{"id":50262,"date":"2022-02-19T15:59:28","date_gmt":"2022-02-19T14:59:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=50262"},"modified":"2022-02-21T14:07:10","modified_gmt":"2022-02-21T13:07:10","slug":"barbara-neusel-ueber-flut-covid-19-und-die-buga","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2022\/02\/19\/barbara-neusel-ueber-flut-covid-19-und-die-buga\/","title":{"rendered":"Barbara Neusel \u00fcber Flut, Covid-19 und die BUGA"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_50266\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-50266\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/te_2021_075-2-1024x887.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"887\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ein tolles Team: Barbara Neusel-Munkenbeck mit Tochter Jil Carolin &#8211; \u00a9 Neusel Bestattungen<\/span><\/div>\n<p>Und auch die Flutkatastrophe im vergangen Sommer verschonte ihr Unternehmen nicht. Fast alle Gesch\u00e4ftsr\u00e4umen standen unter Wasser. Die Sch\u00e4den sind zum Teil heute noch nicht beseitigt. Da war Flexibilit\u00e4t und Kreativit\u00e4t gefragt.<\/p>\n<p>Wir haben uns mit der immer positiv denkenden Wuppertalerin \u00fcber \u00a0die Corona-Pandemie, \u00fcber die verheerende Flut und auch \u00fcber das Thema BUGA 2031 unterhalten, bei der ein Teil der Wuppertaler hofft, dass auch sie ins Wasser f\u00e4llt.<\/p>\n<p><strong>DS: Die letzte beide Jahre waren f\u00fcr Sie als Chefin eines Unternehmens, das auf eine 200 Jahre lange erfolgreiche Geschichte zur\u00fcckschauen kann, bestimmt nicht die einfachsten. Wie sehr hat Covid-19 Sie und Ihr Team herausgefordert?<\/strong><\/p>\n<p>Barbara Neusel-Munkenbeck: &#8222;Wohl wahr, die vergangenen zwei Jahre waren nicht die leichtesten, aber da befinde ich mich in einer gro\u00dfen Gesellschaft! Ja, Corona hat uns als Bestatter in einer besonderen Art und Weise herausgefordert, auch mental. Neben den vielf\u00e4ltigen Einschr\u00e4nkungen, die wir immer noch zu ber\u00fccksichtigen haben, war und ist die pers\u00f6nliche, einf\u00fchlsame Betreuung der Angeh\u00f6rigen von besonderer Bedeutung. Vieles, was beim Abschied von einem nahestehenden Menschen wichtig ist, darf nur eingeschr\u00e4nkt praktiziert werden.\u00a0Anteilnahme auf Abstand &#8211; das ist eigentlich unvorstellbar und schmerzt die Angeh\u00f6rigen umso mehr. Besonders in diesem Bereich waren wir extrem gefordert.\u00a0Wir haben in unserem kleinen Team hier gro\u00dfartige Arbeit geleistet und das macht mich besonders stolz und auch dankbar.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_50267\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-50267\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_1122-2-913x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"561\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Folgen der Flutkatastrophe sind nach sichtbar &#8211; \u00a9 Neusel Bestattungen<\/span><\/div>\n<p><strong>DS: Glauben Sie, dass nach der Corona-Pandemie alles wieder so wird, wie es einmal war?<\/strong><\/p>\n<p>Barbara Neusel-Munkenbeck: &#8222;Die Corona-Pandemie wird Spuren hinterlassen. Da bin ich mir sehr sicher. Sie hat viel Leid gebracht, aber auch Zusammengeh\u00f6rigkeit und Hilfsbereitschaft. Das hat neben allem Traurigen auch Mut gemacht. Ich hoffe, letzteres wird bleiben. Einfach einmal auf andere Menschen schauen, nicht nur auf sich selbst.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Nicht nur das Virus, auch die Flut-Katastrophe hat Ihrem Bestattungs-Institut \u00fcbel mitgespielt. Wann werden denn s\u00e4mtliche Sch\u00e4den endg\u00fcltig behoben sein?<\/strong><\/p>\n<p>Barbara Neusel-Munkenbeck: &#8222;Als wir am Abend des 14. Juli 2021 zun\u00e4chst die Fahrzeuge aus der Tiefgarage retteten, sp\u00e4ter nach Stromausfall die uns anvertrauten Verstorbenen\u00a0in der Nacht in von Kollegen angebotene Klimar\u00e4umlichkeiten transportieren, war uns allen nicht klar, dass wir unsere Gesch\u00e4ftsr\u00e4umlichkeiten tempor\u00e4r verloren hatten. Meiner Tochter Jil Karolin und unserer Kollegin Katharina Klein gilt hier wiederum mein gr\u00f6\u00dfter Dank. Wie gut, dass wir in dieser Art und Weise zusammenstehen und -halten! Durch Kontaminierung werden die Aufbauarbeiten unserer B\u00fcros, der Abschieds- und Ausstellungsr\u00e4ume noch etwas Zeit ben\u00f6tigen. Bis zur Fertigstellung befinden wir uns auf der gegen\u00fcberliegenden Stra\u00dfenseite in den ehemaligen Gesch\u00e4ftsr\u00e4umen, in denen ich schon mit meinen Eltern t\u00e4tig war! Auch von dort aus bieten wir alle gewohnten Dienstleistungen an.