{"id":4325,"date":"2016-03-10T08:31:14","date_gmt":"2016-03-10T07:31:14","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2016\/03\/10\/andreas-mucke-bei-allen-wichtigen-diskussionen-sitze-ich-mit-am-tisch\/"},"modified":"2022-01-29T09:44:52","modified_gmt":"2022-01-29T08:44:52","slug":"andreas-mucke-bei-allen-wichtigen-diskussionen-sitze-ich-mit-am-tisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2016\/03\/10\/andreas-mucke-bei-allen-wichtigen-diskussionen-sitze-ich-mit-am-tisch\/","title":{"rendered":"Andreas Mucke: \u201eBei allen wichtigen Diskussionen sitze ich mit am Tisch\u201c"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_45306\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 873px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-45306\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/d4514f91acb7629914e8612c1d2056db-2.jpeg\" alt=\"\" width=\"863\" height=\"608\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Andreas Mucke &#8211; \u00a9 Stadt Wuppertal<\/span><\/div>\n<p>Andreas Mucke, neugew\u00e4hlter Oberb\u00fcrgermeister der Bergischen Metropole zieht eine erste Zwischenbilanz.<\/p>\n<p><strong>DS: Herr Oberb\u00fcrgermeister, Sie sind seit gut vier Monaten im Amt. Haben Sie die Anforderungen an dieses Amt im Vorfeld realistisch eingesch\u00e4tzt?<\/strong><\/p>\n<p>OB Andreas Mucke: \u201eMir war immer klar, dass das Amt des Oberb\u00fcrgermeisters sehr hohe Anforderungen stellt und mein Arbeitstag h\u00e4ufig bis in die sp\u00e4ten Abendstunden reicht und auch die Wochenenden Verpflichtungen bringen. Als Au\u00dfenstehender kann man sich allerdings wohl kaum vorstellen, wie eng getaktet der Terminkalender ist. Das Interessanteste ist die Vielf\u00e4ltigkeit der Themen und die Notwendigkeit, mich t\u00e4glich auf neue Herausforderungen einzustellen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wie f\u00e4llt Ihre pers\u00f6nliche Zwischenbilanz nach vier Monaten aus?<\/strong><\/p>\n<p>OB Andreas Mucke: \u201eZuallererst: Ein gro\u00dfes Dankesch\u00f6n an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Verwaltung und die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger: Sie alle haben meinen Start wirklich mit gro\u00dfem Einsatz unterst\u00fctzt und mir die ersten Wochen leicht gemacht.\u00a0Das Amt macht mir weiterhin viel Freude \u2013 und ich konnte auch schon Einiges bewegen. So engagiere ich mich pers\u00f6nlich im begonnenen Prozess der Neustrukturierung der Wuppertaler B\u00fchnen, ich habe eine Arbeitsgruppe beauftragt, die Eckpunkte f\u00fcr ein integriertes, ganzheitliches Stadtentwicklungskonzept zu erarbeiten und der Ausbau der Kinderbetreuung geht z\u00fcgig weiter. Und ich konnte bei sehr wichtigen Themen auch Akzente im Haushaltsplan 2016\/2017 setzen \u2013 so gibt es zus\u00e4tzliche Mittel f\u00fcr den Ausbau des Offenen Ganztags, f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der Freien Kulturszene, f\u00fcr Pr\u00e4ventionsprojekte und f\u00fcr Klimaschutz! Das Wichtigste ist mir aber die B\u00fcrgerorientierung und die B\u00fcrgerbeteiligung. Bei allen wichtigen Diskussionen &#8211; vom Forensik-Standort, \u00fcber das Seilbahn-Projekt bis zum Carnaper Platz &#8211; sitze ich pers\u00f6nlich mit den Akteuren an einem Tisch!\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sie wollen ja der Oberb\u00fcrgermeister aller Wuppertaler sein \u00fcber Parteigrenzen hinweg. Inwieweit ist Ihnen das aus Ihrer Sicht bislang gelungen?<\/strong><\/p>\n<p>OB Andreas Mucke: \u201eIch bin als Oberb\u00fcrgermeister daf\u00fcr gew\u00e4hlt worden, das Beste f\u00fcr Wuppertal zu erreichen \u2013 und zwar \u00fcber Parteigrenzen hinweg. Daf\u00fcr setze ich mich ein.\u00a0Ich spreche selbstverst\u00e4ndlich mit allen demokratischen Fraktionen und binde sie in die Informations- und Entscheidungsprozesse ein. Ich verstehe mich als T\u00fcr\u00f6ffner und Netzwerker \u2013 und einer meiner wichtigsten Grunds\u00e4tze ist: Es gibt keine Probleme \u2013 sondern nur Herausforderungen \u2013 und deshalb arbeite ich l\u00f6sungsorientiert!\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sie verk\u00f6rpern B\u00fcrgern\u00e4he und sind auf sehr vielen Terminen anzutreffen: Wo ziehen Sie f\u00fcr sich die Grenze, um nicht zu sehr vereinnahmt zu werden?