{"id":43449,"date":"2021-11-13T15:26:45","date_gmt":"2021-11-13T14:26:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=43449"},"modified":"2021-11-20T09:28:00","modified_gmt":"2021-11-20T08:28:00","slug":"das-zusammenspiel-von-kultur-oekologie-und-technologie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2021\/11\/13\/das-zusammenspiel-von-kultur-oekologie-und-technologie\/","title":{"rendered":"Das Zusammenspiel von Kultur, \u00d6kologie und Technologie\u00a0"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_43452\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-43452\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/csm_Llabre_Valls_4022af8e51-2-1024x743.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"743\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Prof. Enriqueta Llabres-Valls &#8211; \u00a9 Bergische Universit\u00e4t<\/span><\/div>\n<p>Deshalb macht sich Enriqueta Llabres-Valls f\u00fcr deren Meinung und Mitwirkung in einem breit aufgestellten planerischen Prozess stark. Die in London lebende und an der Bartlett School of Architecture lehrende Architektin ist Inhaberin der f\u00fcnften \u201eDr. J\u00f6rg Mittelsten Scheid-Gastprofessur\u201c in der Fakult\u00e4t Architektur und Bauingenieurwesen an der Bergischen Universit\u00e4t. Eine Folge der Reihe &#8222;Transfergeschichten&#8220;.<\/p>\n<p><b>W\u00e4hrend Ihrer Ausbildung zur Architektin haben Sie sich mit den Beziehungen zwischen Technologien, Innovationen, Kultur und \u00d6kologie besch\u00e4ftigt, weil Sie glauben, dass diese Aspekte einen entscheidenden Einfluss auf die gebaute Umwelt haben. Wie sieht dieser Einfluss aus?<\/b><\/p>\n<p>Enriqueta Llabre-Valls: &#8222;Dieser Einfluss ist Teil meiner vitalen Beziehung mit der Umwelt von Kindheit an und auch sp\u00e4ter, als ich zur Universit\u00e4t ging. Es begann mit \u00d6kologie und Kultur. Ich stamme von den Kanarischen Inseln und bin auch dort aufgewachsen. Meine Familie stammt von dort. Ich bin nach Aufenthalten an vielen verschiedenen Orten dann auf die Kanarischen Inseln zur\u00fcckgekehrt und habe dort mein Leben verbracht. Die Kanarischen Inseln sind wie ein Mikrokosmos. Es sind kleine Inseln und sie haben eine sehr reiche, nat\u00fcrliche, aber auch zerbrechliche Umwelt. Ich bin also mit dem Meer und dem \u00d6kosystem aufgewachsen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Meine Kindheit war sehr eng mit der Landschaft und dem Gebiet verbunden. Aber die Kanarischen Inseln haben gelitten. Ich meine, sie haben sich entwickelt, es gab wirtschaftliches Wachstum, aber das hat sich auf das Gebiet und die Landschaft ausgewirkt und auch auf die Bebauung. Es gab eine Menge Kontroversen dar\u00fcber, wie es entwickelt wurde und die insgesamt sieben Inseln haben sich auch nicht gleichm\u00e4\u00dfig entwickelt. Jede ist ein kleines Entwicklungslabor.<\/p>\n<p>Eine Insel, die mich sehr beeinflusst hat, bevor ich meine Karriere begann, ist Lanzarote. In meiner Kindheit war Cesar Manrique, ein sehr bekannter K\u00fcnstler und Landschaftsgestalter, an der Entwicklung von Lanzarote beteiligt. Er arbeitete mit Architekten zusammen und es gibt eine Vielzahl von Landschaftsprojekten von ihm.