, Komponist, DJ, Autor und Moderator mit Berliner Wurzeln. Seit vielen Jahren pr\u00e4gt er die vielf\u00e4ltige Kunst- und Kultur-Szene in der Bergischen Metropole entscheidend mit und agiert weit \u00fcber Wuppertal hinaus.<\/p>\n<p><b>DS: Das Thema &#8222;BUGA 2031&#8220; wird in der Wuppertaler Bev\u00f6lkerung hei\u00df diskutiert. Wie stehen Sie dazu?<\/b><\/p>\n<p>Charles Petersohn: &#8222;Als ich gelesen habe, dass Wuppertal sich f\u00fcr die BUGA bewerben w\u00fcrde und scheinbar Chancen h\u00e4tte, sie zu realisieren, war ich zun\u00e4chst \u00fcberrascht, fand es jedoch passend f\u00fcr eine Stadt, die zu denen mit den meisten Gr\u00fcnfl\u00e4chen im ganzen Land geh\u00f6rt. Ich fragte mich, was das hei\u00dfen k\u00f6nnte, ein solches Projekt in Wuppertal zu haben? Normaler Weise sind solche Events total abgehoben, losgel\u00f6st vom Wesen und dem Charakter der jeweiligen Stadt und der Menschen, die in ihr leben. Ein kurzer, heller, bunter und lauter Ruf in die Welt und fertig! Wuppertal k\u00f6nnte solch ein Projekt anders realisieren. Nicht nur innerhalb der Stadt, sondern mit und f\u00fcr die Stadt. Ressourcen an Kreativit\u00e4t und Umsetzungskompetenz gibt es reichlich.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Was w\u00fcrde ein solches erfolgreiches Gro\u00df-Projekt aus Ihrer Sicht f\u00fcr die Stadt Wuppertal bedeuten?<\/b><\/p>\n<p>Charles Petersohn: &#8222;Es kommt aus meiner Sicht mehr darauf an, wie solch ein Projekt realisiert wird, nicht ob. Wird die B\u00fcrgerschaft mit den vielen Kleing\u00e4rtnern, kreativen K\u00f6pfen, Gestaltern sowie K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern in die Planung und Umsetzung mit einbezogen, k\u00f6nnte das ein Projekt mit Signalwirkung werden. W\u00fcrde es ein weiteres Gro\u00dfprojekt im \u00fcblichen Format werden, w\u00e4re es f\u00fcr mich pers\u00f6nlich nahezu uninteressant, ein kurzer sch\u00f6ner Knall, mehr nicht. In Wuppertal leben viele Menschen, die solch ein Projekt gemeinsam zu stemmen in der Lage w\u00e4ren. Allein das internationale Interesse an Utopiastadt zeigt, welches Potenzial die Recherchen, Gedanken und Projekte f\u00fcr ein neues, nachhaltiges Konzept Stadt heutzutage zu bieten haben. G\u00e4rten, W\u00e4lder und gr\u00fcne Inseln sind ein wichtiger Bestandteil einer solchen Stadt.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_50289\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-50289\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Neher-Petersohn@Ursula-Piszczek1-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"667\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Von der Musik gefangen: Charles Petersohn und Mickey Neher treffen sich im \u201eKuKuNa\u201c \u2013 \u00a9 Ursula Piszczek<\/span><\/div>\n<p><b>DS: Die BUGA-Gegner, die das Projekt &#8222;Bundesgartenschau 2031&#8220; durch einen B\u00fcrgerentscheid kippen wollen, nennen ihre Initiative &#8222;BUGA &#8211; so nicht&#8220;. Der Titel impliziert, sie k\u00f6nnten sich eine BUGA, aber in anderer Form vorstellen. K\u00f6nnte man den Titel der Intiative nicht als bewusste &#8222;Mogelpackung&#8220; wahrnehmen?<\/b><\/p>\n<p>Charles Petersohn: &#8222;F\u00fcr und Wider sind Teil eines funktionierenden Miteinander. Das Wider als Mogelpackung zu bezeichnen l\u00e4sst vermuten, dass andere Bef\u00fcrworter der BUGA ihr Konzept f\u00fcr Alternativlos halten. Damit liegt doch schon der Hase im Pfeffer. Zumal die Initiative \u201eSo nicht\u201c ja scheinbar auch f\u00fcr die BUGA ist. Man sollte L\u00f6sungen finden, die alle Bef\u00fcrworter hinter sich vereint. Die Stadt ist gro\u00df. Der M\u00f6glichkeiten sind viele.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Mit welchen Argumenten w\u00fcrden Sie als Kunst- und Kulturschaffender die Wuppertalerinnen und Wuppertaler \u00fcberzeugen, beim B\u00fcrgerentscheid am 29. Mai 2022 f\u00fcr die BUGA zu stimmen?<\/b><\/p>\n<p>Charles Petersohn:<b> &#8222;<\/b>Siehe Antwort auf Frage zwei \u2013 eine Stadt, die durch B\u00fcrgerinitiativen, Bildungsst\u00e4tten und anderer Unterst\u00fctzer Projekte wie die Nordbahntrasse, die Utopiastadt, das LOCH, das Freibad Mirke, das Kunstprojekt OAA, eine autofreie Zone am Laurentiusplatz, den internationalen Wettbewerb \u201eDecathlon\u201c f\u00fcr Studierende der Architektur, etc. urbane Neuerungen denken und realisieren kann, soll an einem Projekt wie die BUGA mit all ihren Kompetenzen und Ressourcen beteiligt werden, sprich, sollte ein mitentscheidender Teil der Gestaltung dieses riesigen Gartens werden. Dann w\u00fcrden sich viele B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen mit Freude und Elan ans Werk machen. Dann k\u00e4me ein Stein ins Rollen, der dem Wesen des neuen Geistes in Wuppertal, der Kreativit\u00e4t, dem Wunsch nach Transformation und dem Gedanken einer zeitgem\u00e4\u00dfen urbanen Nachhaltigkeit Rechnung tr\u00e4gt.