{"id":43768,"date":"2021-11-29T17:19:54","date_gmt":"2021-11-29T16:19:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=43768"},"modified":"2024-06-08T18:32:39","modified_gmt":"2024-06-08T16:32:39","slug":"lowischs-engels-doku-ein-kunstwerk-in-bewegten-bildern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2021\/11\/29\/lowischs-engels-doku-ein-kunstwerk-in-bewegten-bildern\/","title":{"rendered":"Lowischs Engels-Doku: Ein Kunstwerk in bewegten Bildern"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_45315\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-45315\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/RS61670b-2-1024x877.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"877\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der Wuppertaler Bildhauer Eckehard Lowisch &#8211; \u00a9 Ralf Silberkuhl<\/span><\/div>\n<p>&#8222;When Robots Make Art&#8220; &#8211; 35 Minuten Informationen, Impressionen, Emotionen und beeindruckende Bilder. Der bekannte Wuppertaler Fotok\u00fcnstler und Filmemacher Ralf Silberkuhl hat den Eckehard Lowisch auf seiner Friedrich-Engels-Erkundungs-Tour mit der Kamera begleitet.<\/p>\n<p>Das kreative Duo reiste auf der Suche nach den Spuren Friedrich Engels auch nach Manchester (England), wo der ber\u00fchmteste Sohn Wuppertals auch einen wichtigen Teil seines Lebens verbrachte.<\/p>\n<p>Dort besuchten sie selbstverst\u00e4ndlich auch die weltber\u00fchmte Bibliothek &#8222;Chetham&#8217;s Library&#8220;, gegr\u00fcndet 1653. Hier war der Philosoph und Revolution\u00e4r Friedrich Engels Stammgast. Hier an dem uralten Massivholztisch traf er sich auch mehrmals mit seinem &#8222;Bruder im Geiste&#8220; Karl Marx (&#8222;Das Kapital&#8220;).<\/p>\n<p>In der Filmdokumentation ist zu sehen, wie Eckehard Lowisch hintern dem geschichtstr\u00e4chtigen M\u00f6belst\u00fcck &#8211; dem Karl Marx&#8217;s Desk &#8211; sitzt und in denselben B\u00fccher bl\u00e4ttert, in denen auch Marx und Engels vor rund 150 Jahren ihre Nasen steckten. Dem Wuppertaler K\u00fcnstler ist f\u00f6rmlich anzusehen, wie sehr ihn diese Begegnung mit der Vergangenheit ber\u00fchrt.<\/p>\n<div id=\"attachment_45316\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1979px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-45316\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/BA9I8503-2.jpg\" alt=\"\" width=\"1969\" height=\"2128\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Zwei bekannte Wuppertaler: Der steinernde Friedrich Engels und der Bildhauer Eckehard Lowisch &#8211; \u00a9 Ralf Silberkuhl<\/span><\/div>\n<p>Super spannend auch die Einstellungen aus einer Spezial-Firma in Ulm, in denen gezeigt wird, wie ein Roboter die von Eckehard Lowisch entwickelte Engels-Figur quasi in Serie produziert.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Bildhauer Eckehard Lowisch beweist den intensiven, sehr pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4chspassagen eindrucksvoll, dass er nicht nur mit Hammer und Mei\u00dfel Kunstwerke schaffen kann, sondern es ebenso versteht, Interessierten auch mit Worten den Weg zu seiner Sicht der Dinge &#8211; was f\u00fcr ihn Kunst bedeutet &#8211; zu ebnen.<\/p>\n<p>Wir lassen Eckehard Lowisch hier auch noch einmal selbst zu Wort kommen:<\/p>\n<p><b>DS: Wie haben Sie bislang die Corona-Krise verkraftet \u2013 als Mensch und als K\u00fcnstler?<\/b><\/p>\n<p>Eckehard Lowisch: \u201eMensch und K\u00fcnstler? Da mache ich bei mir keinen Unterschied, denn jeder K\u00fcnstler ist ja auch ein Mensch. Als K\u00fcnstlermensch bin ich Krisen gewohnt und habe Strategien entwickelt, diese ab und zu in Chancen zu verwandeln. Aber diese pandemische Krise ist anders, sie versch\u00e4rft alle bereits Bestehenden.\u201c<\/p>\n<p><b>DS: Sie sind mit gro\u00dfen Erwartungen ins Engelsjahr gestartet, was ist davon \u00fcbrig geblieben?<\/b><\/p>\n<p>Eckehard Lowisch: \u201eJe weniger meine Erwartungen und Hoffnungen an das Engelsjahr erf\u00fcllt wurden, desto mehr steigerte sich mein Enthusiasmus, nicht nachzulassen, mein Projekt zu vermitteln. Immerhin bin ich der Bildhauer, der das offizielle Engels Denkmal zu seinem 200. Geburtstag f\u00fcr seine Stadt geschaffen hat. Meine Skulptur: Der junge Engels und ihre besondere Entstehungsgeschichte \u2013 das bleibt, das geh\u00f6rt jetzt zur Stadtgeschichte.\u201c<\/p>\n<p><b>DS: Die Aktion \u201eEngels2020 Skulptur \u2013 unterwegs\u201c mit dem steinernen Engels aus 56 Marmortafeln, die mal hier und mal dort auftauchte, war ja ein vielbeachteter Erfolg. Aber im Prinzip doch eher eine Corona-Notl\u00f6sung?