{"id":50041,"date":"2022-02-05T12:03:07","date_gmt":"2022-02-05T11:03:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=50041"},"modified":"2022-02-12T10:24:44","modified_gmt":"2022-02-12T09:24:44","slug":"inklusives-ensemble-con-praesentiert-neues-theater-stueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2022\/02\/05\/inklusives-ensemble-con-praesentiert-neues-theater-stueck\/","title":{"rendered":"Inklusives &#8222;Ensemble Con&#8220; pr\u00e4sentiert neues Theater-St\u00fcck"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_50044\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-50044\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/012-POURQOUIPAS-2-1024x711.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"711\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das &#8222;Ensemble Con&#8220; bei einer Probe &#8211; \u00a9 Andr\u00e9 Scollick<\/span><\/div>\n<p>\u201eCon\u201c, das sind zehn regional, national und international agierende Musikerinnen und Musiker sowie darstellende K\u00fcnstler der freien Szene Wuppertals. Ungew\u00f6hnlich daran ist die Tatsache, dass es sich dabei zu einem guten Teil um Menschen mit einer geistigen oder emotionalen Behinderung handelt, die hier gleichberechtigt mit renommierten Profis ihres jeweiligen Genres agieren \u2013 eine NRW-weit einmalige Konstellation.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Bereits 2016 und 2018 hat das von der Wuppertaler Musikerin Ute V\u00f6lker gegr\u00fcndete, damals noch namenlose Ensemble zwei erfolgreiche Produktionen auf die B\u00fchne gebracht.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ein bunt gemischtes Ensemble aus individuellen K\u00fcnstlerpers\u00f6nlichkeiten mit verschiedenen kulturellen Wurzeln und \u00e4sthetischen Haltungen findet zusammen \u2013 aber wie geschieht das \u00fcberhaupt?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Das neue St\u00fcck \u201ePourquoi pas?\u201c macht diese Suche nach einer gemeinsamen Sprache selbst zum Thema und lotet dabei die M\u00f6glichkeiten zwischenmenschlicher Kommunikation \u00fcberhaupt aus.<\/p>\n<p>Dass es in der Lage ist, eine gemeinsame Sprache zu finden und zu einem \u00e4u\u00dferst erfolgreichen k\u00fcnstlerischen Ergebnis zu kommen, hat das Ensemble bereits in den beiden letzten Produktionen \u201eIch bin ein Prinz_Normalit\u00e4t 3 bis 5\u201c (2018) und \u201eIch selfie mich selbst&#8230;\u201c (2016) bewiesen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Das neue St\u00fcck \u201ePourquoi pas?\u201c macht nun diese Suche nach einer gemeinsamen Sprache selbst zum Thema und lotet dabei die M\u00f6glichkeiten zwischenmenschlicher Kommunikation \u00fcberhaupt aus. Da bringt jeder Darsteller seine eigene Sprachkultur und Ausdrucksform mit, die Operns\u00e4ngerin tr\u00e4llert ihre Arien auf Italienisch, die Geigerin mag es nur musikalisch und der T\u00e4nzer spricht am liebsten gar nicht.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Auf der Suche nach einer gemeinsamen Sprache pl\u00e4diert die eine f\u00fcr chinesisch, der andere f\u00fcr arabisch \u2013 bis man sich einigt auf \u201efranz\u00f6sisch\u201c. Warum auch nicht? Pourquoi pas?&#8230; Franz\u00f6sisch \u2013 das klingt nach Liebe und Leichtigkeit und weckt Sehns\u00fcchte, die alle teilen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Singend und spielend erobert sich das Ensemble Wort um Wort sein eigenes Franz\u00f6sisch \u2013 ein gemeinsamer Lernprozess, denn keiner ist dieser Sprache m\u00e4chtig. Jeder erweitert dabei zugleich seine k\u00fcnstlerischen Grenzen: Alle spielen, sprechen, musizieren und tanzen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Und ganz nebenbei wird immer wieder geschaut und neu vermessen, was Sprache \u00fcberhaupt macht, soll und kann. Wie schreit, jammert, schluchzt, umgurrt, liebt es sich