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Er erkundete die D\u00f6rfer der Insel, denn der einzige Reichtum, den wir auf Lanzarote hatten, waren die Landschaft und das \u00d6kosystem. Und wenn wir uns nicht darum gek\u00fcmmert h\u00e4tten, g\u00e4be es dort gar nichts mehr, denn Lanzarote hatte kein Wasser. So ging Manrique in die D\u00f6rfer, um mit den Menschen zu kommunizieren. Die Entwicklung der Kulturlandschaft, die Cesar Manrique auf Lanzarote vorantreiben wollte, f\u00fchrte zum wirtschaftlichen Aufschwung, wirkte sich aber auch auf das Bewusstsein der Menschen aus, die sich an der Gestaltung der Landschaft beteiligten. So ein Beispiel hat meine Denkweise \u00fcber Architektur, Landschaft, Territorium usw. immer beeinflusst.<\/p>\n<p>Deshalb habe ich 2012 an der London School of Economics Lokale Wirtschaftsentwicklung studiert und angefangen, mit der Idee der relationalen urbanen Bescheidenheit und des relationalen Kapitals zu arbeiten, nach der Menschen zusammenkommen und eine Idee von einer Stadt, eine Idee von \u00f6ffentlichem Raum, eine Idee von einem Geb\u00e4ude entwickeln k\u00f6nnen. Die R\u00e4ume, die gebaut werden, sind also diejenigen, die in der Lage sind, verschiedene Visionen unterschiedlicher sozialer Gruppen zu ber\u00fccksichtigen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die Vielfalt der Meinungen ist etwas, was zelebriert werden sollte, weil es sonst bedeutet, dass bspw. ein dominantes Haus die Vielfalt der Bed\u00fcrfnisse und Bedingungen, die jeder Mensch hat, \u00fcberdeckt. Zwar gilt es immer, wenn man den Beruf des Architekten und der traditionellen Architektur aus\u00fcbt, den Kundenwunsch zu ber\u00fccksichtigen, aber bei einer Vision der Integration von \u00d6kologie, der Integration von Landschaft darf man nicht nur wie ein Architekt denken, denn die gesamte Architektur beeinflusst das Territorium und die Biodiversit\u00e4t.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>An dieser Stelle denke ich, dass das Konzept des relationalen Urbanismus und die Tatsache, dass das Territorium eine kulturelle Konstruktion ist, grundlegend ist.<\/p>\n<p>In Bezug auf das, was die Technologie betrifft, hat mein Vater einen entscheidenden Einfluss auf mich gehabt, der jedoch nichts mit Architektur zu tun hatte.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Mein Vater hat mir von klein auf eine Leidenschaft f\u00fcr die Wissenschaft und f\u00fcr die Mathematik beigebracht. Mein Interesse an der Technologie hat mit der Tatsache zu tun, in welcher Art und Weise wir Wissen konstruieren, wie wir unser Wissen \u00fcber die Umwelt konstruieren und wie das unsere kulturelle Konstruktion dieser Umwelt beeinflusst.<\/p>\n<p>In der Barlett School in London, wo ich unterrichte, untersuchen unsere Studierenden, wie landwirtschaftliche Praktiken in der Anwendung des Phosphors \u00fcber die Jahre zu einem gro\u00dfen Emissionsproblem in der Ostsee f\u00fchren. Das Problem der Sph\u00e4renhaftigkeit und die F\u00e4higkeit, die Probleme von der planetarischen Skala bis zur Skala der Struktur und des materiellen Systems zu sehen, ist also von grundlegender Bedeutung.<\/p>\n<p><span class=\"Apple-converted-space\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-43212\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/image002-1.