<\/b><\/p>\n<p>Eckehard Lowisch: \u201eCorona bedingt wurden mir nach und nach die vereinbarten Pr\u00e4sentationsfl\u00e4chen und Ausstellungsm\u00f6glichkeiten an hochfrequentierten Orten in Wuppertal genommen. Das h\u00e4tte ich jetzt nat\u00fcrlich einfach so hinnehmen k\u00f6nnen. Die Aktion: \u201aEngels2020 Skulptur\u2018 \u2013 unterwegs war meine k\u00fcnstlerische Reaktion auf die ansteigend immer ung\u00fcnstiger werdenden Begleitumst\u00e4nde. Immer wieder, wenn zum Beispiel<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Kooperationspartner absprangen, habe ich mir halt neue gesucht. So konnte ich den Jungen Engels zum Beispiel im Skulpturenpark Waldfrieden ausstellen, nachdem das in der Sonderausstellung: \u201aEin Gespenst geht um in Europa\u2018 nicht mehr ging. Ich denke, das Unterwegs-Format meines Projekts kann man in keinster Weise eine Not-L\u00f6sung nennen. R\u00fcckblickend kann ich sogar sagen, dass diese Variante mein Engelsprojekt sogar aufgewertet hat. Immerhin ist es dadurch zu einem der wenigen \u201aEngels2020\u2013Projekte\u2018 geworden, das auch \u00fcberregional und international wahrgenommen wurde.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>DS: Was ist aus dieser sehr eigenwilligen und markanten Engels-Skulptur geworden?<\/b><\/p>\n<p>Eckehard Lowisch: \u201eDer Steinernde im sch\u00f6nen Atriumgarten im Alten Schauspielhaus, dem zuk\u00fcnftigen Pina Bausch Zentrum. Der Junge Engels erschien dort im Rahmen des Festivals: \u201aPina Bausch Zentrum \u2013 under construction\u2018 und das exakt an seinem 200. Geburtstag. Ein passender Ort, wie ich finde, denn dort l\u00e4sst sich Vergangenes mit Gegenw\u00e4rtigem und Zuk\u00fcnftigem auf vortreffliche Weise verbinden. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Skulptur dort dauerhaft ihren Platz findet.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_52018\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 650px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-52018 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/image0-2.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"542\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Eckehard Lowisch am Karl Marx&#8217;s Desk in der Chatham&#8217;s Library in Manchester &#8211; \u00a9 Foto Ralf Silberkuhl<\/span><\/div>\n<p><b>DS: Wie steht es jetzt mit der Aktion \u201eEngels2020 Skulptur \u2013 when robots make art\u201c?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Eckehard Lowisch: \u201eWuppertal bleibt ja f\u00fcr alle Zeiten die Geburtsstadt von Friedrich Engels. Die in meinem Projekt inne liegende Fragestellung, in wie weit digitale Prozesse unsere Arbeitswelt ver\u00e4ndern, sogar auch meinen Beruf, den zweit\u00e4ltesten, den des Bildhauers \u2013 da bleibe ich nat\u00fcrlich dran. Denn all das was ich bisher an Ergebnissen dazu vorgelegt und vorgelebt habe, kann man jetzt erst einmal als Vorwort verstehen f\u00fcr das, was mir und meinen Kollegen noch bevorsteht.\u201c<\/p>\n<p><b>DS: Um sich auf die Engels-Projekte vorzubereiten, haben Sie sich mit dem Film- und Foto-K\u00fcnstler Ralf Silberkuhl auf die Spuren von Friedrich Engels in England begeben. Was hat Sie dabei am meisten beeindruckt?<\/b><\/p>\n<p>Eckehard Lowisch: \u201eAusf\u00fchrliche Recherchen sind f\u00fcr mich immer die Grundvoraussetzung f\u00fcr einen tragf\u00e4higen Entwurf. Schon vor Jahren habe ich angefangen, mich intensiv mit dem Ph\u00e4nomen Friedrich Engels in seiner Zeit \u2013 \u00fcbertragen auf die heutige Zeit, zu besch\u00e4ftigen. Als ich mit Ralf Silberkuhl und Lutz Rieder in Manchester f\u00fcr Filmaufnahmen unterwegs war, an Friedrich Engels 199. Geburtstag, hat mich besonders beeindruckt, wie l\u00e4ssig und selbstbewusst man dort mit der Materie Friedrich Engels, mit den Konsequenzen der Fr\u00fchindustriealisierung, mit Themen wie Arbeiterbewegung, Gewerkschaften usw. umgeht und wie intensiv die Auseinandersetzung mit unserem Friederich, ihrem \u201eFred\u201c und der sozialen Frage praktisch an jeder Stra\u00dfenecke sp\u00fcrbar ist und m\u00f6glich bleibt.\u201c<\/p>\n<p><b>Text &amp; Interview Peter Pionke<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>LINK zur Dokumentation &#8222;WHEN ROBOTS MEETS ART&#8220;<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/U86qlOnz_YM\">https:\/\/youtu.be\/U86qlOnz_YM<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht nur seine Werke verf\u00fcgen \u00fcber Aussagekraft. Eckehard Lowisch ist auch ein K\u00fcnstler, der etwas zu sagen hat. Wer sich selbst davon ein Bild machen will, der sollte sich unbedingt die Dokumentation &#8222;When Robots Make Art&#8220; anschauen, die jetzt nach dem offiziellen Ende des &#8222;Engeljahres&#8220; online ist. (Siehe LINK unten).<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-43768","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-15 18:56:04","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43768","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=43768"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43768\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":43775,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43768\/revisions\/43775"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=43768"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=43768"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=43768"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}