auf Franz\u00f6sisch? Wie machtvoll oder machtlos kann Sprache sein? Wie viele Worte gen\u00fcgen, um all das zu sagen, was es zu sagen gibt? Der Abend wird es zeigen&#8230;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Auch Musik ist eine Sprache, Sprache wird zu Musik. Bewusst wird bei \u201ePourquoi pas\u201c mit verschiedenen Klangsprachen und Genres gespielt: Opernarien, Chansons, franz\u00f6sische<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Musette, zeitgen\u00f6ssische \u201eEchtzeitkompositionen\u201c und Sprechges\u00e4nge verweben sich auf der B\u00fchne live zu einem Klangteppich.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die seit Monaten herrschenden Einschr\u00e4nkungen aufgrund der Corona-Pandemie haben sich nat\u00fcrlich auch auf die Entwicklung des St\u00fcckes ausgewirkt. Geprobt werden konnte nur mit Abstand, die Operns\u00e4ngerin singt abgeschirmt in einer Kiste, gemeinsames Singen musste gestrichen werden, das Ersetzen von sprachlicher durch k\u00f6rperliche Kommunikation als Thema des St\u00fcckes muss ohne die M\u00f6glichkeit der Ber\u00fchrung anders behandelt werden \u2013 die Suche nach einer gemeinsamen Sprache geht weiter.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Das Ensemble:<\/b><\/p>\n<p><b>Idee &amp; Organisation: <\/b>Ute V\u00f6lker<\/p>\n<p><b>Musik &amp; Komposition:<\/b> Gunda Gottschalk &amp; Ute V\u00f6lker<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Gesang &amp; Schauspiel:<\/b> Dorothea Brandt &#8211; Kirsten Edelhagen<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Schauspiel &amp; Musik: <\/b>Bernhard Glose &#8211; Luise Kinner &#8211; Leo Nitas<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Tanz &amp; Schauspiel:<\/b> Kenji Takagi &#8211; Tim Alberti<\/p>\n<p><b>Regie: <\/b>Jakob Fedler<\/p>\n<p><b>B\u00fchne:<\/b> Oliver Kostecka<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Einmalig in NRW setzt sich das Ensemble zu gleichen Teilen aus K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern mit und ohne Behinderung zusammen. Alle Akteure arbeiten in unterschiedlichen Konstellationen seit Jahren immer wieder in verschiedenen Produktionen zusammen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Als inklusives Ensemble stehen sie zum dritten Mal zusammen auf der B\u00fchne. Aus einem Projektensemble ist das Ensemble Con geworden, das sich mittlerweile ein Renommee im Bergischen Land und im Ruhrgebiet erarbeitet hat. Ausf\u00fchrliche Biografien der Ensemblemitglieder finden Sie im PDF \u201eDas Ensemble\u201c.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Termine:<\/b><\/p>\n<p>11.03.2022 (Premiere) &#8211; 19:30 Uhr &#8211; Theater am Engelsgarten &#8211; Wuppertal<\/p>\n<p>12.03.2022 &#8211; 19:30 Uhr &#8211; Theater am Engelsgarten &#8211; Wuppertal<\/p>\n<p>07.04.2022 &#8211; 19:30 Uhr &#8211; PrinzbRwegent Theater &#8211; Bochum<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehrfach musste die Premiere Corona bedingt verschoben werden, jetzt ist es endlich soweit: Am 11. M\u00e4rz 2022 zeigt das &#8222;Ensemble Con&#8220; im Wuppertaler Theater am Engelsgarten sein neues St\u00fcck \u201ePourqoui pas\u201c.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-50041","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-07 15:29:26","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50041","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=50041"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50041\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50046,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50041\/revisions\/50046"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=50041"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=50041"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=50041"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}