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Welchen Mehrwert k\u00f6nnte ein solches Gro\u00df-Projekt der Wuppertaler Kunst- und Kultur-Szene bescheren?<\/b><\/p>\n<p>Charles Petersohn:<b> &#8222;<\/b>Zum einen w\u00fcrden die Streicheleinheiten, die den Kunst- und Kulturschaffenden seit vielen Jahren in unserer Stadt zu Teil werden, in greifbare Wertsch\u00e4tzung, respektvolle Anerkennung und Teilhabe umgewandelt werden. Zum anderen ginge es weit \u00fcber das K\u00fcnstlerische hinaus, denn was gerne vergessen wird, Kunst und Kultur bescheren dem Einzelhandel, der Gastronomie, der Hotelbranche und dem \u00d6PNV unverzichtbare Einnahmen. Daher w\u00fcrde ich den Spie\u00df umdrehen wollen: welchen Mehrwert k\u00f6nnte der Stadt Wuppertal beschert werden, wenn sie die Ressourcen und die Potenziale der Kunst- und Kulturschaffenden ma\u00dfgeblich in dieses Projekt mit einbezieht?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>DS: Wie kann sich die engagierte Wuppertaler Kulturszene bei diesem Gro\u00df-Projekt \u00fcberhaupt angemessen einbringen?<\/b><\/p>\n<p>Charles Petersohn: <b>&#8222;<\/b>Mitentscheiden, mitgestalten, mitprofitieren!&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Stichwort &#8222;Kunst in der Natur&#8220;! Welche Ideen und Anregungen haben Sie zu diesem Thema?<\/b><\/p>\n<p>Charles Petersohn: <b>&#8222;<\/b>Ideen sind viele. Sie kommen immer dann aus ihrem Versteck, wenn sie gef\u00fcttert werden.&#8220;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_43913\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 511px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-43913\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/e7c5f0517622a466eecdc02d8b57c4d5-2.jpeg\" alt=\"\" width=\"501\" height=\"253\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Wort von Charles Petersohn hat in der Kulturszene Gewicht: (v.l.) Vok Dams, Musiker Charles Petersohn, Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Helmut Ebert, Unternehmensberater Klaus P\u00f6hls, Foto-K\u00fcnstler Rupert Warren &#8211; \u00a9 Vok Dams iNotes<\/span><\/div>\n<p><b>DS: Inwieweit w\u00fcrden Sie das Thema BUGA 2031 in den n\u00e4chsten Jahren k\u00fcnstlerisch aufgreifen?<\/b><\/p>\n<p>Charles Petersohn: &#8222;Das h\u00e4ngt ganz davon ab, wie die BUGA realisiert wird. Nutzt Wuppertal die Chance, dieses Projekt aktiv und gemeinsam mit den Wuppertalerinnen und Wuppertalern zu realisieren, entsteht ein ernstzunehmender Mehrwert f\u00fcr alle Beteiligten. Wenn die Projekte, mittels denen das Leben in Wuppertal neu gedacht und gemacht wird, in das Projekt ernstzunehmend einflie\u00dfen, wenn die BUGA Teil der Gestaltung unserer Stadt wird, dann werden garantiert gro\u00dfartige Bl\u00fcten entstehen. Das w\u00fcrde den Ruf der Stadt postwendend nach vorne katapultieren. An solchen Arbeiten wirke ich mit Begeisterung mit. Sollte es so werden \u201ewie immer\u201c, werde ich mit meiner Familie auf der BUGA spazieren gehen und spendiere Kaffee und Kuchen.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Herzlichen Dank f\u00fcr das offene, interessante Gespr\u00e4ch<\/b><\/p>\n<p><b>Das Interview f\u00fchrte Peter Pionke<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Alle Statements und Pressemitteilungen der Initiative <b>&#8222;BUGA &#8211; SO NICHT&#8220; <\/b>finden Sie in unserem Partner-Medium <b>njuuz <\/b>unter dem Link\u00a0<a href=\"http:\/\/www.njuuz.de\">http:\/\/www.njuuz.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch die bunte, facettenreiche Wuppertaler Kunst- und Kultur-Szene hat inzwischen das Projekt &#8222;BUGA 2031&#8220; und die sich daraus ergebenen Chancen und kreativen Impulse entdeckt. Viele K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler wollen mitgestalten, ihre Ideen und Visionen in das so kontrovers diskutierte Zukunfts-Projekt einbringen &#8211; und das vor dem Hintergrund, dass nach dem B\u00fcrgerentscheid am 29.05. alle &#8222;Bl\u00fctentr\u00e4ume&#8220; verwelkt sein k\u00f6nnten. Auch Charles Petersohn hat jetzt zu BUGA 2031&#8243; Stellung bezogen.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-51532","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-08 02:34:21","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/51532","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=51532"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/51532\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":51543,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/51532\/revisions\/51543"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=51532"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=51532"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=51532"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}