{"id":43974,"date":"2021-12-10T16:46:13","date_gmt":"2021-12-10T15:46:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=43974"},"modified":"2022-01-23T14:35:20","modified_gmt":"2022-01-23T13:35:20","slug":"meister-proepper-eine-fussball-legende-wird-80-jahre-alt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2021\/12\/10\/meister-proepper-eine-fussball-legende-wird-80-jahre-alt\/","title":{"rendered":"&#8222;Meister Pr\u00f6pper&#8220;: Eine Fu\u00dfball-Legende wurde 80 Jahre alt"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_43978\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 913px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-43978\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/proepper-2.jpeg\" alt=\"\" width=\"903\" height=\"639\" \/><span class=\"wp-caption-text\">G\u00fcnter Pr\u00f6pper pr\u00e4sentiert eine Ausgabe der STADTZEITUNG im Stadion am Zoo &#8211; \u00a9 Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>G\u00fcnter Pr\u00f6pper steht in Wuppertal auf einem Sockel mit dem Ausnahmeschwimmer<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Peter Nocke und geniesst sicher einen \u00e4hnlichen Bekanntheitsgrad wie die gro\u00dfen Pers\u00f6nlichkeiten der Stadt Pina Bausch, Friedrich Engels oder Johannes Rau.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Der sp\u00e4tere Torj\u00e4ger wurde am 08.12.1941 in Dorsten geboren. Er erlernte den Beruf des Webers kickte zun\u00e4chst f\u00fcr seinen Heimatverein, den Viertligisten BVH Dorsten. Auch in den 1960er Jahren gab es schon Scouts, die damals noch Spielerbeobachter hiessen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Und so landete G\u00fcnter Pr\u00f6pper schlie\u00dflich f\u00fcr drei Jahre in der Regionalliga Nord beim VfL Osnabr\u00fcck. Seine erste Profistation. In 89 Spielen traf er 57 Mal. Sein Sturmpartner beim VfL Osnabr\u00fcck war \u00fcbrigens ein gewisser Udo Lattek.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Im gegnerischen Strafraum hatte sich &#8222;Meister Pr\u00f6pper&#8220; den Ruf als echte Fachkraft mit der Lizenz zum Toreschie\u00dfen erarbeitet. Erich Ribbeck, damals Trainer des Nord-Regionalligisten Rot-Wei\u00df Essen, holte den treffsicheren Dorstener an die Hafenstrasse.<\/p>\n<p>Doch Essen sollte nur ein kurzer Zwischenstopp f\u00fcr den ehrgeizigen, hochtalentierten St\u00fcrmer sein. Erich Ribbeck stellte ihn nur zweimal auf und so konnte er seine Qualit\u00e4ten nicht auf dem Platz beweisen und blieb ohne Tor. Sein erster und einziger kleiner Karriereknick.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck klingelte der WSV bei ihm an. Und so wechselte er 1969 von der Ruhr an die Wupper. Und hier fand er dann sein gro\u00dfes Gl\u00fcck &#8211; beruflich wie privat.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_45530\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-45530\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Guenther-Proepper-Udo-Lattek-Bernd-Bigge-1-2-1024x855.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"855\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Zwei alte Mannschaftskameraden: G\u00fcnter Pr\u00f6pper (l.) und der inzwischen verstorbene Star-Trainer Udo Lattek (M.) bei der Veranstaltung &#8222;WupperTALK&#8220; in der Hako Event Arena. Rechts Unternehmer Bernd Bigge \u00a0&#8211; \u00a9 Archiv-Foto Paul Coon<\/span><\/div>\n<p>In der Regionalliga-Saison 1971\/72 scho\u00df er seinen WSV fast im Alleingang in die Aufstiegsrunde. Von insgesamt 111 Toren erzielte er allen 52. Und auch in der Aufstiegsrunde war auf den bescheidenen Torj\u00e4ger Verlass. Mit acht Treffern war er massgeblich am Bundesliga-Aufstieg beteiligt.<\/p>\n<p>In der Saison 1972\/73 belegte des WSV mit Trainer Horst Buhtz und Torj\u00e4ger &#8222;Meister Pr\u00f6pper&#8220; am Ende den vierten Platz der Fu\u00dfball-Bundesliga. Der gr\u00f6\u00dfte Erfolg, der zudem noch mit der Teilnahme am Europapokal belohnt wurde. G\u00fcnter Pr\u00f6pper war in diesem Jahr mit 21 Treffern drittbester Bundesliga-Torsch\u00fctze hinter Gerd M\u00fcller (36 Tore) und Jupp Henyckes (28 Tore).