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"138\" \/><\/span><\/p>\n<p>Und wir k\u00f6nnen dies nur durch Technologie erreichen und vermitteln. Wir m\u00fcssen dieses komplexe System von Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnissen verstehen, um rechtzeitig L\u00f6sungen f\u00fcr das Umweltproblem anbieten zu k\u00f6nnen, wir m\u00fcssen es auch visualisieren und kommunizieren.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Heute ist die Technologie in der Lage, uns bei der Verwaltung gro\u00dfer Datensysteme zu helfen. Sie hilft uns, gro\u00dfe Gruppen von Menschen zu erreichen. Technologie ist f\u00fcr mich also ein grundlegendes Element der Designmethodik. Es ist wichtig, dass man bei der Nutzung von Technologie kritische Reformen durchf\u00fchrt und sich vor einer extrem positivistischen Sichtweise der Technologie h\u00fctet. Und deshalb ist das Zusammenspiel von Kultur, \u00d6kologie und Technologie von grundlegender Bedeutung.<\/p>\n<p>Bei den meisten Umweltproblemen handelt es sich zwar um Probleme, die nicht technisch gel\u00f6st werden k\u00f6nnen, aber sie beruhen darauf, wie wir miteinander in Beziehung treten, wie wir miteinander um Ressourcen konkurrieren und wie die Gesellschaft \u00f6ffentliche G\u00fcter verwaltet.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ich stehe immer vor dem Problem, zu konsumieren oder die Umwelt nicht zu verschmutzen, um den Preis, dass ich meinen individuellen Nutzen f\u00fcr das Gemeinwohl opfern muss. Ich kann aber niemanden zwingen, es zu tun. Es muss also ein Bewusstsein auf Seiten des Einzelnen geben, um eine koordinierte Vision zu haben, die ein Engagement erm\u00f6glicht, um damit besser leben zu k\u00f6nnen. Und die Technologie hat da eine wichtige Funktion.&#8220;<\/p>\n<p><b>Viele Ihrer Arbeiten haben Preise gewonnen, darunter der Le Fanu Park mit einer gro\u00dfen Skateranlage in Dublin. Was war Ihnen bei dieser Arbeit wichtig?<\/b><\/p>\n<p>Enriqueta Llabre-Valls: &#8222;Das Wichtigste an diesem Projekt war der Prozess der Beteiligung der verschiedenen Gemeinschaften. Dadurch wurde ein Gef\u00fchl der Eigenverantwortung und Zugeh\u00f6rigkeit geschaffen. Wir konnten mit einfachen Mitteln den Raum gestalten, den wir zum Skateboarden brauchten. Wir haben uns ausf\u00fchrlich beraten und den Park zu einem integrativen Ort gemacht. Es ist ein Platz zum Skaten, der aber auch f\u00fcr einen anderen Teil der Bev\u00f6lkerung nutzbar ist.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Wir haben versucht, unterschiedliche Akteure und ihre verschiedenen Befindlichkeiten \u00fcber das Skating einzubeziehen, so dass nicht der ganze Park nur aus Beton besteht. Einige Geometrien sind sehr einfach, sehr direkt, andere Geometrien sind komplexer und es gibt eine Beziehung zwischen den verschiedenen R\u00e4umen, in denen die Menschen einfach nur beobachten k\u00f6nnen. Dieses Projekt wurde anfangs in der Gemeinde Ballyfermot (Dublin) nicht sehr gut angenommen, da das Gebiet seit Jahren ein Problemviertel war. Die Anwohner wollten zun\u00e4chst keinen Skatepark, weil sie die positive Wirkung nicht sahen. Es gab also Verhandlungen mit den Nachbarn.