{"id":45612,"date":"2022-01-30T12:17:11","date_gmt":"2022-01-30T11:17:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=45612"},"modified":"2022-01-30T19:33:03","modified_gmt":"2022-01-30T18:33:03","slug":"wuppertal-gibt-es-nicht-stadtwerbung-logischerweise-auch-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2022\/01\/30\/wuppertal-gibt-es-nicht-stadtwerbung-logischerweise-auch-nicht\/","title":{"rendered":"Wuppertal gibt es nicht \u2013 Stadtwerbung logischerweise auch nicht"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_45630\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-45630\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/IMG_3278-3-1024x685.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"685\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Vok Dams am vom ber\u00fchmten K\u00fcnstler Christo verh\u00fcllten &#8222;Arc de Triomphe&#8220;: Paris &#8211; eine Stadt, die unverwechselbar und wiedererkennbar ist &#8211; \u00a9 Vok Dams iNotes<\/span><\/div>\n<p>In dem NotizBlog, in seiner Denkfabrik ATELIERHAUS und in eine Reihe politischer Beitr\u00e4ge, die wir in unserer STADTZEITUNG immer wieder gern ver\u00f6ffentlichen, setzt sich Vok Dams mit dem Thema Stadt-Marketing und Stadt-Werbung auseinander.<\/p>\n<p>&#8222;Ideen aus dem ATELIERHAUS&#8220; nennt er diese konstruktiv-kritischen Beitr\u00e4ge, \u00fcber die wir heute mit ihm sprechen.<\/p>\n<p><b>DS: &#8218;So einfach ist Werbung&#8216;, haben Sie es in Ihrem aktuellen NotizBlog-Beitrag formuliert und pr\u00e4sentieren die Anzeige des Von der Heydt-Museums in der Sonntagszeitung &#8218;Welt am Sonntag&#8216; vom 23. Januar 2022. Ist Werbung, die den Nerv trifft, wirklich so einfach?<\/b><\/p>\n<p>Vok Dams: &#8222;Eine Anzeige zu schalten ist tats\u00e4chlich einfach. Sie richtig zu gestalten schon schwieriger.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_45617\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 412px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-45617\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/IMG_4667-768x1024.jpeg\" alt=\"\" width=\"402\" height=\"536\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Anzeige in der &#8222;Welt am Sonntag&#8220; vom 23. Januar 2022 &#8211; \u00a9 Vok Dams iNotes<\/span><\/div>\n<p><b>DS: Was gef\u00e4llt Ihnen denn ausgerechnet an dieser Anzeige?<\/b><\/p>\n<p>Vok Dams: &#8222;Die Gestaltung, die buchst\u00e4blich aus dem Rahmen f\u00e4llt. Dazu ein aufmerksamkeits-starkes Bild einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Ausstellung und eine klare Botschaft. Das f\u00e4llt auf.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Aber die Gestaltung einer Zeitungs-Anzeige ist ja keine Wissenschaft von einem anderen Stern, sondern im weitesten Sinne auch nur Handwerk &#8211; oder?<\/b><\/p>\n<p>Vok Dams: &#8222;Kreatives Handwerk, ja. Aber wenn der Schriftzug\u00a0&#8218;VON DER HEYDT MUSEUM&#8216;\u00a0und\u00a0&#8218;WUPPERTAL&#8217;un\u00fcbersehbar am Kopf der Anzeige zu sehen sind, ist das schon ungew\u00f6hnlich. Zumindest f\u00fcr Wuppertal. Hier verbindet man auf Anhieb das starke Kunst-Motiv der Ausstellung mit einem weniger bekannten Museum und einer noch weniger bekannten Stadt. Wuppertal profitiert also als Standort von dem Museum und der Ausstellung. Die Reaktion kennen wir alle: WOW! WUPPERTAL! Hingehen &#8211; Ansehen!&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_45619\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-45619\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/IMG_4355-1024x768.jpeg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"488\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Wuppertal-Besucher im Von der Heydt-Museum bei der Ausstellung &#8222;BR\u00dcCKE UND BLAUER REITER&#8220; &#8211; \u00a9 Vok Dams iNotes<\/span><\/div>\n<p><b>DS: Also profitiert das Von der Heydt-Museum auch davon?<\/b><\/p>\n<p>Vok Dams: &#8222;Nat\u00fcrlich. Nicht nur das Museum. Die Zuordnung der Ausstellung zu dem Museum und dem Standtort des Museums erzeugt eine wesentlich h\u00f6here Merkf\u00e4higkeit, als ein willk\u00fcrlich gew\u00e4hlter Titel einer noch so interessanten Ausstellung. So wird Wuppertal f\u00fcr Besucher als Stadt interessant. MIK (Museum Industrie Kultur), Engelshaus, Schwebebahn, alles kann einen Besuch des Von der Heydt-Museums zus\u00e4tzlich interessant machen. Und umgekehrt. Voraussetzung:\u00a0Die Einrichtungen sind bekannt und mit dem Namen WUPPERTAL verbunden.&#8220;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>DS: Sollten jetzt die Wuppertaler B\u00fchnen, das Visiodrom im Gaskessel, der Gr\u00fcne Zoo oder der Skulpturenpark von Tony Cragg \u00e4hnlich offensiv in Erscheinung treten und Werbung f\u00fcr sich und die Stadt<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>betreiben?<\/b><\/p>\n<p>Vok Dams: &#8222;Es ist eigentlich naheliegend, dass zumindest die Stadtbetriebe unter der einheitlichen Dachmarke WUPPERTAL auftreten. Jeder Betrieb hat seinen eigenen Marketing-Etat und wird \u00fcber Steuergelder finanziert. Eigentlich eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, dass davon auch etwas an die Stadt zur\u00fcckgegeben wird. Das Ganze ist immer mehr als die Summe seiner Teile.