<\/strong><\/p>\n<p>OB Andreas Mucke: \u201eIch wei\u00df, dass ich nicht alle Termine wahrnehmen kann, zu denen ich eingeladen werde \u2013 daf\u00fcr reicht meine Zeit einfach nicht aus. Mir ist es aber wichtig, dass ich f\u00fcr jeden Termin, den ich wahrnehme, ausreichend Zeit mitbringe. Ich m\u00f6chte die Gelegenheit haben, mit den Menschen bei den Veranstaltungen zu sprechen und die Institution kennenlernen, die ich besuche. Und ich versuche auch durch meinen Besuch denjenigen eine Stimme zu verleihen, die keine Lobby haben. Im \u00dcbrigen habe ich ja auch drei kompetente B\u00fcrgermeisterinnen, die mich bei Repr\u00e4sentationsterminen sehr gut vertreten. Deshalb bitte ich all diejenigen um Verst\u00e4ndnis, deren Einladung ich nicht wahrnehmen kann: Dies hat nichts mit mangelnder Wertsch\u00e4tzung zu tun \u2013 es ist einfach ein Zeitproblem!\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Seilbahn ja oder nein \u2013 FOC &#8211; Forensik auf Lichtscheid oder auf der Kleinen H\u00f6he oder sonstwo. Bei diesen Themen gibt es un\u00fcberbr\u00fcckbare Standpunkte. Und jede Seite will Sie festnageln. Wie kommt man aus einer solchen Nummer glaubw\u00fcrdig heraus?<\/strong><\/p>\n<p>OB Andreas Mucke: \u201eMir ist es wichtig, gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Transparenz zu allen bedeutenden Themen und Entscheidungen in unserer Stadt herzustellen, mit allen Betroffenen auf Augenh\u00f6he zu sprechen und alle Bedenken und Kritik auch wirklich ernst zu nehmen.\u00a0Dass alle zufrieden sind, werden wir nicht erreichen. Aber unser Ziel ist es, dass alle sagen k\u00f6nnen: Ich wei\u00df, wie die Entscheidung zustande gekommen ist und ich f\u00fchle mich in dem Prozess ernst genommen! Daf\u00fcr stehe ich \u2013 und deshalb werden wir bei allen wichtigen Themen intensive B\u00fcrgerbeteiligung durchf\u00fchren. Ich selbst nehme eine moderierende Funktion wahr, werde aber gleichzeitig auch meine Meinung sagen und mich nicht vor notwendigen Entscheidungen dr\u00fccken.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: In anderen St\u00e4dten werden Fl\u00fcchtlinge beschimpft oder sogar angegriffen. Hier in Wuppertal gibt es noch eine echte \u201eWillkommens-Kultur\u201c. Worauf f\u00fchren Sie das zur\u00fcck&#8216;?<\/strong><\/p>\n<p>OB Andreas Mucke: \u201eGanz klar: Das verdanken wir der ausgezeichneten Arbeit und dem herausragenden Engagement unserer Fachdienststellen und aller ehrenamtlich t\u00e4tigen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger. In Wuppertal hat es selbst in der durchaus chaotischen ersten Phase der Fl\u00fcchtlingsunterbringung keine Menschen in Zelten oder Containern gegeben. 80 Prozent der Gefl\u00fcchteten leben in unserer Stadt in eigenem Wohnraum. Dahinter steckt eine gro\u00dfartige Leistung. Alle Beteiligten arbeiten Hand in Hand und k\u00fcmmern sich auch intensiv darum, dass die Nachbarn im Umfeld von Unterk\u00fcnften noch vor einem Bezug mit all ihren Fragen und \u00c4ngsten eingebunden werden. Das ist genau so wichtig, wie die Betreuung der Fl\u00fcchtlinge selbst \u2013 und das nehmen wir sehr ernst. Und wir zeigen schlie\u00dflich klare Kante gegen\u00fcber denjenigen, die zu Intoleranz und Ausgrenzung aufrufen. Auch dies ist ein Zeichen f\u00fcr unser weltoffenes, buntes Wuppertal!\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das Interview f\u00fchrte Peter Pionke<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit vier Monaten ist Andreas Mucke (SPD) mittlerweile als Oberb\u00fcrgermeister im Amt. Zeit eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen. Peter Pionke sprach mit dem neuen Wuppertaler Stadtoberhaupt.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":4323,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[],"class_list":["post-4325","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-14 14:48:39","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4325","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4325"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4325\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48237,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4325\/revisions\/48237"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4323"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4325"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4325"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4325"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}