{"id":5005,"date":"2020-04-22T15:57:03","date_gmt":"2020-04-22T13:57:03","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2016\/04\/22\/salvatore-will-eis-machen-solange-der-liebe-gott-ihn-laesst\/"},"modified":"2023-04-11T14:10:50","modified_gmt":"2023-04-11T12:10:50","slug":"salvatore-will-eis-machen-solange-der-liebe-gott-ihn-laesst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2020\/04\/22\/salvatore-will-eis-machen-solange-der-liebe-gott-ihn-laesst\/","title":{"rendered":"Salvatore will Eis machen, solange der liebe Gott ihn l\u00e4sst"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_49781\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-49781\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/IMG_8999-1024x834.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"834\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Eismann Salva &#8211; bei Gro\u00df und Klein beliebt &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Eis ist nicht gleich Eis. Davon sind viele S\u00fcdst\u00e4dter seit Jahren \u00fcberzeugt. Genauer gesagt, seit 1980. Seitdem n\u00e4mlich erscheint &#8222;Salva&#8220;, wie ihn seine Fans nennen, mit nur ganz wenigen Unterbrechungen t\u00e4glich. Wenn seine Erkennungsmelodie &#8222;Lili Marleen&#8220; von seinem roten Eiswagen erklingt, begibt sich Jung und Alt in die Startl\u00f6cher. Salvatore Morreales Saison beginnt Ende Februar und endet am letzten Oktober-Wochenende.<\/p>\n<p>Wenn nicht Gro\u00dfauftr\u00e4ge wie Firmenfeste oder Hochzeitsfeiern den Plan \u00e4ndern, ist er immer von 14 bis 22 Uhr mit festen Standorten unterwegs. Mehr noch, seine roten Wagen mit dem Aufdruck &#8222;Meran-Eis&#8220;, gibt es inzwischen in Wuppertal und Remscheid in sechs Varianten. Salvatore Morreales (66) geh\u00f6rt zu den wenigen Eism\u00e4nnern, die das Eis noch selber produzieren. Inzwischen beliefert er auch zahlreiche Eissalons, die ihr Eis nicht mehr selber herstellen. Eis ist nicht gleich Eis. Das besondere an Salvatores kaltem Produkt ist sicher die Eigenproduktion. Seine Zutaten bezieht er \u00fcberwiegend aus Italien und sind naturbelassen. Aber da ist noch mehr!<\/p>\n<p>Die Kreationen, aber vor allem die Art, wie Salvatore Morreale seine leckere Ware an den Mann bringt, hat etwas Einmaliges. Wenn die Kreation fertig ist, folgt die \u00dcbergabe mit geradezu \u00fcberschw\u00e4nglichen Worten. &#8222;F\u00fcr den besten Papi der Welt&#8220; oder &#8222;f\u00fcr die sympathischste, netteste und liebste Mutti, mit Liebe gemacht&#8220; sind Garnierungen die als Schmeicheln jeder erkennt, aber dennoch immer wieder gerne geh\u00f6rt werden. Es m\u00f6gen so allein um die 500 Kinder-Namen sein, die Salvatore im Kopf hat, alle f\u00fchlen sich nicht umsonst ganz pers\u00f6nlich angesprochen.<\/p>\n<p>So kommt es, dass Salvatore sein Eis inzwischen zum Teil schon an die dritte Generation ausliefert. Als das Carl-Fuhlrott-Gymnasium (CFG) k\u00fcrzlich Abiturfeier mit Idolen der Kindheit feierten, gesellte sich neben den Pippi Langstrumpfs mit Salvatore Morreale &#8222;der Lieblings-Eismann&#8220; vieler Kinder als externes Idol hinzu. &#8222;Die habe ich zum Teil mit meinem Eis gro\u00dfgezogen&#8220;, schmunzelt der kleine Italiener, wie er sich gelegentlich selbst nennt. Schon manchem Kind hatte er eine Eiskugel geschenkt, wenn es traurig am Wagen stand und kein Geld besa\u00df. Oder wenn es Geburtstag hatte, dann war immer &#8222;Frei-Eis-Tag&#8220;. F\u00fcr manchen ist Salva auch so etwas wie ein Kummerkasten. Die Leute vertrauen ihm Pers\u00f6nliches an, weil sie wissen, dass auch privateste Dinge den Eiswagen nicht verlassen.<\/p>\n<p>&#8222;Man glaubt es ja oft nicht, was die Menschen so bewegt. Aber hinter jeder T\u00fcr wohnt ein Schicksal. So ist denn Silva f\u00fcr viele in der Tat mehr als ein &#8222;Eismann&#8220;, er ist eine soziale Institution. Geboren wurde der keine Italiener 1949 in Sizilien. Nicht etwa Armut oder Perspektivlosigkeit in seiner Heimat f\u00fchrte den gelernten Landvermesser in den 70er nach Deutschland, sondern nach eigenen Angaben die reine Abenteuerlust. Eigentlich wollten er und sein inzwischen verstorbener Bruder Patricio nur drei Monate bleiben. In Wuppertal fand der Vater einer inzwischen erwachsenen und erfolgreichen Tochter indes Arbeit, erst in einer Fabrik, dann in dem fr\u00fcheren Cronenberger Eissalon Remo Picaro an der Rathausstra\u00dfe. Hier lernte er die Eisproduktion von der Pike auf, ehe er seine F\u00e4higkeiten im Selbststudium weiterentwickelte und sich zu Selbst\u00e4ndigkeit entschloss.<\/p>\n<p>Heute sagt Salva: &#8222;Nur wer gibt, bekommt auch etwas zur\u00fcck&#8220;. Die Cronenberger, so seine eigenen Wahrnehmung &#8222;lieben mich&#8220;. Und so denkt er nach jetzt 46 &#8222;gl\u00fccklichen Jahren&#8220; keineswegs an R\u00fcckkehr nach Italien. &#8222;Dort w\u00e4re ich jetzt eher ein Fremder, in Cronenberg bin ich zu Hause.&#8220; Und so will er weitermachen, solange er den Spa\u00df daran habe und voller Demut f\u00fcgt er hinzu &#8222;solange der liebe Gott mich l\u00e4\u00dft.&#8220;<\/p>\n<p>Text &amp; Foto: Siegfried J\u00e4hne<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der kleine Italiener aus Sizilien will heute nicht mehr aus Wuppertal weg. Der\u00a0Eismann ist der Star auf den S\u00fcdh\u00f6hen &#8211; nicht nur f\u00fcr Kinder.<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":5003,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[2462,2461],"class_list":["post-5005","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wuppertal","tag-eis","tag-eismann"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-14 12:04:58","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5005","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5005"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5005\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":64308,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5005\/revisions\/64308"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5003"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5005"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5005"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5005"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}