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_50269\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 349px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-50269\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_1618-2-1.jpg\" alt=\"\" width=\"339\" height=\"406\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Barbara Neusel-Munkenbeck \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p><strong>DS: Direkt nach dem Hochwasser haben ja viele Politiker vollmundig schnelle, unb\u00fcrokratische Hilfe angek\u00fcndigt. Ist diese denn bei Ihnen angekommen?<\/strong><\/p>\n<p>Barbara Neusel-Munkenbeck: &#8222;Offizielle Hilfe? Nein! Obwohl unser Fall nicht unbekannt war! Was Unterst\u00fctzung betrifft, so konnten wir gl\u00fccklicherweise auf die Familie und enge Freunde bauen. Das war eine wunderbare Erfahrung, ohne Anfragen Hilfe zu erfahren.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Obwohl Ihnen selbst das Wasser buchst\u00e4blich bis zur H\u00fcfte stand, haben Sie sich selbstlos mit dem Charity-Verein WUPPERTAL HILFT!, dessen Gr\u00fcndungsmitglied Sie sind, f\u00fcr die anderen Flut-Opfer engagiert. Woher haben Sie die Kraft und die Motivation f\u00fcr dieses Engagement genommen?<\/strong><\/p>\n<p>Barbara Neusel-Munkenbeck: &#8222;Dass ich in einer Notsituation anderen Menschen helfe, die es viel extremer getroffen hat, ist f\u00fcr mich eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Siehe oben: Einfach einmal auf andere Menschen schauen! WUPPERTAL HILFT!ist da einfach eine wunderbare Charity-Gemeinschaft, die ich schon viele Jahre unterst\u00fctze.&#8220;<\/p>\n<p>DS: Der Rat der Stadt hat mehrheitlich beschlossen, dass sich Wuppertal f\u00fcr die Bundesgartenschau BUGA 2031 bewirbt. Inzwischen hat sich die Initiative &#8222;BUGA &#8211; so nicht&#8220; formiert, die die BUGA im Tal mit Hilfe eines B\u00fcrgerbegehrens verhindern will. Wie stehen Sie als \u00fcberzeugte Wuppertalerin sowie erfolgreiche Unternehmerin und Ex-Sportlerin zu dem Thema?<\/p>\n<div id=\"attachment_50270\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-50270\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_1128-2-986x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"519\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Spuren des Hochwassers sind immer noch zu sehen &#8211; \u00a9 Neusel Bestattungen<\/span><\/div>\n<p>Barbara Neusel-Munkenbeck: &#8222;Meine Heimatstadt sollte eine solche gro\u00dfartige Chance nicht liegen lassen. Wuppertal ist eine besonders gr\u00fcne Stadt und sollte diesen Vorsprung sinnvoll einbauen, um unsere Stadt noch viel beliebter, bekannter und noch besuchenswerter zu machen. Die BUGA 2031 wird unser Image und die Attraktivit\u00e4t weiter verbessern, wenn man das Thema Nachhaltigkeit hierbei ber\u00fccksichtigt. Das muss zu schaffen sein!!!&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Vielen Dank f\u00fcr das offene, interessante Gespr\u00e4ch<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das Interview f\u00fchrte Peter Pionke<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Link zur Webseite:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.neusel-bestattungen.de\">http:\/\/www.neusel-bestattungen.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie ist Wuppertalerin mit Leib und Seele, eine seit vielen Jahren erfolgreiche Unternehmerin und war eine herausragende Leichtathletin.  Die Mitbegr\u00fcnderin des Charity-Vereins WUPPERTAL HILFT! e.V. &#8211; eine selbstbewusste Frau, die etwas zu sagen hat. Als Bestatterin muss sie hautnah miterleben, wie sehr die Angeh\u00f6rigen von Verstorbenen unter den Covid-19-Beschr\u00e4nkungen leiden. Abschied nehmen mit Abstand.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-50262","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wuppertal"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-19 02:04:53","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50262","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=50262"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50262\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50271,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50262\/revisions\/50271"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=50262"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=50262"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=50262"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}