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_45621\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-45621\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/IMG_2067-1024x768.jpeg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"487\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ein starkes Bild der WUPPERTALER B\u00fchnen\u2026 &#8211; \u00a9 Vok Dams iNotes<\/span><\/div>\n<p><b>DS: Also keine Zusatz-Werbekosten f\u00fcr die Stadt und ihre Institutionen. W\u00fcrden denn da auch die privaten Unternehmer und Investoren mitmachen?<\/b><\/p>\n<p>Vok Dams: &#8222;Die privaten Investoren sind strategisch und kommunikativ meist besser aufgestellt als die Stadt. Wenn Sie die Anzeige des Von der Heydt-Museums ansehen, werde Sie feststellen, Dass die \u201eF\u00f6rderer\u201c der Ausstellung sowie der \u201eKulturpartner\u201c WDR 3 jeweils mit ihrem Logo, also der \u201eWort-Bild-Marke\u201c vertreten sind. Damit werden sie unverwechselbar und wiedererkennbar. Unabh\u00e4ngig davon, welche Aktion sie unterst\u00fctzen. Die Voraussetzung ist ein positives Umfeld. Also eine Stadt-Marke Wuppertal, die beispielsweise durch eine Ausstellung im Von der Heydt-Museum oder andere interessante Ma\u00dfnahmen positiv besetz wird.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Wir reden jetzt schon seit vielen Jahren dar\u00fcber: Warum ist es eigentlich so schwer, WUPPERTAL als Stadt positiv darzustellen?&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Vok Dams: &#8222;Ich verweise dazu gern auf Ihr Interview mit mir, das DIE STADTZEITUNG am 21.09.2020 ver\u00f6ffentlicht hat. Ihre Frage damals: Wie erkl\u00e4ren Sie sich das schlechte Image der Stadt? Warum werden wir in unserem Umfeld nicht wahrgenommen. Was hindert Investoren daran sich in Wuppertal niederzulassen? Warum sind die Wuppertaler nicht stolz auf ihre Stadt?<\/p>\n<div id=\"attachment_45623\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-45623\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Busbahnhof-Doeppersberg-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"488\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Kann man das als Werbung f\u00fcr WUPPERTAL bezeichnen? &#8211; \u00a9 Vok Dams iNotes<\/span><\/div>\n<p>Meine Antwort lautete damals: &#8222;\u00dcberspitzt gesagt: \u201cWuppertal\u201c gibt es eigentlich nicht.\u00a0Wuppertal hat es vers\u00e4umt, sich als Einheit darzustellen. Wuppertal existiert nur als eine Ansammlung von Stadtteilen.\u00a0Als Beyenburg, Ronsdorf, Cronenberg, Vohwinkel, Langerfeld, Barmen oder Elberfeld.\u00a0(\u2026) Sichtbar wird das vor allem im Kulturbereich, in der Verwaltung und in den Stadtbetrieben.\u00a0Alle verf\u00fcgen \u00fcber eigene Mittel, die teilweise auch in \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Marketing-Ma\u00dfnahmen investiert werden.\u00a0In keinem dieser F\u00e4lle steht die Stadt als Marke mit ihren Markenwerten im Mittelpunkt.\u00a0Dabei m\u00fcsste das im gemeinsamen Interesse aller Akteure stehen.\u201c<\/p>\n<p><b>DS: <\/b><b>Dem ist eigentlich nichts hinzuzuf\u00fcgen. Ich erinnere mich, dieses Interview kurz vor der Wahl des neuen Oberb\u00fcrgermeisters mit Ihnen gef\u00fchrt zu haben. Haben sich denn Ihre Erwartungen an den gr\u00fcnen Oberb\u00fcrgermeister Uwe Schneidewind erf\u00fcllt?<\/b><\/p>\n<p>Vok Dams: &#8222;Naja, von einer Stadt-Marke und einer Kommunikations-Strategie ist nicht viel zu erkennen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ein \u201eweiter so\u201c wird es nicht geben hat Uwe Schneidewind ja versprochen. Wir sprechen von neuem Wissen, neuem Denken und neuem Handeln. Die Anzeige des Von der Heydt-Museums ist ein erster zaghafter Ansatz. Und Sie wissen ja, die Hoffnung stirbt zuletzt.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Vielen Dank f\u00fcr das offene, interessante Gespr\u00e4ch.<\/b><\/p>\n<p><b>Das Interview f\u00fchrte Peter Pionke<br \/>\n<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vok Dams ist Wuppertaler mit Leib und Seele! Er ist Diplom-Ingenieur, Journalist, Unternehmens-gr\u00fcnder,\u00a0Marketing-Fachmann, Buch-Autor und Galerist.\u00a0Vor allem aber ist\u00a0er Wuppertal Botschafter. Und als dieser k\u00e4mpft er gebetsm\u00fchlenartig seit Jahren darum,\u00a0das Image von Wuppertal aufzuwerten und die Bergische Metropole st\u00e4rker als\u00a0Stadt-Marke zu definieren.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[],"class_list":["post-45612","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-15 06:57:23","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45612","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=45612"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45612\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45714,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45612\/revisions\/45714"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=45612"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=45612"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=45612"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}