<\/p>\n<p>Am Ende ist dies ein multifunktionaler Raum, ein Skatepark geworden, aber auch ein Spielplatz f\u00fcr Kinder sowie ein Landschaftsprojekt, das auch die visuelle Qualit\u00e4t des Gebiets verbesserte. Es gab die Skater- und BMX-Community, die das Projekt f\u00f6rderte, wir haben die \u00f6rtlichen Schulen miteinbezogen und neben dem Park eine Sporteinrichtung angelegt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Wir sind bei bestimmten Anl\u00e4ssen dorthin gegangen wo es wichtige Aktivit\u00e4ten in der Gemeinde gab, haben Gespr\u00e4che gef\u00fchrt und das Projekt beworben. Die ortsans\u00e4ssigen Familien hatten die M\u00f6glichkeit mitzubestimmen und wir fanden auch Menschen, die sich f\u00fcr den Park verantwortlich f\u00fchlten. Letztendlich muss man also die Befindlichkeiten der einzelnen Gruppen verstehen und versuchen, das Design zu orchestrieren. Die Vision des Raums und das Design waren dabei f\u00fchrend. Jeder ist in der Lage, seine Konstanten auszudr\u00fccken, aber letztlich folgen sie der F\u00fchrung der Vision, die vorgeschlagen wird. Das ist es, was uns als Architekten die F\u00e4higkeit gibt, zu f\u00fchren.&#8220;<\/p>\n<p><b>Wie haben Sie die Menschen, die Zweifel an diesem Park hatten, von Ihrer Vision \u00fcberzeugt?<\/b><\/p>\n<p>Enriqueta Llabre-Valls: &#8222;Es gab einerseits die Verpflichtung zu sagen, okay, wir machen den Skatepark, aber wir machen ihn auch f\u00fcr die Bewohner dort. Wir haben also eine Strategie entwickelt, um die Leute zu \u00fcberzeugen. Die Erde aus den Bauarbeiten haben wir daf\u00fcr genutzt, um einen H\u00fcgel zu bauen, so dass man von der Stra\u00dfe aus die Skaterbahn nicht sieht und h\u00f6rt. Mit dieser Gestaltungsstrategie wird also ein Verhandlungspunkt zwischen den beiden Parteien erreicht. Und schlie\u00dflich ist es ein multifunktionaler Raum, der nicht nur aus einem Skatepark besteht, sondern auch andere Aktivit\u00e4ten bietet, die nichts mit Skating zu tun haben, sondern eher mit dem Spiel der Kinder. Die Umwandlung des \u00f6ffentlichen Raums kam auch den dort wohnenden Hausbesitzern zugute, weil es eine Wertsteigerung mit sich brachte.&#8220;<\/p>\n<p><b>Gibt es ein Werk oder ein Geb\u00e4ude, dass das Konzept des relationalen Urbanismus besonders deutlich umsetzt?<\/b><\/p>\n<p>Enriqueta Llabre-Valls: Ich denke, der Skatepark ist ein gutes Beispiel f\u00fcr das Konzept des relationalen Urbanismus, denn, wenn man sich das dazugeh\u00f6rige Video anschaut, kann man sehen, dass die Kinder ihren Skatepark selber reinigen. Und das ist es! Ich war an der Produktion dieses Videos \u00fcberhaupt nicht beteiligt. Es gibt ein Kind, das sagt, dass dies kein Raum ist, um den sich die Stadt k\u00fcmmert. Dies ist unser Raum, wir haben die Verantwortung und wir m\u00fcssen uns darum k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Ich denke, die Architekturfakult\u00e4ten m\u00fcssen anfangen, sich damit zu befassen, wie die Praxis der Stadtplanung und die Praxis der Architektur miteinander verbunden sind und die Beziehung der Menschen zu ihrem Territorium, zu ihrer Arbeit beeinflussen.&#8220;<\/p>\n<p><b>Welchen Einfluss haben die Materialien auf das Bauen der Zukunft, wenn man bedenkt, dass die Ressourcen immer knapper werden?<\/b><\/p>\n<p>Enriqueta Llabre-Valls: &#8222;Die Technologien sollten uns dabei helfen, Architektur mit weniger Fu\u00dfabdr\u00fccken zu schaffen, d.h., durch Technik unsere Materialien auf Kostenintensivit\u00e4t und Recycling zu pr\u00fcfen. Ich denke, dass die Architektur als ein Kreislauf verstanden werden muss, der Bau, Nutzung, Demontierung, Wiederbenutzung oder Recycling ber\u00fccksichtigt und nicht auf Abfall ausgerichtet ist.