<\/p>\n<p>Am 09.06.1979 bei der 0:1-Niederlage bei Alemannia Aachen lief G\u00fcnter Pr\u00f6pper zum letzten Mal als Profi auf. Im Alter von 37 Jahren beendete er seine glanzvolle Karriere. Seine beeindruckende Bilanz als Wuppertaler Spieler: 39 Tore in 87 Bundesliga-Spielen, 182 Treffer in 294 Pflicht-Partien f\u00fcr seinen WSV.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>G\u00fcnter Pr\u00f6pper erinnert sich noch gern an seine aktive Zeit: &#8222;Wir haben fr\u00fcher nur einen Bruchteil vom dem verdient, was die Spieler heute bekommen. Viele von uns haben noch halbtags gearbeitet. Deshalb konnte auch nicht so intensiv trainiert werden. Und Trikot-Tausch gab es auch nicht. Wehe, wenn nach dem Spiel ein Trikot gefehlt hat, dann gab es Riesen\u00e4rger mit dem Zeugwart. Wir hatten doch nur zwei oder drei komplette Trikot-S\u00e4tze.&#8220;<\/p>\n<p>Er ist \u00fcbrigens ein Sportsmann aus dem Bilderbuch. In seiner Bundesliga-Karriere kassierte G\u00fcnter Pr\u00f6pper nur eine Verwarnung. Vom Platz gestellt wurde er nie.<\/p>\n<div id=\"attachment_43983\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 586px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-43983\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Classen-08-12-2016-062-2-1024x670.jpg\" alt=\"\" width=\"576\" height=\"377\" \/><span class=\"wp-caption-text\">G\u00fcnter Pr\u00f6pper bedankt sich bei der Feier zu seinem 75. Geburtstag in der Hako Event Arena bei seinen G\u00e4sten &#8211; \u00a9 Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Der Stadt Wuppertal ist er bis heute treu geblieben. Hier lebt er mit Ehefrau Helga. Nach seiner Karriere arbeitete er beim Sport- und B\u00e4deramt. Und dem Fu\u00dfball und seinem WSV blieb er auch verbunden. In erster Linie als Zuschauer.<\/p>\n<p>Aber wenn sein Rat und seine Hilfe gefragt war, stellte er sich zur Verf\u00fcgung. So sprang G\u00fcnter Pr\u00f6pper in der Saison 1995\/96 als Co-Trainer von Detlef Piersig ein, als der ruhmreiche WSV bereits in die Amateuroberliga Nordrhein abgestiegen war.<\/p>\n<p>Sohn Carsten Pr\u00f6pper trat \u00fcbrigens in die Fu\u00dfstapfen seines ber\u00fchmten Vater. Er brachte es immerhin in 60 Bundesliga-Spielen auf 8 Tore f\u00fcr den FC St. Pauli. Und zudem traf er in 206 Zweitligaspielen (u.a.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>FC St. Pauli und Rot-Wei\u00df Oberhausen) 39 Mal.<\/p>\n<p>Der legend\u00e4re Torj\u00e4ger h\u00e4lt sich nach wie vor fit. Zweimal pro Woche trainiert G\u00fcnter Pr\u00f6pper im Sport Park in der &#8222;Alten Papierfabrik&#8220;. Zum Geburtstag w\u00fcnschte er sich nichts weiter als Gesundheit: &#8222;Das ist doch in der heutigen Zeit das Wichtigste. Ich bin froh, dass ich schon vor Wochen die Booster-Impfe erhalten habe.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Meister Pr\u00f6pper&#8220;, den den Wuppertaler Fu\u00dfball-Fans soviel Spass bereitet hat, hat seine Geburtstags-Feier, die J\u00f6rg Wolff, Vorstand des Vereins &#8222;Sportstadt-Wuppertal e.V.&#8220; f\u00fcr ihn im VIP-Raum des Stadions am Zoo organisiert hatte, sehr genossen. Und das, obwohl er sonst nicht gern im Mittelpunkt steht.<\/p>\n<p>Bei den Spielen seines WSV ist G\u00fcnter Pr\u00f6pper immer ein gern gesehener Gast &#8211; bei den \u00e4lteren Fans sowieso, aber auch bei den jungen. Der todellose Sportsmann geniesst Generationen \u00fcbergreifend gro\u00dfen Respekt. Im Stadion beg\u00fc\u00dft ihn auch regelm\u00e4ssig das WSV-Maskottchen, das &#8222;Pr\u00f6ppi&#8220; heisst. Was f\u00fcr ein Zufall&#8230;<\/p>\n<p><strong>Text Peter Pionke<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Herzlichen Gl\u00fcckwunsch, G\u00fcnter Pr\u00f6pper<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/h4>\n<p>Das Team der STADTZEITUNG gratuliert G\u00fcnter Pr\u00f6pper herzlich zum 80. Geburtstag. Und es gibt noch weitere Gratulanten:<\/p>\n<p><strong>Barbara Neusel-Munkenbeck<\/strong>, ehemalige Leichtathletin, WSV-Fan und gemeinsam mit Tochter Jil Caro Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Wuppertaler Bestattungs-Unternehmens Neusel: &#8222;Lieber G\u00fcnter, Du bist ein ganz feiner Mensch! Bodenst\u00e4ndig, freundlich, zur\u00fcckhaltend, dabei v\u00f6llig rot-blau!!!\u00a0Herzlichen Gl\u00fcckwunsch! Bleibe gesund mit Deiner lieben Helga und habe noch viele Jahre mit ihr an Deiner Seite!&#8220;<\/p>\n<p>Der Maler <strong>Christian von Grumbkow<\/strong>: &#8222;Der Name &#8218;Meister Pr\u00f6pper&#8216; ist mir schon Anfang der 70er Jahre sehr oft begegnet. Damals war ich als Musiker der Art-Rock-Band &#8218;Hoelderlin&#8216; in ganz Deutschland unterwegs. Auf Konzert-Tournee oder auf Promotion-Sender-Reise f\u00fcr unser erstes Album &#8218;Hoelderlins Traum&#8216;. Und da bin ich oft von Veranstaltern oder Rundfunk-Moderatoren gefragt worden: &#8222;Wie geht es eigentlich Eurem &#8218;Meister Pr\u00f6pper&#8216;. Und ich habe Dich nat\u00fcrlich auch im Stadion am Zoo spielen sehen. Deine Kopfballtore, eine Spezialit\u00e4t von Dir, werden f\u00fcr mich immer unvergesslich bleiben. Alles Gute zum Geburtstag, lieber G\u00fcnter. Und bleibe gesund!&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_43986\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 578px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-43986\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/1f5c29a49dd7652e80304c6808fd5d38-2.jpeg\" alt=\"\" width=\"568\" height=\"382\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Eine gro\u00dfe Geste: G\u00fcnter Pr\u00f6pper (l.) \u00fcbergibt Stefan Mageney im Stadion den Scheck \u00fcber 750 \u20ac. Die Fu\u00dfball-Legende wollte keine Geschenke, sondern hat sich stattdessen zum 75. Geburtstag eine Spende f\u00fcr den Charity-Verein WUPPERTAL HILFT! gew\u00fcnscht &#8211; \u00a9 Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p><strong>Stefan Mageney<\/strong>, Hochschul-Dozent, S\u00e4nger von &#8222;Bourbon Street&#8220; und &#8222;Crystal Ball&#8220; sowie 1. Vorsitzender des Charity-Vereins WUPPERTAL HILFT! e.V.: &#8222;Ich habe G\u00fcnter bei der Beerdigung unseres gemeinsamen Freundes Ted Power kennen gelernt und seitdem verbindet uns eine Freundschaft. Er war mehrfach auf Konzerten von mir und ich habe auf seinem 75. Geburtstag gesungen. Das war mir eine Ehre. Lieber G\u00fcnter, ich w\u00fcnsche Dir von Herzen alles Gute, Gl\u00fcck und vor allem Gesundheit und dass Du noch viele sch\u00f6ne Jahre mit Deiner Helga hast.&#8220;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er war ein super Fu\u00dfballer, er ist ein toller Mensch und ein echtes Vorbild. G\u00fcnter Pr\u00f6pper, den alle nur liebevoll &#8222;Meister Pr\u00f6pper&#8220; nannten, wurde am Mittwoch (08.12.) 80 Jahre alt. Er ist eine lebende Legende. Er erzielte in 294 Pflichtspielen 182 Tore f\u00fcr den WSV und pr\u00e4gte die erfolgreichste Zeit des Wuppertaler Traditionsvereins.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-43974","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sport"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-21 10:11:51","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43974","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=43974"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43974\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45531,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43974\/revisions\/45531"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=43974"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=43974"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=43974"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}