<\/p>\n<p>Neue Materialien k\u00f6nnen aus Holz gewonnen werden. Dies ist von grundlegender Bedeutung. Wir arbeiten an einem Thema, das mit Abf\u00e4llen und mit R\u00fcckst\u00e4nden zu tun hat. Die Richtung sollte dahingehen, dass ein Konzept des Abfalls verschwinden muss, denn, unsere Abf\u00e4lle verschwinden nicht, sie bleiben in der Umwelt. Die einzige M\u00f6glichkeit besteht also darin, sie wiederzuverwenden oder das Gebiet so zu gestalten, dass es sie aufnehmen kann. Auch die Baumaterialien m\u00fcssen sich in diese Richtung entwickeln.<\/p>\n<p>Ich denke, wir befinden uns an einem Punkt in der Geschichte der Menschheit, der in Bezug auf die Umwelt keine Kompromisse zul\u00e4sst. Wenn man sich ansieht, was passiert ist: die Hitzewelle in Kanada, die D\u00fcrre in Kalifornien, die Zerst\u00f6rung des Amazonas, dann glaube ich, dass wir unter Schock stehen. Es hat eine Pandemie gegeben, die damit zu tun hat, wie wir mit Tieren umgehen. Wir befinden uns nicht in einem Zustand, in dem wir einfach sagen k\u00f6nnen, weiter so! Es ist wirklich ein bisschen absurd, und ich versuche auch meine intellektuellen Bem\u00fchungen so weit wie m\u00f6glich auf die Auseinandersetzung mit der \u00f6kologischen Realit\u00e4t des Planeten zu richten.&#8220;<\/p>\n<p><b>Welche Bedeutung hat Design in der Architektur der Zukunft?<\/b><\/p>\n<p>Enriqueta Llabre-Valls: Sie ist grundlegend. Letztendlich m\u00fcssen wir uns gegenseitig verstehen oder die menschliche Natur, wie sie funktioniert. Unsere kulturelle Entwicklung hat unsere biologische Evolution bei weitem \u00fcberholt. Der Mensch steht meiner Meinung nach stets zwischen dem Rationalen und dem Irrationalen. Wir m\u00f6gen die Dinge, die wir verstehen, aber wir haben auch eine Bindung an Werte, die wir kulturell konstruieren, wie die Flagge, die Idee eines Landes, die Idee einer Gemeinschaft, die Idee einer Stadt. Letztlich handelt es sich um kulturelle Konstruktionen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Und Design ist der maximale Ausdruck dieser kulturellen Konstruktion von L\u00e4ndern. Architektur ohne Design ist also keine Architektur, und Design ist in der Lage, die Sensibilit\u00e4t des Menschen zu erreichen. Wir m\u00fcssen also das Design nutzen, um mit den Menschen in Kontakt zu treten. Fragen der Sch\u00f6nheit, der Liebe oder der Leidenschaft, des Hasses sind sehr menschliche Dinge, die Eingang in die Entw\u00fcrfe finden m\u00fcssen, wenn wir ein bis dahin unattraktives Gebiet erhalten wollen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Es ist auch die Art zu handeln, wie es im LeFanu Skate Park geschieht. Das Design \u00fcbernimmt die F\u00fchrung, weil es die Vision hervorbringt, eine Vision, die die Menschen wollen, die ihnen gef\u00e4llt.<\/p>\n<p><b>Das Interview f\u00fchrte Daniel Vazquez Capilla<\/b><\/p>\n<p><b>\u00dcber Prof. Enriqeta Llabres-Valls<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Prof. Enriqueta Llabres-Valls lehrt an der Bartlett School of Architecture in London. Sie ist Inhaberin der f\u00fcnften \u201eDr. J\u00f6rg Mittelsten Scheid-Gastprofessur\u201c an der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>R\u00e4ume, die gebaut werden, sind in der Lage, verschiedene Visionen unterschiedlicher sozialer Gruppen zu ber\u00fccksichtigen. 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